Aktuelles FAQ zum Coronavirus/COVID-19

Uns erreichen nach wie vor viele Fragen rund um COVID-19 und mögliche Auswirkungen der Pandemie auf die Planung eines Auslandssemesters oder Auslandsstudiums in diesem Jahr.

Um euch in der aktuellen Situation bestmöglich unterstützen zu können, haben wir die häufigsten Fragen in einem FAQ gesammelt:


Ja – unserer Ansicht nach sollte ein Auslandssemester im Herbst 2021 in den meisten unserer Zielländer wieder möglich sein.

Auch wir können natürlich nicht in die Zukunft schauen, aber wir sind optimistisch, dass sich die Lage sowohl in Deutschland als auch in vielen anderen Ländern in den nächsten Monaten verbessern wird – insbesondere aufgrund der weltweit angelaufenen Impfkampagnen.

Viele unserer Partnerhochschulen nehmen aktuell bereits Bewerbungen für den Herbst 2021 an, so dass du dich gern jetzt schon bewerben kannst.

Die Bewerbung selbst ist unverbindlich. Du verpflichtest du dich also erst einmal zu nichts (außer zur Zahlung der von manchen unserer Partnerhochschulen erhobenen Bewerbungsgebühr), hältst dir aber im Umkehrschluss alle Optionen offen.

Unsere Partnerhochschulen haben in der Regel sehr unkomplizierte Rücktrittsregelungen und großzügige Fristen für die Annahme des Studienplatzes.

Du kannst du dir mit deiner endgültigen Entscheidung also Zeit lassen, bis du weißt, wie sich die Lage in deinem Zielland und an deiner Wunschhochschule entwickelt.

Aufgrund des Lockdowns sind einige TOEFL- oder IELTS-Testzentren geschlossen und auch der DAAD-Test wird von vielen Hochschulen nicht oder zumindest weniger häufig angeboten. Insofern ist es derzeit tatsächlich nicht immer ganz einfach, einen zeit- und wohnortnahen Testtermin zu bekommen.

Glücklicherweise sind viele unserer Partnerhochschulen in der aktuellen Situation aber besonders flexibel und akzeptieren mehr Sprachnachweise als sonst – zum Beispiel den Duolingo oder die TOEFL iBT Home Edition. Beide Tests kannst du mit wenig Vorlauf von zuhause aus absolvieren.

Wenn du dir nicht sicher bist, welche Sprachnachweise deine Wunschhochschule momentan akzeptiert, kannst du gern jederzeit bei uns nachfragen.

Viele Aufgaben kannst du jetzt schon erledigen. Du kannst zum Beispiel schon einmal deine Kurswahl mit deiner Heimathochschule abklären. Falls dein Prüfungsamt hierfür ausführliche Kursbeschreibungen (so genannte „Syllabi“) benötigt, sag uns gern Bescheid und wir versuchen, sie für dich zu besorgen.

Außerdem kannst du jetzt bereits deinen Antrag auf Auslands-BAföG einreichen oder deine Stipendienbewerbung schreiben. Gerade Stipendienausschreibungen haben oftmals frühe Fristen, so dass es sich lohnt, die Bewerbung nicht auf die lange Bank zu schieben.

Je nach Bewerbungszeitpunkt kann es jedoch sinnvoll sein, mit anderen Aufgaben wie der Flugbuchung, der Visumsbeantragung und der Unterkunftsbuchung etwas länger als sonst zu warten, gerade wenn diese mit nicht erstattungsfähigen Kosten verbunden sind.

Als Pandemie betrifft COVID-19 alle Kontinente, also auch unsere Zielländer und die dortigen Partnerhochschulen. Selbst bei benachbarten Ländern gibt es jedoch zum Teil große Unterschiede hinsichtlich der Fallzahlen und der gewählten Strategie zur Eindämmung der Pandemie. Während einige Länder frühzeitig strenge Einreisesperren beschlossen haben, die zum Teil immer noch in Kraft sind, haben andere Länder ihre Grenzen fast durchgängig offengehalten.

Im folgenden Teil dieses FAQs findest du daher einen nach Kontinenten sortierten Überblick zur aktuellen Lage in allen unseren Zielländern und an unseren Partnerhochschulen sowie einen Ausblick auf den Herbst 2021.

Ausführlichere Informationen und offizielle Empfehlungen findest du in den Reise- und Sicherheitshinweisen des Auswärtigen Amts. Diese Website ist auch für uns die wichtigste Informationsquelle und bildet die Grundlage für unsere Beratung zu diesem Thema. Da die Informationen laufend aktualisiert werden, lohnt es sich, hier immer mal wieder vorbeizuschauen, um auf dem neuesten Stand zu bleiben.

Das Auswärtige Amt hat übrigens auch eine sogenannte Krisenvorsorgeliste, in der du vor deinem Auslandsaufenthalt deine Daten hinterlegen kannst, um im Ernstfall effektiv durch die konsularischen Vertretungen im Gastland unterstützt werden zu können.

Ähnlich wie in Deutschland hat es auch in anderen europäischen Ländern über die letzten Monate hinweg immer wieder große Schwankungen bei den COVID-19 Fallzahlen gegeben. Von unseren Zielländern haben Spanien, Großbritannien und Irland derzeit die höchsten Inzidenzraten zu verzeichnen, wohingegen die Infektionszahlen in Island und Norwegen vergleichsweise niedrig sind.

Eine Einreise ist derzeit in allen unseren europäischen Zielländern grundsätzlich möglich. Die genauen Einreisebestimmungen unterscheiden sich jedoch von Land zu Land:

  • Großbritannien und Irland fordern sowohl einen negativen COVID-19-Test, der bei Einreise nicht älter als 48 Stunden (GB) bzw. 72 Stunden (Irland) sein darf, als auch das Einhalten einer häuslichen Quarantäne von 10 Tagen (GB) bzw. 14 Tagen (Irland) nach Einreise.
  • Ähnlich sieht es bei Einreisen nach Norwegen aus. Hier muss zum einen ein negativer COVID-19-Test aus den letzten 72 Stunden vorgelegt werden. Zum anderen müssen Einreisende aus Risikogebieten (zu denen Deutschland, Österreich und die Schweiz zählen) eine 10-tägige Quarantäne einhalten, die durch einen zweiten negativen COVID-19-Test auf sieben Tage verkürzt werden kann.
  • Wer nach Island einreist, kann zwischen einer 14-tägigen häuslichen Quarantäne und einem COVID-19-Test bei Einreise in Kombination mit einer fünf- bis sechstägigen häuslichen Quarantäne und einem anschließenden weiteren COVID-19-Test wählen.
  • Bei Einreise nach Italien muss entweder ein negativer COVID-19-Test aus den letzten 48 Stunden vorgelegt oder eine häusliche Quarantäne eingehalten werden.
  • Wer mit dem Flugzeug oder Schiff nach Spanien reist, muss ebenfalls einen negativen COVID-19-Test mitführen, der zum Zeitpunkt der Einreise maximal 72 Stunden alt ist. Für Einreisen auf dem Landweg gilt diese Vorgabe hingegen nicht. Auch gibt es in Spanien keine Quarantänepflicht.
  • Für Einreisen nach Frankreich gibt es derzeit keine besonderen Vorgaben.

Unterrichtsformat

Unsere europäischen Partnerhochschulen unterrichten im Frühjahr 2021 überwiegend im Online- oder Hybridmodus. Vergleichsweise hohe Präsenzanteile gibt es dabei unter anderen in Norwegen und Island.

Für den Herbst 2021 planen unsere europäischen Partnerhochschulen eine weitgehende Rückkehr zum Präsenzunterricht. Es ist jedoch unserer Ansicht nach wahrscheinlich, dass zumindest große Vorlesungen nach wie vor online stattfinden oder es parallele Online-Angebote für Studierende geben wird, die nicht an den Hochschulort reisen können oder wollen.

Sowohl die USA als auch Kanada haben derzeit recht hohe COVID-19 Infektionsraten zu verzeichnen, die sich jedoch je nach Bundesstaat und Provinz zum Teil stark unterscheiden. Während die kanadische Regierung schon frühzeitig eine nationale Eindämmungsstrategie hatte, war dies in den USA nur bedingt der Fall. Die ersten Maßnahmen der neuen US-Regierung deuten jedoch darauf hin, dass sich dies in den nächsten Wochen und Monaten ändern wird.

Einreise

  • Seit August 2020 ist die Einreise in die USA für internationale Studierende mit F1- oder J1-Studentenvisum wieder möglich, sofern sie an ihrer Gasthochschule mindestens einen Präsenzkurs belegen. Die neue US-Regierung hat gerade bekanntgegeben, dass bei Flügen in die USA zukünftig beim Check-In ein negativer COVID-19-Test vorgelegt und nach Ankunft in den USA eine Quarantäne eingehalten werden muss. Nähere Informationen zu diesen Maßnahmen erwarten wir in Kürze und werden sie dann hier veröffentlichen.
  • Seit Ende Oktober 2020 können internationale Studierende wieder nach Kanada einreisen, wenn ihre Gasthochschule zu den so genannten „Designated Learning Institutions“ zählt – dies ist bei all unseren kanadischen Partnerhochschulen der Fall. Beim Check-In vor Abflug nach Kanada muss ein maximal 72 Stunden alter negativer COVID-19-Test vorlegt werden. Nach der Einreise muss zudem eine 14-tägige häusliche Quarantäne eingehalten werden.

Unterrichtsformat

Im Frühjahr 2021 unterrichten die meisten unserer US-amerikanischen Partnerhochschulen im Online- oder Hybridmodus. Die Hybridmodelle unterscheiden sich dabei je nach Hochschule. An einigen Hochschulen wie beispielsweise der Hawaii Pacific University und der Texas State University gibt es recht viele Präsenzangebote. An anderen wie der Boston University können Studierende selbst wählen, ob sie ihre Kurse im Online- oder Präsenzmodus belegen wollen. Wieder andere bieten derzeit fast ausschließlich Onlineunterricht an – nur ausgewählte Kurse, die bestimmte Räumlichkeiten oder Equipment benötigen, finden im Präsenzmodus statt. Zu dieser Gruppe zählen zum Beispiel die meisten unserer kalifornischen Partnerhochschulen.

Für den Herbst 2021 planen unsere US-amerikanischen Partnerhochschulen eine weitgehende Rückkehr zum Präsenzunterricht. Auch der „California State University (CSU)“-Verbund und der „University of California (UC)“-Verbund haben dies bereits offiziell im Rahmen von Pressemitteilungen angekündigt und wir gehen nach Rücksprache mit unseren dortigen Ansprechpartnern davon aus, dass auch die Semesterprogramme wie geplant stattfinden können. Eine Ausnahme stellt die California State University Northridge dar - hier wird das Semesterprogamm erst zum Spring 2022 wieder angeboten.

Wir erwarten, dass die kanadischen Hochschulen im Herbst 2021 größtenteils wieder im Präsenzmodus unterrichten werden. Einige Universitäten wie die Capilano University, die Lakehead University, die Thompson Rivers University, die Trent University und die Vancouver Island University haben dies bereits offiziell angekündigt und wir erwarten, dass weitere Universitäten in den nächsten Wochen nachziehen werden.

Südamerika ist von der Corona-Pandemie besonders stark betroffen gewesen, weswegen das öffentliche Leben in unseren südamerikanischen Zielländern zeitweise fast vollständig zum Erliegen gekommen ist und die Landesgrenzen über viele Monate hinweg geschlossen waren.

Inzwischen haben sich die Fallzahlen etwas stabilisiert – wenn auch auf hohem Niveau – und die meisten unserer Zielländer haben ihre Grenzen wieder geöffnet:

  • Die Einreise nach Argentinien ist für internationale Studierende mit gültigem Visum seit einiger Zeit wieder möglich. Die argentinischen Behörden fordern neben einer eidesstattlichen Erklärung zum Gesundheitszustand und einer für Argentinien gültigen Krankenversicherung auch einen negativen COVID-19-Test, der bei der Einreise weniger als 72 Stunden alt ist. Zudem muss nach der Ankunft eine verpflichtende siebentägige häusliche Quarantäne eingehalten werden.
  • Auch die Einreise nach Chile ist wieder möglich. Bei der Einreise muss ein negativer COVID-19-Test aus den letzten 72 Stunden, ein internationaler Gesundheitspass und eine explizit für Chile gültige Krankenversicherung vorgezeigt werden. Nach Ankunft muss zudem eine 10-tägige häusliche Quarantäne eingehalten werden, die durch einen erneuten negativen COVID-19-Test auf sieben Tage verkürzt werden kann.
  • Eine Einreise nach Ecuador ist derzeit nur auf dem Luftweg möglich, da die Grenzübergänge zu den Nachbarländern nach wie vor geschlossen sind. Bei der Einreise muss ein weniger als 10 Tage alter, negativer COVID-19-Test vorgelegt werden. Nach der Ankunft wird noch am Flughafen in Quito oder Guayaquil ein Antigen-Schnelltest durchgeführt. Wenn dieser positiv ausfällt, muss eine 10-tägige Hotelquarantäne eingehalten werden.
  • Aufgrund der in Großbritannien neu aufgetretenen Virusvariante dürfen Personen, die ihren Wohnsitz in Europa haben oder sich in den 14 Tagen vor Abflug dort aufgehalten haben, aktuell nicht nach Peru einreisen. Auch der Flugverkehr mit Europa ist derzeit ausgesetzt. Diese Regelung gilt zunächst bis zum 31.01.2021.

Unterrichtsformat

An unseren südamerikanischen Partnerhochschulen wird aktuell weiterhin fast ausschließlich online unterrichtet. An einigen unserer Partnerhochschulen ist es möglich, ein „Online-Auslandssemester“ zu absolvieren.

Für das Semester ab August/September 2021 liegen uns noch keine gesicherten Informationen vor. Wir gehen jedoch davon aus, dass unsere Partnerhochschulen alles daransetzen, um wieder zum Präsenzunterricht zurückkehren zu können. Sobald uns nähere Informationen vorliegen, werden wir diese hier im FAQ veröffentlichen.

Unsere Zielländer in Asien sind von COVID-19 in unterschiedlichem Maße betroffen. Während China anfangs stark betroffen war, haben sich die Fallzahlen dort mittlerweile auf einem recht niedrigen Niveau stabilisiert. Andere Länder wie zum Beispiel Singapur, Thailand und Südkorea hatten durchweg recht niedrige Infektionszahlen und werden daher oftmals als „Musterländer“ für eine erfolgreiche Eindämmung der Pandemie bezeichnet.

Hinsichtlich der Einreisemöglichkeiten gibt es ebenfalls einige Unterschiede zwischen den Ländern zu beachten:

  • Sowohl in China als auch in Malaysia gilt nach wie vor ein generelles Einreiseverbot für ausländische Staatsangehörige mit nur wenigen Ausnahmen für bestimmte Personenkreise. Internationale Studierende zählen leider nicht dazu, so dass eine Einreise nach China und Malaysia zu Studienzwecken derzeit noch nicht wieder möglich ist.
  • Die Einreise nach Indonesien ist für ausländische Reisende seit Ende Dezember vorerst nicht mehr möglich. Die Regelung soll zunächst bis zum 25. Januar gelten – längerfristige Informationen liegen uns derzeit noch nicht vor.
  • Die Einreise nach Singapur ist für internationale Studierende unter Auflagen möglich. Hierzu zählt neben einer vorab auszufüllenden Online-Gesundheitserklärung auch eine kostenpflichtige 14-tägige Hotelquarantäne, an deren Ende ein COVID-19-Test absolviert werden muss.
  • Auch Südkorea erlaubt internationalen Studierenden die Einreise. Bei Ankunft muss ein maximal 72 Stunden vor Abflug ausgestelltes negatives COVID-19-Testergebnis vorgelegt werden. Vor Ort wird dann ein weiterer Test durchgeführt, gefolgt von einer 14-tägigen häuslichen Quarantäne. Unsere südkoreanische Partnerhochschule stellt den Studierenden dabei auf Wunsch eine Unterkunft im Studentenwohnheim zur Verfügung.
  • Die Grenzen nach Thailand sind seit November 2020 wieder geöffnet, so dass auch internationale Studierende wieder einreisen können. Nach der Ankunft muss eine 14-tägige Quarantäne in einem von der Regierung zugelassenen Hotel eingehalten werden, in deren Verlauf mehrere COVID-19-Tests durchgeführt werden.
  • Die Einreise in die Vereinigten Arabischen Emirate ist vergleichsweise unkompliziert möglich. Vor dem Abflug muss ein maximal 96 Stunden alter negativer COVID-19-Test vorgelegt werden. Bei der Ankunft in Dubai muss ein weiterer COVID-19-PCR-Test absolviert werden und bis zum Erhalt des Ergebnisses muss eine Quarantäne eingehalten werden. Für die Einreise über Abu Dhabi gelten strengere Quarantänevorschriften, weswegen wir diese Option eher nicht empfehlen würden.
  • Internationalen Studierenden ist die Einreise nach Vietnam grundsätzlich gestattet. Aufgrund des chinesischen Neujahrsfests und einer großen Regierungskonferenz werden internationale Flüge jedoch vom 6.-26. Februar 2021 kurzzeitig ausgesetzt. Bei der Einreise wird ein COVID-19-Test durchgeführt, an den sich eine 14-tägige Quarantäne mit mehreren COVID-19-Tests anschließt. Die ersten sechs Tage müssen dabei in einer von der vietnamesischen Regierung festgelegten Einrichtung verbracht werden – dies kann z.B. ein Hotel sein. Der Rest der Quarantänezeit kann dann in einer selbst gewählten Unterkunft verbracht werden.

Unterrichtsformat

An den meisten unserer asiatischen Partnerhochschulen wird im Frühjahr 2021 eine Kombination aus Präsenz- und Onlineunterricht angeboten, wobei sich die genaue Ausgestaltung je nach Hochschule durchaus unterscheiden kann. Während einige Hochschulen auf Wechselunterricht (eine Woche Onlineunterricht, eine Woche Präsenzunterricht usw.) setzen, bieten andere Hochschulen vor allem größere Lehrveranstaltungen online und kleinere im Präsenzmodus an.

Für die im Sommer/Herbst 2021 startenden Semester gibt es noch keine abschließenden Informationen. Wir können uns gut vorstellen, dass das Hybridmodell zunächst beibehalten wird, der Anteil des Präsenzunterrichts aber im Verlauf des Jahres immer weiter steigen wird.

Begünstigt durch ihre Lage sind Australien und Neuseeland sind bisher sehr gut durch die Pandemie gekommen. Gerade in Neuseeland sind die Infektionszahlen seit Monaten extrem niedrig, aber auch in Australien gibt es aktuell vergleichsweise wenige Fälle, die oftmals lokal begrenzt sind.

Um diese Ergebnisse zu erreichen, haben Australien und Neuseeland von Anfang an auf strikte Grenzschließungen und Einreisesperren gesetzt, von denen zum Teil sogar die eigenen Staatsangehörigen betroffen sind.

Aktuell sieht die Einreisesituation in den beiden Ländern wie folgt aus:

  • Die Landesgrenzen Australiens sind momentan noch geschlossen, so dass auch internationale Studierende nicht einreisen können. Ein fester Zeitpunkt für eine generelle Aufhebung der Einreisebeschränkungen für ganz Australien ist bisher nicht bekannt, es wird jedoch frühestens zum Sommer 2021 damit gerechnet. Es ist zudem davon auszugehen, dass zunächst Studierende nach Australien zurückkehren dürfen, die schon vor Beginn der Pandemie dort studiert haben, so dass neue Studierende etwas länger warten müssen. Anträge auf Studentenvisa werden jedoch fortlaufend bearbeitet, um längere Wartezeiten und Verzögerungen nach Wiederöffnung der Grenzen vorzubeugen.
  • Auch die Landesgrenzen Neuseelands sind weiterhin geschlossen. Im Herbst 2020 durfte erstmals wieder eine kleine Gruppe internationaler Master- und PhD-Studierender nach Neuseeland einreisen. Von April 2021 an dürfen nun über das Jahr verteilt 1.000 weitere internationale Bachelor-, Master- und PhD-Studierende nach Neuseeland einreisen. In beiden Fällen handelt es sich jedoch nur um Studierende, die bereits 2019 oder 2020 in Neuseeland studiert haben und nun nach Neuseeland zurückkehren, um ihr Studium vor Ort abzuschließen. Wann es auch neuen Studenten erlaubt sein wird, wieder nach Neuseeland einzureisen, wurde bisher nicht bekanntgegeben. Da jedoch auch die Bearbeitung von Studentenvisa noch bis mindestens Mai 2021 ausgesetzt ist, rechnen wir momentan leider eher damit, dass eine Einreise für „Study Abroad“-Studenten erst im Frühjahr 2022 wieder möglich sein dürfte.

Unterrichtsformat

Das Unterrichtsformat in Australien unterscheidet sich von Hochschule zu Hochschule. An den meisten Hochschulen wird momentan jedoch eine Mischung aus Präsenz- und Onlineunterricht angeboten. Einige Hochschulen bieten internationalen Studierenden die Möglichkeit, ein Online-Auslandssemester dort zu absolvieren – hierzu zählen unter anderem die Bond University, die Deakin University, die Griffith University, die University of Tasmania, die University of Technology Sydney und die UNSW Sydney.

Für das im Juli/August startende Semester 2 liegen uns noch keine offiziellen Informationen zum Unterrichtsformat vor. Wir rechnen jedoch damit, dass es eine noch stärkere Rückkehr zum Präsenzunterricht geben wird, die Online-Angebote für internationale Studierende aber beibehalten werden, wenn die Einreise bis dahin noch nicht wieder möglich sein sollte.

Aufgrund der niedrigen Fallzahlen und der weitgehenden Normalisierung des öffentlichen Lebens sind auch die Hochschulen in Neuseeland fast vollständig zum Präsenzunterricht zurückgekehrt. Fast alle Universitäten bieten Online-Auslandssemester für internationale Studierende an, die aufgrund der bestehenden Einreisebeschränkungen nicht nach Neuseeland reisen können.

Auch wenn uns für das Semester 2 ab Juli/August 2021 noch keine abschließenden Informationen vorliegen, gehen wir stark davon aus, dass diese Online-Optionen beibehalten werden, solange die Einreise für Semesterstudenten noch nicht wieder möglich ist.

Auch wenn wir optimistisch sind, dass ein Auslandssemester im Herbst 2021 an den allermeisten unserer Partnerhochschulen und in fast allen Zielländern wieder möglich sein wird, können wir natürlich nicht ausschließen, dass sich die Situation anders entwickelt als erhofft.

Es ist also auf jeden Fall sinnvoll, frühzeitig über einen „Plan B“ nachzudenken, damit du im Fall des Falles gewappnet bist.

Dieser „Plan B“ kann ganz unterschiedlich aussehen, je nachdem, wo du dich im Studienverlauf gerade befindest und wie flexibel du geographisch und zeitlich bist:

Option 1: Andere Gasthochschule oder anderes Zielland wählen

Diese Option kommt vor allem dann in Frage, wenn sich abzeichnet, dass dein „Plan A“ nicht realisierbar ist, du aber auf jeden Fall gern im Herbst ins Ausland möchtest und in Hinblick auf die Hochschule und/oder das Zielland ein Stück weit flexibel bist.

Hierbei gibt es zwei Möglichkeiten:

Falls die Einreise in dein Zielland zwar möglich ist, aber deine Gasthochschule ihr Semesterprogramm absagen oder nur online anbieten sollte, kannst du dich gern über uns an einer anderen Partnerhochschule im gleichen Land bewerben, deren Semesterprogramm regulär stattfindet.

Sollte für dein Zielland hingegen noch eine Einreisesperre bestehen oder die Pandemielage zu unübersichtlich sein, ist es eher sinnvoll, eine Parallelbewerbung für eine Partnerhochschule in einem anderen Land zu starten. Dies gilt zum Beispiel, wenn du dein Auslandssemester gern in Australien oder Neuseeland verbringen möchtest, da hier derzeit noch völlig unklar ist, ob eine Einreise im Sommer 2021 wieder möglich sein wird.

Wir beraten dich in beiden Fällen gern individuell und schauen gemeinsam, ob und zu welchem Zeitpunkt eine weitere Bewerbung für dich sinnvoll ist.

Option 2: Auslandssemester verschieben

Wenn du auf deine Wunschhochschule festgelegt, aber dafür zeitlich flexibel bist, kannst du dein Auslandssemester auch ganz unkompliziert verschieben.

Du kannst dein Auslandssemester entweder um ein Semester (also vom Herbst 2021 auf das Frühjahr 2022) oder um ein komplettes Jahr (also vom Herbst 2021 auf den Herbst 2022) verschieben. Wichtig ist, dass du dabei die Semesterzeiten deiner Wunschhochschule beachtest, um sicherzustellen, dass der neue Zeitraum deines Auslandssemesters sich nicht mit den Vorlesungs- und Prüfungszeiten deiner Heimathochschule überschneidet.

Wenn du also nach Einreichen deiner Bewerbung und Erhalt deiner Zusage feststellst, dass ein Auslandssemester im Herbst 2021 für dich doch nicht realistisch ist, lass uns dies einfach wissen und wir erklären dir dann, was genau du tun musst, um die Verschiebung in die Wege zu leiten.

Option 3: Online-Angebot der Gasthochschule wahrnehmen

Wenn für dein Zielland noch eine Einreisesperre besteht und/oder deine Gasthochschule im Herbst 2021 doch noch nicht zum Präsenzunterricht zurückkehrt, kann es für dich eine Option sein, das Online-Angebot deiner Gasthochschule wahrzunehmen. Dies gilt insbesondere dann, wenn du ausschließlich im Herbst 2021 ins Auslandssemester gehen kannst und weder eine andere Hochschule noch ein anderes Zielland für dich in Frage kommen.

Auch wenn ein Online-Semester an einer ausländischen Hochschule sicherlich nicht mit einem klassischen Auslandssemester zu vergleichen ist, bietet es dir trotzdem die Möglichkeit, eine internationale Lernerfahrung zu machen und neue Perspektiven auf dein Fach kennenzulernen. Je nach Einreisebestimmungen kann es unter Umständen sogar eine Option sein, trotzdem wie geplant in dein Gastland zu reisen und dir Online-Kurse von dort aus zu besuchen. Ansonsten kannst du die Kurse auch von Deutschland aus belegen, sofern dies von der Zeitverschiebung her funktioniert.

Falls ein Online-Auslandssemester für dich interessant ist, kontaktiere uns gern jederzeit und wir geben dir mehr Informationen zu den Möglichkeiten an deiner Gasthochschule.

Option 4: Auslandssemester absagen

Wenn keine der oben genannten Optionen für dich in Frage kommt, hast du natürlich auch die Möglichkeit, dein Auslandssemester komplett abzusagen.

Wie erwähnt, haben die meisten unserer Partnerhochschulen sehr flexible Rücktrittsregelungen, so dass du dich auch noch recht kurzfristig gegen das Auslandssemester entscheiden kannst.

Die Studiengebühren werden bei fristgemäßer Absage in der Regel vollständig erstattet bzw. müssen gar nicht erst gezahlt werden. Nur ganz wenige unserer Partnerhochschulen behalten im Falle einer Absage einen (kleinen) Teil der Studiengebühren ein, wobei es auch hier oftmals auf den Grund der Absage ankommt – bei einem Einreiseverbot werden zum Beispiel auch hier häufig die gesamten Gebühren erstattet

Unser Beratungsteam erklärt dir auf Anfrage gern, wie die konkrete Rücktrittsregelung an deiner Wunschhochschule aussieht, damit du genau weißt, worauf du dich einlässt.

Ja, Anträge auf Auslands-BAföG können derzeit ganz normal gestellt werden. Das für BAföG zuständige Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat ihre Förderbedingungen aufgrund der Pandemie etwas angepasst, um COVID-19-bedingte Nachteile für Studierende möglichst zu vermeiden. Die aktuellen Bedingungen kannst du auf der Website des BMBF nachlesen. Bitte beachte jedoch, dass die dort genannten Bedingungen sich noch auf das Studienjahr 2020/2021 beziehen – Änderungen sind daher durchaus noch möglich. Sprich also am besten deine Sachbearbeiter_in im für dein Wunschland zuständigen BAföG-Amt am besten direkt an und erkundige dich nach den Plänen für das Wintersemester 2021/2022.

Unseres Wissens fördern die meisten Stiftungen und Stipendienorganisationen auch in der aktuellen Situation Auslandssemester und andere Studienaufenthalte im Ausland. Einige Stipendiengeber haben jedoch spezielle Richtlinien, die beispielsweise die Förderung von Auslandsaufenthalten in Ländern ausschließen, für die zum Zeitpunkt des Studienbeginns eine Reisewarnung besteht. Es ist also auf jeden Fall empfehlenswert, die Förderbedingungen im Vorfeld mit deinem Stipendiengeber abzuklären, damit du die Wahl deiner Gasthochschule oder deines Ziellandes gegebenenfalls anpassen kannst. .

Unser Beratungsteam ist wie gewohnt für dich im Einsatz und freut sich darauf, dich zu allen Fragen rund ums Auslandssemester oder Auslandsstudium zu beraten.

Du erreichst uns zu unseren Beratungszeiten von Montag bis Freitag zwischen 9:30-12:30 Uhr sowie zwischen 13:30-17:30 Uhr per Telefon oder natürlich per E-Mail. Gern vereinbaren wir auch einen Skype- oder Zoom-Termin mit dir, wenn du möchtest – sag uns einfach Bescheid!

Persönliche Beratungen bei uns im Büro sind hingegen aufgrund der geltenden Kontaktbeschränkungen derzeit leider nicht möglich.

Wenn du deine Bewerbungsunterlagen persönlich vorbeibringen möchtest, kannst du sie aber gern jederzeit bei uns in den Briefkasten werfen – dieser wird täglich geleert und wir geben dir dann per E-Mail oder Telefon Rückmeldung zu deiner Bewerbung.


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