24 Feb 2016
Partnerhochschule der Woche

Kulturstudier - mehr als ein Auslandssemester!

Unterricht in einer einzigartigen Umgebung und durch die weltweit besten Dozenten in ihrem Fach: Kulturstudier bietet Semesterprogramme der besonderen Art.

In den neunziger Jahren kam eine Gruppe norwegischer Sozial- und Geisteswissenschaftler auf den Gedanken, dass es vor allem eine Kombination aus Reisen und Studieren ist, die das wissenschaftliche Arbeiten zu einer wirklichen Erfahrung werden lässt. So wurde unsere Partnerhochschule der Woche, Kulturstudier, 1997 mit dem Ziel gegründet, „die Bücher lebendig werden zu lassen“, wie es der Sozialanthropologe und Mitbegründer Rune Tjelland ausdrückt. Mittlerweile bietet Kulturstudier spannende Programme für ein Auslandssemester oder ein Academic Gap Year in fünf verschiedenen Entwicklungs- und Schwellenländern in Asien, Afrika und Lateinamerika an:

Inhaltliche Schwerpunkte der Programme sind Entwicklungszusammenarbeit, Nachhaltigkeit sowie Friedens- und Konfliktforschung. Die Kurse eignen sich also nicht nur für (angehende) Studenten der Gesellschafts-, Sprach- und Kulturwissenschaften, sondern sind ebenfalls für Umwelt- und Wirtschaftswissenschaftler von Interesse.

Der organisatorische Ablauf sieht bei allen Programmen ähnlich aus:

  • Selbststudium von zu Hause aus, um sich mit dem Thema vertraut zu machen
  • Zehn- bis zwölfwöchige Präsenzphase vor Ort mit Fieldstudies
  • Verfassen einer Abschlussarbeit beziehungsweise eines Field Reports

Vor allem aufgrund des speziellen Exkursionscharakters sind die Kulturstudier-Programme die „Lieblinge“ von College Contact-Studienberaterin Sabine Jakobs. Sie ist überzeugt davon, „dass die Studenten vor Ort Dinge lernen, die über das rein Akademische weit hinausgehen.“

Das Studium direkt vor Ort kann keine Lektüre ersetzen: Fieldstudies bieten den Studenten die Möglichkeit, die Theorie mit der Wirklichkeit zu vergleichen.

Die Programme sind zwar speziell, lassen sich jedoch dennoch sehr gut miteinander kombinieren und bieten die Möglichkeit, zwei aufeinander aufbauende Semester in zwei verschiedenen Ländern zu absolvieren. Auch deshalb eignen sie sich hervorragend für ein Academic Gap Year direkt nach dem Abitur. Denn um an einem der Kulturstudier-Programme teilnehmen zu können, ist vorherige Studienerfahrung kein Muss. Weitere Gründe sind das Studieren in kleinen Gruppen, der enge Kontakt zu den Lehrenden und die individuelle Betreuung vor Ort. Auch Studienberaterin Sabine kann ein Academic Gap Year über Kulturstudier wärmstens empfehlen: „Es gibt westliche Ansprechpartner, man wohnt zusammen mit der Gruppe und ist von Anfang an integriert“, schwärmt sie. „Besser betreut werden kann man eigentlich nicht.“ Tatsächlich kommen 30 bis 50 Prozent der Teilnehmer direkt von der Schule. „Unsere Erfahrung ist, dass junge Studenten aufblühen, wenn sie merken, dass sie ihr Leben in einem fremden Land meistern können“, erzählt Rune Tjelland. Dennoch können die Studenten darauf vertrauen, dass sie von einer Art „Sicherheitsnetz“ umgeben sind.

Lateinamerika

Wäre Rune Tjelland heute noch einmal zwanzig, dann würde er gleich für ein ganzes Jahr nach Lateinamerika gehen und ein Semester in Argentinien, anschließend ein weiteres in Nicaragua verbringen: „Ich hätte die Spanischkurse mit Latin-American Studies und mit Corporate Social Responsibility (CSR) kombiniert.“ Das Studium in Buenos Aires bietet die meisten Kurse und Kombinationsmöglichkeiten. Neben Spanischkursen könnt ihr Kurse aus den Themenbereichen Corporate Social Responsibility (CSR), History of Philosophy und Spanish-American Literature belegen. In Nicaragua habt ihr die Möglichkeit, in der Stadt León neben Spanisch ein Semester Development Studies, ab 2017 außerdem Multicultural Education studieren.


Asien

Ein bisschen wie Urlaub: Die Studienumgebungen von Kulturstudier lassen manchmal vergessen, dass man zum Lernen dort ist.

Zwei einmalige und deshalb auch äußert beliebte Programme bietet Kulturstudier in Indien an: Religion and Power und Peace and Conflict Studies. Die Kurse eigenen sich nicht nur als Einführung in Fachbereiche wie Sozialanthropologie, Religions- und Politikwissenschaften, sondern können ebenfalls als Spezialisierung in den jeweiligen Bereichen genutzt werden. In Pondicherry haben die Teilnehmer außerdem die Option entweder vor oder nach dem Semester Freiwilligenarbeit in einer NGO vor Ort zu leisten. In Hoi An, der sogenannten „Perle Vietnams“, erhalten Studierende der Development Studies eine interdisziplinäre Einführung in Themen wie unter anderem Armut, Entwicklung, Menschenrechte und Globalisierung. Im Fokus stehen hier natürlich Südostasien im Allgemeinen und Vietnam im Besonderen.


Afrika

Afrika ist für viele ein Sehnsuchtsort und Ghana eignet sich optimal dazu, erste Afrika-Erfahrungen zu sammeln, denn im Vergleich zu vielen anderen Staaten Westafrikas gilt Ghana als stabiles und sicheres Land. Als erstes Land Subsahara-Afrikas erlangte Ghana 1957 seine Unabhängigkeit und wurde auf dem Kontinent zum Symbol für eine freies Afrika. In der Stadt Cape Coast, direkt am Golf von Guinea, könnt ihr für ein Semester Global Environmental Studies studieren und euch dort mit den großen Herausforderungen unserer Zeit auseinander setzen: Umweltschutz und Klimawandel.


Kulturstudier ist eine private Organisation, die eng mit dem Oslo and Akserhus University College of Applied Sciences zusammenarbeitet; hier seid ihr während eurer Teilnahme am Programm auch eingeschrieben. Sämtliche Kurse sind voll anerkannt und beinhalten pro Semester 30 ECTS, die ihr euch an jeder europäischen Hochschule in entsprechenden Bereichen anrechnen lassen könnt. Kulturstudier unterhält ebenfalls Kooperationen mit Universitäten vor Ort und so studiert ihr nicht nur mit Kommilitonen aus ganz Europa, sondern auch mit Studenten aus den jeweiligen Ländern.

Ihr habt Lust auf ein Auslandssemester oder Gap Year der ganz besonderen Art? Auf den einzelnen Profilseiten von Kulturstudier findet ihr jede Menge weitere Infos. Bei all euren Fragen hilft euch das Beratungsteam von College Contact - persönlich, via E-Mail und telefonisch.