31 Dez
Erfahrungsbericht von Justus H.

University of California Los Angeles

Stadt: Los Angeles
Land: USA
Kontinent: Nordamerika
Studienrichtung: BWL
Studientyp: Summer Sessions
Zeitraum: 08/2007 bis 09/2007

Hochschule:
Studieninhalte:
Studienbedingungen:
Freizeit:
Spaß:
Kosten:
Gesamtbewertung:

Die Uni ist hervorragend gepflegt und man hat das Gefühl, dass dort mehr Personal rumläuft als Studenten. Vom Einchecken bis zum Auschecken waren alle freundlich und hilfsbereit.
Ich habe als Unterkunft die Saxon Suites gewählt und ich kann das auch nur weiterempfehlen. Im Unterschied zu der Rieber Hall sind die eigentlichen Schlafräume zwar nicht deutlich größer, aber man hat neben dem „eigenen“ Bad (man teilt es sich insgesamt mit weiteren 3 Leuten) noch ein gemeinsames Wohnzimmer und dazwischen einen Flur. Und das Wohnzimmer ist ziemlich groß und gibt ein angenehmes Raumgefühl. Hier kann man auch einfach mal Leute empfangen und sich unterhalten. Deutlich besser als in einem kleinen Zimmer der Rieber Hall. Also meine Empfehlung ganz klar bezüglich Unterkunft: Saxon Suites! Off-Campus ist auch okay, vor allem ist es auch nicht so weit weg. Aber es ist schwieriger den Kontakt zu den anderen Studenten zu halten bzw. aufzubauen!
In den Saxon Suites ist man auch nicht großartig separiert von den Leuten die in Rieber Hall wohnen, da man nur die Straße überqueren muss und sich zu den Essenszeiten sowieso sieht – sofern man das möchte.

Das Essen ist übrigens ganz ordentlich. Wer deutsche Mensen gewöhnt ist, wird nicht viel zu meckern haben. Die Ernährung ist zwar durchaus amerikanisch geprägt aber stets qualitativ gut. Da es sich bei der Mensa um eine All-you-can-eat-Mensa handelt, wird man natürlich dazu verleitet, dass man auch mal über den Hunger hinaus isst. Wenn man bedenkt, dass z.B. auch Softeis beliebig viel gegessen werden darf, kann man nachvollziehen, dass auf Dauer die Fitness-Einrichtungen der UCLA auch aufgesucht werden. Diese sind ganz bemerkenswert. Sie übertreffen in Anzahl der Geräte und Qualität die meisten deutschen Fitnessstudios und dies alles ohne Aufpreis für den Studenten!

Die Pools sind sicherlich auch eine Möglichkeit um sich ein wenig sportlich zu betätigen. Es gibt mehrere Pools auf dem Campus darunter auch welche mit 50m-Bahnen.

An Kursen habe ich zwei Managementkurse besucht (Mgmt 88 und Mgmt 180). Beide relativ ähnlich, da auch der gleiche (coole) Dozent aber durch die unterschiedlichen Lehrbücher dennoch sehr lehrreich und interessant. Der Unterricht war viel interaktiver als man es von deutschen Unis kennt. Jede Stunde Gruppenpräsentationen – das schult das Präsentieren und die Fähigkeit unter Zeitdruck im Team zu Ergebnissen zu kommen.
Wenn man sich an den Wochenenden LA bzw. Kalifornien ansehen möchte ist ein Auto unumgänglich. Man kann sie relativ preiswert mieten. Empfehlenswert ist Holidayautos (Stand 2007). Der Vorteil ist, dass man die Wagen wunderbar online bestellen kann und die Versicherungspakete sehr übersichtlich sind. Dies ist bei anderen Anbietern leider nicht immer der Fall gewesen. Wenn man also was in der Umgebung sehen möchte (San Diego, Las Vegas, Santa Barbara…), dann sollte man sich noch ein paar Mitfahrer suchen und gemeinsam ein Auto anmieten. Das ist aus meiner Sicht besser und im Endeffekt billiger, als wenn man die organisierten Touren mitmacht. Dort ist man bei weitem nicht so flexibel. Außerdem ist das Autofahren in den USA viel entspannter als in Deutschland. Die Autobahnen haben mal eben 6 Spuren und man fährt viel langsamer. Einige Stunden Autofahrt sind gar kein Problem und ermüden den Fahrer viel weniger als in Deutschland.
Ich habe während der Summer Session an den Wochenenden fast jedes Mal einen Ausflug unternommen. San Diego, Santa Barbara, Las Vegas, Hollywood Studios… Es gibt so viel zu sehen in LA und Umgebung. Auch die Strände sind auf jeden Fall einen Besuch wert!

Wettertechnisch muss man nichts befürchten! Es ist immer klarer Himmel und mind. 20 Grad. Regen gab es in den 6 Wochen kein einziges Mal während der Summer Session. Nur einmal mitten in der Wüste regnete es kurz (das war kurz vor Las Vegas wo es übrigens wirklich noch mal deutlich wärmer ist) und in dem Yosemite National Park hatte es geschneit (übrigens eine absolut sehenswerte Attraktion).

Also noch mal kurz zusammengefasst:

Wohnen sollte man in den Saxon Suites, wenn man etwas Flexibilität haben möchte (abendliche Zugangskontrollen wie in der Rieber Hall gibt es z.B. gar nicht).

An den Wochenenden sollte man sich ein Auto mieten und die Umgebung besuchen.

Vielleicht plant ihr noch eine Woche nach der eigentlichen Summer Session ein und fahrt durch das Land. Das habe ich gemacht und würde es wieder tun. Nur so sind weiter entfernte Orte stressfrei erreichbar (Yosemite, San Francisco…).

Viel Spaß während eures Aufenthalts!