30 Okt 2015
Gar nicht trocken

5 Gründe für ein LLM-Studium im Ausland

Ein etablierter und weltweit anerkannter Abschluss: Ein LLM-Studium im Ausland lohnt sich!

Ein Job in einer Großkanzlei oder in der Rechtsabteilung eines internationalen Unternehmens, eine Stelle beim Auswärtigen Amt oder bei einer NGO: Das ist der Traum vieler Jurastudenten. Wer als Anwalt eine große Karriere machen möchte, braucht nicht nur Auslandserfahrung, sondern auch spezifische Zusatzqualifikationen, um überhaupt noch aus der Masse herauszustechen. Ein LLM-Studium im Ausland ist ideal, um sich in relativ kurzer Zeit diese von Arbeitgebern immer häufiger geforderten Kompetenzen anzueignen. Für angehende Wirtschaftsjuristen ist ein in Großbritannien oder in den USA erworbener LLM-Abschluss fast schon obligatorisch. Und auch für diejenigen, die bei internationalen Organisationen und Institutionen arbeiten wollen, ist ein im Ausland absolvierter Master of Laws mehr als sinnvoll.

1. Perspektivwechsel: Rechtssystem international

Die Internationalisierung des Rechts ist nicht mehr aufzuhalten. Vor allem in der Wirtschaft werden Verträge zunehmend nach dem angelsächsischen Common Law System geschlossen. Und das nicht nur im internationalen Waren- und Dienstleistungsaustausch, sondern sogar bei inländischen Verträgen. Wer sich während eine LLM-Studiums in einem (ehemaligen) Commonwealth-Staat intensiv mit diesem Rechtssystem auseinandergesetzt hat, ist hier klar im Vorteil. Das gilt vor allem für diejenigen unter euch, die eine Karriere in einer global agierenden Großkanzlei oder in einem multinationalen Konzern anstreben. Programme wie der LLM in American Legal System der Michigan State University oder der Master of International Commercial Law der University of Western Australia bieten euch hier eine optimale Vorbereitung auf die Interaktion mit Klienten und Geschäftspartnern anglophoner Länder. Und wer sich so ausgiebig mit einem fremden Rechtssystem auseinandersetzt, wird die deutsche Rechtsordnung sicherlich von einer ganz neuen Seite betrachten können.

2. Einzigartige Spezialisierungsmöglichkeiten und innovative Programme

Großbritannien steht bei vielen Jungjuristen ganz oben auf der Liste, wenn es um ein LLM-Studium im Ausland geht.

Der LLM hat im englischsprachigen Ausland Tradition und ist fest im jeweiligen Studiensystem verankert. Seit Jahren zieht es immer mehr Studierende aus aller Welt an die britischen, nordamerikanischen und australischen Universitäten und deren Law Schools. Die Hochschulen haben längst auf diesen Bedarf reagiert und locken mit international ausgerichteten, innovativen Programmen und einzigartigen Spezialisierungsmöglichkeiten. So bietet die Robert Gordon University etwa den Master of Laws in Oil and Gas Law an, die University of Birmingham hat den Master of Laws in Health, Bioethics and Law im Angebot und die University of Melbourne bietet die Möglichkeit, sich auf den Bereich Intellectual Property Law zu konzentrieren. Da diese Themenbereiche in den letzten Jahren an globaler Relevanz gewonnen haben, sind zunehmend Experten gefragt.

Für Völkerrechtler kommen Studiengänge wie der LLM in International Human Rights Law (University of Essex) oder etwa der Master of Laws in European Union Law and Policy (Riga Graduate School of Law) infrage.

3. Flexibilität: Praxisorientierte, forschungsorientierte und kombinierte Varianten

Die LLM-Programme im Ausland sind sehr zielgruppenorientiert und bieten daher ein hohes Maß an Flexibilität. Der Einstieg in das Studium ist häufig quartalsweise möglich und ist daher auch optimal dazu geeignet, die Zeit zwischen dem ersten Staatsexamen und dem Referendariat sinnvoll zu nutzen. Wie bei den meisten Masterstudiengängen in anglophonen Ländern üblich, bieten die Universitäten auch den Master of Laws häufig als Coursework- und als Research-Variante an. Wem der Praxisbezug wichtig ist, der ist in einem Coursework-Programm richtig aufgehoben. Wer sich wissenschaftlich mit einem bestimmten Thema auseinandersetzen und darüber eine Forschungsarbeit schreiben möchte, sollte einen LLM by Research in Erwägung ziehen. Einige Hochschulen bieten außerdem die Möglichkeit, beide Formen miteinander zu kombinieren und den Anteil an Praxis und Forschung individuell den eigenen Bedürfnissen anzupassen.

4. Größere Chancen auf dem Arbeitsmarkt

Jährlich strömen Tausende Jura-Absolventen auf den Arbeitsmarkt und der Konkurrenzdruck ist groß. Wer sich von der breiten Masse abheben möchte, braucht Zusatzqualifikationen. Vor allem dann, wenn es nicht für das ersehnte Prädikatsexamen gereicht hat. Ein im Ausland erworbener LLM-Abschluss kann ein „nur“ befriedigendes Staatsexamen aufwerten, nicht zuletzt deshalb, weil dieser Abschluss auch in Deutschland zunehmend an Ansehen gewinnt. Die Zugangsvoraussetzungen sind in der Regel moderat und die Wahrscheinlichkeit, den LLM erfolgreich abzuschließen, ist aufgrund der engmaschigen Betreuung ausgesprochen hoch. Die Programmteilnehmer kommen aus aller Welt und haben ganz unterschiedliche berufliche Hintergründe: Das LLM-Auslandsstudium ist also auch eine einmalige Gelegenheit, internationale Kontakte zu knüpfen, die im späteren Berufsleben hilfreich sein können.

Längst kein Exot mehr: Die Law Schools in Australien haben Top LLM-Programme im Angebot!

5. Soft Skills, Fremdsprachenkenntnisse und Persönlichkeitsentwicklung

Eines steht fest: Ein im Ausland erworbener LLM steht stellvertretend für verhandlungssichere Fremdsprachenkenntnisse und Vertrautheit mit internationalem Recht. Wer ein komplettes Studium in einem fremden Land gemeistert hat, signalisiert Weltoffenheit, Motivation und Organisationsgeschick. Vor allem diejenigen, die in einem englischsprachigen Land mit Common Law System studiert haben, haben gute Karten bei späteren Arbeitgebern. Doch nicht nur die Verbesserung der beruflichen Aussichten sollte eure Entscheidung für ein LLM-Studium im Ausland beeinflussen. Das Eintauchen in eine andere Kultur, das Sammeln ganz neuer Erfahrungen und die Kommunikation über kulturelle und sprachliche Unterschiede hinweg tragen entscheidend zur Persönlichkeitsentwicklung bei.
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