13 Jul
Erfahrungsbericht von Ralph E.

San Diego State University

Stadt: San Diego
Land: USA
Kontinent: Nordamerika
Studientyp: Auslandssemester
Zeitraum: 01/2005 bis 12/2005

Hochschule:
Studieninhalte:
Studienbedingungen:
Freizeit:
Spaß:
Kosten:
Gesamtbewertung:

Nach meinem BWL-Studium in Bamberg wollte ich auf jeden Fall noch ein Jahr im Ausland verbringen und habe mich über verschiedene englischsprachige Länder und deren Unis erkundigt. Hierbei bin ich ziemlich schnell auf college-contact gestossen, die einen sehr unkomplizierten Weg anbieten, ohne viel Papierkram an verschiedenen Unis weltweit ein oder zwei Semester zu studieren (allerdings gegen Bezahlung von Studiengebühren).

Da ich schon einmal in San Diego gewesen bin und mir die Stadt so gut gefallen hat, war für mich relativ schnell klar, dass ich an der SDSU studieren will. Die Uni und der Campus sind wirklich super, die Anzahl der angebotenen Studienfächer sehr gross.

Das Nachtleben ist auch ziemlich gut, hier ist für jeden was dabei. Leider sind die meisten Clubs in Pacific Beach und Downtown konzentriert, in der Nähe der Uni sind meistens Privat- oder Verbindungsparties , die gerne und oft von der Polizei beendet werden.

Hier noch einige Tips für alle, die an die SDSU wollen:

  1. Am wichtigsten ist es, eine gute Wohnung/WG zu finden. Ich würde auf jeden Fall in eine Ami-WG ziehen, dann lernt man sofort viele andere Studenten kennen, die einem auch sonst gut weiterhelfen können, generell sind die Amis sehr hilfsbereit und freundlich. Nebenbei ist man gezwungen, Englisch zu sprechen. Am einfachsten findet Ihr eine Wohnung in der craigslist.com. Ich würde beim nächsten Mal bei meiner Ankunft für zwei Wochen ein Hostel und einen Mietwagen mieten, um dann intensiv auf Wohnungs- und Autosuche (dazu später mehr) zu gehen.
     
  2. Hierzu ist ein Handy unerlässlich, Ihr könnt entweder eine Prepaid Karte kaufen, wenn Ihr ein Triband Handy habt oder einen 1-Jahresvertrag, der sich natürlich nur lohnt, wenn Ihr zwei Semester bleibt, allerdings auch 500 $ Kaution kostet. Generell zahlt man, egal ob man angerufen wird oder selbst anruft... Es spart sehr viele Nerven, um den T-Mobile Shop in Campusnähe einen sehr grossen Bogen zu machen und gleich zu einem Handyladen nach Mission- oder Fashion-Valley zu fahren (auch da gibt es T-Mobile).
     
  3. Auch wer in Deutschland bisher kein Auto hatte, hier braucht man auf jeden Fall eins. Die Entfernungen sind schon ziemlich gross und jeder, der hier einmal mit dem Bus gefahren ist, wird dies bestimmt nicht wieder wollen, nach acht Uhr abends fahren die eh nicht mehr. Wer Geld sparen will, sollte sich ein Auto zu zweit zu teilen. Ein Auto für die Zeit zu mieten ist viel zu teuer, über die craigslist findet Ihr Privatverkäufer, die Ihre mehr oder weniger gut erhaltenen Autos loswerden wollen. Auf JEDEN Fall solltet Ihr vor dem Kauf das Auto von einem Mechaniker durchchecken lassen, das kostet $ 90, lohnt sich aber, weil die immer was finden und man sehr gut den Preis drücken kann. Ab ca. $ 1500 gibt es mit etwas Glück realtiv zuverlässige Autos, nach oben natürlich offen. Eine Versicherung für 6 Monate kostet ca. $ 500.
     
  4. Die SDSU hat zusammen mit einer andern Uni ein Aquatic Center an der Mission Bay, eine solche Gelegenheit sollte sich echt niemend entgehen lassen. Hier kann wirklich fast jeder denkbare Wassersport belegt werden (gibt sogar ein Credit), ideal um auch auf genau 12 Credits zu kommen (bei weniger habt Ihr Probleme, das I-20 Visum zu erfüllen, bei mehr als 12 Credits müsst Ihr $ 195 für jeden extra Credit zahlen, dies mal als Kritikpunkt an dem Open Semester Programm). Unter der Homepage missionbayaquaticcenter.com erfahrt Ihr alles weitere.
     
  5. Das Leben hier ist nicht ganz billig, je nach Lebensstil solltet Ihr schon ca. $ 1200 pro Monat (alles inklusive, ausser Studiengebühren) als Minimum einplanen, gerade wenn Ihr Kalifonien etwas besser kennenlernen wollt, was ich nur empfehlen kann.

Ich kann sagen, dass ich mein erstes Semester an der SDSU sehr genosssen habe und mich natürlich auch auf mein nächstes Semester freue, aber auch die dreieinhalb Monate zwischen den Semestern gefallen mir sehr ;-).

Für alle, die eine Uni im englischsprachigen Ausland suchen, kann ich die SDSU nur empfehlen.