13 Feb 2019
Das Academic Internship Council im Interview

"In den USA sind die Firmen sehr vielfältig"

Autor: Layla Nieden

Academic Partnership Director Randeep Kullar hat mehr als 10 Jahre Erfahrung in der internationalen Bildung.

Seit mehr als zehn Jahren dreht sich Randeeps Karriere um die internationale Bildung von Studierenden. Nachdem sie mehrere Jahre für die UC Berkeley gearbeitet hat, entwickelt sie heute als Academic Partnership Director des Academic Internship Council internationale Praktikantenprogramme. Erfahrt im Interview mit der Kalifornierin, warum Praktika in den USA eine spannende Erfahrung sind und welche Branchen in den Megametropolen Boston, New York und San Francisco besonders vertreten sind.


College Contact:
Warum ist ein Praktikum in den USA eine besonders wertvolle Erfahrung für deutsche Studierende?

Randeep Kullar:
Die meisten deutschen Studierenden sind mit der Arbeitswelt in Europa vertraut, kennen aber häufig nicht die Kultur und das einzigartige Arbeitsumfeld, das die USA bieten. Ein Praktikum in den USA ermöglicht diesen Studierenden nicht nur die Chance, ihr Wissen über eine bestimmte Branche zu vertiefen, die sie interessiert, sondern auch eine ganz andere Arbeitskultur mit ihren spezifischen Umgangsformen und Verhaltensweisen kennenzulernen. Darüber hinaus verbessern sie durch ein Praktikum in den USA auf ganz natürliche Weise ihre Sprachkenntnisse, da sie tagtäglich von der englischen Sprache umgeben sind. Außerdem können sie sich ein Netzwerk in Nordamerika aufbauen, über das sie ohne ein Praktikum in den USA wahrscheinlich nicht verfügen würden.


Durch ihre vielfältige Kultur und ihre Nähe zur Technologie-Hochburg Silicon Valley ist San Francisco eine ideale Stadt für ein Praktikum in den USA.

College Contact:
Klingt super! Das AIC vermittelt maßgeschneiderte Praktika in Boston, New York und San Francisco. Für welche Branchen sind denn diese Städte besonders bekannt?

Randeep Kullar:
Jede dieser drei Städte ist eine Metropole, die Studierenden eine Reihe an unterschiedlichen Praktikumsstellen bietet. Die meisten Studierenden werden in diesen drei Städten ein passendes Praktikum finden, so lange sie ihre eigenen Fähigkeiten und die Ansprüche der jeweiligen Branche realistisch einschätzen. Boston, eines der größten akademischen Zentren der Welt, ist auch Dreh- und Angelpunkt für Innovation und Business. Daher sind in der Stadt eine Vielzahl an Firmen aus unterschiedlichen Branchen angesiedelt: vom Finanzwesen und Technologiesektor bis hin zum Gesundheitswesen und Marketing ist alles dabei. New York City ist ein wirtschaftliches Powerhouse – hier sindvor allem der Finanzsektor, die Modeindustrie sowie die Kommunikations-  und Handelsbranche vertreten.

College Contact:
Und warum ist San Francisco eine attraktive Wahl?

Randeep Kullar:
San Francisco ist das Zentrum der Finanzbranche und der Geschäftswelt in ganz unterschiedlichen Bereichen – zum Beispiel im Gesundheitswesen, im Kulturbereich und in der Kommunikationsbranche. Ein weiterer Pluspunkt San Franciscos ist, dass das Silicon Valley, das globale Epizentrum der innovativen Technologie und Forschung, nur eine kurze Fahrt entfernt liegt.


College Contact:
Wow, ein Praktikum in der Bay Area ist sicher spannend! Wie profitieren Studierende denn von ihrem Supervisor und ihren amerikanischen Kollegen?

Randeep Kullar:
Die Praktikanten bekommen durch ihren Supervisor und ihre Kollegen Mentoren an die Hand, die ihnen Einblicke in die amerikanische Geschäftswelt und ins amerikanische Leben geben. Diese hängen natürlich auch von der Branche ab und ob die Studierenden ein Praktikum im öffentlichen Dienst oder in der freien Wirtschaft absolvieren. Individualität und Soft Skills wie Initiative werden in den meisten amerikanischen Jobs geschätzt. Die Studierenden werden feststellen, dass Firmen in den USA sehr vielfältig sind, da hier viele verschiedene Personen aus aller Welt arbeiten und damit ihre eigenen einzigartigen Sichtweisen mitbringen.


Unterhaltsame Stadtführungen, ausgiebige Shoppingtrips oder nürtzliche Karriere-Events - das Academic Internship Council organisiert zahlreiche spannende Freizeitaktivitäten.

College Contact:
Welche Unterstützung bietet AIC Praktikanten in Boston, New York und San Francisco und an welchen Freizeitaktivitäten und Workshops können sie teilnehmen? Kannst du uns ein paar Highlights nennen?

Randeep Kullar:
Bereits vor ihrer Ankunft bereiten wir die Studierenden auf das Praktikumsprogramm vor. Sie lernen zum Beispiel, wie sie sich optimal im Vorstellungsgespräche verhalten und wie sie einen professionellen Lebenslauf anfertigen. Wir geben ihnen auch einen Überblick über die Stadt, in der sie für die nächsten Monate leben werden und stellen ihnen Infos zur amerikanischen Arbeitskultur und den Arbeitsschutzvorschriften zur Verfügung. Vor Ort können sich die Studierenden im Notfall rund um die Uhr beim ortsansässigen AIC Team melden. Zusätzlich bekommen sie die Möglichkeit, in ihrer Freizeit an kulturellen Aktivitäten wie zum Beispiel an Stadtführungen oder Museumsbesichtigungen sowie an Karriere-Events wie Networking-Veranstaltungen teilzunehmen. Die Aktivitäten unterscheiden sich von Stadt zu Stadt und von Jahr zu Jahr - den Studierenden wird auf jeden Fall eine Vielzahl an Möglichkeiten geboten.


College Contact:
Das ist ja super. In Deutschland haben Praktikanten je nach Dauer und Art des Praktikums oftmals Anspruch auf den Mindestlohn. Warum sind Praktika in den USA normalerweise unbezahlt?

Randeep Kullar:
Praktika werden in den USA als eine akademische Erfahrung angesehen, für die Studierende Credit Points von der Universität erhalten. Sie dienen also in erster Linie nicht dazu, Geld zu verdienen. Hinzu kommen auch Visabestimmungen, wenn es darum geht zu entscheiden, ob ein internationaler Student auf legalem Weg bezahlt werden kann oder nicht.

College Contact:
Ein Praktikum in den USA klingt nach einer einzigartigen Chance für unsere Studierenden. Vielen Dank für die interessanten Einblicke, Randeep!


Ihr möchtet auch ein Praktikum in den USA machen? Wendet euch an unsere USA-Expertin Annika Geisler. Sie versorgt euch mit Infos zum Praktikumsprogramm von AIC und erklärt euch die weiteren Schritte.

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