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Master of Education in den USA machen 2 Beiträge

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Verfasst: 19.11.13, 10:39
Hallo allerseits,

ich studiere im neuen Studienmodell Lehramt für Grundschule und Sonderpädagogik und mache im kommenden Semester meinen Bachelor.

Nun ist es so, dass ich vor vielen Jahren ein High school Jahr in den USA gemacht habe und jeden Sommer wieder dort bin. Ich hab jetzt jemanden kennengelernt und überlege daher wie viel Sinn es machen würde, oder ob es überhaupt geht, den Master in den USA zu machen bzw. mein Studium dort zu beenden.

Dazu habe ich einige offene Fragen...

1. In den USA reicht meist schon ein Bachelor, um an Schulen unterrichten bzw ins Teacher training gehen zu können? Wenn ich dort leben würde, brauche ich einen Master mit anschließendem Referendariat?

2. Zählt mein Bachelor of Education dort?

3. Habe ich Chancen auf finanzielle Unterstützung?

4. Der Master in Deutschland dauert zwei Jahre, angenommen ich mache einen Master drüben, kann ich hier trotzdem ein Referendariat machen?

Ich möchte mich natürlich nicht leichtsinnig mit tausenden von Dollar verschulden, um dann im Falle das ich wieder nach Deutschland möchte, hier keine Job finden zu können.
Habt ihr Erfahrungen mit solchen Fällen? Wäre es schlauer den Master hier zu machen?

Wenn nein, wann muss ich mich spätestens für eine Bewerbung entscheiden?

Zur mir leid, ich habe so viele Fragen, aber das wäre so eine große Entscheidung für mich!
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Betreff des Beitrags: Re: Master of Education in den USA machen
Verfasst: 20.11.13, 11:24
Hallo Katha,

vielen Dank für deine Nachricht! Ich freue mich über dein Interesse an einem Masterstudium und helfe dir gerne bei der Bewerbung für eine unserer Partnerunis.

Grundsätzlich solltest du mit einem abgeschlossenen Bachelorstudium zu einem Masterstudium zugelassen werden, wobei es einige grundlegende Unterschiede zwischen einem amerikanischen und einem deutschen Bachelor gibt.

In Europa dauert der Bachelor in der Regel drei Jahre (sechs Semester), wenngleich es hier durchaus Abweichungen nach oben oder unten geben kann. Ziel des Abschlusses ist die Vorbereitung der Absolventen auf das bevorstehende Berufsleben. Der europäische Bachelor vermittelt somit nicht nur Fachkenntnisse, sondern qualifiziert die Absolventen im Idealfall auch in "Soft Skills" wie Zeitmanagement, Recherchetechniken usw. Außerdem werden verstärkt die sog. Schlüsselqualifikationen trainiert, um den kompetenten Umgang mit dem fachlichen Wissen innovatorisch und flexibel zu ermöglichen. Zudem ist der europäische Bachelor modularisiert, d.h. die Inhalte und Themen des Studiengangs sind in gleichartige Einheiten bzw. Module zusammengefasst, die zu einem bestimmten Qualifikationsziel führen. Prüfungen zu den Modulen werden studienbegleitend in Seminaren und Vorlesungen abgelegt.

Der amerikanische Bachelor hingegen dauert in der Regel vier Jahre und zählt zu den sog. „Undergraduate Studies“. In den ersten zwei Jahren belegen die amerikanischen Studenten allgemeinbildende Kurse (Core Courses oder auch General Studies) in Geistes-, Natur- und Sozialwissenschaften. Nach dem zweiten Jahr müssen die Studenten einen Schwerpunkt (Major) wählen, der ein Viertel oder sogar bis zur Hälfte der Gesamtkurse ausmacht. Zudem müssen weiterhin ergänzende Kurse (Minor) belegt werden, die zahlenmäßig noch einmal die Hälfte des Majors ausmachen. Weitere Wahlfächer (Elective Courses) können nach Interesse aus jedem Fachbereich belegt werden.

Da die amerikanischen Universitäten weitestgehend in allen Belangen autonom agieren dürfen, gibt es weder allgemein gültigen Voraussetzungen, die zu erbringen sind, noch einheitliche Studieninhalte. Es kann unter Umständen sein, dass einige Unis einen Nachweis über einen 4-jährigen Bachelor fordern. Dies stellt jedoch eher die Ausnahme dar.

Bitte beachte, dass es mit dem Lehramtsstudium im Ausland leider ein bisschen "verzwickt" ist. Der Beruf des Lehrers gehört in Deutschland zu den so genannten "reglementierten" Berufen, die nicht jeder ausüben darf, sondern die einer besonderen staatlichen Zulassung bedürfen. Ein Studienabschluss aus dem Ausland macht eine Zulassung zwar nicht komplett unmöglich, aber doch eher schwierig, da es sehr strenge Anerkennungsregeln gibt und auch die Bildungssysteme weltweit unterschiedlich sind.

Mit einem Abschluss aus dem Ausland müsstest du in Deutschland ein Anerkennungsverfahren durchlaufen. Ein Abschluss aus dem außereuropäischen Ausland wird lediglich auf die Gleichwertigkeit mit der Ersten Staatsprüfung überprüft, sodass man, sofern man denn einen positiven Bescheid über die Gleichwertigkeit erhält, das Referendariat unseres Wissens nach in Deutschland machen müsste und auch die Zweite Staatsprüfung in Deutschland ablegen müsste. Die zuständigen Stellen für die Anerkennung variieren von Bundesland zu Bundesland. Mehr Informationen dazu findest du hier: [Link veraltet]. Um sicherzugehen, dass du mit deinem Abschluss aus dem Ausland auch in Deutschland als Lehrer arbeiten kannst, würde ich dir deshalb in jedem Fall unbedingt empfehlen, vor der Bewerbung Rücksprache mit der zuständigen Stelle (siehe obigen Link) zu halten.

Leider ist es, auch nach einem in den USA abgeschlossenen Studium, keinesfalls garantiert, dass man eine dauerhafte Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigung erhält. Zu den Möglichkeiten der allgemeinen Berufsausübung mit oder ohne Studienabschluss in den USA kann ich dir keine Auskunft geben, in diesem Fall müsstest du dich an die zuständige Behörde bzw. ggf. direkt an die Schulen in den USA wenden.

Wir empfehlen grundsätzlich bei einem Studium im Ausland, sich die Rückkehr nach Deutschland und die Möglichkeit, hier beruflich tätig zu sein, offen zu halten. Gerade vor dem Hintergrund der Anerkennung und den Kosten scheint ein Auslandssemester oder eine Summer Session im Rahmen eines Masterstudiums in Deutschland eine gute Alternative.

Wie dir ja sicherlich bekannt ist, ist das komplette Studium in den USA mit nicht unerheblichen Studiengebühren verbunden. Von deutscher Seite gibt es leider nur wenige Stipendien. BAföG für komplette Studiengänge im Ausland gibt es nur innerhalb der EU; Aufenthalte in den USA können nur gefördert werden, wenn sie im Rahmen eines deutschen Studiums in Form eines Auslandssemesters absolviert werden.

Die Chancen auf ein Stipendium von einer deutschen Stiftung sind in der Regel eher gering, da die meisten deutschen Stipendiengeber in erster Linie Studenten fördern, die bereits in Deutschland ein Stipendium beziehen.

Der DAAD bietet jedoch „Jahresstipendien für Ergänzungs-, Vertiefungs- und Aufbaustudien sowie Forschungsaufenthalte“ an, die auch für komplette Masterstudiengänge im Ausland genutzt werden können. Wenn dies für dich interessant ist, findest du hier weitere Informationen: [Link veraltet]

Dann gibt es natürlich noch die Finanzierung durch ein Voll- oder Teilstipendium von der amerikanischen Universität. Unter dem nachfolgenden Link findest du nähere Informationen zu Stipendien für internationale Studenten an einige unserer Partneruniversitäten: https://www.college-contact.com/finanzen. Da die Vergabe von den Institutionen erfolgt und nicht öffentlich einzusehen ist, können wir dir nicht sagen wie gut deine Chancen auf ein Stipendium sind. Du solltest den Erhalt eines Stipendiums bei deinen Überlegungen nicht fest mit einplanen!

Neben dem Studium zu arbeiten ist grundsätzlich möglich, allerdings aufgrund der Visumsregularien nur auf dem Campus und auch nur bis zu 20 Stunden pro Woche. Eine Komplettfinanzierung des Studiums durch Arbeiten ist daher schwierig - du bräuchtest also auf jeden Fall auch eigene Ressourcen.

Grundsätzlich würde eine Bewerbung über uns wie folgt ablaufen:
1. Du entscheidest dich – mit unserer Hilfe - für eine oder mehrere unserer Partnerunis.
2. Wir schicken dir die Bewerbungsformulare per Email zu.
3. Du stellst alle Unterlagen zusammen und schickst sie uns per Email oder Fax zur Durchsicht.
4. Wir geben dir Rückmeldung dazu und du kannst uns die Unterlagen zur Weiterleitung an die Uni im Original per Post zuschicken.
5. Wir leiten deine Bewerbung an die Uni weiter.
6. Wenige Wochen später bekommst du eine Rückmeldung zu deiner Bewerbung.

Bei jedem dieser Schritte sind wir dein Ansprechpartner bei Fragen und helfen dir jederzeit gerne weiter. Du musst dich daher zu keinem Zeitpunkt direkt an die Uni wenden. Unser Beratungs- und Vermittlungsservice ist für dich dabei komplett kostenlos, da wir von unseren Partneruniversitäten für den Service bezahlt werden.

Wir empfehlen eine Bewerbung ca. 6-9 Monate vor Programmbeginn.

Ich hoffe, ich konnte dir schon ein wenig weiterhelfen. Gerne kannst du dich mit weiteren Fragen direkt an mich wenden (cbastian@college-contact.com).

Viele Grüße,

Christiane
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