24 Feb
Erfahrungsbericht von Tajan A.

San Diego State University


Stadt: San Diego
Land: USA
Kontinent: Nordamerika
Studienrichtung: Pädagogik und Lehramt, Darstellende Künste, Anglistik / Amerikanistik
Studientyp: Auslandssemester
Zeitraum: 08/2016 bis 12/2016
Heimathochschule: Braunschweig HBK

Hochschule:
Studieninhalte:
Studienbedingungen:
Freizeit:
Spaß:
Kosten:
Gesamtbewertung:

1. Bewerbung an der San Diego State University

Ein Auslandssemester braucht eine Vorbereitungszeit von etwa einem Jahr und vor der Bewerbung ist es zunächst wichtig, sich über Voraussetzungen, Bewerbungsfristen sowie Gebühren der jeweiligen Wunschuniversitäten zu informieren. Im Laufe meines ersten Mastersemesters entschied ich mich dazu, ein Auslandssemester in den USA anzustreben, deren Universitäten vermehrt einen Sprachnachweis verlangen. Im November 2015 machte ich schließlich den TOEFL Test, dessen Zertifikat eine Gültigkeit von 2 Jahren aufweist und mit Erreichen von 80 Punkten den ersten Schritt für meine Planung abbildete.

Über College Contact wählte ich die SDSU, die nicht nur anrechenbare, sowie auch interessante Seminare für meine Fächerkombination (Darstellendes Spiel und Englisch auf Gymnasiales Lehramt) anbot, sondern sich auch an einem mir sehr attraktiven Ort befand. Vorteilhaft hierbei war, dass ich gleich zu Beginn über College Contact mit einer der Universität zugeordneten Auslandsstudienberaterin in Kontakt trat, die mir jegliche Fragen zu Voraussetzungen, Bewerbungsprozess und Finanzierung kompetent und in kürzester Zeit beantworten konnte.

Mithilfe der Bewerbungsanleitung für das „Semester at SDSU – General Program“ an der San Diego State University arbeitete ich mich schrittweise an dem Bewerbungsformular ab und hatte einen Überblick über nötige Papiere, die einzureichen waren (Sprachnachweis, Transcript, Courses Class Preference Form, finanzielle Bestätigung, Bachelorzeugnis und Reisepass). Anfang April erhielt ich schließlich durch College Contact die Zusage über mein Studienplatzangebot an der SDSU und eine To-Do Liste mit den darauffolgenden Schritten bis zu meiner Abreise.

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2. Finanzierung

Laut College Contact war es ratsam, einen ungefähren Betrag von circa 12.000€ bis zu 15.000€ für das gesamte Semester einzuplanen, welches zunächst für mich surreal erschien. Neben Kleinbeträgen wie 250,00€ für den TOEFL Test und 300,00€ für das Studentenvisum, kommen Flugkosten von 1.000€, Studiengebühren von etwa 7.000€ und Lebenshaltungskosten von 1.200€ im Monat hinzu. Hierfür erstellte ich bereits vor meiner Zusage einen Finanzplan, mit dem ich mir einen Überblick über den Bedarf auflisten konnte.

Da ich berechtigt bin, Bafög zu erhalten, beantragte ich 5 Monate vor Programmbeginn eine Förderung bei dem Studentenwerk Hamburg, welches zum größten Anteil meine Kosten deckte. Zudem erhielt ich glücklicherweise ein PROMOS Stipendium, das College Contact Stipendium und sparte durch zwei Nebenjobs ebenfalls Geld für meine Studiengebühren, die ich zur Hälfe durch das Auslands-Bafög zurück erhielt. Zu meinem Erstaunen reichte das Geld insgesamt gerade so aus, da die Kosten in San Diego unvorstellbar hoch sind und von der Universität weitere Kosten hinzukamen.


3. Studenten­visum, Flug­organisation und Einreise

Nach Annahme des Studienplatzes in San Diego organisierte ich für Juni 2016 einen Interview-Termin im US-amerikanischen Generalkonsulat in Berlin, um mein Studentenvisum (F1) zu beantragen. Nach Beantragung vor Ort in Berlin bekam ich 2 Wochen später mein Visum per Post zugesandt. Nach Erhalt des Visums buchte ich meinen Hin- und Rückflug über die Reisegesellschaft STA-Travel, die Studententarife und Informationen zu Krankenversicherungen anbieten. Bei einem Termin in einer zuständigen Filiale in Hannover, kaufte ich meine Flugtickets von Hannover nach San Francisco im Juli und San Diego nach Düsseldorf im Januar mit zusätzlichen Reisezielen wie New York, die ich mir persönlich wünschte.

Vor der Abreise war es ebenfalls wichtig, einige Formalien wie Krankenversicherung, internationaler Führerschein, Kreditkarte und die Überweisung der Studiengebühren zu erledigen.

  1. Meine Studiengebühren zahlte ich mit einer niedrigen Gebühr per Auslandsüberweisung über mein Konto der Postbank.
  2. Eine Kreditkarte beantragte ich mit kostengünstigen Auslandsabhebegebühren bei der DKB, die Studentenkreditkarten anbietet. Im Nachhinein eröffnete ich mir zusätzlich ein amerikanisches Konto bei der Wells Fargo Bank um diese Gebühren zu vermeiden. Ein internationaler Führerschein ist in Kalifornien nicht nötig, da der deutsche Führerschein ebenfalls anerkannt wird und ich problemlos ein Auto mieten konnte.
  3. Die Krankenversicherung über das American Language Institut (ALI) war glücklicherweise in den Studiengebühren inbegriffen und so brauchte ich lediglich eine Reisekrankenversicherung für die wenige Zeit vor und nach dem Semester, die ich in den USA verbrachte. Diese habe ich mit sehr guten Erfahrungen bei der Allianz beantragt.
  4. Für die Einreise nahm ich neben meinem Reisepass und dem I-20 Visum ebenfalls meine Aufnahmebestätigung der SDSU (Welcome Letter) mit, da bei Komplikationen solche Nachweise benötigt werden. Die Einreise erwies sich als relativ unkompliziert und nachdem ich gefragt wurde, was ich in den USA machen möchte, wurde ich freundlich willkommen geheißen und begann bereits zwei Wochen später mit der Orientierungswoche an der Universität.

4. Zimmer­suche und Miet­höhe

Ich erkundigte mich zunächst im Internet über Wohnmöglichkeiten die in Reichweite der Universität lagen, da mir bekannt war, dass San Diego bedauerlicherweise kein gutes Netz der öffentlichen Verkehrsdienste aufweist. In Frage kamen hierbei für mich keine sogenannten Dorms am Campus, da ein Großanteil der Bewohner/innen einen zu hohen Altersunterschied zu mir hatten. Zusätzlich gab es eine hohe Beliebtheit, was das Wohnen am Strand betrifft, da es sich in San Diego schließlich regelrecht anbietet. Viele Auslandstudenten, die ich dort kennen lernte, wohnten am Pacific Beach, was anfänglich nach einem Traum klang. Morgens von den Rauschen des Meeres geweckt zu werden und am Abend noch in den vielen Bars zu entspannen lockte letztendlich nicht mit zu wenig Reizen. Allerdings war das für mich auch keine Option, da man sich ein Auto, um zu den Kursen zu gelangen, teilen musste, was bedeutete, dass man etliche Überbrückungsstunden am Campus vor der Heimfahrt hatte bis alle Autobesitzer nach Hause wollten.

Durch Bekannte, die bereits in San Diego gewohnt haben, erfuhr ich von den BLVD63 Apartments, welches ein Wohnkomplex in der College Area ist, in dem ausschließlich Studenten und Studentinnen leben. Ein Doppelzimmer in einem Apartment kostet $665,00 und ein Einzelzimmer $900,00. Über Facebook Gruppen wie BLVD63 COMMUNITY und BLVD63 Residents suchte ich nach bereits bestehenden Wohngemeinschaften, da ich keine weiteren Kosten für Geschirr und Möbel aufbringen konnte und gerne mit Menschen zusammenleben wollte, die bereits San Diego und die Universität kannten.

Das Zimmer war bereits möbliert und wir teilten uns zu zweit ein eigenes Badezimmer. Der Wohnkomplex verfügt über ein eigenes 24 Stunden geöffnetes Fitnessstudio, zwei Swimmingpools und ein Clubhouse, in dem viele Lernräume für uns zur Verfügung standen. So konnte man sich schnell und unkompliziert Freizeitaktivitäten in der Nähe gestalten und trat mit vielen Menschen in Kontakt. Um das soziale Geschehen zu unterstützen, veranstaltete das BLVD63 vielseitige Events, bei denen man gemeinsam Filme sehen und sich über kostenfreie Speisen erfreuen konnte.

Als einziger Nachteil erwies sich, dass das BLVD63 lediglich einjährige Verträge vergibt, was für uns bedeutete im November nach Nachmieter/innen zu suchen, da wir ansonsten die Miete weiter hätten zahlen müssen. Dies war allerdings kein Problem, da dieser Wohnkomplex so beliebt ist und in jedem Semester viele internationale Studenten und Studentinnen nach San Diego ziehen. Unsere Nachmieterinnen übernahmen zuletzt die Gebühr von $300,00, welche aufzubringen ist, wenn Namen im Vertrag innerhalb der Laufzeit verändert werden müssen.


5. Universität: San Diego State University

Die San Diego State University (kurz auch San Diego State oder SDSU genannt) ist eine staatliche Universität mit über 32.000 eingeschriebenen Studenten und Studentinnen in San Diego im US-Bundesstaat Kalifornien. Die Universität verfügt über einen außerordentlichen Campus mit modernen Seminar- und Vorlesungsräumen, sowie einer beeindruckenden Bibliothek, die semesterlanges Ausleihen von Literatur ermöglicht und Ausruhräumlichkeiten anbietet. Durch diese große Fläche, den diversen Instituten und Räumlichkeiten für die entsprechenden Studiengänge, musste ich mir teilweise 7-10 Minuten Zeit zwischen den Seminaren einplanen. Hinzu kommt eine kostenlose „ARC-Membership“ für die internationalen Studenten, die das kostenlose Nutzen des umfangreich ausgestatteten Fitness-Centers mit unterschiedlichsten Kursen, der Sporthalle, Außenfelder sowie eines Schwimmbads erlaubte. Zudem verfügt der Campus über ein großes Angebot an Entspannungsmöglichkeiten mit vielen freundlichen Grünflächen und kleinen Teichen, die von Schildkröten und Fischen bewohnt werden.

Für das leibliche Wohl sind verschiedene Food Courts verantwortlich, die von internationalem Fast Food bis hin zu Salat Bars und veganen Gerichten alles anbieten. Jeden Donnerstag gab es ein internationales Food Festival, bei dem man Köstlichkeiten aus aller Welt probieren konnte. Zusätzlich gibt es unterschiedlichste Einkaufsmöglichkeiten in den Märkten für Lebensmittel sowie auch Bekleidungen und Bücher im Bookstore. Zusammenfassend kann der Campus einem Studenten jeden Wunsch von Kaffee mit zwei Starbucks-Filialen bis hin zu zahlreichen Computern und Lernmöglichkeiten in der kleinen Welt der SDSU erfüllen.


6. Akademisches Leben

Meine Eindrücke in San Diego erwiesen sich vom ersten Tag an als sehr positiv. Ich war äußerst überrascht über die Freundlichkeit und Offenheit der Amerikaner und habe mich demzufolge gleich wohl gefühlt. Der Beginn an der SDSU ging über eine Orientierungswoche, in der wir über alle möglichen Formalien, wie die zu belegenden Units, sowie die Kurswahl informiert wurden. Zudem gab es kleine soziale Events, an denen wir gemeinsam aßen und über verschiedene Sportangebote erfuhren. Bereits zu Beginn wurde uns erzählt, dass es ein sogenanntes Crashen der Kurse nicht mehr gibt, wie in den vergangenen Jahren. Da internationale Studenten, die Kurse erst nach der Wahl der graduierenden Studenten wählen dürfen, ist es häufig der Fall, dass diese voll sind. Ist ein Kurs voll, muss man leider auf eine Alternative zurückgreifen, was bei einem ausführlichen Learning Agreement mit mehreren Kursen kein Problem darstellen dürfte. Da viele Kurse mit den gleichen Themen von unterschiedlichen Dozenten angeboten wurden, konnte ich jeden Wunschkurs belegen.

Die Betreuung an der SDSU fühlte sich ganz anders an als an meiner Heimuniversität. Unabhängig von den Beratern des ALI, die uns jeder Zeit mit einem offenen Ohr bezüglich der Kurswahl vor Ort und allen weiteren Problemen entgegen kamen, hatte ich den Eindruck von sehr bemühten Dozenten, die mit einer Schnelligkeit und Freundlichkeit auf E-Mails aller Art antworteten. Im Vergleich habe ich das Studium an der Gastuniversität als leichter empfunden, trotz des höheren Workloads. Die Noten setzen sich aus Hausaufgaben, Gruppenarbeiten und Assignments sowie aus Zwischenprüfungen zusammen. Zudem herrscht Anwesenheitspflicht. Auch wenn ich tatsächlich jeden Tag bis in die Nacht am Schreibtisch saß, habe ich einerseits empfunden, dass ich mehr und interessierter lernte, aber auch, dass Noten fairer vergeben wurden.

Weil meine Fächerwahl an meiner Heimatuniversität ein hohes Maß an Flexibilität bei der Kurswahl in San Diego eröffnete, belegte ich vier Kurse aus unterschiedlichsten Studiengängen und Schwierigkeitsgraden: 102WMNST Women, Images + Ideas, 290DANCE Body Modalities, 350THEA Theatre for Young Audiences, 452LING First Language Acquisition. Die Unterschiedlichkeit und Themenvielfalt in meiner Kurswahl war eine kognitive Bereicherung für mich.


7. Freizeitgestaltung in „America’s Finest City“

Als zweitgrößte Stadt Kaliforniens hat San Diego mehrere wunderschöne Strände, an denen man sich die freien Stunden sowie Tage gestalten kann. Neben dem angenehmen Klima ist die Stadt durch die diversen Stadtteile und dem Fakt, dass sie im Südwesten von Kalifornien nahe der Grenze zu Mexiko liegt, ein Entdeckungsort, an dem es nie langweilig wird. Am liebsten habe ich freie Tage mit meinen Freunden an Orten wie Balboa Park, Pacific Beach, Little Italy, Downtown, Gaslamp Quarter, Ocean Beach, La Jolla und Coronado Beach verbracht, für das wir in den ersten zwei Monaten zu zweit ein Auto mit meiner Mitbewohnerin über Dirt Cheap Car gemietet hatten. Danach nutzte ich die Uber Flat (zu Beginn $20,00 monatlich um für jede Fahrt, unabhängig von der Entfernung, nur $3,00 zu zahlen) um überall hinzukommen. Die öffentlichen Verkehrsmittel habe ich in den besagten 6 Monaten nur einmal genutzt, da diese mangelhaft ausgebaut sind und es teilweise Stunden dauern kann, um zum Strand zu kommen.

In San Diego sieht man sich nie satt und ich kann behaupten, dass ich sogar nach diesem langen Aufenthalt nicht alles erkunden konnte. Zudem sind die Bewohner unglaublich freundlichen zu Touristen und beraten gerne mit kleinen Insidern zu den Sehenswürdigkeiten. Hinzu kam die Erkundung des Nachtlebens, das wir über die Veranstalter von San Diego Entertainment wahrnahmen. Wir wurden mit einem sogenannten Party Bus immer von zuhause abgeholt und zu den angesagten Clubs der Stadt gefahren, sahen so, wann immer wir Lust hatten, neue Gestaltungsmöglichkeiten des Abends und traten mit weiteren Menschen in Kontakt.

An freien Wochenenden gingen wir am Potato Chip Rock wandern und bereisten auch Ortschaften außerhalb San Diegos. So sahen wir uns Natursehenswürdigkeiten wie den Grand Canyon, Antelope Canyon oder Horseshoe Bend an, oder machten ein Abwechslungsprogramm in Las Vegas. Vor meiner Ankunft bereiste ich, wie viele andere auch, die Westküste von San Francisco nach San Diego mit Zwischenstopps in/im Sausalito, Santa Barbara, Monterey, Yosemite Nationalpark, Disneyland, Six Flags Magic Mountain und Los Angeles was für mich eine unglaubliche facettenreiche Erfahrung war.


8. Nach der Rückkehr: Anerkennung von Studien­leistungen

Nach der Rückkehr aus dem sonnigen Kalifornien in ein kaltes, verregnetes Deutschland im Januar ist zunächst von einem kleinen Stimmungstief auszugehen. Da man in San Diego bis zum Tag der Abreise stark mit Abgaben und Klausuren beschäftigt war, fühlt es sich befremdlich an, an einen Ort zurückzukehren, an dem man womöglich nicht einem positiven Dauerstress ausgesetzt ist. Das Fallsemester endet bereits Ende Dezember und somit genau in der Mitte des Semesters meiner Heimatuniversität, was es mir unmöglich machte, wie gehabt wieder zu Kursen zu gehen. Deswegen plante ich im Voraus Blockseminare am Ende des Semesters und suchte mir eine Nebenbeschäftigung, um nicht in ein Tief des Fernwehs zu verfallen.

Zudem kommt hinzu, dass es sich mit einigen Prüfungsämtern trotz vorheriger Absprache als schwierig erweisen kann, Leistungen akademisch anerkannt zu bekommen. Hierfür ist es äußerst wichtig, die Transcripts so früh wie möglich zu beantragen. Ich habe mir ein Online Transcript, sowie einen beglaubigten Druck zuschicken lassen (beides jeweils für $7,00). Im Großen und Ganzen kann es zu keinen Komplikationen nach der Rückreise kommen, wenn man das Learning Agreement und eine gute Absprache mit den Studiengangskoordinatoren nachweisen kann. Da ich in San Diego bereits regelmäßig in Kontakt mit beiden Hochschulen stand und alle Syllabi mitgebracht habe, war die Anrechnung meiner Leistungen sehr unkompliziert.


9. Fazit

Die vergangenen 6 Monate kann ich zu der wertvollsten, sowie lehrreichsten Zeit meines Lebens zählen. Da ein Auslandssemester als Pflichtteil meines Studiums in der Prüfungsordnung verfasst wurde, hat es zunächst unter diesem Aspekt meine akademischen Ziele vorangebracht, aber auch meine Sprachkenntnisse und mein Selbstbewusstsein enorm gesteigert. Nach gewissen Alltagsetappen, wie das Einkaufen oder ein Arztbesuch, habe ich die Sprache mit einer Selbstverständlichkeit anwenden können, was mich sehr positiv überrascht hat. Zudem konnte ich meine Motivation durch das Erproben eines anderen Universitätssystems erhöhen, da ich eine Art Auffrischung durch den Tapetenwechsel erleben konnte. Die Freundlichkeit der Mitarbeiter vor Ort, sowie die Hilfsbereitschaft der Dozenten haben mich so fasziniert, dass ich mit einer Freude zu den Kursen gegangen bin, aber auch die oft als lästig empfundenen Abgaben und Finals durchstehen konnte.

In kleinen Wochenendreisen erweiterte ich meinen Horizont, indem ich die wunderschönen Naturlandschaften Kaliforniens sowie Arizonas entdeckt habe und kam als ein neuer, kreativer und zufriedener Mensch nach Deutschland wieder. Selbstständig in einem anderen, mir fremden Ort ein Semester zu absolvieren, die Finanzen verantwortungsbewusst zu organisieren, aber auch in einer internationalen Wohngemeinschaft zu leben, haben mich in meiner Persönlichkeit sehr gestärkt. Von Heimweh war in dieser Zeit nicht zu sprechen, da so viele Eindrücke und Erfahrungen zu verarbeiten waren und alles viel schneller umgeht, als man denkt.