6 Apr
Erfahrungsbericht von Constantin F.

University of California Santa Barbara


Stadt: Santa Barbara
Land: USA
Kontinent: Nordamerika
Studienrichtung: Entrepreneurship, Wirtschaftsinformatik
Studientyp: Auslandssemester
Zeitraum: 09/2019 bis 12/2019
Heimathochschule: München TU

Hochschule:
Studieninhalte:
Studienbedingungen:
Freizeit:
Spaß:
Kosten:
Gesamtbewertung:

Work hard, play harder. Unter diesem Motto habe ich drei wahnsinnig spaßige, wilde, lehrreiche und bereichernde Monate an der University of California, Santa Barbara (UCSB) verbracht. Für mich war von Anfang an klar: ich möchte meinen Auslandsaufenthalt in Kalifornien verbringen. Allerdings ist das Studium – auch ein Semesterin den Staaten nicht günstig. Die UCSB ist eine der günstigsten der UC Schulen, weshalb sie aus finanzieller Sicht hochinteressant für mich war.

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Die Universität

Mal abgesehen von den hohen Studiengebühren hat die UCSB wirklich alles zu bieten: international anerkannte Bildung, ein einzigartiges Freizeitangebot, exzellente Location und offene Menschen. Kalifornien ist bekanntlich liberal, weshalb Santa Barbara viele internationale Schüler anzieht. An der Küste zwischen Los Angeles und San Francisco gelegen, findet man einen universitätseigenen Strand vor und kann 360 Tage im Jahr die Sonne genießen. Da man Anwesenheitspflicht hat, kann man nicht die ganze Zeit am Strand oder im Pazifik verbringen. Keine Sorge, dafür bleibt euch mehr als genug Zeit, denn die akademischen Anforderungen sind weniger anspruchsvoll als die Deutschlands. Dafür gibt es enorm viele Sport- und Partymöglichkeiten.


Bewerbungsprozess

Die Bewerbung lief reibungslos über College Contact. Wichtig zu beachten ist, dass jede Bewerbung an einer amerikanischen Uni mindestens 150 USD kostet. Daher sollte man sich vorher schon entschieden haben, an welcher Universität man sich bewirbt. Euch wird von College Contact anfänglich klar vermittelt, ob euer Bildungsniveau den Anforderungen der Uni entspricht. Es wird genau beschrieben, welche Unterlagen und Voraussetzungen für eine Bewerbung an der UCSB benötigt werden. Nachdem ich alle notwendigen Unterlagen vorbereitet hatte, prüfte College Contact die Bewerbung auf Vollständigkeit und sie wurde abgeschickt. Innerhalb einer Woche hatte ich bereits meine Zusage erhalten!


Unterkunft

Die Erfahrungsberichte meiner Vorgänger hatte ich natürlich vor meiner Bewerbung schon mehrmals gelesen, deshalb war mir bewusst, wie schwer die Wohnungssuche werden kann. Es gibt mehrere Gruppen auf Facebook in denen man, wenn man sich bemüht, schnell einen Schlafplatz finden kann: UCSB Housing, Free & For Sale UCSB und UCSB Free/For Sale. Ich wollte auf jeden Fall in Isla Vista wohnen. Isla Vista liegt direkt neben dem Campus und es wohnen ausschließlich Studierende hier. Dieser Ort ist unbeschreiblich: es gibt viele sehr gute Restaurants, mehrere Strände, viele Partys und junge Menschen. Meine Favoriten sind unter anderem. das Bagel Café, Freebirds, Buddha Bowls und Cajé. Im Freebirds werdet ihr häufig nach einer langen Partynacht landen! Die Burritos sind so groß, dass ihr mit Sicherheit mehr als satt werdet.

Del Playa Drive – DP genannt – ist etwa fünf Minuten mit dem Fahrrad vom Campus entfernt und ist „die“ Partystraße. Sucht euch am besten eine Wohnung hier oder auf Sabado Street. Wohnungen auf der „Oceanside“ haben zwar einen unglaublichen Blick aufs Meer, doch sie sind häufig heruntergekommen von den vielen Partys. Die „Mountainside“ auf DP ist hingegen sehr zu empfehlen, dort habe ich eine Wohnung gefunden.

Sobald ihr eure Zusage von der UCSB bekommen habt, postet ihr am besten sofort in die Facebook-Gruppen. Beschreibt eure Persönlichkeit kurz, euer Budget und Partyeinstellung. Viele Studierende, die gerade nach Mitbewohnern suchen oder ihren Mietvertrag beenden, posten in die Gruppen. Die solltet ihr auch anschreiben. Da die Wohnungen an der UCSB verdammt teuer sind (etwa 750 USD pro Monat für ein Doppelzimmer ist ein recht guter Preis), schlafen oftmals 2 bis 4 Studierende in einem Zimmer. Außerdem wird an der UCSB viel Marihuana geraucht und Alkohol getrunken – eure Einstellung dazu solltet ihr in einem solchen Post klarstellen (in Kalifornien ist Cannabis seit 2018 legal). Mit Sauberkeit haben es Amerikaner nicht so, daran müsst ihr euch schnell gewöhnen. Anfangs war das für mich schockierend, doch man gewöhnt sich schnell dran. Seinen Teil vom Zimmer/der Wohnung kann man immer sauber halten.

Ich habe schnell ein Doppelzimmer gefunden. Über Skype habe ich mit meinem „Roommate“ kurz gesprochen und ausgemacht, dass ich den Vertrag erst vor Ort unterschreiben werde. Versucht es so zu regeln, denn ihr solltet die Wohnung besichtigen. Ich habe Freunde, die kein Glück mit der Wohnungswahl hatten und vergeblich vor Ort nach einer Alternative suchten.


Kurse und Freizeitangebote

Ich habe drei Kurse in meiner Zeit an der UCSB belegt: Entrepreneurship, Business Strategy und Introduction into Python. Als Bachelorstudent habt ihr 12 Credits frei, 4 Credits pro Kurs. Die Academic Kurse sind deutlich zeitaufwendiger, aber auch interessanter. Man lernt mehr Amerikaner kennen innerhalb der Kurse, als bei einem Extension Kurs. Die Extension Kurse sind speziell für Leute, die einen Vollzeit-Job haben: daher sind sie weniger intensiv. Der Introduction into Python Kurs war mein einziger Extension Kurs.

Vor Ort werdet ihr sehr gut betreut. Es gab eine Einführungssession, in der man schnell eine WhatsApp-Gruppe aufgemacht hat und untereinander kommuniziert hat. Das hat allerdings dazu geführt, dass ich deutlich mehr Zeit mit Austauschstudenten verbracht habe, als mit Amerikanern selbst. Im Nachhinein war das etwas schade.

Freizeitmäßig gibt es einfach enorm viel zu erleben. Santa Barbara selbst ist etwa 15 bis 20 Minuten mit dem Auto entfernt und super angenehm um Shoppen zu gehen, Kaffee zu trinken oder am Wasser den Sonnenuntergang zu betrachten. Umliegend sind viele Surfspots zu erkunden (zum Beispiel in Ventura). Auch Wandern kann man in den Bergen direkt hinter Santa Barbara. Ein Auto zu haben ist durchaus empfehlenswert, doch ist das Parken in Isla Vista nicht immer einfach.


Dos

  • Versucht euch mit Amerikanern anzufreunden
  • Verbringt Zeit mit euren Roommates
  • Geht zu Trader Joes Lebensmittel einkaufen, der Supermarkt ist mit Abstand der frischeste und beste
  • Meldet euch für 30 Dollar im Excursion Club an. Dort könnt ihr dann das ganze Semester lang Equipment ausleihen, zum Beispiel zum Wandern, Surfen, Paddleboarden etc.

Don’ts

  • Setzt euch an Partynächten nicht auf den Bordstein. Die Polizei wird euch ansprechen und ihr kriegt möglicherweise Geldstrafen. Keine offenen Getränke auf der Straße halten!
  • Sucht euch spannende Kurse, sprecht mit den Professoren! Wer weiß, vielleicht findet ihr einen Job über eure Professoren dort.