30 Apr 2020
Auslandssemester in Kalifornien

Lukas von der CSU Long Beach im Interview

Autor: Niklas Gruber

Lukas erzählt uns von seinen Highlights in Long Beach

Wo sonst lässt es sich so gut leben und studieren wie im Süden Kaliforniens? Die California State University Long Beach zählt mit ihrem „Study Abroad @ the Beach“-Programm nämlich zu den beliebtesten Zielen unserer Studenten und hält aufgrund ihrer unvergleichlichen Lage unzählige Freizeitangebote für euch bereit!

Wenn ihr keine Kompromisse bei der Qualität der Kurse machen und unvergessliche Erfahrungen aus dem Ausland mit nach Hause nehmen möchtet, solltet ihr es machen wie Lukas. Der WiWi-Student von der Ruhr Universität Bochum ging letztes Jahr für ein Semester an die Cal State Long Beach und erzählt uns im Interview vom typischen Leben an einer kalifornischen Uni und seinen besten Freizeittipps!


College Contact:
Hi Lukas! Wie lange warst du denn an der CSU Long Beach und wann bist du wieder zurückgekommen?

Long Beach ist der perfekte Ort, um die West Coast der USA zu erkunden!

Lukas:
Von August bis Dezember letzten Jahres war ich in Long Beach und seit dem 19. Dezember bin ich wieder in Deutschland. Das war schon eine krasse Umstellung, gerade von der Temperatur und vom Wetter her (lacht).

College Contact:
Ist ein Auslandssemester in deinem Studium verpflichtend oder wie bist du darauf gekommen, für ein Semester in die USA zu gehen?

Lukas:
Ein Auslandssemester ist in meinem Studiengang kein Muss, aber ich hatte schon früh Interesse daran. Eigentlich wollte ich 2016 schon mit einem Freund ins Ausland, aber das hat leider nicht geklappt. Einerseits, weil ich zu dem Zeitpunkt noch nicht das Geld dafür hatte und andererseits, weil ich mich noch nicht bereit gefühlt habe.  2019 war mir aber klar, dass ich das Projekt Auslandssemester angehen sollte. Ich war super motiviert, wollte schon immer einmal in die USA und ein Auslandssemester kommt natürlich auch immer gut im Lebenslauf, vor allen Dingen, wenn es nicht gerade "nebenan" ist. Alles in allem war es natürlich auch eine kleine Herausforderung an mich selbst.

College Contact:
Und wie kamst du schlussendlich auf die Cal State Long Beach?

Lukas:
Die Lage ist da natürlich ein riesiger Pluspunkt, Long Beach liegt direkt am Meer und in der Nähe von Los Angeles. Wenn es schon für mich in die USA gehen sollte, wollte ich auf jeden Fall nach Kalifornien, das war mir wichtig. Außerdem haben mich die Erfahrungsberichte anderer Leute überzeugt!

College Contact:
Wie war denn die Anfangszeit, als du in Long Beach angekommen bist?

Lukas:
Die Einführungswoche der CSU Long Beach war schon cool, wir haben ziemlich viel gemacht und unternommen. Es gab es einen Ausflug nach Santa Barbara und es wurde ein weiterer nach San Diego organisiert, allerdings konnte ich da leider nicht mitkommen, da meine Freundin mich zu der Zeit besucht hat. Außerdem gab es auch noch Aktionen wie ein Bonfire am Huntington Beach, Beach Cleanups in Long Beach und ein gemeinsames Abschlussessen.

Für die ganzen Study Abroad-Studenten wurde auch privat eine Party geschmissen, das fand ich echt cool! Es wurde sich schon ziemlich viel um die Studenten gekümmert.

College Contact:
Und wie hat die Kurswahl geklappt?

Roadtrips zu den schönsten Orten der Westküste!

Lukas: Bei mir war’s von Anfang an echt cool, mit dem Course Crashing lief alles total easy und ich bin überall direkt reingekommen. In den ersten zwei Wochen war es in zwei Kursen ein bisschen schwierig, da der Professor einen ziemlichen Akzent hatte, aber mit der Zeit hat man sich auch daran gewöhnt (lacht). Alle Professoren hatten großes Interesse an ihren Fachgebieten und am Unterricht, das fand ich sehr positiv. In allen Kursen war ich fast immer der einzige Study Abroad-Student, das war für mich aber überhaupt nicht schlimm. Mit der Sprache hatte ich zudem auch keine Probleme und nach einiger Zeit konnte ich mich mit den Professoren problemlos über Fachthemen unterhalten.

College Contact:
Wenn wir gerade von den Kursen reden, welche Veranstaltungen hast du denn in Long Beach besucht?

Lukas:
Ich habe insgesamt 4 Kurse à 12 Units genommen, darunter die zwei Wirtschaftskurse „Transportation Economics“ und „Advanced Macro Economics“, und zwei Finance-Kurse zu den Themen „Derivatives“ und „Fixed Income Securities“. Ich muss sagen, besonders die beiden Finance-Kurse haben mich echt positiv überrascht. Anfangs dachte ich mir, die würden wahrscheinlich so ähnlich ablaufen wie ich es aus Deutschland gewohnt war, also sehr theorielastig, jedoch haben wir sehr viel Praktisches gemacht. Wir hatten die Finanz-Software Bloomberg vor Ort zur Verfügung, das hat mir sehr weitergeholfen, da wir an meiner Heimatuniversität nicht damit arbeiten.

In den anderen beiden Kursen haben war es ein wenig theoretischer, aber ich dachte, dass die Kurse größer wären. Tatsächlich war die Größe vergleichbar mit der einer Schulklasse in Deutschland, das fand ich aber super angenehm. Man konnte öfters einfach Fragen stellen, aus den Vorlesungen in Deutschland kennt man es ja eher, dass man nur einer von vielen ist und in einer großen Gruppe nicht oft zu Wort kommt. In Long Beach hingegen konnte man sich gut austauschen und man hat viele Gruppenarbeiten zusammen gemacht.

Die vielen Assignments waren auch völlig okay. Anfangs dachte ich mir: „Oh Mann, Hausaufgaben, da hab ich ja gar kein Bock drauf", weil ich das einfach nicht mehr gewohnt war. Aber dadurch, dass man kontinuierlich Aufgaben zu erledigen hatte, hat man sich damit auf die Klausur vorbereitet und automatisch schon eine gute Note bekommen, mindestens ein B, wenn nicht sogar ein A.

College Contact:
Wenn du das amerikanische mit dem deutschen Studiensystem vergleichen müsstest, könntest du dann entscheiden, welches du besser findest?

Glücklicherweise hatte Lukas neben der Uni noch genug Zeit, die Highlights der Umgebung zu erkunden.

Lukas:
Ich muss gestehen, das hängt immer ein wenig vom Dozenten ab, aber ich fand's in Amerika doch ein bisschen besser, auch wenn man mindestens zwei Klausuren während des Semesters geschrieben hat - also ein Midterm und ein Final. In manchen Kursen hatte ich sogar zwei Midterms und ein Final, aber das Coole daran war, dass man ständig am Ball geblieben ist und dass die Menge an Stoff, die man für die jeweilige Klausur lernen musste, natürlich auch ein bisschen weniger war. In Deutschland ist es ja oft so, dass die Klausuren am Ende des Semesters stattfinden und man bis dahin die ganze Stoffmenge des Semesters zu lernen hat, das ist oft schon sehr viel.

Außerdem fand ich’s ziemlich gut, dass auf praktischer Ebene mehr gemacht wurde, das sollte man meiner Meinung nach an deutschen Universitäten auch so machen!

College Contact:
Konntest du denn auch neue Erfahrungen außerhalb des Klassenzimmers sammeln?

Lukas:
Dadurch, dass die Kurse so klein waren, kam man automatisch mehr mit den Leuten vor Ort in Kontakt. In Long Beach hat man oft in verschiedenen Kursen dieselben Leute wieder getroffen, sich angefreundet und etwas zusammen unternommen.

College Contact:
Hast du also die meiste Zeit mit Amerikanern verbracht?

Lukas:
Ich würde grob sagen, das hat sich die Waage gehalten. Ich habe mit Internationals zusammen gewohnt und in unserem Wohnkomplex haben wir einen anderen International kennengelernt, der schon einmal ein Semester an der Cal State Long Beach verbracht hat. Über ihn und in der Anlage selbst haben wir dann automatisch sehr viele Locals kennengelernt.

College Contact:
Lass uns doch direkt bei deiner Wohnsituation bleiben. In welchem Apartmentkomplex hast du denn gewohnt und hast du bereits von Deutschland aus deine Unterkunft gesucht?

Lukas:
Bevor es in die Staaten ging habe ich schon im Internet geschaut, was es für Angebote gibt und mir auch eure Erfahrungsberichte durchgelesen. Dort ist ziemlich oft der Name Beverly Plaza gefallen und euer Studienberater Elias, der selbst vor einigen Jahren in Long Beach studiert hat, meinte auch, dass das eine gute Adresse wäre. Dann habe ich mich mit drei anderen darauf beworben und wir haben alle eine Zusage bekommen.

College Contact:
Und was für einen Eindruck hattest du von Beverly Plaza?

Lukas:
Unsere Wohnung war frisch renoviert und alles, was man noch für den Alltag brauchte, ließ sich relativ schnell anschaffen. Die Wohngegend fand ich auch echt schön, man hatte sogar einen Parkplatz direkt an der Wohnung, falls man mal mit dem Auto unterwegs sein wollte und die Chill Out Area und das Fitnessstudio waren nur eine Minute von uns entfernt. Darüber hinaus gab es noch einen privaten Security-Service, der war gut, auch wenn sie ein paar Mal die Partys dort gecrasht haben (lacht). Ansonsten war man generell ziemlich selbstbestimmt dort, anders als bei den Dorms auf dem Campus.

Jedoch war schon relativ teuer und ich würde empfehlen, dass man beim Vertrag aufpassen sollte. Als Study Abroad-Student kann man leider keinen Vertrag für nur ein Semester abschließen und es war sehr schwierig für uns, einen Nachmieter zu finden. Ich kann zukünftigen Studenten ausdrücklich mit auf den Weg geben, es sich zweimal zu überlegen, ob man wirklich den Mietvertrag für eine lange Zeit abzuschließen will, nur um die Monatsmiete zu drücken.

College Contact:
Erzähl uns doch ein wenig vom Campus an der CSU Long Beach.

Lukas:
Der Campus war echt schön, ziemlich groß und mit sehr vielen Grünflächen, viel weitläufiger als ich es von meiner Uni kenne. Natürlich gab es auch sehr viele Essgelegenheiten, darunter Subway, Panda Express, Burger-Restaurants und noch viele weitere. Aber wir haben auch oft zusammen gekocht, weil das sonst schon ganz schön aufs Portmonee geht (lacht). Die Größe des Campus war in den ersten Wochen manchmal ein Problem, weil man sich doch mal verlaufen oder seinen Vorlesungsraum gesucht hat. Aber das hat man auch relativ schnell raus und fast alle Studenten dort sind echt hilfsbereit.

Die Walter Pyramid ist das bekannte Sportzentrum der Cal State Long Beach.

College Contact:
Und wo auf dem Campus hast du dich am liebsten aufgehalten?

Lukas:
Ich würde sagen, die Walter Pyramid und die Sportanlagen haben mir am besten gefallen. Wir waren oft am Swimming Pool, da haben sie in der Einführungswoche auch eine Party geschmissen, das war echt klasse!

College Contact:
Wie sah es denn mit dem Freizeitangebot an der Uni und außerhalb aus?

Lukas:
Das Sportprogramm an der Cal State Long Beach war riesig! Ich hab mir zum Beispiel öfter mal Tennisschläger ausgeliehen und bin mit Freunden auf dem Campus Tennis spielen gegangen. Generell konnte man sehr viele Sportkurse belegen, zum Beispiel Segeln oder auch Surfen, da gab's ein sehr großes Angebot und man hat dafür sogar Credits bekommen. Allerdings habe ich daran nicht teilgenommen, weil der Surfkurs am Huntington Beach um 7 Uhr morgens stattgefunden hat und das war mir ein wenig früh. Oft waren wir abends noch unterwegs und das hat dann leider nicht gepasst (lacht).

In der Innenstadt von Long Beach gibt es donnerstagsabends regelmäßig Angebote für Studenten und wenn man eher einen chilligen Abend in der Bar machen will, dann geht Long Beach schon klar. Wer aber wirklich richtig in Diskotheken und Bars feiern will, sollte nach LA gehen, da geht die meiste Party. Wir haben öfters mal in Santa Monica, Malibu oder Hollywood gefeiert und da kommt Long Beach auf jeden Fall nicht gegen an (lacht).

College Contact:
Konntest du während des Semesters auch ein wenig reisen?

Lukas:
Ja, da konnte ich einiges mitnehmen! In Las Vegas allein war ich dreimal, darüber hinaus noch am Grand Canyon, im Monument Valley, im Yosemite Nationalpark, in San Francisco und natürlich in San Diego.

College Contact:
Was waren die Highlights deiner Reisen und hast du Insider-Tipps für uns?

Lukas:
Puh, das ist schwer zu sagen! Mein Highlight war entweder der Grand Canyon oder der Yosemite Nationalpark. Ich kann außerdem jedem empfehlen, Utah zu besuchen und sich die Nationalparks dort anzuschauen, die hatte ich vorher gar nicht auf dem Schirm!

Mein Insider-Tipp ist auf jeden Fall, zum Hollywood Sign zu laufen und die Gegend zu Fuß zu erkunden. Ansonsten fand ich Malibu wunderschön. Die Universal Studios sind zudem echt empfehlenswert, auch wenn das Ticket seinen Preis hat, lohnt es sich trotzdem, die Studiotour zu machen.

Trips nach LA sind aufgrund der ausgezeichneten Lage von Long Beach gar kein Problem!

College Contact:
Kannst du denn unseren zukünftigen Studenten der CSU Long Beach einen Ratschlag mit auf den Weg geben?

Lukas:
Wenn es um das Thema Mobilität geht, ist Uber auf jeden Fall essentiell in den Staaten. Andererseits macht es vielleicht auch Sinn, sich für die Dauer des Semesters ein Auto anzuschaffen, die Mietkosten summieren sich doch ganz schön. Darüber hinaus ist es vielleicht nicht verkehrt, sich vor Ort eine Unterkunft mit Amerikanern zu suchen, da kann man sich vorab schon in speziellen Facebook-Gruppen informieren, denn es wird eigentlich immer nach Mitbewohnern gesucht. Bezüglich der Finanzen ist es auf jeden Fall klug, sich um Auslands-BAföG zu kümmern, das hat bei mir auch jeden Fall sehr gut geklappt. Jedoch sollte man sich nicht nur darauf verlassen, sondern auch selbst eine gewisse Summe an Eigenkapital ansparen, weil das Auslands-BAföG erst mit ein wenig Verzögerung ankommt.

Natürlich sollte man immer versuchen, die Zeit in Long Beach zu genießen und offen für Neues zu sein. Long Beach liegt auf jeden Fall super, man kann hier so viel sehen, ganz besonders Kalifornien und der ganze Westen der USA sind wunderschön. Klaro, man macht auch öfters mal Party oder reist herum, aber die Uni muss natürlich auch ernst genommen werden, ihr tut euch keinen Gefallen, wenn ihr in Long Beach ein reines Partysemester macht (lacht).


Das Interview mit Lukas hat euch Lust auf Study Abroad @ the Beach in Kalifornien gemacht? Bei unserem Studienberater Elias bekommt ihr kostenlos alle Infos zum Auslandssemester an der Cal State Long Beach.

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