Academic Ranking of World Universities (ARWU)

Das Academic Ranking of World Universities (ARWU) ist eines der bekanntesten internationalen Hochschulrankings. Es wird jährlich vom Center for World-Class Universities (CWCU) der Shanghai Jiao Tong-Universität online veröffentlicht. Daher wird es umgangssprachlich oft auch als Shanghai-Ranking bezeichnet wird. Im Vordergrund des Academic Ranking of World Universities steht insbesondere die Forschungsstärke der gerankten Hochschulen, mit speziellem Fokus auf die naturwissenschaftlichen und technischen Fachbereiche.

Methodik des Academic Ranking of World Universities (ARWU)

Das Academic Ranking of World Universities (ARWU) basiert auf der Bewertung von vier Kategorien mit insgesamt sechs Indikatoren:

  • Qualität der Ausbildung:
  • Qualität des Personals:
    • Anzahl der Mitarbeiter, die einen Nobelpreis oder eine Fields-Medaille erhalten haben (20 %)
    • Anzahl viel zitierter Forscher in 21 Fächer-Kategorien (20 %)
  • Forschungsleistung:
    • Anzahl veröffentlichter Artikel in der Nature and Science (20 %)
    • Anzahl verzeichneter Artikel im Science Citation Index-Expanded und im Social Science Citation Index (20 %)
  • Leistung pro Kopf:
    • Akademische Leistung im Verhältnis zur Größe der Institution (10 %)

Viele Universitäten aus den USA schneiden im Academic Ranking of World Universities sehr gut ab, so auch die UCLA.

Dabei wird jedoch nicht jede Universität auf der Welt in die Bewertung miteinbezogen. Stattdessen trifft das Center for World-Class Universities für das ARWU eine Vorauswahl. Danach bleiben etwa 1200 Universitäten übrig, die anschließend miteinander verglichen werden.

Die Vorauswahl für das Academic Ranking of World Universities basiert darauf, ob die Universitäten überhaupt einen der Indikatoren zur Bewertung erfüllen - ob es also beispielsweise Nobelpreis- oder Fields-Medaillen-Träger unter den Professoren oder Absolventen gibt oder ob Artikel in den für das Ranking relevanten Fachjournalen veröffentlicht wurden

Anhand der sechs oben genannten Indikatoren wird dann ein Ranking der 500 besten Universitäten ermittelt, das diese als Gesamtinstitution bewertet.

Dieses Ergebnis lässt sich noch etwas weiter auffächern: Es ist möglich, sich die Punktwerte anzeigen zu lassen, welche die Universitäten bei den einzelnen Indikatoren erreichen konnten. Auf diese Weise können Interessierte eine etwas differenziertere Beurteilung erhalten. Auch eine länderspezifische Ansicht des Academic Ranking of World Universities ist möglich. Das ist besonders nützlich für Studierende, die beispielsweise ein Masterstudium oder eine Promotion im Ausland planen und sich bereits für ein Land entschieden haben.


Auszug aus dem aktuellen ARWU 2017

Die Top 10

  • Platz 1: Harvard University (USA)
  • Platz 2: Stanford University (USA)
  • Platz 3: University of Cambridge (Großbritannien)
  • Platz 4: Massachusetts Institute of Technology (MIT) (USA)
  • Platz 5: University of California, Berkeley (USA)
  • Platz 6: Princeton University (USA)
  • Platz 7: University of Oxford (Großbritannien)
  • Platz 8: Columbia University (USA)
  • Platz 9: California Institute of Technology (USA)
  • Platz 10: University of Chicago (USA)

Partnerhochschulen von College Contact unter den Top 100

Weitere Partnerhochschulen von College Contact im ARWU

Platzierungen zwischen 101 und 150

Platzierungen zwischen 151 und 200

Platzierungen zwischen 201 und 300

Platzierungen zwischen 301 und 400

Platzierungen zwischen 401 und 500


Unterrankings des Academic Ranking of World Universities (ARWU)

Neben dem Gesamt-ARWU gibt es noch zwei Unterrankings: Das ARWU-FIELD und das ARWU-SUBJECT.

ARWU-FIELD

Das ARWU-FIELD (Academic Ranking of World Universities by Broad Subject Fields) bietet eine Rankingliste der 200 besten Universitäten, gegliedert nach fünf größeren Fachbereichen:

Geisteswissenschaften und interdisziplinäre Fächer werden im Rahmen des Academic Ranking of World Universities by Broad Subject Fields hingegen nicht erfasst. Dies wird mit Schwierigkeiten begründet, in diesen Bereichen international vergleichbare Indikatoren und verlässliche Daten zu finden.

Die ersten vier Indikatoren der ARWU-FIELD sind auch Indikatoren des Gesamt-ARWU. Dazu zählen erstens die Anzahl der Absolventen, die mit dem Nobelpreis oder im Bereich Naturwissenschaften und Mathematik auch mit einer Fields-Medaille ausgezeichnet wurden, und zweitens die Anzahl der Professoren und Forscher, die eine dieser Auszeichnungen erhalten haben. Allerdings werden die Nobelpreise und Fields-Medaillen der Absolventen erst ab 1961 in die Bewertung einbezogen, die der Mitarbeiter sogar erst ab 1971.

Drittens wird im Rahmen des ARWU-FIELD berücksichtigt, ob es in bestimmten Fächern häufig zitierte Forscher gibt. Viertens ist auch die Anzahl der im Science-Citation Index-Expanded verzeichneten Artikel ein Indikator des ARWU-FIELD. Der fünfte Indikator ist die Anzahl publizierter Artikel in den wichtigsten Fachzeitschriften des jeweiligen Fachbereiches, der sechste kommt nur bei den Ingenieurwissenschaften zur Anwendung. Er betrifft die Forschungsausgaben. In den Ingenieurwissenschaften werden wiederum die ersten beiden Indikatoren nicht berücksichtigt.

Das ARWU-FIELD ist also durchaus nützlich für eine differenziertere Einschätzung bezogen auf den eigenen Fachbereich.

ARWU-SUBJECT

Das ARWU-SUBJECT (Academic Ranking of World Universities by Subject Fields) ist ein Ranking der 200 besten Universitäten, gegliedert nach Fächern.

Die Indikatoren entsprechen dabei den ersten fünf des ARWU-FIELD. Der einzige Unterschied besteht darin, dass in der Informatik Turing-Medaillen anstatt Nobelpreise oder Fields-Medaillen berücksichtigt werden.

Das Academic Ranking of World Universities by Subject Fields ermöglicht Studierenden der untersuchten fünf Fächer eine feinere Einteilung des Rankings auf Fachbereichsebene als das ARWU-FIELD.


Aussagekraft des Academic Ranking of World Universities (ARWU)

Das Academic Ranking of World Universities (ARWU) arbeitet mit Indikatoren, die sich fast ausschließlich auf die Qualität der Forschung konzentrieren. Die Studenten, die an den jeweiligen Universitäten studieren, haben hier keine Stimme. Auf die Betreuungssituation und die Studentenzufriedenheit lassen sich somit keinerlei Rückschlüsse ziehen.

Die Qualität der Lehre wird im ARWU allein an der Anzahl der Nobelpreis- und Fields-Medaillenträger gemessen. Akademischer Erfolg wird also nur an jenen Absolventen festgemacht, die zur absoluten Forschungselite gehören. Absolventen, die erfolgreich in einer nicht-forschungsbezogenen Position tätig sind, werden darüber hinaus gar nicht einbezogen. Berücksichtigt man außerdem die meist sehr lange Zeitspanne zwischen Studienzeit und Nobelpreiserhalt, sind diese Ergebnisse für die aktuelle Studiensituation an der jeweiligen Universität unter Umständen nur bedingt aussagekräftig.

Hinzu kommt, dass alle Nobelpreise und Fields-Medaillen in die Bewertung eingehen, die ab 1911 (bei ARWU-FIELD und ARWU-SUBJECT ab 1961 beziehungsweise 1971) verliehen wurden, wenn auch mit absteigender Gewichtung, je weiter das Datum zurückliegt. Dadurch werden jüngere Universitäten tendenziell benachteiligt, was sich auch darin zeigt, dass diese im Academic Ranking of World Universities (ARWU) unterrepräsentiert sind.

Die Auswertung der publizierten Artikel in Nature and Science führt zur Benachteiligung von Hochschulen, deren Publikationen in anderen Fachbereichen wie etwa den Geistes-, Sozial- oder Rechtswissenschaften liegen oder die nicht auf Englisch verfasst werden.

Die beiden Unterrankings ARWU-FIELD und ARWU-SUBJECT schaffen der generalisierenden Bewertung des allgemeinen ARWU etwas Abhilfe. Davon ausgenommen ist der Bereich der Geisteswissenschaften, da diese nicht berücksichtigt werden. Das ARWU-SUBJECT umfasst mit fünf Fachbereichen ebenfalls bei weitem nicht alle Studienfächer. Es hat dementsprechend nicht für jeden Studenten einen Aussagewert.

Website des Academic Ranking of World Universities (ARWU):
http://www.shanghairanking.com/index.html