23 Mai 2019
Lebhafte Weltstadt und grünes Campusleben

Auslandssemester an der Swinburne University of Technology

Autor: Niklas Gruber

Der Campus der Swinburne University im hübschen Hawthorn

Wen reizt es nicht, die Vorzüge einer internationalen Großstadt zu genießen und gleichzeitig an einer hübschen Uni in ruhiger Lage zu studieren? Stefanie, die an der Universität Augsburg Global Business Management studiert, erfüllte sich diesen Traum und ging 2018 mit College Contact für ein Auslandssemester an die Swinburne University of Technology.

Ein knappes Jahr später erzählt sie in unserem Interview rückblickend von ihrer Wohnungssuche, den schönsten Stadtteilen der Hauptstadt Victorias, dem Unialltag an der Swinburne University und wie sie ihre Freizeit verbracht hat.

Wenn ihr wissen wollt, warum sie sich gerade für Swinburne entschieden hat und was sie zukünftigen Studenten empfehlen kann, die ihr Auslandssemester in Melbourne verbringen wollen, dann lest jetzt weiter.


College Contact:
Wie kam es zu deinem Auslandssemester in Australien? Und warum hast dich für die Swinburne University of Technology in Melbourne entschieden?

Auch bei Nacht beeindruckend: Die Metropole Melbourne.

Stefanie:
Ich habe mich hier in Deutschland bewusst für den Studiengang Global Business Management entschieden, da dort ein Auslandssemester verpflichtend ist. Nachdem die Kooperation zwischen meiner Heimatuni und einer Universität in Melbourne leider beendet wurde, ich aber von vielen Kommilitonen und Rückkehrern gehört habe, dass die Stadt und Australien selbst megacool sein sollen, war für mich klar, dass ich trotzdem unbedingt nach Melbourne will! Durch ein bisschen Recherche bin ich auf eure Seite gekommen und habe mich dann nach einem Telefonat mit eurer Studienberaterin Irmante für ein Auslandssemester als Free Mover an der Swinburne University entschieden. Die Semesterzeiten waren dabei ein wichtiger Punkt, da ich so vor Semesterbeginn an der Swinburne University noch ein paar Prüfungen in Deutschland mitschreiben konnte. Außerdem wollte ich unbedingt an einer Campusuni studieren, da meine Heimatuniversität in Augsburg auch einen Campus besitzt und ich das schöner und angenehmer finde als eine Uni mit mehreren Standorten, die in der Stadt verteilt sind.

College Contact:
Als du dann deine Zusage für die Swinburne University hattest, wie verlief die Wohnungssuche bei dir? Hast du dich erst vor Ort um die Unterkunft gekümmert oder hast du schon von Deutschland aus nach Wohnungen geschaut?

Stefanie:
Eine Unterkunft im Studentenwohnheim war von Anfang an keine Option für mich, da die Bewerbungsfrist für ein Zimmer dort schon abgelaufen war. Eine Freundin empfiehl mir, auf Homestay.com und AirBnB zu schauen. Dort habe ich dann eine Wohnung in Richmond gefunden, also zwischen der Uni und dem Stadtzentrum. Finanziell machte es keinen großen Unterschied zum Studentenwohnheim und mir war es zu heikel, nach Australien zu fliegen und mir vor Ort eine Wohnung zu suchen. Wenn es um eine Unterkunft für die ersten Tage geht, kann ich die Recherche im Internet an zukünftige Studenten nur empfehlen. Man hat im Vorhinein mehr Sicherheit, es gibt eine riesige Auswahl an Wohnungen und man muss sich nicht um Nachmieter oder ähnliches kümmern. Später suchte ich mir eine Wohnung in Strandnähe während des „sommerlichen Teils“ des Semesters. In der Gegend rundum St. Kilda sind viele junge Leute unterwegs und es ist immer etwas los.

College Contact:
Du bist jetzt seit November wieder zurück in Deutschland. Was waren denn rückblickend die größten Unterschiede zwischen dem typisch deutschen Uni-Alltag und dem Studium an der Swinburne?

Stefanie:
Gruppenarbeiten und Präsentation kamen in meinem Studium in Deutschland eher seltener vor. In Australien ist es daher vielleicht ein bisschen verschulter, da man während des Semester viele Assignments hat, was aber gut ist, da man am Stoff dranbleibt und einem das Lernen für die Prüfungen am Ende des Semester viel leichter fällt. Ein weiterer Punkt ist die Zusammensetzung der Noten: Wenn du mal eine Sache in den Sand gesetzt hast, hast du trotzdem die Chance, es wieder auszugleichen. Wenn du in Deutschland an deinem Klausurtermin einen miesen Tag erwischst, hast du leider eine schlechte Note im Seminar.


Bereit für die Zukunft: Die modernen Gebäude an der Swinburne University.

College Contact:
Konntest du bei den Unterschieden auch etwas für dein weiteres Studium in Deutschland mitnehmen?

Stefanie:
Um ehrlich zu sein, war ich vorher nie ein großer Fan von Gruppenarbeiten. Durch meine Zeit an der Swinburne hat sich meine Einstellung dazu aber geändert. Man lernt andere Ansichten kennen, kann sich austauschen und es gibt Leute, die man auch mal um Hilfe bitten kann, wenn man nicht weiter kommt. Trotzdem setzt man sich selbst viel mehr mit dem Stoff auseinander. Außerdem fällt in gewisser Weise die Scheu weg, wenn man vor der Klasse eine Präsentation halten muss. Je öfter man es macht, desto leichter fällt es einem – natürlich auch auf Englisch.

College Contact:
Konntest du denn bei Projekten speziell von den anderen internationalen Studenten auch etwas dazulernen?

Stefanie:
Die Gruppenarbeiten waren zumeist gemischt mit australischen und internationalen Studenten. Gelernt habe ich dabei, dass es verschiedene Ansichtsweisen zum Thema Vorbereitung gibt (lacht). Im Endeffekt waren wir aber immer zufrieden mit der Endleistung. Anfangs dachte ich manchmal, dass einige Studenten das Motto „no worries“ vielleicht einen Hauch zu ernst nehmen, andererseits habe ich auch gelernt, selbst gelassener an Assignments heranzugehen und mich nicht mehr so stressen zu lassen.


College Contact:
Aber zum Glück dreht sich während des Auslandssemesters nicht alles um die Uni! Hast du schnell neue Kontakte an der Swinburne knüpfen können, sowohl mit australischen als auch mit internationalen Studenten?

Darf im Auslandssemester nicht fehlen: Ein Besuch im Stadion bei einem AFL Spiel.

Stefanie:
Während der Einführungswoche gab es tagsüber und abends verschiedene Aktivitäten, um sich kennenzulernen. Wir haben daraufhin direkt eine Whatsapp-Gruppe gegründet und sind so in Kontakt geblieben. Allgemein gibt es super viele Studenten in Melbourne. Beim Feiern zum Beispiel trifft man schon viele internationale Studierende. Es gibt also keinerlei Probleme, sich mit Studenten in der Stadt anzufreunden.

In den Vorlesungen selbst hast du aber natürlich neben den heimischen Studenten auch immer Austauschstudenten getroffen. Aber ich war nicht nur mit anderen Internationals unterwegs: Bei einem Australian Football-Spiel zum Beispiel lernte ich Fans kennen, mit denen ich im Fanblock „typisch australisch“ das Match schauen konnte.

College Contact:
Das hört sich super an! Lass uns über Melbourne reden. Was hat dich an der Stadt fasziniert? Gibt es Orte, die du zukünftigen Studenten unbedingt weiterempfehlen kannst?

Stefanie:
Jedes Viertel der Stadt hat seinen eigenen Charme. Fitzroy beispielsweise ist super alternativ mit hippen Second Hand Läden, Street Art und kleinen Cafés. Der Central Business District hingegen hat viele Hochhäuser mit schönen Dachterrassen, die einem coole Ausblicke bieten. Im Sommer kann ich auf jeden Fall St. Kilda mit seinen vielen Bars an der Strandpromenade empfehlen. Die Menschen in Melbourne sind allesamt super herzlich und offen, besonders durch das multikulturelle Flair der Stadt, und du fühlst dich einfach schnell heimisch.


College Contact:
Das hört sich nach einer bunten Mischung an interessanten Sachen an! Kannst du rückblickend sagen, warum Studenten bei den vielen Hochschulen in Melbourne gerade die Swinburne University in Betracht ziehen sollten?

Nicht nur Wolkenkratzer und Business: Der alternative Stadtteil Fitzroy.

Stefanie:
Die Swinburne University bietet eine fast unendliche Zahl an Kursen an. Neben den Wirtschaftskursen hätte ich auch in andere Bereiche problemlos reinschnuppern können. Der Standort Hawthorn ist zwar nicht direkt im Stadtzentrum, dafür ist der grüne Campus wunderschön und bietet eine familiäre Atmosphäre. Außerdem gibt es im Laufe des Semesters viele Freizeitaktivitäten, wie zum Beispiel den Diversity Day. Meinen Notenschnitt konnte ich alleine durch das Auslandssemester um 0,1 verbessern. Workshops, beispielsweise zum Thema akademisches Schreiben, haben mir sowohl während der Zeit an der Swinburne als auch für spätere Seminararbeiten in Deutschland geholfen und das Study Desk in der Bibliothek liest Texte Korrektur, was gerade für Austauschstudierende hilfreich sein kann. Man ist an der Swinburne gut aufgehoben und kann sich immer an einen Ansprechpartner wenden, falls es mal Probleme geben sollte.

College Contact:
Und wie sah das Studium speziell in deinem Studienfach aus?

Stefanie:
Meine Businesskurse kann ich trotz der vielen Assignments weiterempfehlen. In einem Seminar zum Beispiel musste ich ein Projekt pitchen, was eine Herausforderung war. Ich habe Sachen gelernt, die ich vorher noch nie gemacht hatte und bin froh, dass ich an der Swinburne die Möglichkeit hatte, neue Methoden auszuprobieren und anzuwenden.

College Contact:
Vielen Dank für das interessante Interview zu deinem Auslandssemester an der Swinburne University. Wir wünschen dir alles Gute für deine Zukunft und viel Erfolg bei deiner Bachelorarbeit im kommenden Semester!


Ihr habt auch Lust auf ein Auslandssemester an der Swinburne University of Technology im hübschen Melbourne? Alle wichtigen Infos dazu bekommt ihr von unserer Studienberaterin Irmante Ezerskyte!

Alle Infos zur Swinburne University of Technology