25 Mär
Erfahrungsbericht von Vivian S.

San José State University


Stadt: San José
Land: USA
Kontinent: Nordamerika
Studienrichtung: Innenarchitektur
Studientyp: Auslandssemester
Zeitraum: 08/2013 bis 01/2014

Hochschule:
Studieninhalte:
Studienbedingungen:
Freizeit:
Spaß:
Kosten:
Gesamtbewertung:

Auswahl der Uni

Für mein Auslandsemester in Amerika habe ich mir die San José State University in Kalifornien ausgesucht. Ein Kommilitone meiner Fachhochschule hat mir diese Uni im sonnigen Silicon Valley empfohlen. Nach einigen Recherchen und ein paar Tipps seinerseits, entschied ich mich dann auch für die SJSU, wie sie auch genannt wird. Sie hat einiges im Fachbereich Interior Design zu bieten.

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Organisation

Puuhh…Der wohl schwierigste Teil des ganzen Auslandsaufenthaltes, dennoch ist es sehr hilfreich, so viel wie möglich vorher vorzubereiten und Nachforschungen anzustellen. Außerdem ist das Ganze ja auch mit Spaß verbunden. Ein Freund von mir hatte mir von einer Summer School in den USA erzählt, ein Stipendium von der Fulbright Kommission. Es handelt sich hierbei um ein 3-4 wöchiges Summer School Programm mit 50 anderen Kandidaten, die an zwei verschiedenen Unis an der Ostküste Amerikas in den typischen Unialltag reinschnuppern können. Kurzerhand habe ich mich auch dafür beworben, da es genau vor meinem Studium in Kalifornien war. Ich kann es sehr empfehlen. Ich kann jedem nur raten, sich mit College Contact in Verbindung zu setzen, man hat jederzeit einen Ansprechpartner und ist immer bemüht, jede Frage zu beantworten. Außerdem werden Dinge, wie Visumsbeantragung uvm. erklärt. Empfehlen kann ich euch, dass ihr so 6 -12 Monate vor dem Auslandssemester anfangt, euch damit zu beschäftigen. Dinge, wie geeignete Zwischenmieter zu finden, kann auch ganz schön lange dauern. Bewerbung für ein Stipendium, Beantragung der Pässe, internationale Führerscheine und Krankenversicherung für das Ausland, dauern manchmal länger als man vermutet. Sprachkenntnisse sind sehr von Vorteil, man muss für eine amerikanische Uni einen Sprachtest vorweisen; das kann der TOEFL oder aber ein Sprachzeugnis des DAAD sein. Ihr müsst aber bei der jeweiligen Uni nachschauen. Ein Auslandssemester ist auf jeden Fall mit sehr viel Geld verbunden. Lieber vorher arbeiten gehen, damit man vor Ort nicht auf jeden Cent angewiesen ist.


Binghamton (Fulbright Stipendium)

Noch einmal ein paar kurze Infos zum Summer School Program an der Binghamton University. Es wurden 25 Leute auserwählt, um für 3,5 Wochen im Bundesstaat New York in den amerikanischen Unialltag reinzuschauen. Die ersten vier Tage verbrachten wir in New York City. Sightseeing inklusive. Danach ging es dann für 3 Wochen nach Binghamton, welches sich im Bundesstaat New York befindet. Für 3 Wochen erlebt ihr den Unialltag, werdet in 2 Fächern unterrichtet und erlebt sehr viel in den USA. Meine Gruppe war auch super gut drauf, so dass es nie irgendwelche Streitereien gab. Man wohnt dort auch auf dem Campus. Eine kleine Anmerkung zwischendurch, der 3,5 wöchige USA-Aufenthalt wurde komplett von der Fulbright Organisation übernommen. Flüge, Mahlzeiten, Unterkunft und obendrauf noch ein kleines Taschengeld. Echt der Wahnsinn Es ist sehr aufwendig, wenn ihr so wie ich, gleich in den USA bleiben wollt, um dann euer Auslandsemester in den Vereinigten Staaten an einer anderen Uni zu beginnen. Es müssen nämlich zwei verschiedene Visa beantragt werden und im schlimmsten Fall, so wie es bei mir war, muss nach Kanada oder Mexiko ausgereist werden, um dann das zweite Visum zu aktivieren. Aber es hat sich gelohnt!


San José State University

Die San José State University verfügt über mehr als 30.000 Studenten und einem wunderschönen, sauberen Campus mit eigener Poolanlage, die sich gut für die Mittagspause eignet. Die Professoren sind sehr freundlich und werden oftmals per DU angesprochen. Es ist ein eher schulisches Verhältnis. Im Regelfall werden 4 Fächer belegt, wobei man auch ein, zwei Fächer mit einem Sprachkurs tauschen kann. Kurse werden vor Ort festgelegt, wobei man schnell sein sollte, da einige beliebte Kurse auch schnell belegt sein können. Mein Stundenplan bestand aus einem Englisch Grammatik Kurs, einem Geschichtskurs über moderne Architektur und zwei projektähnlichen Fächern. Eine gute Mischung wie ich fand. Vier Fächer sind genug, auch um etwas vom Land erleben zu können, da ist man zeitlich nicht so im Stress.


Wohnen in einer Gastfamilie

Ein absolutes Muss ist meiner Meinung nach, viel mit den Amerikanern Kontakt zu haben. Dann lernt man Kultur und Sprache am schnellsten. Mein erster Gedanke war, in eine amerikanische WG zu ziehen, jedoch stellt man schnell fest, dass das einfacher gesagt als getan ist. Hilfreich ist es demnach, so früh wie möglich, sich um Wohnungen zu kümmern, da dies echt sehr lange dauern kann, bis man was Passendes, was natürlich auch zum Budget passt, gefunden hat. Das habe ich auch sehr unterschätzt. Über viele Umwege und einige interessante Erfahrungen, hatte sich eine unglaublich freundliche Familie bereit erklärt , mich bei sich wohnen zu lassen. Eine super Erfahrung. Mit ein paar Leuten hatte ich mich unterhalten, die sich auch für das Wohnen auf dem Campus (CVB) entschieden haben. Wenn man finanziell etwas flüssiger ist, eine gute Wahl, Man ist direkt am Ort des Geschehens. Meistens teilt man sich Apartments zu viert, oft mit eigenem Zimmer. Jedoch muss ich sagen, dass mir ca. $ 900-1000 einfach zu viel Geld waren. Dort ist nicht einmal Verpflegung enthalten und die Einrichtung ist eher spartanisch. Um Kontakt mit dem typisch, amerikanischem College-Leben aufzunehmen jedoch eine sehr gute Wahl. Die Preise für Lebensmittel sind in Amerika leider etwas teurer als bei uns in Deutschland, solltet ihr am besten auch mit einplanen.


Reisen

Zum Glück erlaubt euch das Visum noch 60 Tage nach Ende des Studiums in den USA zu verbringen. Was ich größtenteils zum Reisen nutzte, da mein Vater mich für drei Wochen besuchen kam. Eine großartige Erfahrung. Land und Städte müssen einfach näher kennengelernt werden. Landschaftlich hat die USA einiges zu bieten. Ein absolutes Highlight war definitiv der Grand Canyon, ein Muss in meinen Augen. Lake Tahoe, Yosemite National Park und die Küste waren auch sehr beeindruckend. Leider war ich von den größeren Städten Kaliforniens etwas enttäuscht. Sie sind groß, laut, dreckig und im Endeffekt ähneln sie auch sehr einer deutschen Großstadt. Aber das ist natürlich Geschmackssache. Begebt euch auf jeden Fall auf eine Reise, es lohnt sich.


Fazit

Ich wollte schon immer ein Semester in den USA studieren und Kalifornien selbst auch einmal bereisen. Also habe ich beides miteinander verbunden und kann sagen, diese Entscheidung habe ich nicht bereut. Im Gegenteil, ich habe es sehr genossen. Genießt die Zeit, sie vergeht sehr schnell. Umgebt euch so oft wie möglich mit englisch sprechenden Menschen, da man darauf angewiesen ist, Englisch zu lernen. Das war mein Ziel. Im Großen und Ganzen blicke ich mit sehr vielen positiven Erfahrungen auf die 6 Monate zurück und kann es nur jedem empfehlen, sich für ein Auslandssemester zu entscheiden.