14 Feb
Erfahrungsbericht von Thomas K.

San Diego State University


Stadt: San Diego
Land: USA
Kontinent: Nordamerika
Studienrichtung: BWL
Studientyp: Auslandssemester
Zeitraum: 08/2021 bis 12/2021
Heimathochschule: St. Gallen U

Hochschule:
Studieninhalte:
Studienbedingungen:
Freizeit:
Spaß:
Kosten:
Gesamtbewertung:

Allgemeines

Die San Diego State University gehört mit über 33‘000 Studierenden zu den fünftgrössten Universitäten Kaliforniens. Der Campus der staatlichen Universität ist dementsprechend sehr gross (die Gefahr seine Kursräume nicht zu finden ist überraschend gross) und bietet alles was das Herz begehrt. Von einer 24/7 geöffneten Bibliothek über zwei Starbucks-Läden sowie unzählige Verpflegungsmöglichkeiten (Chipotle können wir sehr empfehlen!) bis hin zu riesigen Sportanlagen mit Pool und Bowlingbahnen.

In der ersten Woche gibt es eine Art Startwoche mit einer Campustour, Einführung in die Kurswahl sowie organisierten „Partys“.

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Kurswahl

An der San Diego State University müssen verschiedene Kursarten unterschieden werden. Zum einen gibt es den Unterschied zwischen General Kurse, welche alle non-business Fächer enthalten, und Business Kurse, welche alle Kurse des College of Business Administration enthalten. Business Courses sind in den Bereichen Accounting (ACCTG), Business Administration (BA), Finance (FIN), Management (MGT), Management Information Systems (MIS) und Marketing (MKTG).

Zum anderen gibt es sogenannte Special Session Kurse für die Business Kurse, weil die sehr beliebt sind. Solche Special Session Kurse sind zusätzliche Business Kurse, die nur Austauschstudenten angeboten werden. Zwei dieser Special Session Kurse müssen bereits bei der Anmeldung zur Uni gewählt werden und können nicht gedroppt werden. Weitere Kurse werden vor Ort gewählt. Man hat erst nach den regulären Studenten Zugriff auf das System und ist daher eher im Nachteil gegenüber den amerikanischen Studenten. Alle von uns haben jedoch alle Kurse erhalten, die wir wollten. Tipp: ALI gibt dir das Datum, ab wann du «bidden» kannst – es wird um Mitternacht freigeschaltet und wenn dein Kurs noch freie Plätze hat, dann schaffst du es mit Sicherheit hinein, evtl. halt nicht zur besten Zeit.


Bewerbung

Die Bewerbung erfolgt über College Contact. Die Agentur wickelt kostenlos alles ab, sammelt die Dokumente und ist sehr hilfsbereit bei Fragen. Es wird stets Schritt für Schritt alles erklärt, was die Bewerbung sehr erleichtert hat. Es ist somit sehr empfehlenswert, sich bei College Contact zu melden. Als Sprachnachweis ist ein TOEFL, aber auch der wesentlich stressfreiere Duolingo-Sprachnachweis gültig.

Die Dokumente über die SDSU (Sutdenten-Email; Studenten-Ausweis; etc.) kann bereits Zuhause ausgestellt werden. Es ist jedoch wesentlich stressfreier diese Dokumente während der „Startwoche“ zu organisieren, da einem die Uni sehr behilflich ist.


Visa

Deutsche Bürger: Nach der Aufnahmebestätigung durch die Uni erhält man das sogenannte I-20 Formular. Danach muss online ein Formular ausgefüllt und die Gebühren bezahlt werden, bevor man einen Termin vereinbaren kann. Zum Termin in der Botschaft sollte man alle nötigen Dokumente mitnehmen und besonders die Anweisungen des Fotos befolgen. Mit dem Studentenvisum kann man 30 Tage vor Unibeginn in die USA einreisen, davor benötigt man jedoch ein ESTA. Es ist wichtig, auch bei der Einreise die Dokumente im Handgepäck dabei zu haben (vor allem I-20). Es ist ebenso ratsam die Flüge früh genug zu buchen, da diese täglich teurer werden!


Wohnen

Fangt zeitig mit der Wohnungssuche an! Wir haben das alles super entspannt gesehen und mussten dann allerdings recht schnell feststellen, dass aufgrund von Corona die Studentenwohnheime ihre Kapazität reduziert haben, weshalb der Wohnungsmarkt in San Diego derzeit überlastet ist.

Die ersten zwei Wochen haben wir in dem California Dreams Hostel in Ocean Beach gewohnt und währenddessen vor Ort nach einer Wohnung gesucht. Das Hostel kann ich absolut empfehlen! Dort arbeiten nur junge Personen, welche gerade Work&Travel machen, weshalb man viel zusammen unternimmt und auch die Chance hat sich mit Amerikanern anzufreunden.

Nach langer Suche haben wir dann eine Wohnung über einen Facebook-Chat gefunden, in den man über Sediq Nazary hinzugefügt werden konnte, wenn man ihm schreibt. Er hat sich darauf spezialisiert Häuser an Austauschstudenten zu vermieten. Allerdings wirkt alles etwas unseriös. Ich zahlte 900 US-Dollar für einen Shared-Room, was auch für San Diego recht viel ist. Unser Haus war allerdings sehr schön und mit dem Fahrrad nur 5-10 Minuten von der Universität entfernt (man sollte aber darauf achten, dass San Diego doch recht hügelig ist).


Finanzielles

San Diego ist leider doch recht teuer. Für ein Auslandssemester an der SDSU sollte man knapp 25‘000-30‘000 US-Dollar einplanen, womit aber auch alles abgedeckt sein sollte. Also Miete, Studiengebühren, Auto- oder Uberkosten, einige Trips etc.

Tipp: Achtet darauf, dass in fast allen Preisen die Taxes nicht inkludiert sind, sowie in Restaurants noch ein mindest Tipp von 15% fällig wird.


Social Life

San Diego bietet wirklich alles. Für die, die gerne Sport machen sind die Angebote wirklich unzählig. Man kann Surfen, am Strand Volleyball oder Spikeball spielen, ins Uni-Gym gehen, Hikes machen etc.

In San Diego hat man nichts von Corona gemerkt, wodurch auch das Feiern dort nicht zu kurz kam. Generell verbringt man dort eigentlich jede freie Minute draussen, da das Wetter bis zum Schluss super angenehm war (über 20 Grad im Dezember). Ob Natur oder Grosstadt, in San Diego ist für jeden etwas dabei und man kann wirklich super brunchen gehen.

Ich kann es nur empfehlen auch so viele Trips zu machen, wie es die Universität und das Budget zulassen. Meiner Meinung nach ist der Zion-Nationalpark (Angelslanding-Hike) ein absolutes Muss. Einen Ausflug dorthin kann man auch sehr gut mit einem Vegas Wochenende verbinden, wobei ich erst den Nationalpark machen würde und anschliessend Las Vegas. Sonst kann ich noch Trips nach Los Angeles, San Clemente, Mexico, San Francisco, Chicago, Hawaii oder zum Grand Canyon, Sequoia Nationalpark noch empfehlen.

Dabei sollte man San Diego und Umgebung aber wirklich nicht zu kurz kommen lassen und sich unbedingt die Algodones Dunes, den Joshua National Park angucken und möglichst viele Hikes machen. Aber man braucht wirklich ein Auto!
Tipp: Möglichst viele Sonnenuntergänge angucken!


Fazit

Man macht unzählige neue Erfahrungen, schliesst neue Freundschaften, lernt eine neue Kultur kennen und entwickelt sich weiter. Ob in Bezug auf die Universität oder das Leben in San Diego, ich kann einen Austausch an der SDSU nur wärmstens empfehlen!