28 Sep
Erfahrungsbericht von N. N.

University of California Berkeley


Stadt: Berkeley
Land: USA
Kontinent: Nordamerika
Studienrichtung: BWL
Studientyp: Summer Sessions
Zeitraum: 07/2015 bis 08/2015

Hochschule:
Studieninhalte:
Studienbedingungen:
Freizeit:
Spaß:
Kosten:
Gesamtbewertung:

UC BERKELEY - CAMPUS & KURSE

Die Wahl fiel mir bezüglich der Universität keineswegs schwer. Wer auf einer der besten Universitäten der Welt studieren möchte - wenn auch nur für zwei bis drei Monate - sollte sich für die UC Berkeley entscheiden. Dementsprechend anspruchsvoll ist hier auch der Kursinhalt und Umfang. Bevor ich mich für zwei Kurse entschieden habe, habe ich die für die Kurse zuständigen Dozenten im Internet recherchiert (z.B. auf ratemyprofessors.com), da der Lernerfolg meines Erachtens von diesen abhängig ist. Ich entschied mich letztendlich für die folgenden zwei Kurse (Session D):

  • MARKETING, D. Robinson(3 units)
  • STRESS & COPING, C. Gade(2 units)

In meiner Heimatuniversität studiere ich BWL mit den Schwerpunkten Finanzmanagement und Marketingmanagement. Trotzdem habe ich mich für den Marketing-Kurs entschieden und diese Wahl nicht bereuen müssen. Zwar waren die Vorlesungen im Großen und Ganzen eine Wiederholung für mich, jedoch lag der Schwerpunkt des Kurses in der Bearbeitung bzw. in der Analyse von verschiedenen Fallstudien. Daher konnte ich trotzdem sehr viel Neues lernen. Der Dozent Dr. Robinson hat zusätzlich Class Participation Punkte vergeben, d.h. man musste sich bei den Case-Diskussionen beteiligen. Dieses System ist zwar fordernd, jedoch auch extrem fördernd. Des Weiteren muss man 2 Exams bestehen, zwei „One-Pager“ schreiben, und zwei Gruppenarbeiten einreichen, wobei eines davon eine Präsentation ist.

Der Psychologiekurs „Stress & Coping“ war inhaltlich sehr schwer, da medizinische Fachbegriffe häufig in den Vorlesungen benutzt wurden. Aber sogar ich als BWL-Studierende konnte mit angemessenem Lernaufwand mit überdurchschnittlichen Noten den Kurs bestehen. Anfangs war es jedoch schwer, dem Dozenten zu folgen (Geschwindigkeit & Vokabular), daher ist es umso wichtiger, die Folien auszudrucken und vor- bzw. nachzuarbeiten. Zum Kurs gehören 3 Exams und ein Final Paper (ähnlich wie eine Hausarbeit).

Der Campus der UC Berkeley ist einer der Schönsten in den USA. Viele Cafés sind zu finden, die Räume sind hell und sehr gut ausgestattet, die Fakultätsgebäude haben alle einen individuellen Charme und die verschiedenen Bibliotheken sind atemberaubend. Ihr solltet euch ein oder zwei ganze Tage Zeit nehmen, um alles Sehenswürdige auf den Campus zu besichtigen, z.B. das Museum of Paleontology.

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UNTERKUNFT

Leider wurde ich durch die ganzen positiven Berichte über das International House beeinflusst und musste genau das Gegenteil erfahren.

Positives:

Das International House hat eine sehr schöne Architektur. Das historische Ambiente in der Great Hall ist faszinierend. Die Bibliothek in der ersten Etage ist klein, aber man findet trotzdem immer einen Platz zum Lernen. Auch hier ist alles sehr schön antik belassen und klimatisiert. Die verschiedenen Veranstaltungen, die sowohl im Haus, als auch außerhalb angeboten werden, sind sehr unterschiedlich, sodass für jeden etwas dabei ist. Auch die Preise für die verschiedenen Veranstaltungen sind angemessen.

Negatives:

Ich hatte ein Einzelzimmer und das einzig Gute war die Größe und Ausstattung. Der Boden und das Mobiliar sind sehr dreckig. Wenn man mit einem feuchten Tuch über den Schreibtisch wischt, verfärbt sich das Tuch gelb-grün. Unter dem Bett war alles voller Staub. Das Zimmer wurde auf keinen Fall vor der Ankunft gereinigt. Auch auf den Wänden und auf der Decke waren eigenartige dunkle Flecken vorzufinden. Bettwäsche sollte man selbst mitbringen. Kissen und Decke kann man sich nicht mieten, sondern nur kaufen. Der Kaufpreis ist $70 und damit viel zu überteuert. Im Walgreen’s (ähnlich wie DM) ein paar Straßen runter, habe ich Decke und Kissen, die qualitativ auch sehr viel besser waren, für $50 kaufen können. Leider war auch das Badezimmer fast immer schmutzig. An der Wand neben der Badezimmertür hängt ein Schild mit den Tagen und Zeiten (10.45-11.45), in denen geputzt wird und man nicht das Badezimmer bzw. die Toilette nutzen darf/soll. Komischerweise wurden diese Zeiten nie eingehalten, sondern die Reinigungskraft kam nach Lust und Laune. Auch das schöne, historisch wirkende Mobiliar der Bibliothek erwies sich nicht als antik, sondern einfach nur als alt und abgenutzt. Die Regeln, wie, dass nicht gegessen und getrunken werden darf, wurden nicht eingehalten. Das Trinken kann ich nachvollziehen, da man sich ohne Wasser zu trinken nicht konzentrieren kann, aber einmal konnte ich nicht lernen, weil mein Tischnachbar buchstäblich ein Picknick veranstaltet hat. Der Geruch seines Essens hat sich in der ganzen Bibliothek verbreitet. Lernen war unmöglich. Hier hätte ich mir eine Aufsicht gewünscht. Zum Dining Room, kann ich leider auch nur Negatives berichten. Vor allem als Vegetarier, wird man hier nicht satt - es sei denn man mag den Geschmack von zu weich gekochter Pasta in eigenartigen Soßen oder Salat, der nicht mehr ganz frisch aussieht und zu hart gekochtem Gemüse. Nur beim Frühstück konnte ich satt werden. An einem Tag gab es Pommes - da wurde ich auch satt. Und zur Not gab es immer Auswahl an Müsli.

Fazit:

Ich kann das International House leider nicht weiter empfehlen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist signifikant schlecht. Des Weiteren muss man zusätzlich zum hohen Preis eine Kaution von $1000 bezahlen, diese werden sofort mit der Buchung fällig und die Rückerstattung erfolgt erst nach vier Wochen nach Check Out. Viele neue Freunde, die ich auf der UC Berkeley kennen gelernt habe, hatten sich ein Zimmer oder eine Wohnung über airbnb gemietet. Ich hatte mich aus Sicherheitsgründen gegen diese Option entschieden, bereue diese Entscheidung jedoch zutiefst, da sie nur Positives berichtet haben.


FREIZEIT

An einem Einführungstag für die Summer School-Teilnehmer/innen wurden Prospekte von einem Anbieter verteilt, der speziell für Summer School-Studierende Ausflüge nach Los Angeles, Yosemite, verschiedene Outlets etc. anbietet. Die Preise sind jedoch meines Erachtens zu teuer. Es ist wesentlich besser, sich vor oder nach den Summer Sessions Zeit zu nehmen, um privat Ausflüge zu planen - so hat man auch keinen Stress bezüglich der einzuhaltenden Assignments. Am Wochenende kann man sich jedoch Zeit nehmen, um Berkeley und San Francisco zu erkunden. Ein Tipp bzgl. Alcatraz: Ihr solltet schon Monate vorher eine Tour buchen, denn Alcatraz ist IMMER ausgebucht!

Folgende weitere Sehenswürdigkeiten/Aktivitäten (in SF) solltet ihr euch auch nicht entgehen lassen:

  • Bike Tour; auf Golden Gate fahren
  • Im Presidio Park (neben dem Walt Disney Family Museum) picknicken - versch. Imbisswagen sind sonntags vor Ort!
  • Japanischer Tee Garten
  • Golden Gate Park - De Young Museum, Palace of Fine Arts
  • Coit Tower (wunderschöne Aussicht!)
  • SS Jeremiah O’Brian - am Fisherman’s Wharf
  • Foto auf der Lombard Street machen
  • Baker Beach (…wenn die Sonne scheint)
  • Union Square (praktisch, wenn man dann auch shoppen gehen möchte)
  • Frühstücken bei Mama’s ( http://www.mamas-sf.com/ )

Wenn ihr euch privat organisiert habt, solltet ihr euch ein Auto mieten und Ausflüge nach Yosemite, Sacramento, Las Vegas, Los Angeles und, falls ihr dann noch Zeit haben solltet, zum Grand Canyon planen. Gemeinsam mit den neuen Freunden, die man gefunden hat, macht das lange Autofahren auch Spaß. Im Großen und Ganzen hat man perfekte Möglichkeiten bezüglich der Freizeitgestaltung, wenn man auf der UC Berkeley studiert.  


Kosten - Tipps

Wie erwartet, waren die geplanten Kosten höher, als ich letztendlich insgesamt ausgegeben habe. Bei zwei Kursen (insgesamt 5 Units) und einem Einzelzimmer im I-House, inklusive Bücher, Flug, Ausflüge, etc. habe ich insgesamt ca. $10.000 bezahlt ($1.000 Kaution für das I-House exklusive). Die Zahl variiert natürlich je nach Wahl der Hotels, in denen ihr übernachtet oder die Fahrzeugwahl etc. Um die Kosten zu senken, kann und sollte man meines Erachtens auf Studentenwohnheime wie das I-House verzichten. Das Essen ist schlecht und man isst größtenteils sowieso außerhalb. Außerdem solltet ihr so wenig Bargeld wie möglich dabei haben - um die Wechselkurskosten nicht selbst tragen zu müssen solltet ihr eine Kreditkarte mitnehmen (auch Prepaid Kreditkarten sind einsetzbar), da tragen nämlich die Kreditinstitute die Wechselkurskosten und man bekommt immer den besten Kurs. Ansonsten werdet ihr für den Euro fast immer weniger Dollar bekommen, auch wenn der Euro stärker ist.


Warum College Contact? - Vorteile

Bevor ich mit meinem Erfahrungsbericht abschließe, möchte ich mich bei Tanja und College Contact bedanken! Ihr solltet die Möglichkeit nutzen und über College Contact den Auslandsaufenthalt planen, denn alle möglichen Fragen werden innerhalb weniger Tage beantwortet. Des Weiteren ist der Bewerbungsprozess über College Contact einfacher, als sich direkt bei UC Berkeley Summer School zu bewerben. Außerdem werden alle Schritte, die ihr auf Englisch bewältigen müsst, vorher, auf Deutsch übersetzt, von College Contact euch zugesendet. Daher ist College Contact die beste und einfachste Möglichkeit, um den Auslandsaufenthalt zu realisieren.