10 Sep
Erfahrungsbericht von Ann-Kathrin F.

University of California Berkeley


Stadt: Berkeley
Land: USA
Kontinent: Nordamerika
Studienrichtung: Internationale BWL
Studientyp: Summer Sessions
Zeitraum: 06/2018 bis 08/2018
Heimathochschule: Gütersloh FOM

Hochschule:
Studieninhalte:
Studienbedingungen:
Freizeit:
Spaß:
Kosten:
Gesamtbewertung:

Studieren an der UC Berkeley

Die Summer Session an der UC Berkeley war eine komplett neue Erfahrung für mich, da ich zuvor noch nicht im Ausland studiert habe – also wusste ich auch nicht genau, was mich erwarten würde. Der Campus ist sehr groß, entsprechend der Anzahl der Studenten – teilweise müssen Fußwege von 20-30 Minuten eingeplant werden, um von der einen Vorlesung zur anderen zu kommen. Die meisten Gebäude sind alt und sehr schön; und auch an sich ist der Campus relativ gut gepflegt. Es gibt viele Bibliotheken, moderne und klassische, in denen man sowohl in Ruhe lernen kann, als auch die Möglichkeit hat, Räume zu mieten, um Gruppenprojekte vorzubereiten.

In Deutschland studiere ich International Management – nach langer Auswahl habe ich mich in Berkeley für Marketing und Sustainable Landscapes & Cities entschieden. Letzteres, um auch mal etwas völlig neues auszuprobieren. Ich lege jedem nahe, sich vorher über College Contact Informationen über die verschiedenen Kurse geben zu lassen (z.B. mit früheren Syllabi), um eine ungefähre Vorstellung zu bekommen, da die Titel nicht immer genau Aufschluss über den Inhalt der Vorlesung geben.

Insbesondere in Marketing war die Kursgröße relativ groß – dennoch spielte auch die mündliche Beteiligung eine nicht unerhebliche Rolle bei der Benotung. Meine Professoren waren beide nett, jedoch war insbesondere der eine relativ streng und hat hohe Erwartungen gestellt, um dem guten Ruf der Uni auch gerecht zu werden. Mit den Anforderungen sind nicht alle meine Kommilitonen gut klar gekommen, daher würde ich empfehlen (sofern es möglich ist) sich auch Infos über die Professoren zu beschaffen.

Grundsätzlich würde ich sagen, dass ein kontinuierlicher Aufwand für die Vorlesungen nötig ist, da ich fast jede Woche eine Präsentation, Abgabe oder Prüfung hatte. So setzte sich die Endnote in Marketing beispielsweise aus zwei Examen (Midterm und Final), zwei Individual- und einer Gruppenabgabe, sowie einer Präsentation und 20 Prozent mündlicher Beteiligung zusammen.

In beiden Kursen wurde an mehreren Stellen in Gruppen gearbeitet, was mir viel Spaß gemacht hat, da ich so mit Studenten aus unterschiedlichsten Ländern in Kontakt gekommen bin – die ich so vielleicht nicht angesprochen hätte. Natürlich gibt es hier auch manchmal Verständnisprobleme bzw. kulturelle Unterschiede, die vielleicht etwas unangenehm sind, aber im Großen und Ganzen habe ich keine schlechten Erfahrungen gemacht.

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Wohnen auf dem Campus

Während meiner Studienzeit an der UC Berkeley war ich im International House (I-House) untergebracht. Hier wohnen Studenten aus der ganzen Welt und man ist in Ein- bzw. Zwei-Bett-Zimmern untergebracht. Die Zweier-Zimmer sind nicht sehr groß – man sollte also keine Scheu haben, eng mit einer noch unbekannten Person zusammenzuleben. Das I-House bietet diverse Aktivitäten und Unternehmungen an, wie z.B. während meiner Zeit einen Ausflug zum Alcatraz Gefängnis in San Francisco oder ein Tagestrip in einen nahegelegenen Freizeitpark. Auch die wöchentlich stattfindende Coffee-Hour (die teilweise auch von Studenten zu einem landestypischen Motto veranstaltet wird) ist eine tolle Möglichkeit, mit anderen Studenten in Kontakt zu kommen!

Hier gibt es auch eine kleine Bibliothek, die insbesondere zu den Klausurenphasen auch rege genutzt wird. Täglich werden drei Mahlzeiten in Form von reichhaltigen Buffets mit vielseitiger Auswahl angeboten (bzw. zwei, denn am Wochenende gibt es einen Brunch) wo eigentlich jeder etwas findet: Obst, Salat, Pizza, Nudeln, Joghurt, Brot, diverse warme Speisen (insbesondere häufig asiatisch) – die Vielfalt hat jedoch natürlich mit dem Laufe der Zeit abgenommen und Speisen haben sich „wiederholt“.

Durch das I-House waren meine Kosten in der Zeit relativ begrenzt, dennoch sind die grundsätzlichen Kosten insbesondere in Berkeley relativ hoch, z.B. für weitere Lebensmittel oder Dinge des täglichen Gebrauchs, wie Deo o.ä.


Freizeit in Berkeley und Umgebung

In Berkeley gibt es zahlreiche Restaurants, Geschäfte und Cafés. Zu Fuß oder mit den Bussen (die kostenlos genutzt werden können!) kann man sich in der Stadt und Umgebung sehr flexibel bewegen. Abends gibt es auch die Möglichkeit einige Bars zu besuchen, um auch außerhalb der Vorlesungen andere Studenten zu treffen. So war der Donnerstag unser fester „Ausgeh-Tag“ in der Woche und alle hatten immer viel Spaß.

Wer es sportlich mag, hat auf dem Campus ebenfalls eine sehr große Auswahl: es gibt mehrere Fitnessstudios, Schwimmbäder, einen Tennisplatz, eine Laufbahn, u.v.m. – alles steht den Studenten kostenlos zur Verfügung! Außerdem gibt es in Richtung Inland einige schöne Wanderwege und viele schöne Spots, um mit Blick auf San Francisco den Sonnenuntergang zu genießen.

Mit der Bahn „BART“ sind auch San Francisco und Oakland schnell zu erreichen. Eine Fahrt nach San Francisco dauert ca. 35 Minuten und kostet ungefähr 5$. Insbesondere hier allerdings die Vorwarnung, dass es in San Francisco (und auch in Berkeley) sehr viele Obdachlose gibt, die das Stadtbild prägen. Deshalb ist es ratsam zur späteren Stunde besser nicht alleine unterwegs zu sein.

San Francisco bietet zahlreiche Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten – während der Zeit in Berkeley waren wir an vielen Wochenenden dort und haben uns zum Beispiel die Fisherman’s Wharf angeschaut, eine Fahrradtour über die Golden Gate Bridge gemacht und sind durch Chinatown spaziert.

Durch die UC Berkeley erhält man z.B. auch Vergünstigungen auf Mietwagen, sodass wir an einem Wochenende zum Lake Tahoe gefahren sind und andere Tagesausflüge unternommen haben.

Auch die Flughäfen von Oakland und San Francisco sind gut zu erreichen (Uber, BART o.ä.) – hier bietet sich beispielsweise ein Wochenendtrip nach Las Vegas an.


Fazit

Die acht Wochen in Berkeley waren eine tolle Erfahrung für mich. Neben dem neuen Wissen in den Vorlesungen, habe ich viel Zwischenmenschliches gelernt und auch viele neue Leute kennengelernt. Es hat Spaß gemacht so „eng“ mit Studenten aus anderen Ländern und Kulturen zusammenzuleben und zu arbeiten – auch wenn das nicht immer leicht war. Unter der Woche habe ich das Leben in Berkeley genossen (und „leider“ auch einige Stunden in der Bib gesessen), und am Wochenende San Francisco und Umgebung erkundet. Dieser Mix war eine gute Balance! Wenn ich die Chance hätte, würde ich die Summer Session auf jeden Fall noch einmal machen und ich empfehle sie insbesondere denjenigen, die vielleicht nicht ein komplettes Semester im Ausland verbringen, aber trotzdem die Erfahrung des Studierens im Ausland machen wollen. College Contact war bei der Planung eine gute Unterstützung und uns standen jederzeit Ansprechpartner zur Verfügung.