9 Nov
Erfahrungsbericht von Mariel D.

University of California Irvine


Stadt: Irvine
Land: USA
Kontinent: Nordamerika
Studienrichtung: Biologie
Studientyp: Summer Sessions
Zeitraum: 08/2017 bis 09/2017
Heimathochschule: Hohenheim U

Hochschule:
Studieninhalte:
Studienbedingungen:
Freizeit:
Spaß:
Kosten:
Gesamtbewertung:

Ich war diesen Sommer 6 Wochen an der University of California in Irvine und habe dort an der Summer Session II teilgenommen. Die Wahl der Uni wurde mir abgenommen, da ich mich über ein Stipendium beworben habe und die Uni dadurch bereits festgelegt war. Während dem Bewerbungsverfahren an der UCI, wurde ich dann von College Contact betreut. Ich habe so alle Bewerbungsunterlagen direkt von College Contact bekommen und konnte mich bei allen Fragen oder Unsicherheiten zu den gefragten Angaben jederzeit an College Contact wenden. Auch die anderen Unterlagen von College Contact, wie Infomaterial zur Beantragung des Visums oder ähnliches, waren sehr hilfreich und die gesamte Betreuung durch College Contact war super!

Kurse

Ich habe an der UCI an zwei Kursen teilgenommen. In Deutschland studiere ich Lebensmittelwissenschaft und Biotechnologie und passend dazu, gab es an der UCI keine Kurse. Ich wollte die Summer Session dazu nutzen, um für mich herauszufinden, ob ich mir vorstellen kann, auf Englisch zu studieren, da die passenden Master zu meinem Studiengang an meiner Heimuniversität nur auf Englisch angeboten werden. Es handelte sich bei beiden Kursen um Kurse, die man in Amerika zu Beginn des Studiums belegen würde.

Der eine Kurs hieß „Molecular Biology“. Die Inhalte dieses Kurses hatte ich größtenteils schon in Deutschland, doch der Dozent hat das Thema auf eine ganz andere Weise gelehrt wie mein deutscher Professor. In Deutschland war es eher trockene Theorie und der amerikanische Dozent hat viele Versuche erklärt, um uns die Theorie verständlich und anschaulich zu machen. Als zweiten Kurs hatte ich eigentlich einen Englisch Kurs gewählt. Wir konnten erst kurz vor Beginn auf die genaue Kursbeschreibung zugreifen und da habe ich festgestellt, dass es sich um einen Kurs für Muttersprachler handelte und damit nicht das war, wonach ich gesucht hatte. Ich habe dann in Amerika direkt am ersten Tag den Kurs gewechselt und habe stattdessen den Kurs „Brain and Behavior“ belegt. Dieser Kurs hatte gar nichts mit dem zu tun, was ich bisher in Deutschland an Kursen besucht habe. Aber der Kurs war unglaublich interessant und das Thema hat mich total begeistert. Es ging um die Sinne, Reflexe oder Urinstinkte wie Hunger und Durst und wie diese funktionieren. Wie die Signale umgewandelt werden und wie sie von den Organen zum Gehirn geleitet und wo sie dort verarbeitet werden. Man konnte in der ersten Woche jeden Kurs problemlos wechseln solange in dem neuen Wunschkurs noch Plätze frei waren. Das einzige worauf man achten musste, war, dass man abhängig vom Visum nicht zu viele oder zu wenige „Units“ belegt.

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Unterschiede Amerika vs. Deutschland (im Hinblick auf die Uni)

Direkt in der ersten Vorlesung fällt auf, dass das Verhältnis zwischen Dozent und Student in Amerika ganz anders ist als ich es aus Deutschland kenne. Die Dozenten schienen viel interessierter daran, wer genau in der Vorlesung sitzt. Die eine Dozentin konnte uns nach der zweiten Vorlesung fast alle mit Namen ansprechen. Aber auch der Aufbau der Vorlesungen an sich unterscheidet sich. Ich habe in beiden Kursen insgesamt vier Tests oder Klausuren in den sechs Wochen geschrieben. Es gab in beiden Kursen einen Leseplan zu einem Buch, das gekauft werden sollte und in dem „Molecular Biology“-Kurs wäre man ohne das Lesen aufgeschmissen, weil der Stoff in der Vorlesung dann vorausgesetzt wurde und Experimente gelehrt wurden, die man ohne die Grundlagen nicht verstanden hätte. Außerdem gab es bei diesem Kurs vor jeder Vorlesung ein Quiz mit 5 bis 8 Fragen zu dem Gelesenen und während der Vorlesung konnte man mit einem so genannten „Clicker“ multiple-choice-Fragen, die der Dozent auf seinen Vorlesungsfolien hatte, beantworten und dadurch Punkte für die Anwesenheit bekommen. Die Noten setzen sich also aus vielen Teilleistungen zusammen. Dieses System empfand ich viel angenehmer als die eine Klausur am Ende der Vorlesung, wie in Deutschland, auch wenn man so wirklich täglich etwas vor- oder nachbereiten musste, war der Druck doch deutlich geringer.


Wohnen

Ich habe während der 6 Wochen im Arroyo Vista Housing gewohnt. Eine Wohnheimanlage mit vielen Häusern. Ich habe mit circa 20 anderen Internationals – hauptsächlich aus Asien – im International House gelebt. Wir hatten Zweierzimmer und hatten pro Etage ein Bad für Frauen und eins für Männer und im Erdgeschoss eine Küche und einen großen Aufenthaltsraum für alle. Die Ordnung und Sauberkeit ist natürlich immer von den Mitbewohnern abhängig, aber die Küche und die Bäder wurden jeden Tag geputzt und daher ließ es sich gut aushalten. Da ich über mein Stipendium auch so genannte „Meal Plans“ gezahlt bekommen habe und damit auf dem Campus in den Mensen und Restaurants essen konnte, habe ich die Küche eigentlich nur am Wochenende genutzt. Man war zu Fuß je nach Tempo in circa 20 Minuten auf dem Campus.


Kontakt zu Amerikanern

Wenn man wollte, war es nicht schwer mit Amerikanern in Kontakt zu kommen. Im Gegensatz zu Deutschen sind die Amerikaner sehr offen und schon, wenn man jemanden nach dem Weg fragt, fangen sie eigentlichen direkt mit Small Talk an. Meistens bleibt es dann allerdings auch beim Small Talk. Ich hatte erwartet, dass in den Kursen hauptsächlich Internationals anzutreffen sind, aber ganz im Gegenteil waren in jedem Kurs maximal eine Hand voll ausländischer Studenten und ansonsten waren es entweder Studenten der UCI oder Amerikaner, die eigentlich an einer anderen Uni studieren und nur den Sommer an der UCI verbringen. Also wenn man wollte, konnte man mit vielen Amerikanern ins Gespräch kommen.


Freizeit

Ich habe meine Freizeit genutzt, um möglichst viel von Kalifornien zu sehen. In der Woche habe ich oft an Angeboten der Uni teilgenommen, die Ausflüge mit einer kleinen Führung zu den näheren Stränden angeboten hat oder Lagerfeuer am Strand, die von unserem Wohnheim angeboten wurden. Auch den Pool im Anteater Recreation Center (Sporthalle mit Fitnessstudio und Pool) habe ich öfters besucht (Eintritt ist für Internationals kostenlos!). Das Activity Center der Uni bietet zusätzlich eigentlich jedes Wochenende Ausflüge an, z.B. zu den Universal Studios, Disneyland oder nach San Francisco. Die Ausflüge sind gut organisiert und oft billiger als es selbst zu planen.

An den Wochenenden habe ich öfters gemeinsam mit ein paar anderen ein Auto gemietet und verschiedene Ziele angesteuert. Irvine selbst hat nicht besonders viel zu bieten, da die Stadt noch ziemlich jung ist. Das Spectrum Center (Shopping Center mit vielen Restaurants und Riesenrad) ist aber auf jeden Fall einen Besuch wert. Dafür hat Irvine meiner Meinung nach eine super Lage, um viel vom Rest von Kalifornien zu sehen. Die Küste ist nur 10 bis 15 Minuten mit dem Auto entfernt und bietet viele tolle Strände. Um kurze Strecken ohne eigenes Auto zurückzulegen, kann ich die App „uber“ nur empfehlen, egal wo man in Amerika unterwegs ist. Die Strände (Laguna, Newport, Corona del Mar oder Huntington Beach), Los Angeles, San Diego und einige kleine Nationalparks in der Umgebung (Crystal Cove State Park, Whiting Ranch Wilderness Park oder Limestone Canyon Wilderness Park) eignen sich super für Tages- oder Wochenendausflüge. Für ein langes Wochenende oder einen Road Trip lohnen sich San Francisco, ein Abstecher in die Nationalparks Yosemite und Sequoia, aber auch Las Vegas, der Grand Canyon oder das Death Valley sind erreichbar.


Fazit

Die Zeit in Kalifornien war unglaublich schön und ich war sowohl von den Menschen, aber auch ganz besonders von den Städten, Stränden und der Natur begeistert. Die Zeit an der UCI war unvergesslich und ich habe sehr viel für mich mitgenommen. Wenn ich könnte, würde ich sofort wieder zurück!

Ich hoffe, dass ich euch mit meinem Bericht einen kleinen Einblick geben konnte und falls ihr Fragen habt, meldet euch gerne bei College Contact und lasst euch meine Mailadresse geben!