4 Jul
Erfahrungsbericht von Julia W.

Regents University


Hochschule: Regents University
Stadt: London
Land: Großbritannien
Kontinent: Europa
Studienrichtung: Wirtschaftspsychologie
Studientyp: Auslandssemester
Zeitraum: 01/2018 bis 05/2018
Heimathochschule: Köln HMKW

Hochschule:
Studieninhalte:
Studienbedingungen:
Freizeit:
Spaß:
Kosten:
Gesamtbewertung:

Mein Name ist Julia und ich studiere M.A. Wirtschaftspsychologie an der HMKW Hochschule für Kommunikation und Wirtschaft in Köln. Für mein letztes Mastersemester habe ich mich dazu entschieden, eine Zeit im Ausland zu verbringen.

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Organisation:

London war immer meine Lieblingsstadt. Spätestens nach der Zeit, die ich im Rahmen eines Sprachschulprogramms dort verbracht hatte, wusste ich, dass ich irgendwann einmal für längere Zeit in London leben wollte und was bot sich da besser an, als ein Auslandssemester an einer Londoner Universität. Leider hat meine Uni noch keine Partneruniversitäten in London, weshalb es sich für mich zunächst ziemlich schwierig gestaltete, die passende Uni zu finden.

Bei der Recherche stieß ich schließlich auf College Contact und darüber auf die Regent’s University London. An dieser Stelle möchte ich noch einmal die Chance nutzen, mich beim College Contact Team und besonders bei meiner Betreuerin Rebekka zu bedanken, die mir zu jedem Zeitpunkt meiner Bewerbung mit Rat und Tat zur Seite stand und dadurch die Bewerbung an der Regent’s University sehr viel einfacher gestaltete, als zunächst angenommen.


Bewerbung:

Die notwendigen Unterlagen, mein Motivationsschreiben, Lebenslauf, die Kurswahl und ein Transkript meiner derzeitigen Noten, hatte ich schnell zusammen und dann hieß es warten…Die Regent’s University sammelt zunächst alle Bewerbungen von Austauschstudenten, ehe sie im November ihre Entscheidung trifft. Für einen ungeduldigen Menschen, wie mich, war dies eine ziemlich lange Zeit, doch umso mehr freute ich mich, als ich dann die Bestätigung erhielt, dass ich an der Regent’s University anfangen könnte.


Unterkunft:

Kaum hatte ich meinen Studienplatz sicher, ging die Wohnungssuche los. Zwar gibt es die Möglichkeit, auf dem Campus der Regent’s University zu wohnen, was auch einige meiner späteren Freunde taten (besonders die Zimmer in der Oliver Suite sind sehr nett), doch ich entschied mich nach einer Unterkunft außerhalb des Campus zu suchen, um auch hier noch einmal die Möglichkeit zu haben, neue Kontakte zu knüpfen.

Sehr schnell fiel meine Wahl dabei auf Pure Student Living in Hammersmith. Die Unterkunft ist sehr modern und gut ausgestattet. Neben vielen Gemeinschaftsräumen bietet sie auch ein Kino, einen Waschsalon und ein Fitnessstudio. Alles ist sehr sauber und gepflegt. Ich entschied mich für ein kleines Zimmer mit Kochnische und Bad in der neunten Etage, aus dem man einen tollen Blick über London hatte. Ein wichtiger Punkt bei der Wahl meiner Unterkunft war, dass man jederzeit Freunde empfangen konnte, die auch über Nacht bleiben durften, da sich bereits viel Besuch aus Deutschland angekündigt hatte.

Während meiner Zeit in London war ich wirklich sehr zufrieden mit meiner Unterkunft, leider gab es nach meiner Rückkehr einige Unstimmigkeiten bezüglich der Rückzahlung meiner Kaution, weshalb ich die Unterkunft nun leider doch nicht mehr uneingeschränkt weiterempfehlen kann.


Orientierungswoche:

Die erste Woche an der Regent’s University diente als Orientierungswoche. Den internationalen Studenten wurde dabei eine Vielzahl von Programmen angeboten, die zum Teil freiwillig, zum Teil verpflichtend waren und einem sehr gut halfen, sich an der Universität und in der Umgebung zurechtzufinden. Vor allem aber half diese Woche, um Kontakte zu knüpfen. Ich lernte bereits am zweiten Tag meine engsten Freunde in London kennen, mit denen ich in den fünf gemeinsamen Monaten viele tolle Dinge erlebt habe. Sicher ist es nicht immer so leicht, doch wenn man offen auf die anderen Studierenden zugeht, das angebotene Programm als Chance nutzt und kontaktfreudig ist, dann entwickeln sich sehr schnell echte Freundschaften. Auch hier gilt, man darf nur nicht zu ungeduldig sein.


Studienprogramm:

Das Studienprogramm an der Regent’s University, so wie ich es wahrgenommen habe, ist sehr anspruchsvoll, obwohl dies sicherlich auch von den jeweiligen Dozenten abhängt. Ein Kurs ist an der Regent’s pro Woche immer in einen Seminarteil und einen Vorlesungsteil unterteilt. Die zweistündigen Seminarkurse bestehen meist aus 10 bis 20 Studierenden und sind sehr interaktiv gestaltet. Wenn man sich traut und aktiv mitarbeitet, helfen sie einem sehr dabei, sein Vokabular und vor allem die Aussprache zu verbessern. Die einstündigen Vorlesungskurse werden meistens im größeren Rahmen von bis zu 70 Studierenden abgehalten und sind daher manchmal auch etwas chaotisch.

Oft kam es bei mir vor, dass ich in einem Kurs Prüfungsleistungen z.B. in Woche 4, 6, und 10 einreichen musste, so dass man nie so richtig aus der Arbeit herauskam, aber das Pensum war dennoch absolut zu bewältigen und an den Wochenenden hatte ich immer Zeit um die Stadt zu erkunden. Dazu sei auch noch gesagt, dass viele der Vollzeitstudenten an der Regent’s University trotz Anwesenheitspflicht oft nicht zu den Kursen erschienen und auch nicht den Anschein machten, als seien sie ansatzweise so gefordert durch das Lernpensum, wie die Internationals, was jedoch sicherlich nicht an einem besseren Wissensstand lag. Bis heute bleibt es daher für mich ein Mysterium, wie die Vollzeitstudenten ihre Kurse bestanden haben.


Angebote der Regent’s:

Neben einem interessanten Kursplan und einer unfassbaren Internationalität (130 Ländern unter einem Dach), die für mich die ausschlaggebende Punkte waren, mich für die Regent’s zu entscheiden, bietet die Universität sehr viele zusätzliche Angebote, wie Ausflüge, Museumsbesuche, Yoga, Messen, Vorträge und vieles mehr. Ich habe viele dieser Angebote wahrgenommen und dadurch viele Leute, Themen und Orte kennengelernt, die mir sonst wahrscheinlich verborgen geblieben wären. Schaut einfach hin und wieder mal in das Programm der Student Hub. Dort findet ihr sicher etwas, dass euch interessiert.


London:

Was soll ich sagen, in London zu leben ist einfach ein Traum! Ich habe meine Zeit dort wirklich sehr genossen und die Stadt nur noch mehr lieben gelernt. Jeden Tag wird etwas Neues, Spannendes geboten und es macht ungemein Spaß, die vielen tollen Plätze und auch die Umgebung wie z.B. Brighton, Oxford und Bristol zu entdecken. Was ich wirklich sehr empfehlen kann, ist Time-Out London. Die Webseite hält einen immer auf dem neuesten Stand über die Angebote in London und Umgebung und bietet gelegentlich sogar Voucher an, die einem Vergünstigungen bringen. Die gedruckte Version wird immer dienstags kostenfrei an den Tube Stations verteilt, aber es lohnt sich auch Time Out einfach bei Facebook zu abonnieren.


Fazit:

Nach meiner Zeit in London kann ich jedem nur ans Herz legen, seine Studienzeit zu nutzen und Auslandserfahrungen zu sammeln. Nicht nur die fremde Kultur, die neue Stadt und die Universität verändern den Blickwinkel auf einige Dinge, auch die Möglichkeit, sich selbstbewusst in einem fremden Land zu bewegen und Herausforderungen eigenständig zu meistern, helfen einem, sich persönlich weiterzuentwickeln. Für mich war meine Zeit im Ausland bisher eine der schönsten in meinem Leben und College Contact der perfekte Partner dafür.