Biologie im Ausland studieren

Wie konnte auf unserem Planeten Leben entstehen? Wieso empfinden wir Schmerzen oder Freude? Was ist der Unterschied zwischen einem sibirischen Tiger und einem Bengaltiger? Welche Folgen hat der Klimawandel? Wer sich für Fragen wie diese interessiert, ist im Studium der Biologie richtig aufgehoben.

Studieninhalte

Während eines Auslandsstudiums können Studenten der Biologie neue Tier- und Pflanzenwelten entdecken.

Die Biologie beschäftigt sich mit allen Formen des Lebens auf unserer Erde. Biologen erforschen Pflanzen, Tiere und Menschen und die Beziehungen zwischen den verschiedenen Organismen.

Dieses recht umfangreiche Wissenschaftsfeld wird üblicherweise in vier Hauptarbeitsfelder unterteilt: Die Botanik beschäftigt sich mit der Pflanzenwelt, die Zoologie mit der Tierwelt. In der Anthropologie geht es um den Menschen und die Mikrobiologie beschäftigt sich mit den kleinsten Mikroorganismen auf unserem Planeten.

Im Bachelorstudium

Im Bachelorstudium der Biologie lernen die Studierenden die wissenschaftlichen Grundlagen dieser vier Bereiche kennen. Um alle Zusammenhänge verstehen zu können, stehen aber auch Chemie, Physik und Mathematik auf dem Lehrplan.

Die Studierenden sitzen aber nicht nur im Hörsaal, sondern verbringen viel Zeit im Labor. Noch immer ist an vielen Hochschulen der „Schnippelkurs“ obligatorisch, in dem die Studierenden Würmer oder Frösche sezieren, um ihre Anatomie kennenzulernen.

Sie lernen aber auch, mit dem Mikroskop zu arbeiten, Zellkulturen anzulegen oder Erbmaterial zu vervielfältigen. Auch Exkursionen in verschiedene Ökosysteme gehören an den meisten Hochschulen zum Studium dazu. In den höheren Semestern können die Studierenden dann eigene Schwerpunkte setzen. Die einzelnen Universitäten bieten ganz unterschiedliche Schwerpunktfächer an, zum Beispiel Neurogenetik oder Meeresbiologie.

Im Masterstudium

Nach dem Bachelorabschluss können die Absolventen direkt in den Beruf einsteigen. Die meisten Hochschulen empfehlen jedoch, ein Masterstudium anzuschließen. Mit dem Masterabschluss steigen zum einen die Chancen auf Führungspositionen und höher dotierte Jobs. Zum anderen bieten die ausdifferenzierten Masterstudiengänge die Gelegenheit, sich auf einen Teilbereich der Biologie zu spezialisieren. Angeboten werden unter anderem Zell- und Molekularbiologie oder Agrarbiologie. Lehramtsstudierende müssen den Master of Education anhängen, um zum Referendariat zugelassen zu werden.


Voraussetzungen für das Studium der Biologie

Biologie kann an den meisten deutschen Universitäten studiert werden. Es lohnt sich, die Studienangebote genau zu vergleichen, da die Hochschulen unterschiedliche Schwerpunkte setzen. Generell gilt, dass Biologiestudenten ein großes Interesse an allen Naturwissenschaften mitbringen sollten – nicht nur an Biologie.

Ohne Physik, Mathematik und Chemie kommt man im Studium nicht weit. Spätestens in den teils englischsprachigen Masterstudiengängen sind auch gute Englischkenntnisse erforderlich.


Berufliche Perspektiven für Biologen

Viele Biologiestudenten studieren auf Lehramt und treten nach ihrem Studium in den Schuldienst ein. Der Großteil der restlichen Absolventen arbeitet in der Forschung. Viele bleiben den Universitäten verhaftet. Sie forschen in den hochschuleigenen Laboren und geben ihr Wissen als Dozenten weiter. Staatliche und private Forschungseinrichtungen sind weitere Arbeitgeber.

Auch im Bereich der Industrie wird geforscht. Insbesondere Biotechnologieunternehmen und die Pharmaindustrie stellen Biologen ein. Sie erforschen zum Beispiel Krankheitserreger und sind an der Entwicklung von Medikamenten beteiligt. Wenn sie nicht in den Forschungslaboren stehen, kommen auch Tätigkeiten in der Qualitätskontrolle oder im Vertrieb infrage.

Ein weiteres beliebtes Arbeitsfeld neben der Forschung ist der Umweltschutz. Absolventen arbeiten mit an Naturschutzprojekten und Umweltprojekten. Arbeitgeber sind zum Beispiel Naturschutzbehörden, Ämter, NGOs, Vereine, Zoos und Museen.


Biologie international studieren

Ein oder zwei Auslandssemester können die Studierenden optimal auf ihre spätere Berufstätigkeit vorbereiten. Wer sich beispielsweise auf Meeresbiologie spezialisiert hat, wird nach seinem Studium wahrscheinlich ins Ausland gehen. Denn Stellen in diesem Bereich gibt es in Deutschland kaum.

Doch auch für alle anderen ist ein Studienaufenthalt im Ausland interessant. Andere Lehrinhalte erweitern die Fachkenntnisse und schärfen das wissenschaftliche Profil.

Zusätzlich verbessern die Studierenden ihre Fremdsprachenkenntnisse und erwerben wichtige interkulturelle Kompetenzen und Soft-Skills. Zu letzten zählt die Fähigkeit zur Arbeit in internationalen Teams, Durchsetzungsvermögen und Flexibilität. All das sind Zusatzqualifikationen, die auch bei hiesigen Arbeitgebern gerne gesehen werden.