2 Mär
Erfahrungsbericht von Fabian W.

San Diego State University


Stadt: San Diego
Land: USA
Kontinent: Nordamerika
Studienrichtung: Umweltwissenschaften
Studientyp: Auslandssemester
Zeitraum: 08/2017 bis 12/2017
Heimathochschule: Bayreuth U

Hochschule:
Studieninhalte:
Studienbedingungen:
Freizeit:
Spaß:
Kosten:
Gesamtbewertung:

Meine Planung begann etwa ein Jahr vor Abreise. Die Wahl fiel relativ schnell auf die USA und danach auf das wunderschöne Kalifornien, San Diego.

Schon Fernweh bekommen?

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Planung

Ich habe mein ganzes Auslandssemester über College Contact organisiert und kann das jedem nur wärmstens weiterempfehlen. Die Mitarbeiter sind sehr freundlich, stehen mit Rat und Tat zur Verfügung und vermitteln souverän zwischen Bewerber und Universität. Der erste Schritt war wohl die Bewerbungsvoraussetzungen der San Diego State University (SDSU) abzuklären:

  • Englisch-Nachweis: DAAD (C1) ausreichend; oder der Nachweis über Fachkurse an der Uni Bayreuth mit englischer Unterrichtssprache
  • Motivationsschreiben
  • Kosten und finanzieller Nachweis
  • Englischsprachiges Transcript of records
  • Kurswahl

Auch bei diesen Angelegenheiten hilft euch College Contact und lässt euch, wenn nötig, diverse Formblätter, Hinweise etc. zukommen. Der DAAD-Test wird glücklicherweise kostenfrei an der Uni Bayreuth angeboten, wodurch einem z.B. der teure TOEFL-Test erspart bleibt. Die Kurswahl und die Anrechnung der Kurse an der SDSU habe ich im Vorfeld mit meinem Studiengangkoordinator abgeklärt. Auf der Homepage der San Diego State University können die Kurse der vergangenen Semester aufgerufen werden, welche mit großer Wahrscheinlichkeit auch im kommenden Semester angeboten werden. 


Visum und Flug

Das Visum (F1) habe ich in der Botschaft in München beantragt. Das benötigte Interview Vorort war dabei entspannter als erwartet und dauerte lediglich 5-10 Minuten. Das Visum kann dabei vollständig online beantragt und bezahlt werden.

Meine Flüge und auch mein Hostel (vor Einzug in mein Apartment) habe ich über STA-Travel organisiert, da diese oft gute Angebote anbieten. Alles verlief reibungslos und die Mitarbeiter stehen für Rückfragen stets zur Verfügung. Mein Hinflug ging am 12. August und mein Semester begann am 21. August.


Unterkunft

In mein Apartment konnte ich am 20. August einziehen, weshalb ich die erste Zeit im Hostel verbringen musste. Dies stellte sich jedoch im Nachhinein als großartige Chance heraus, um neue Freundschaften zu schließen, welche über das ganze Semester andauern sollten. Der Name meines Apartmentkomplexes lautete „5025“ und war auch bequem online zu organisieren. Ich hatte dabei ein „single room“ in einem 6-Bett Apartment und lebte mit Studenten aus der ganzen Welt zusammen. Es besteht zudem die Möglichkeit einen „shared room“ zu wählen und damit zwischen 100-200 $ pro Monat zu sparen. Wohnen ist im Allgemeinen sehr teuer und mit einem single room in Campusnähe sollte man schon zwischen 800-1000 $ pro Monat rechnen. Allerdings sind die Wohnanlagen meistens mit Pool und Fitnessstudio ausgestattet. Im Nachhinein würde ich jedoch das „blvd63“ vorziehen, da es neuer, etwas größer und schöner gestaltet ist.


Studium

Die Einführungstage an der San Diego State Universität sind sehr wichtig, um sich auf dem enormen Campus und online zurechtzufinden. Es werden Touren angeboten, die verschiedenen Websites erklärt und alles weitere Wichtige über das anstehende Semester erläutert. Dabei bekommt man auch ständig Emails über Organisatorisches und wird stets auf dem Laufendem gehalten. Zudem sind die Einführungstage wichtig, um neue Leute kennen zu lernen, Sport- oder Musikkurse zu wählen oder sich in sonstigen Programmen einzuschreiben (Die Auswahl ist enorm!). Insgesamt müsst ihr 12 Credits belegen, um das Semester erfolgreich abzuschließen. Jeden weiteren Credit müsst ihr bezahlen!

Die Kurse an der SDSU sind überwiegend eher im Seminarstil. D.h. geringe Anzahl an Kursteilnehmern (im Schnitt ~40) und kommunikative Gestaltung der Vorlesung. Dabei fließt die Mitarbeit oftmals mit in die Endnote ein. Zudem werden regelmäßig „Midterm Exams“ geschrieben und Hausaufgaben gestellt. Das ist allerdings entspannter, da man stets mitlernen muss und das riesen Lernpensum für nur eine Klausur ausbleibt. Die Dozenten, die ich persönlich in den Vorlesungen hatte, waren sehr qualifiziert und jederzeit für Probleme und Anregungen der Studenten da. In den letzten Wochen des Semesters werden die „Final Exams“ geschrieben, wo nochmal das gesamte Semester (allerdings nicht im Detail) abgefragt wird. 


Freizeit

Man findet sehr schnell Anschluss, v.a. zu anderen internationalen Studenten, die ebenso das Land erkunden wollen. Gerade am Wochenende ist oft Zeit für Ausflüge zu den zahlreichen Stränden, Nationalparks oder Städte wie Los Angeles.

Folgende Ausflugsziele kann ich v.a. empfehlen:

  • Los Angeles
  • San Francisco
  • Joshua Tree Nationalpark
  • Sequoia Nationalpark
  • Yosemite Nationalpark
  • etc.

Des Weiteren kann ich nur empfehlen, sich ein Auto zu besorgen (kaufen oder mieten), da man aufgrund der schlechten öffentlichen Verkehrsmittel nur sehr schwer von A nach B kommt. Zudem sind die Distanzen in den USA nicht mit denen in Deutschland zu vergleichen. Ich habe mir ein Auto mit einem Kommilitonen bei „dirt cheap car“ gemietet. Diese Autovermietung ist wohl die billigste und die Qualität der Autos ist ok. Wir haben monatlich 400$ (inklusive Versicherung) bezahlt, durften das Auto aber nur in San Diego County fahren, was für unsere Zwecke aber völlig ausreichend war. Das Auto konnte auch kostenlos vor meinem Apartment an der Straße geparkt werden; ein Parkplatz in der Tiefgarage kostet nochmal zwischen 40-60 $ pro Monat, die man sich allerdings sparen kann. Zusätzlich kann ich „Taxi-apps“ wie „Uber“ und „Lyft“ wärmstens empfehlen. Die Fahrten, welche im Vergleich zu normalen Taxi-Fahrten wesentlich billiger sind, werden bequem im Voraus über die App bezahlt und man kommt oft mit Einheimischen ins Gespräch.


Tipps

Ein paar Dinge die man noch beachten sollte:

  • Steckdosenadapter
  • Europäischer Fön funktioniert in den USA aufgrund anderer Volt-Zahl nicht
  • Reisepass stets dabeihaben