29 Dez 2021
Interview mit Masterstudentin Isabell an der Reykjavík University

„Island ist einfach mal etwas ganz anderes!“

Im Interview verrät dir Masterstudentin Isabell ihre Tipps für eine tolle Zeit in Island.

Eigentlich wollte Isabell für ein Auslandssemester nach Chile gehen. Stattdessen macht sie jetzt ihren kompletten Master in Island. Und das obwohl sie im Anschluss an ihre Ausbildung und ihren Bachelor zunächst gar nicht geplant hatte, überhaupt noch einen Master zu machen.

Wie es dazu gekommen ist? Neben der aktuellen Corona-Situation spielten hierbei eine ordentliche Portion Abenteuerlust sowie der an der Reykjavík University angebotene Master in „Human Resource Management and Organizational Psychology“ eine entscheidende Rolle.

Im Interview verrät uns Isabell, warum genau nun Reykjavík ein Stück weit zu ihrem Zuhause geworden ist und was diesen Masterstudiengang für sie so attraktiv macht. Wenn du dich außerdem für die spannendsten Ecken in Island interessierst und erfahren möchtest, was man alles in der nördlichsten Hauptstadt der Welt erleben kann, solltest du jetzt unbedingt weiterlesen!


Isabell wollte in einem Land studieren, in dem man Naturspektakel erleben kann und ist so auf Island gestoßen.

College Contact:
Vor deinem Masterstudium bist du bereits im Bachelor für ein Auslandssemester an die Reykjavik University gegangen. Warum hast du dich denn damals dazu entschieden, in Island ein Auslandssemester zu machen?

Isabell:
Tatsächlich hatte ich zunächst Island gar nicht auf dem Schirm. Ich wollte ursprünglich mein Auslandssemester in Chile verbringen. Das ging dann aber wegen Corona nicht. Daher habe ich mir dann einfach die Weltkarte geschnappt und mir überlegt, wo ich denn stattdessen hinkönnte. Dabei bin ich dann auf Island gestoßen.

Ich bin ein naturbegeisterter Mensch und ich gehe gerne wandern und fotografieren. Daher habe ich nach einem Land gesucht, in dem man Naturspektakel erleben kann. Außerdem wollte ich auch so ein bisschen eine Challenge im Auslandssemester eingehen. Und Island ist einfach mal etwas ganz anderes.


College Contact:
War es dann für dich von Vornherein klar, dass du nach deinem Auslandssemester auch deinen Master im Ausland machen möchtest?

Isabell:
Nee, überhaupt nicht. Ich hatte erst nur geplant, ein Auslandssemester während meines Bachelorstudiums zu machen. Ehrlich gesagt, hatte ich ursprünglich gar nicht geplant überhaupt noch einen Master zu machen. Aber dann habe ich von diesem Master hier erfahren. Und der passte einfach perfekt.

Außerdem hat es mir hier schon so gut gefallen und ich habe mich hier eingelebt. Reykjavík ist schon ein Stück weit zu einem Zuhause für mich geworden. So hat sich das dann ergeben.


College Contact:
Was genau hat dich denn davon überzeugt, den Master in Human Resource Management and Organizational Psychology an der Reykjavík University zu machen?

Isabell:
Ich habe im Bachelor Business Management and Psychology studiert und möchte gerne im Bereich Human Resources arbeiten. Gerade diese HR-Komponente in diesem Studiengang und das in Kombination mit Organizational Psychology fand ich sehr spannend. Das ist ja auch immer mehr im Kommen. Ein großer Vorteil von diesem Master ist außerdem, dass man den fast in einem Jahr absolvieren kann.


Das Studienangebot an der Reykjavík University hat Isabell davon überzeugt, dort ihren gesamten Master zu machen.

College Contact:
Klingt spannend! Magst du deinen Studiengang etwas näher beschreiben? Welche Kurse belegst du denn?

Isabell:
Meinem bisherigen Eindruck nach liegt der Fokus in diesem Studiengang besonders auf dem Bereich Human Resources. Und dazu kommt eben diese psychologische Komponente. Das finde ich richtig gut. Ich habe zum Beispiel aktuell die Kurse Performance Management, Staffing: From Recruitment to Termination. Dazu kommt noch Labour Law und eine Veranstaltung speziell zum Thema Organizational Psychology.

Der Aufbau des Studiengangs ist anders, als ich es von meinem Bachelor kenne. Während sich da die einzelnen Kurse in der Regel über das gesamte Semester gezogen haben, werden die Veranstaltungen hier größtenteils in Blockseminaren unterrichtet.


College Contact:
Welcher Kurs gefällt dir denn persönlich am besten und warum?

Isabell:
Ich finde Performance Management besonders interessant. Ich finde es spannend, mich mit Fragen auseinanderzusetzen, in Richtung „Wie geht man mit unzureichender Leistung um?“ oder „Wie kann man mit einem schwierigen Mitarbeiter umgehen?“

Was ich noch unabhängig von den Kursen gut finde: Ich dachte, ich persönlich bin mit meinen 27 Jahren schon eine von den Älteren im Studiengang. Aber es ist alterstechnisch ziemlich durchmischt. Meine Kommilitonen sind zwischen Anfang zwanzig und Mitte vierzig. Und ich finde das ziemlich cool auch von den Leuten zu hören, die bereits Berufserfahrung haben. Da kommen viele unterschiedliche Perspektiven zusammen!


College Contact:
Wie empfindest du denn die Qualität des Unterrichts und den Schwierigkeitsgrad deiner Kurse?

Isabell:
Also man bekommt durch diese Blockseminare schon viel Input in verhältnismäßig kurzer Zeit. Außerdem haben wir zwar nicht so viele Klausuren, dafür gehören zum Unterricht viele Assignments und Gruppenarbeiten. Teilweise haben wir drei oder vier Gruppenarbeiten pro Kurs. Das erfordert auf jeden Fall soziale Kompetenz und bereitet einen auch gut auf das Arbeitsleben später vor, wenn man dann mal in Teams arbeiten muss.

Generell würde ich sagen, dass der Master an sich schon zeitintensiv ist. Aber trotzdem noch gut machbar, nur eben nicht so ganz „easy going“.


Wenn du in Reykjavík studierst, hast du die Polarlichter quasi vor deiner Haustüre.

College Contact:
Wie würdest du das Verhältnis der Studierenden zu den Professoren an der Reykjavík University beschreiben?

Isabell:
Ich empfinde es als sehr angenehm. Die Professoren hier sind total offen und freundlich. Wenn du Fragen hast, sind sie immer bereit, dir weiterzuhelfen. Im Gegenzug wird aber auch an Leistung verlangt. Also du solltest dich schon aktiv am Unterricht beteiligen.


College Contact:
Würdest du sagen, dein Studiengang ist eher theoretisch oder praktisch ausgerichtet?

Isabell:
Ich würde sagen, es ist so ein Mittelding. Es werden immer mal wieder Mitarbeiter*innen verschiedener Firmen eingeladen, die dann Vorträge halten. Die Reykjavík University hat eine ziemlich gute Reichweite an Firmen. Zudem führen wir viele Case Studies und Gruppenarbeiten durch. Aber wir haben auch viel Theorie im Unterricht.


College Contact:
Wie sieht denn aktuell dein typischer Uni-Alltag aus?

Isabell
Ich habe meistens pro Woche an drei Tagen Unterricht. Das ist jetzt bei mir gerade Donnerstag, Freitag und Samstag. Neben dem Unterricht muss man immer up to date bleiben mit den Assignments, Gruppenarbeiten und Reflection Papers. Also es laufen immer mehrere Sachen parallel und damit hat man dann schon ganz gut zu tun. Aber die Freizeit kommt trotzdem nicht zu kurz.


Deine Zeit in Reykjavík solltest du unbedingt auch dazu nutzen, um die ungewöhnlichen Landschaften Islands zu erkunden.

College Contact:
Stichwort Freizeit: Was unternimmst du denn im Alltag am liebsten in deiner Freizeit?

Isabell:
Ich gehe gerne am Meer entlang spazieren oder treffe mich mit Freund*innen in den Cafés hier. In Reykjavík gibt es nämlich viele gemütliche Cafés, die auch alle einen ganz individuellen Touch haben.

In der Stadt gibt es außerdem viel Street Art, die ich mir gerne ansehe. Überhaupt ist diese Stadt sehr bunt und es gibt an jeder Ecke irgendwas zu entdecken. Auch was das Nachtleben angeht, ist hier mit den vielen Bars und Clubs einiges geboten.

Was ich auch noch besonders empfehlen kann, sind die Schwimmbäder hier. Die haben auch meistens einen beheizten Außenpool. Der Eintritt ist nicht teuer und es ist echt schön da abends eine Runde schwimmen zu gehen. Gerade auch in der Dunkelheit.


College Contact:
Klingt wirklich toll, was man alles in Reykjavík erleben kann. Was waren denn ansonsten so deine bisherigen Highlights während deiner Zeit in Island?

Isabell:
Also mein absolutes Highlight war der Vulkanausbruch. Damit hatte ich nicht gerechnet. Da war ich dann auch dreimal dort, nachts und tagsüber. Das ist halt schon echt gigantisch, wenn man so einen Vulkan live erleben kann.

Was ich außerdem sehr beeindruckend finde, sind die Highlands im Sommer. Das ist so die unbewohnte Mitte im Land. Die Landschaft da ist sehr ungewöhnlich und man fühlt sich fast schon wie auf einem anderen Planeten.

Dann gibt es hier noch die Polarlichter. Die sind gerade in letzter Zeit wieder besonders stark. Das ist schon echt ein richtiges Spektakel. Und das hat man hier natürlich auch in Reykjavik. Also da muss man jetzt nicht weit fahren, sondern wartet einfach vor der Haustür.

Generell hat Island einfach so viele Highlights. Und egal wie oft man einem Ort war, er sieht jedes Mal wieder anders aus. Ich war teilweise achtmal an Orten und ich werde trotzdem jedes Mal wieder überrascht, weil es wieder anders aussieht.


College Contact:
Kommen wir nochmal zurück zur die Reykjavík University. Wie würdest du das Campusleben beschreiben?

Isabell:
Die Reykjavík University ist eine sehr moderne und lichtdurchflutete Uni. Es gibt hier viele Sitzgelegenheiten und überhaupt ist die Uni richtig gut ausgestattet. Neben den zahlreichen Study Areas gibt es hier auch eine Master Area, in der man sich umsonst Kaffee und andere Getränke holen kann. Und es gibt auf dem Gelände sogar einen Meditationsraum und ein Fitnessstudio. Also das ist echt ein toller Campus, an dem sich die Studierenden auch gerne zum Lernen verabreden.


Isabell freut sich schon darauf, wenn ab Mai wieder die Puffins nach Island kommen.

College Contact:
Wo hältst du dich denn am liebsten auf dem Campus auf?

Isabell:
Ich bin am liebsten in der Masters Area. Die ist ein bisschen abgetrennt vom Rest. Man hat hier diesen Kaffeeautomaten, ein paar Couches und Tische. Und da ist es eigentlich immer ruhig und entspannt. Es gefällt mir hier vielleicht auch deshalb so gut hier, weil ich als Bachelorstudentin da nie reingekommen bin und damit auch nie Zugang zu diesem Kaffeeautomaten hatte. Dafür ist das jetzt im Master umso schöner. (lacht)


College Contact:
Absolut verständlich! Welche Tipps würdest du denn zum Schluss den Studierenden mit auf den Weg geben, die sich für ein Auslandsstudium an der Reykjavík University interessieren?

Isabell:
Was man auf jeden Fall bedenken sollte: In Island kann das Wetter sehr stürmisch und rau werden. Ich habe schon ein bisschen gebraucht, mich da anzupassen. Man sollte für alle Wetterlagen gewappnet sein und beim Packen unbedingt auf wetterfeste Kleidung und festes Schuhwerk achten. Auch Spikes für die Schuhe sind hier sinnvoll. Falls man aber etwas vergisst, bekommt man natürlich auch alles hier.

Worauf man sich außerdem schon mal einstellen kann: In Island wird es nie langweilig. Vor kurzem wurden besonders starke Polarlichter angekündigt, dann gab es letztens diesen Vulkanausbruch. Dann ist mal Sturm und man hat plötzlich extrem viel Schnee. Im Mai kommen dann die Puffins und im Sommer kann man wieder in die Highlands und an die Westfjords und dann hat man plötzlich wieder Mitternachtssonne. Also irgendwas ist immer (lacht).

College Contact:
Eine aufregende Zeit ist in also Island garantiert. Vielen Dank für das tolle Interview und dir eine weiterhin schöne Zeit in Reykjavik, Isabell.



Hast du Lust bekommen, wie Isabell ein besonderes Abenteuer einzugehen und ein Auslandssemester oder vielleicht sogar ein komplettes Auslandsstudium in der nördlichsten Hauptstadt der Welt zu machen? Unsere Island-Expertin Sabrina berät dich gerne kostenlos zu all deinen Fragen rund um dein Studium in Reykjavík. Schreib ihr einfach eine E-Mail oder ruf an!


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