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University of California, Berkeley
Erfahrungsbericht

von Roman S.

16
Apr.
2026

Informationen

Hochschule: University of California, Berkeley
Stadt: Berkeley
Land: USA
Studienrichtung: Wirtschaftsinformatik
Studientyp: Auslandssemester
Zeitraum: 08/2025 bis 12/2025
Heimathochschule: Hochschule Karlsruhe

Bewertungen

Hochschule:
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Studieninhalte:
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Studienbedingungen:
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Spaß:
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Gesamtbewertung:
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Fotos (8)

Nach sorgfältiger Abwägung mehrerer Universitäten in Kalifornien entschied ich mich aufgrund der Nähe zum Silicon Valley für die UC Berkeley. Die zahlreichen Erfahrungsberichte und Informationen, die College Contact bereitstellt, gaben mir ein umfassendes Verständnis und eine fundierte Beratung bei meiner Entscheidung. Auch die persönliche Beratung per Telefon kann ich nur wärmstens empfehlen. Die Bewerbung selbst war kein übermäßig komplexer Vorgang, wie bei jeder Bewerbung sollte man jedoch ausreichend Zeit einplanen.  Deutlich komplexer gestaltet sich die Kurswahl, dazu später mehr.

 

Anreise

Ich flog von Frankfurt direkt nach San Francisco (SF) und verbrachte dort zwei Tage in einem Hotel, um die Stadt zu erkunden. Anschließend ging es dann an den Campus und zu meinem neuen Zuhause für die kommenden vier Monate. Vom Flughafen nach SF und Berkeley gelangt man bequem mit der BART. Einfach mit Apple Pay bezahlen und mit der roten Linie bis Downtown Berkeley fahren. Von der Station aus sind es 20 Minuten zu Fuß leicht bergauf – oder man nimmt ein Uber.

 

Wohnen

Nach stundenlangem Suchen auf Facebook, Craigslist, Zillow und anderen Plattformen bin ich immer wieder beim International House (I-House) gelandet. Nach meinem Aufenthalt kann ich es jedem wärmstens empfehlen, während des Auslandssemesters dort zu wohnen – egal ob für ein oder zwei Semester. Man findet sofort Anschluss und trifft auf viele neue Leute, die genauso überwältigt sind wie man selbst von den ersten Eindrücken und dem Gefühl, in einem Traum zu sein, in dem man niemanden kennt. Das wird sich jedoch schnell ändern, sei es beim gemeinsamen Essen in der Dining Hall, wo es drei tägliche Buffet-ähnliche Mahlzeiten gibt, oder bei einer der vielen vom I-House organisierten Veranstaltungen. Die Lage des I-House, zwischen Stadion, Campus und Frat-Viertel, bietet kurze Wege zu allen möglichen Veranstaltungen, sei es Uni, Party oder Heimspiel.

Die Doppelzimmer sind zwar nicht luxuriös, aber aus meiner Erfahrung kann man hier Glück oder weniger Glück mit dem Mitbewohner haben. Fakt ist, dass das Zimmer nur zum Schlafen ist, da man den Rest der Zeit am Campus, in der Great Hall oder im Café Strada verbringt. Daher bietet das Zimmer alles, was man für vier Monate braucht, um dort zu übernachten: ein Bett, einen Tisch und einen Schrank. Trotz des vermeintlich höheren Preises des I-House im Vergleich zu Angeboten von Zillow muss ich sagen, dass der Luxus, sich um kein Essen kümmern zu müssen, extrem wertvoll ist, und die Erfahrungen und Freundschaften, die man dort knüpft, sind sowieso unbezahlbar. Mein Rat für alle, die ins I-House ziehen: Macht mit an allen Events und Angeboten, die es gibt, und sucht euch am Anfang eine Gruppe an Leuten. Scheut euch aber nicht, auch mal an anderen Tischen zu sitzen und mit anderen Leuten zu quatschen.

 

Campus und Studium

Der Campus ist für europäische Verhältnisse riesig und unglaublich schön, im Vergleich zu Stanford aber eher nüchtern.  Wer in Stanford gut ist, zahlt auch doppelt so viel und studiert nicht public, sondern privat. Es gibt viele schöne Ecken am Campus, nehmt euch am besten gezielt Zeit, um einfach den Campus zu erkunden und selbst schöne Ecken zu entdecken. Ein Wort zum Wetter im Herbstsemester: wunderschön. Ich selbst war hauptsächlich am Haas Campus, der sehr imposant wirkt, und ich habe mich in den vier Monaten nicht wirklich daran gewöhnen können, dass ich hier studiere. Die Räume im Haas Campus reichen von modern bis traditionell, wobei die Ausstattung überall top ist.

 

Als Student im Berkeley Haas Global Access Program (BHGAP) belegte ich ausschließlich Haas-Kurse und einen Sportkurs. Die BHGAP-Kurse sind ausschließlich für Austauschstudenten gedacht, was zwar faszinierend ist, aber den Nachteil hat, dass man nur begrenzt mit Einheimischen in Kontakt kommt. Die Inhalte und Dozenten sind äußerst relevant und nicht rein akademisch, sondern beziehen die reale Welt ein und vermitteln Wissen anhand praktischer Beispiele. Der Workload ist überschaubar, mit mehr Präsentationen und wöchentlichen Abgaben anstelle einer Klausurenphase am Ende des Semesters. Ich entschied mich für BHGAP, weil es mir die Möglichkeit bot, spannende Kurse zu belegen, die ich mir anrechnen lassen konnte. Im Gegensatz dazu müssen Studenten im Berkeley Global Access Program (BGA) oder anderen Programmen in den ersten zwei Wochen von Kurs zu Kurs rennen und hoffen, in einen begehrten Kurs aufgenommen zu werden, da diese immer voll sind und Austauschstudenten erst ganz am Ende zugeteilt werden.

 

Von anderen Kommilitonen habe ich auch von sehr anspruchsvollen Fächern gehört, die jedoch einen absurd hohen Workload haben. Es gibt eine Website namens Berkeley Time, auf der viele Kurse von Studenten bewertet wurden, was den Workload, die Schwierigkeit und die durchschnittliche Note im Kurs betrifft. Außerdem empfehle ich dringend, einen Sportkurs zu belegen. Probiert aus, geht schwimmen, spielt Tennis oder lernt Golf. Im I-House könnt ihr euch auch verschiedene Schläger und Bälle ausleihen.

 

Macht Sport! Schaut euch in den Cal Clubs um, ob es für eure Sportart ein IM League Team gibt und meldet euch an. In meinem Semester hatten wir zwei IM League Fußball Teams, und ihr müsst dafür nicht unbedingt gut im Fußball sein. Das RSF bietet außerdem kostenlosen Zugang zum Fitnessstudio, Schwimmbad, Basketball, Volleyball und Squash. Ein weiterer wichtiger Teil der Freizeitgestaltung ist das Feiern gehen. Berkeley bietet eine große Auswahl an Möglichkeiten.

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Im I-House war es Tradition, am Freitagabend nach San Francisco ins Monroe’s zu gehen, wo man viele Leute aus dem I-House trifft. Seid aber nicht zu spät, sonst steht ihr an. Für ambitionierte Partygänger gibt es den Taco Tuesday im Raileighs in Berkeley und den Kingfish Thursday in Oakland. Außerdem ist bei Heimspielen am ganzen Campus etwas los. Für Footballspiele ist es am entspanntesten, sich das Combo-Ticket zu kaufen. Das wichtigste Spiel der Saison ist gegen Stanford – geht unbedingt hin! Ansonsten empfehle ich euch, jeden Feiertag und jedes Wochenende etwas zu unternehmen. Erkundet San Francisco, mietet ein Auto und fahrt den Highway 1 runter, fliegt nach Las Vegas oder besucht Nationalparks.

 

Fazit

Macht es! Traut euch, ihr werdet eine großartige Zeit haben und dabei noch viel über euch selbst lernen. Akademisch gesehen ist es top, sowohl die Dozenten als auch die Kommilitonen sind großartig. Im BHGAP und im I-House kommt ihr zwar nicht viel mit Amerikanern in Kontakt, dafür aber umso mehr mit Europäern.

 

PS: Ich habe mein Visum genutzt, um nach Ende des Semesters für 50 Tage in den USA zu reisen. Ihr werdet Leute kennenlernen, mit denen ihr reisen könnt, also behaltet es im Hinterkopf.