29 Mär
Erfahrungsbericht von Laureen S.

San Diego State University


Land: USA
Kontinent: Nordamerika
Studientyp: Auslandssemester
Zeitraum: 08/2015 bis 01/2016
Heimathochschule: Venlo Fontys HS

Hochschule:
Studieninhalte:
Studienbedingungen:
Freizeit:
Spaß:
Kosten:
Gesamtbewertung:

In meinem Auslandssemester war ich in Kalifornien, genauer in San Diego und bin dort zur San Diego State University gegangen (SDSU). Diese Uni war leider keine Partner-Uni meiner Heimat-Uni, deshalb musste ich das meiste leider selbst organisieren. Es war sehr viel Arbeit, aber zum Glück hatten wir hilfreiche Unterstützung von College Contact!

Mit der Anmeldung ist alles super gelaufen, nach Abgabe unserer Unterlagen haben wir auch sehr schnell die Bestätigung bekommen, dass meine Freundinnen und ich noch einen Platz bekommen haben, obwohl es 2 Tage vor der Anmelde-Deadline war. Leider verlief die Kurswahl, also die Auswahl der Special Sessions, dann bei uns nicht so gut. Ich muss zugeben, ich habe mir die Unterlagen nur flüchtig durchgelesen und durch Rücksprache mit anderen Studenten, die schon an der SDSU waren, etwas falsch verstanden. Meiner/Unserer Meinung nach, mussten wir nur mind. 12 Units am Ende des Semesters haben, also haben wir angenommen, wir könnten auch Kurse belegen, die uns mehr Units erbringen (doch leider mussten wir genau 12 Units haben). Also haben wir einen 3er- und einer 4er-Unit-Kurs belegt, was letztendlich dazu führte, dass wir 250$ mehr zahlen mussten, da wir vor Ort keine passenden Kurse gefunden haben, damit wir genau auf 12 kommen (wir hatten 13 Units).

Nachdem alles Formelle geregelt war, haben wir uns um eine Unterkunft gekümmert. Von vielen habe ich gehört, dass sie vor Ort eine Unterkunft gesucht haben und die ersten Tage in einem Hostel waren. So wollte ich mein Auslandssemester aber nicht beginnen, also habe ich versucht, von zu Hause aus was zu finden. Dies war aufgrund der Zeitverschiebung gar nicht so leicht, da man oft nachts noch auf Mails antworten musste, wenn es um Entscheidungen ging. Auch ein Apartment in einem Studentenkomplex zu bekommen ist auch nicht ganz so einfach, da es meistens nur Jahresmieten gibt d.h.: Findet ihr keine Nachmieter, müsst ihr noch weiter zahlen obwohl ihr nicht mehr dort wohnt und schon längst zu Hause seid.

Zum Glück hat sich das Blvd63 kurzfristig dann noch dazu entschieden, einige wenige Wohnungen zu „short term leases“ zu vergeben, also konnten meine Freundinnen und ich zusammenziehen. (Solltet ihr wie ich mit Mehreren ins Ausland gehen, empfehle ich, mit Unbekannten zu wohnen, da ich die meiste Zeit mit ihnen verbracht habe und eigentlich hätte noch mehr Leute aus verschiedenen Ländern kennen lernen können). Ich kann euch das Blvd63 sehr empfehlen! Die Anlage liegt in Campus-Nähe, man kann auch zu Fuß gehen, es fährt aber auch alle 15 Minuten ein Shuttle zur Uni. In Anlage gab es 2 Poolbereiche, wo oft was los war und auch die eine oder andere Party gefeiert wurde. Außerdem gab es auch noch ein Fitnessstudio und ein Clubhouse mit „Konferenzräumen“ zum Lernen oder für Gruppenarbeiten. Man kann sich aber auch nur einfach zum Kickern oder Billardspielen dort treffen. Die Leute von Blvd63 versuchen auch so viel wie möglich an Unterhaltung zu schaffen, so wurde jeden Dienstag immer ein Spieleabend (quizes and free pizza) gemacht oder zu Halloween gab es auch eine Party! Also viel Unterhaltung und Spaß. Die Apartments selbst sind noch recht neu und sehr gepflegt, nach jedem Mieterwechsel wird alles gereinigt und sollte mal was kaputt sein ist der Hausmeister meist noch am selben Tag da, um was zu reparieren.

Habt ihr vor euch ein Mietauto zu nehmen, seid unter 25 und habt nicht so viel Ahnung von Autos wie wir, solltet ihr euch ein Auto bei Dirt Cheap Car Rental nehmen. Ihr könnt dort auch 2 Fahrer umsonst anmelden und zahlt monatlich 400$ - wenn ihr in San Diego County bleibt - ist aber auch schon sehr groß. Für weitere/längere Ausflüge haben wir uns dann mit mehreren zusammengetan und einen Minivan gebucht.

Ich bin zusammen mit einer Freundin erst nach Los Angeles geflogen und von dort aus mit dem Bus nach Las Vegas gefahren. Es war ganz gut, vor dem offiziellen Semesterbeginn zu reisen, so konnten wir am Wochenende dann immer kleinere Ausflüge machen, bzw. waren am Ende unseres Aufenthalts nicht so im Stress alles „abzuklappern“, was wir sehen wollten. Es gibt in Facebook auch viele Gruppen/Veranstalter, die Reisen oder Ausflüge organisieren. Wir haben dann nochmal an einer Partybus-Reise nach Las Vegas teilgenommen, die war echt super! 2 Nächte 4 Partys und in einem 5 Sterne Hotel, besser geht es nicht! Außerdem lernt ihr bei solchen Reisen nochmal andere Studenten kennen, die nicht unbedingt in euren Kursen sind. Leider sind die meisten Studenten aber auch Deutsche, so liegt es an einem selbst, ob man versucht, noch andere Studenten aus anderen Ländern kennenzulernen, um seine Sprachkenntnisse zu verbessern.

Im Gegensatz zu Deutschland ist es in Amerika unhöflich kein Trinkgeld zu geben. Manche Restaurants haben das Trinkgeld auch schon mit auf ihren Rechnungen stehen, oft kann man dann auswählen, ob man 15%, 18% oder 20% Trinkgeld gibt. Andererseits bekommt man aber auch in jedem Restaurant Wasser umsonst. Gewöhnungsbedürftig ist es auch, dass die Preisangaben exklusive Steuern sind, das heißt, was ihr am Ende zahlt, seht ihr erst an der Kasse (es sei denn ihr rechnet alles vorher aus). Zu empfehlen ist auch, die Mitgliedskarten von den Supermärkten zu sammeln, damit ihr auch immer die Angebotspreise bekommt und bei den hohen Lebensmittelpreisen dann doch noch was sparen könnt.

Hier noch ein paar hilfreiche Links:

https://www.facebook.com/groups/1447937478816981/?ref=bookmarks
https://www.facebook.com/groups/SDinternationalconnection/
https://www.facebook.com/groups/444159555621968/
http://www.carmelapartments.com/blvd63

  • 30 ETC: 12 Units
  • Gebühren SDSU: $6,790
  • Unterkunft Blvd63 (Doppelzimmer): $750 pro Monat