17 Jan
Erfahrungsbericht von Christian W.

Hawaii Pacific University


Stadt: Honolulu
Land: USA
Kontinent: Nordamerika
Studienrichtung: BWL
Zeitraum: 08/2022 bis 12/2022
Heimathochschule: Frankfurt am Main U

Hochschule:
Studieninhalte:
Studienbedingungen:
Freizeit:
Spaß:
Kosten:
Gesamtbewertung:

Das Auslandssemester an der Hawaii Pacific University war eine unglaublich tolle Erfahrung. Hawaii ist wie man es sich vorstellt: Atemberaubende Landschaften, endlos lange Strände, grüne Berge und Wasserfälle. Auch das Wetter ist perfekt – warm, sonnig, und mit nur gelegentlichen Regenschauern. Eines der besten Dinge an meinem Auslandssemester in Hawaii war die Möglichkeit, die Inselkultur kennenzulernen. Die Einheimischen sind super freundlich und hilfsbereit und ich konnte viel über ihre Geschichte und Traditionen lernen. Nicht zuletzt habe ich in Hawaii auch die Gelegenheit genutzt, die anderen Inseln Kauai, Maui und Big Island zu besuchen.

Die Universität

Die Hawaii Pacific University (HPU) ist eine private Universität, die sich im Herzen von Honolulu auf der Insel Oahu befindet. Sie ist die größte private Universität in Hawaii und bietet eine breite Palette an Studiengängen in den Bereichen Wirtschaftswissenschaften, Politik, Kommunikation, Informatik, Nursing, und vieles mehr. Die HPU ist bekannt für ihre internationalen Studienprogramme und ihre vielfältige Studierendenschaft, die aus über 80 Ländern stammt.

Die Universität besteht aus vier Campusstandorten, von denen drei in Honolulu Downtown und in fußläufiger Entfernung voneinander entfernt liegen. Glücklicherweise hatte ich während meines Studiums ausschließlich Kurse am Waterfront Plaza, und musste somit nicht zwischen den Kursen von einem Ort zum anderen pendeln.

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Bibliotheken, Fachbereichs-Infos und Kurse

Die HPU verfügt über zwei Hauptbibliotheken. Eine davon befindet sich in Gebäude 6 am Waterfront Plaza-Campus und war meine Go-To Bibliothek zum Lernen. Sie bietet eine große Auswahl an Fachbüchern, Zeitschriften, Online-Datenbanken und anderen Ressourcen, die für Studierende zugänglich sind. Am wichtigsten für mich war allerdings der Bibliotheksdrucker, um Hausarbeiten drucken zu können. Zum Start des Semesters bekommen alle Studierende in ihrem HPU-Account 20 USD gutgeschrieben, die sie zum Drucken verwenden können. Da eine Seite nur 5 Cent kostet, kommt man damit über das Semester gut zurecht.

In Bezug auf die Kurswahl ist es sinnvoll, bereits drei bis vier Monate vor Semesterbeginn nach Kursen zu suchen, da diese nach Teilnehmerzahl beschränkt sind. Die Kurswahl an sich gestaltet sich unkompliziert und falls etwas zu Beginn des Semesters doch nicht passen sollte, hat man immer noch die Möglichkeit, die Kurse zu Beginn des Semesters nochmals zu wechseln. Das International Office war sehr hilfreich bei der Organisation meines Aufenthalts und hat mir bei allen Fragen und Herausforderungen zur Seite gestanden.

Ich habe fünf Kurse im Studienbereich BWL und VWL belegt: Money & Banking, International Business Management, Business Finance, Information Tools for Business und Organizational Change and Development. Super fand ich vor allem das interaktive Lehrformat, welches aus Präsenzunterricht in Klassen aus 20 - 35 Studierenden und Projektarbeiten in Kleingruppen bestand.


Unterkunft

Ich würde empfehlen, noch keine Unterkunft vor der Anreise zu buchen, sondern an den Orientierungstagen ein paar Mitstudierende kennenzulernen und gemeinsam nach einer Wohnung zu suchen. Ich kann Waikiki als Wohngegend empfehlen. Dort ist man zentral gelegen und in der Nähe von vielen Restaurants und Geschäften. Der größte Vorteil an Waikiki ist allerdings, dass man nur wenige Minuten zum Strand braucht und jederzeit surfen gehen kann. Unterkünfte kann man z.B. über Airbnb, Craigslist und vrbo finden.


Freizeit

Obwohl man mit dem Bus so gut wie überall auf der Insel hinkommt, sollte man sich überlegen, öfter mal ein Auto über die App Turo zu mieten, um noch flexibler in der Freizeitgestaltung zu sein. Gerade in den Wintermonaten geht die Sonne auch auf Hawaii früh unter und die Tage sind kürzer als man denkt. Ein Auto lohnt sich darum definitiv! Es gibt viele gute Museen und Kulturzentren in Hawaii, die man besuchen kann, um mehr über die Geschichte und Kultur der Inseln zu erfahren. Besonders empfehlen kann ich das Bishop Museum oder die Mission-Houses in Honolulu.

Auf Oahu gibt es einige der besten Hikes der Welt. Dafür kann ich die App AllTrails empfehlen, über die ihr die Routen finden und downloaden könnt.

Um surfen zu lernen ist Waikiki Beach ideal. Falls ihr schon etwas fortgeschrittener seid, kann ich die Spots Diamond Head und Populars im Sommer und Laniakea, Chuns und Puena Point im Winter empfehlen. Holt euch am besten die Surfline App um immer Up-to-Date mit den Surfconditions zu bleiben.

Connected euch mit den Locals und Menschen, die auf Hawaii leben. Da Hawaii ein wichtiger Militärstützpunkt der USA ist, waren viele unserer besten Freunde vor Ort stationiert und konnten uns die Hickam/Pearl Harbor Base sowie die Marine Corps Base in Kailua zeigen. Die der Öffentlichkeit sonst verschlossen Miltitärbasen sind riesig und wirken fast schon wie eigene Kleinstädte mit ihren eigenen Einkaufszentren und Stränden.

Ein letzter Tipp: Macht euch bereits zu Beginn des Semesters eine Bucket List mit allen Aktivitäten, die ihr während eures Aufenthalts auf Oahu unbedingt unternehmen wollt. Die Zeit geht schneller rum als man denkt, weshalb eine gute Planung Sinn macht.


Kosten

Hawaii ist teuer! Je nach Lebensstil und persönlichen Präferenzen können die Kosten stark variieren. Ich habe für meine Unterkunft und Verpflegung rund USD 2000 im Monat ausgegeben und war damit nicht über dem Durchschnitt. Die meisten Studierenden teilen sich wie ich eine Wohnung mit mehreren Leuten und bezahlen dafür pro Person in etwa EUR 1200 – 1600 pro Monat. Obendrauf kommen noch die Kosten für Mietwägen, Inseltrips und Freizeitaktivitäten. Für das komplette Semester sollte man deshalb insgesamt mit Ausgaben von USD 15000 – 20000 rechnen. Falls ihr euch trotz der hohen Kosten für Hawaii entscheidet, solltet ihr euch deshalb unbedingt auf Stipendien sowie Auslands-BAföG bewerben, um das nicht allein stemmen zu müssen.


Fazit

Das Auslandssemester an der HPU war eine unvergessliche Erfahrung, die ich nicht missen möchte. Die HPU ist eine tolle Universität mit einem internationalen Flair und Hawaii als Standort spricht für sich. Lasst euch nicht von den vielen Herausforderungen in der Planung und im Bewerbungsprozess entmutigen. Mit ausreichend Vorlaufzeit ist das alles machbar und am Ende auf jeden Fall wert!