1 Jul 2019
Insider-Interview mit BWL-Studentin Ann-Pascale

Summer Sessions an der Boston University

Autor: Layla Nieden

Ann-Pascale erlebt den Sommer ihres Lebens an der Boston University.

Historische Sehenswürdigkeiten auf dem Freedom Trail entdecken, die Red Socks beim Baseball anfeuern und in Outdoor Seminaren Leadership Skills erlernen: Unsere BWL-Studentin Ann-Pascale von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf verbringt den Sommer ihres Lebens am Metropolitan College der Boston University.

Warum eine Summer Session in den USA am Ende des Masterstudiums eine wertvolle Erfahrung ist und warum Ann-Pascale neben ihren Englischkenntnissen auch ihr Französisch in Boston perfektioniert hat, verrät sie euch im Insider-Interview.


College Contact:
Hallo Ann-Pascale, schön, dass du dir heute Vormittag Zeit für das Interview nimmst! Du verbringst deine Summer Sessions an der Boston University in Boston. Wie gefällt dir denn die Stadt an der Ostküste?

Ann-Pascale:
Boston ist als Stadt total attraktiv. Sie ist sehr europäisch geprägt und bietet alle Vorteile einer Studentenstadt. Man merkt, dass hier durch die verschiedenen Colleges und Universitäten sehr viele Studenten sind. Boston hat sehr viel zu bieten, sowohl historisch mit dem Freedom Trail und der Tea Party, aber auch mit vielen Bars, Pubs und Restaurants. Es ist wirklich sehr schön hier.

Der gute Ruf der Boston University lockt Studierende aus aller Welt nach Boston.


College Contact:
Wow, das freut mich zu hören! Du studierst BWL am Metropolitan College der Boston University. Was zeichnet die Universität deiner Meinung nach aus?

Ann-Pascale:
Das Metropolitan College ist eine der Business Schools der BU. Es ist besonders dafür bekannt, dass es einen hohen Anteil an internationalen Studenten hat. Ich würde sagen, diesen Sommer kommen 85 Prozent der Studenten kommen aus Asien. Es gibt auch eine relativ große französische Community hier. Dass ich mit den Mädels aus Frankreich Französisch spreche, ist eine doppelte Win-Win-Situation für mich, da ich hier einerseits mein Englisch verbessere, aber eben auch mein Französisch. Die Kurse sind darauf ausgelegt, dass sie eine sehr kleine Gruppengröße haben. Dadurch kommt man leicht mit den anderen Kommilitonen in Kontakt. Der Campus ist technologisch hochwertig ausgestattet, es gibt überall WLAN und die Dozenten nutzen die neuesten Technologien.


College Contact:
Super! Warum hast du dich überhaupt dazu entschieden, am Ende deines Masterstudiums noch eine Summer Session in den USA zu absolvieren?

Ann-Pascale:
Ich habe die Summer Session mit dem Ziel gemacht, meine Soft Skills explizit zu verbessern. Deswegen belege ich einen Kurs zu Führungsfähigkeiten und einen Kurs zu Verhandlungsstrategien. Ich weiß, egal was ich später für einen Job haben werde, dass es auf jeden Fall relevant sein wird, dass ich in diesen Bereichen gut bin. Die Summer Session ist eine super Bereicherung zu meiner fachlichen Kompetenz, die ich in Deutschland bereits erzielt habe.

Von renommierten Experten Leadership und Teambuilding Skills zu lernen ist für Ann-Pascale eine super Bereicherung.

College Contact:
Kannst du uns die Kurse, die du belegst, näher vorstellen?

Ann-Pascale:
Der „Negotiations and Organizational Conflict Resolution“ Kurs gefällt mir besonders gut. Der Dozent hat sehr viel Erfahrung in diesem Bereich und hat lange in verschiedenen Unternehmen gearbeitet. Er teilt seine eigene Arbeitserfahrung mit uns, was ich sehr spannend finde. Das Level ist sehr hoch, weil Vivek Marya eigentlich an der Harvard Extension School unterrichtet und somit ein gewisses Niveau mitbringt. Der Kurs ist sehr interessant, weil wir durch Rollenspiele in Situationen geraten, in denen wir Konflikte lösen müssen und verschiedene Verhandlungsstrategien lernen, die uns insbesondere im Berufsleben, aber auch im Privatleben weiterbringen.

College Contact:
Klingt spannend! Und der andere Kurs?

Ann-Pascale:
Ich belege auch den  Kurs „Leadership in Management“. In diesem Kurs ist es obligatorisch, an einem Wochenende ins Sargent Center for Outdoor Education zu fahren. Das ist ein ursprünglich für Frauen ausgelegtes Erholungscamp und wird mittlerweile von der BU genutzt, um in Seminaren Teambuilding- und Leadership-Qualifikationen zu vermitteln. Das Sargent Center befindet sich ganz malerisch mitten im Wald an einem See.  Fernab der Zivilisation haben wir verschiedene Teambildung-Strategien gelernt. Wir sind im Wald spazieren gegangen und haben Lagerfeuer gemacht. Wir waren auch im Hochseilgarten, wo ich trotz meiner Höhenangst meine eigenen Grenzen überwunden habe. Das Wochenende war sehr schön, auch um intensiver mit den anderen Studenten in Kontakt zu kommen.


Ein tosendes Red Socks Spiel im legendären Fenway Park gehört zum ultimativen Boston Erlebnis dazu.

College Contact:
Das kann ich mir vorstellen. So eine Erfahrung schweißt sicherlich mehr zusammen als das reine Lernen im Klassenraum. Das Boston University Summer Term Team organisiert in den Sommermonaten ja auch zahlreiche Events. Hast du selbst schon an ein paar der Aktivitäten teilgenommen?

Ann-Pascale:
Das Programm ist wirklich super, das muss ich schon sagen. Zu Beginn der Summer Session fand ein Onboarding-Tag statt, an dem wir alle Informationen bekommen haben. Es ist hier alles sehr gut strukturiert, was mir als Deutscher natürlich sehr gut gefällt. Wir waren am Memorial Day zum Picknick im Boston Common, wir waren auch schon abends bowlen und haben einen Ausflug zum SoWa gemacht, das ist ein Kunst- und Vintagemarkt, der jeden Sonntag stattfindet. Wir waren auch auf dem Charles River Kajakfahren und heute ist ein Spiel der Boston Red Sox im Fenway Park Stadion. Ich finde es super, dass ich durch die vielen Angebote schnell Anschluss zu anderen Internationals gefunden habe. Aktivitäten, die ich alleine vielleicht nicht machen würde, kann ich in der Gruppe ausprobieren.


Nach der Vorlesung hippe Kafferösterein austesten und an den Wochenenden Neuenglands Schönheit erkunden - BWL-Studentin Ann-Pascale genießt ihren Sommer in Boston in vollen Zügen.

College Contact:
Du hast ja wirklich schon viel erlebt! Was hast du noch für deine Zeit in Boston geplant?

Ann-Pascale:
Ich bin ein großer Kaffeefan und möchte unbedingt die besten Kaffeeröstereien der Stadt kennenlernen. Am Samstag geht’s zum Wrentham Shopping Outlet. Ich hatte das große Glück, dass ich drei Wochen Urlaub hatte, bevor die Summer Session angefangen hat. Ich bin zuerst an die Westküste geflogen und bin von San Francisco bis Las Vegas gereist. Ich war auch vier Tage in New York. An den letzten Wochenenden war ich in New Hampshire und in Maine. In zwei Wochen fahre ich noch auf die Halbinsel Cape Cod.

Die sechs Wochen gehen wie im Flug vorbei, daher muss ich mir Prioritäten setzen, was ich noch alles sehen möchte.


College Contact:
Danke für das schöne Interview, Ann-Pascale. Wir wünschen dir noch eine wunderbare Zeit in Boston!