21 Mai 2019
Top-Uni für Politikwissenschaftler

Interview mit der UW-Madison

Autor: Layla Nieden

Die UW-Madison zählt zu den besten Universitäten der USA für Politikwissenschaften.

Du studierst Politikwissenschaften und willst dein Auslandssemester an einer der angesehensten US-amerikanischen Universitäten für diesen Fachbereich verbringen? Dann ist der VISP-Political Science Track der UW-Madison genau das Richtige für dich! Das riesige Kursangebot und der hervorragende Ruf des Department of Political Science waren einst auch für Dr. Eunsook Jung aus Südkorea die entscheidenden Gründe für die Public Ivy im Mittleren Westen.

Was dich am Department of Political Science erwartet und warum es ganz nebenbei auf dem Campus das beste Eis in ganz Madison gibt, verrät Dr. Jung im Interview.


College Contact:
Das Political Science Department der University of Wisconsin Madison zählt zu den ältesten und prestigeträchtigsten politikwissenschaftlichen Fakultäten in den USA. Was zeichnet es aus?

Dr. Eunsook Jung:
Das UW-Madison Political Science Department ist schon lange für seine hervorragende Spitzenforschung im Bereich der Politikwissenschaft bekannt. Politikwissenschaft ist ein beliebter „Major“, daher ist die Studentenschaft äußerst lebendig. Unsere Studierenden und unsere Alumni sind als Teil unserer Fakultät stark miteinander verbunden.

Das Political Science Department der UW-Madison zeichnet sich durch Spitzenforschung und innovative Lehre aus.

College Contact:
Für welche Teildisziplinen der Politikwissenschaft ist das Political Science Departments denn besonders bekannt?

Dr. Eunsook Jung:
Unsere Stärke ist, dass wir in allen Teildisziplinen sehr gut abschneiden: American Politics, Comparative Politics, International Relations und Political Theory. In jedem dieser Teilgebiete studieren leistungsstarke Bachelor- und Masterstudierende.


College Contact:
Klingt großartig! Internationale Studierende können für ein oder zwei Semester am Visiting International Student Program (VISP)-Political Science Programm teilnehmen. Aus welchen Kursen können sie dabei auswählen und welche davon sind für sie besonders geeignet?

Mit ihren 42.000 Studierenden zählt die UW-Madison zu den größten und renommiertesten Universitäten der USA.

Dr. Eunsook Jung:
Der internationale Austausch findet an unserer Universität in beiden Richtungen statt. Unsere internationalen Studierenden lernen nicht nur von ihren Professoren, sondern auch von ihren Kommilitonen. Daher sind alle unsere Kurse für internationale als auch für unsere regulären UW-Madison Studierenden offen. Internationale Studierende können also ganz nach ihren persönlichen Interessen aus allen Kursen wählen. Das Kursangebot ist riesig! Es gibt zum einen Kurse in den Bereichen American Politics und Asian Politics. Andere Themengebiete umfassen die European Union, Latin American und Africa, Nuclear Weapons, Terrorism oder International Organizations. Wir bieten auch sogenannte Tracks an, die sich aus ganz bestimmten Kursen zusammensetzen. Es gibt den Conflict Resolution Track, den Political Economy Track, den Politics of the United States Track, den Political Philosophy Track sowie den Constitutionalism Track. Wir empfehlen internationalen Studierenden diese Tracks, sie sind jedoch nicht verpflichtend. Wir sprechen vorab mit den Studierenden, um herauszufinden, welche Kurse aufgrund ihrer Interessen besonders für sie geeignet sind.


Dr. Eunsook Jung lehrt am Political Science Department der UW-Madison.

College Contact:
Die flexible Kurswahl ist super für unsere Studenten! Welche der Kurse unterrichten Sie denn selbst am Political Science Department?

Dr. Eunsook Jung:
Ich habe mich auf das Fachgebiet Southeast Asia spezialisiert. Daher arbeite ich am Center for Southeast Asian Studies und am Center for East Asian Studies & Middle Eastern Studies. Während der regulären Semesterzeiten unterrichte ich die Kurse “Islam and World Politics” sowie “Politics of East and Southeast Asia”. Im Sommer unterrichte ich im Rahmen des VISP-Summer Political Science Program den Kurs “International Development and Cooperation”.  

College Contact:
Klingt spannend! Können Sie uns diese Kurse näher vorstellen?

Dr. Eunsook Jung:
Der Kurs „Islam and World Politics“ handelt von der Rolle muslimischer Organisationen und Parteien in der Politik. Zum Beispiel schauen wir uns die Muslimbruderschaft in Ägypten und die Gülen-Bewegung in der Türkei an. Wir sprechen auch über den Arabischen Frühling in verschiedenen Ländern wie Tunesien, Ägypten, Jemen, Marokko und Libyen, um herauszufinden welche Rolle islamische Organisationen in dieser Bewegung gespielt haben.

Danach behandeln wir für einige Wochen Südostasien. Ich vergleiche die malaysische mit der indonesischen Verfassung und stelle muslimische Minderheiten in Thailand, auf den Philippinen und in Myanmar vor. Um die verschiedenen Facetten des Islams kennenzulernen, betrachten wir den Mittleren Osten genauso wie Nordafrika, Südostasien und Südasien.

College Contact:
Um welche Themen geht es in den anderen beiden Kursen?

Dr. Eunsook Jung:
Im Kurs „Politics in East and South East Asia“ schauen wir uns unterschiedliche Länder wie Südkorea, die Philippinen und Indonesien hinsichtlich der Demokratisierung, Volkswirtschaft, Religion, Politik sowie der sozialen Bewegungen an. Der Kurs „International Development“ handelt von den Problemen der Entwicklungsländer. Wir diskutieren, was die Weltgemeinschaft tun kann, um die Probleme der dritten Welt zu lösen. Wir sprechen auch über anstehende Herausforderungen und die Frage, wie wir die wachsenden globalen Probleme meistern können.


Auf dem grünen Campus der UW-Madison ist immer etwas los.

College Contact:
Wow, die Kurse hören sich alle sehr interessant an! Unsere Studierenden können im Rahmen des VISP-Programms auch an „Outside of Classroom Activities“ teilnehmen. Welche davon sind denn besonders beliebt?

Dr. Eunsook Jung:
Jedes Center innerhalb des Political Science Departments organisiert fast jede Woche öffentliche Vorträge und Veranstaltungen, an denen auch internationale Studierenden teilnehmen können. Wir laden bedeutende Persönlichkeiten wie Botschafter, Diplomaten, Menschenrechtsaktivisten, Politiker oder Wissenschaftler von anderen Universitäten ein, damit sie ihr Wissen und ihre Erfahrungen mit uns teilen. Für das Herbstsemester planen wir einen Besuch der früheren US-Botschafterin in Russland, die sich gerade in Washington, D.C. aufhält.

College Contact:
Welche Serviceangebote bietet denn die UW-Madison internationalen Studierenden?

Dr. Eunsook Jung:
Auf unserem Campus gibt es Institute wie Successworks, die auf Weiterbildung und Karriere fokussiert sind. Die Mitarbeiter prüfen Lebensläufe, Anschreiben, vermitteln Fertigkeiten für Bewerbungsgespräche und sprechen mit den Studierenden über ihre Karrierepläne. Im Writing Center können die Studierenden ihre Hausarbeiten prüfen lassen. Studierende, die am VISP-Political Science Programm teilnehmen, sind Teil des College of Letters and Science. Somit können sie alle dortigen Angebote wahrnehmen.


Die UW-Madison zählt zu den Big 10 des US-amerikanischen Hochschulsports. Go Badgers!.

College Contact:
Das ist ja großartig! Und welche Freizeitaktivitäten werden im Rahmen des VISP-Programm angeboten?

Dr. Eunsook Jung:
Wir gehen zusammen ins Museum und machen geführte Touren durch das Wisconsin-State-Capitol. Im Sommer ist hier immer etwas los. Wir besuchen Baseballspiele, machen Lagerfeuer, organisieren Picknicks oder spazieren durch Madison. Die UW-Madison ist ja auch sehr bekannt für ihr leckeres Eis, daher veranstalten wir auf dem Campus regelmäßig Eisverkostungen. Ein Tageausflug nach Chicago ist besonders beliebt bei unseren Studierenden, da direkt vom Campus ein Bus ins Stadtzentrum Chicagos fährt.

College Contact: Das ist natürlich praktisch. Welche Eigenschaften sollten Studierende für das VISP-Political Science Program mitbringen?

Dr. Eunsook Jung:
Ich denke, für Studierende, die eine intellektuelle Neugier mitbringen, einer neuen Kultur gegenüber aufgeschlossen und unabhängig sind, ist unser Programm besonders geeignet. Wenn sie sich besonders für ein Themengebiet interessieren, können wir die Kurse noch besser ihren Interessen anpassen. Ein Auslandssemester ist die perfekte Gelegenheit, um das eigene Wissen zu erweitern und die eigene Komfortzone zu verlassen. Studierenden, die etwas Neues lernen und mit amerikanischen Studierenden in Kontakt kommen wollen, passen sehr gut zu uns.


Die "Wisconsin Idea" prägt das akademische Geschehen an der UW-Madison.

College Contact:
Alles klar! Sie haben selbst als internationale Studentin an der UW-Madison promoviert. Warum haben Sie ausgerechnet die UW-Madison für Ihre Promotion gewählt?

Dr. Eunsook Jung:
Die UW-Madison war meine erste Wahl, als ich mich für PhD-Programme in den USA beworben habe. Es gibt vielerlei Gründe, warum ich mich damals für die UW-Madison entschieden habe. Die UW-Wisconsin verteidigt die Freiheit der Wissenschaft, setzt sich für Gleichheit ein und steht für die „Wisconsin Idea“, immer nach der Wahrheit zu suchen. Ich schätze das Leitbild der UW-Madison und die Tatsache, dass die PhD-Programme des Political Science Departments sehr gut in internationalen Rankings abschneiden.

In meinem Fachgebiet gehören die PhD Programme der UW-Madison zu den besten in den USA. Im Bereich South East Asian Politics gibt es hier eine lebendige Gemeinschaft aus Wissenschaftlern und Studierenden, die sich für Südostasien interessieren. Madison ist ein wunderschöner Ort zum Leben und die Menschen sind hier sehr freundlich.

College Contact:
Das VISP-Political Science Programm hört sich nach einem spannenden Programm für unsere Studierenden an. Vielen Dank für das aufschlussreiche Interview, Dr. Jung.


Die prestigeträchtige UW-Madison klingt spannend für euch? Dann meldet euch bei unserer USA-Expertin Maya Robinson - sie hilft euch gerne bei allen Fragen zur Bewerbung weiter.

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