23 Mär
Erfahrungsbericht von Selina S.

San Diego State University


Stadt: San Diego
Land: USA
Kontinent: Nordamerika
Studienrichtung: Medien
Studientyp: Auslandssemester
Zeitraum: 08/2015 bis 12/2015

Hochschule:
Studieninhalte:
Studienbedingungen:
Freizeit:
Spaß:
Kosten:
Gesamtbewertung:

Die San Diego State University ist eine staatliche Universität in Kalifornien. Im Gegenteil zur University of California, San Diego (UCSD) ist die SDSU keine Partneruni der THD. Über College Contact konnte ich mich trotzdem problemlos bewerben und hatte während des ganzen Prozesses immer einen Ansprechpartner bei Fragen und Problemen. Ich habe ich mich für den Studiengang Television, Film and New Media entschieden. Der Campus ist wunderschön und mit ca. 33500 Studierenden immer sehr belebt und einfach riesig. Am Anfang war es fast unmöglich, sich nicht zu verlaufen. Also lieber mehr Zeit einplanen, wenn man die ersten Kurse besucht. Von Deutschland aus konnte ich mich nicht in Kurse einwählen, sondern musste vor Ort alle Kurse, die ich belegen wollte crashen. Dieses System wurde allerdings im Semester nach mir abgeschafft. Als International Student hatte ich absolut keine Probleme in irgendeinen Kurs reinzukommen und wurde von den Professoren sehr nett empfangen. Ich habe im Voraus bereits E-Mail-Kontakt aufgenommen, um mein Interesse zu zeigen, was mir definitiv Vorteile gebracht hat. Die Gruppengröße liegt bei den meisten Kursen des Filmstudiengangs bei höchstens 20 Teilnehmern. Ich hatte nur einen Kurs, der in einem großen Hörsaal mit über 600 Studierenden stattfand. Die restlichen Kurse waren sehr projektlastig und zeitaufwendig. Für die Projekte bekommt man sehr professionelles Equipment vom Kameraverleih der SDSU und kann sich jederzeit an die Professoren wenden.

Ich habe mich sehr spät beworben und auf den letzten Drücker einen Studienplatz bekommen. Dies war nur möglich dank der tollen Unterstützung von College Contact. Folglich konnte ich auch meinen Flug erst relativ spät buchen. Ich würde empfehlen, sich etwas früher um alles zu kümmern. Die Wohnungssuche hat sich vor Ort schwieriger gestaltet als erwartet, da hunderte Gaststudierende im Sommer kurz vor Semesterbeginn auf der Suche nach einer Unterkunft sind. Ich habe auf craigslist unendliche Anzeigen durchforstet und war bei sehr vielen Besichtigungen. Eine WG mit Amerikanern war meine Priorität, was es mir erschwerte etwas zu finden. Ich hätte mich natürlich mit anderen Deutschen im Voraus zusammenschließen können. Generell würde ich raten, vor der Abreise eine Wohnung zu organisieren. Das spart sehr viel Zeit, Stress und Nerven. Ich habe mich außerdem dazu entschieden in Pacific Beach zu wohnen und die 30-minütige Autofahrt zur Uni in Kauf zu nehmen. Da ich die ersten 1,5 Monate in Uni-Nähe gewohnt habe, kann ich nur empfehlen, lieber 100 Dollar mehr zu zahlen und dafür am Strand zu wohnen. Ohne Auto ist es sehr schwer, von A nach B zu kommen, da die Anbindung an den öffentlichen Verkehr nicht sehr gut ist. Ich habe mir bei Dirt Cheap Car ein Auto für die gesamte Zeit gemietet. In Pacific Beach kann man überall mit dem Beachcruzer hinfahren und den kalifornischen Lifestyle in vollen Zügen genießen.

Tipps

Explore and get lost! San Diego ist einer der schönsten Orte an der Westcoast. Das Wetter ist immer schön und die Menschen sind sehr entspannt und freundlich. Reisen stand nicht an erster Stelle für mich, da ich bereits viel von Kalifornien und Amerika gesehen habe. Wer zum ersten Mal da ist, sollte auf jeden Fall den ein oder anderen Roadtrip planen. Man muss allerdings gar nicht weit fahren, denn auch in San Diego gibt es sehr schöne Plätze zu entdecken. Man kann sich sportlich austoben, egal ob beim Surfen, Standup-Paddeling, Joggen am Strand oder Wandern. Auch um Taco Tuesdays, Acai Bowls und Mimosas kommt man nicht drumherum. Studenten bekommen kostenlose Tickets für Football Games der SDSU Aztecs, die man sich auf jeden Fall mal anschauen sollte. Auch das Gym kann man als ALI Student 24/7 kostenlos nutzen. Die Parkplatzsuche am Campus kann manchmal etwas länger dauern. Trotz teurem Semesterparkticket und mehreren riesigen Parkhäusern sind diese ab spätestens 10 Uhr immer komplett voll und man muss warten, bis jemand wegfährt. Da kann man schon mal ein paar Extrarunden drehen. Um zu vermeiden, dass man die Vorlesung deshalb verpasst, sollte man je nach Stundenplan genug Zeit einplanen und lieber etwas früher da sein. Professoren machen sich auch gerne einen Spaß daraus, Zuspätkommer vor der ganzen Klasse bloßzustellen. Die Autofahrt zur Uni war für mich immer sehr angenehm. Auf der Strecke von Pacific Beach zur Uni gibt  es nie Berufsverkehr, man kommt fast immer super durch. Ohne Auto hätte ich mir die Zeit dort nicht vorstellen können. Das Leben am Strand hat natürlich seinen Preis. Die Lebensunterhaltskosten in San Diego sind sehr hoch. Aber wann hat man nochmal die Chance, dort zu studieren und zu leben, wo andere Urlaub machen? Ich hatte eine traumhafte Zeit und habe Erfahrungen fürs Leben gesammelt.

P.S.: Life is better at the beach!