10 Apr
Erfahrungsbericht von Nora D.

Capilano University

Hochschule: Capilano University
Stadt: Vancouver
Land: Kanada
Kontinent: Nordamerika
Studienrichtung: Kommunikationswissenschaften
Studientyp: Auslandssemester
Zeitraum: 09/2018 bis 12/2018
Heimathochschule: Hildesheim U

Hochschule:
Studieninhalte:
Studienbedingungen:
Freizeit:
Spaß:
Kosten:
Gesamtbewertung:

Ich wusste bereits zu Beginn meines Studiums, dass ich für mein Auslandssemester nach Kanada gehen möchte. Daraufhin habe ich mir alte Erfahrungsberichte durchgelesen und mich mit Studentinnen in Verbindung gesetzt, die ihr Semester in Vancouver verbracht haben. Sie haben mir erzählt, dass sie ihren Aufenthalt durch College Contact organisiert haben. Für diese Art von Unterstützung habe ich mich dann auch entschieden, weil sie eine eigene Organisation deutlich vereinfacht. Ich habe noch die Kosten aller Universitäten, die mit College Contact zusammenarbeiten, verglichen. Letztendlich schien die Capilano University (CapU) in North Vancouver die beste Wahl zu sein.

Organisation und Bewerbung

Die selbstständige Organisation eines Auslandssemesters bedurfte zwar viel Zeit, war jedoch auch spannend und wurde durch College Contact sehr erleichtert. Ich musste bei der Bewerbung Geduld aufbringen, da das International Office der CapU viel zu tun hatte, im Endeffekt hat aber alles genau so geklappt, wie es geplant war. Soweit alle Unterlagen vorhanden waren, war es auch ziemlich sicher, angenommen zu werden. Ein Plan B war nicht unbedingt notwendig.

Die Organisation des International Office der CapU war nicht immer sehr effizient, aber dafür hatten alle ein offenes Ohr für Probleme und haben einem bei jeder Frage weitergeholfen. Das hat sich auch nicht geändert, als wir vor Ort waren. Es war erkenntlich, dass das International Office der CapU und College Contact eng zusammenarbeiten.

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Kurse

Die Kurseinschreibung hat bei mir von Anfang an funktioniert, ich habe jedoch auch andere Fälle gesehen. Da kommt es doch auf ein bisschen Glück an. Ich habe vier unterschiedliche Kurse belegt, die vom Arbeitsaufwand definitiv gut zu bewältigen waren.

Ich hatte „Psychology – Theories of Personality“, „Linguistics – Introduction to General Linguistics: Language Structure“, „International Business – Cross Cultural Business“ und „Communications – Introduction to Communication Studies“. Alle vier Kurse haben gut zu meinem Studium des Internationalen Informationsmanagements in Hildesheim gepasst; inhaltlich hat sich einiges wiederholt, aber einiges wurde von einem anderen Standpunkt betrachtet. Neues habe ich natürlich auch gelernt, im Allgemeinen war der Input jedoch deutlich niedriger als gewohnt.

Generell war das Niveau der Kurse auch nicht so hoch wie in Hildesheim. Man hat während der Vorlesungszeit im Semester viel Arbeit, da jede Woche Assignments abgegeben werden müssen, die inhaltlich nicht unbedingt anspruchsvoll sind, jedoch teilweise viel Zeit erfordern. Die Lehrmethoden erinnern dort eher an Schule, als an Universität. Dies ist beispielsweise durch die kleineren Kurse bedingt. Meine Dozenten haben sehr viel erzählt, auch private Geschichten und viele Beispiele gebracht. Inhaltlich wird sich meist an einem Buch orientiert, das je nach Kurs notwendig oder manchmal auch nur beiläufig ist.

Die Note setzt sich aus vielen Teilprozenten zusammen, die über Assignments, Präsentationen, Projekte, Mid-Term Exams und Final Exams erreicht werden. Es hat mir Spaß gemacht und mich deutlich weitergebracht, auf Englisch zu studieren und ich finde das kanadische Englisch sehr gut verständlich.

Es gibt Einrichtungen an der CapU, die Hilfe beim Schreiben und einigen weiteren studienbezogenen Schwierigkeiten anbieten. Es ist also immer ein Ansprechpartner vorhanden, wodurch das Bestehen der Kurse nochmal erleichtert wird. Auch wenn es viele Aufgaben in der Vorlesungszeit gab, konnte ich Ausflüge und kurze Trips einbauen. Dafür musste ich (und konnte aufgrund der Menge) vorher entscheiden, auf welche Aufgaben ich den Fokus lege.


Kosten

Die Kosten für ein solches Auslandssemester dürfen nicht unterschätzt werden. Darum empfehle ich, sich für Auslands-BAföG und weitere Stipendien zu bewerben. Es wird nach Kursen bezahlt, weshalb man mit weniger Kursen auch Geld sparen kann. Ich habe etwa 8000 CAD bezahlt. Darin enthalten sind alle Bewerbungsgebühren, die Studiengebühren für internationale Studierende für vier Kurse und Monatsfahrkarten. Hinzu können noch Kosten für Bücher kommen, die aber sehr kursabhängig sind. Bei der Unterkunft kommt es sehr darauf an, wie man wohnen möchte. Ich habe in einem Studentenwohnheim gewohnt und das kann ich auf jeden Fall weiterempfehlen. Es ist vielleicht nicht immer kostengünstiger, jedoch knüpft man früh viele Kontakte. Generell gesehen, muss man bei den Lebenshaltungskosten mit etwas mehr Ausgaben als in Deutschland rechnen.


Freizeit

Vancouver und die Umgebung haben sehr viel zu bieten, ich war auch viel neben der Uni unterwegs. Kurztrips in den Norden, in die Rocky Mountains, nach Seattle und nach Vancouver Island sind ein Muss. Aber auch in Greater Vancouver gibt es viel zu entdecken. Mir hat mein Auslandssemester an der Capilano University in Vancouver sehr gut gefallen. Es war eine gute Mischung aus Studieren, neue Freundschaften knüpfen und wunderschöne Orte entdecken.