Vorbereitung
Die Planung meines Auslandssemesters wurde mir durch College Contact deutlich erleichtert. Die Ansprechpartner waren immer superfreundlich, und auf Fragen habe ich schnell hilfreiche Antworten bekommen. Außerdem gab es im Vorfeld mehrere Zoom-Infoveranstaltungen, in denen alle wichtigen Infos rund um das Auslandssemester erklärt wurden.
Nachdem ich mich für die San Diego State University (SDSU) entschieden hatte, habe ich von College Contact das Anmeldeformular inklusive einer sehr ausführlichen und gut verständlichen Anleitung erhalten. Die Visumsbeantragung war zwar etwas zeitaufwendig, aber insgesamt gut machbar. Dafür musste ich persönlich nach Frankfurt reisen. Dank der Unterstützung von College Contact lief die gesamte Planung aber sehr reibungslos, und ich habe meine Zusage schon kurze Zeit nach der Bewerbung erhalten.
Wohnungssuche
Für die Wohnungssuche habe ich hauptsächlich Facebook genutzt und bin verschiedenen Housing-Gruppen für die SDSU beigetreten. Dort habe ich einen kurzen Beitrag über mich geschrieben und meine Social-Media-Kanäle angegeben. Daraufhin haben sich mehrere Mädchen bei mir gemeldet, sodass wir uns schnell vernetzen konnten.
Am Ende habe ich im Monte gewohnt. Das Gebäude war komplett neu, wir durften also als Erstes einziehen. Besonders praktisch war die Lage direkt an der Uni – man ist in wenigen Minuten zu Fuß auf dem Campus. Ich persönlich würde empfehlen, in Uni-Nähe zu wohnen und nicht in der Innenstadt, da man so viel mehr vom Campusleben mitbekommt und schneller Leute kennenlernt.
Kurswahl
Bei der Kurswahl sollte man wissen, dass internationale Studierende ihre Kurse erst nach den amerikanischen Studierenden wählen dürfen. Dadurch sind manche Kurse leider schon voll gewesen. Mit etwas Flexibilität und Geduld findet man aber trotzdem gute Alternativen.
Sehr hilfreich war für mich die Plattform RateMyProfessors, auf der man sich vorab über Dozierende und deren Unterrichtsstil informieren kann. Ein großer Pluspunkt ist die freie Stundenplangestaltung. Ich konnte meine Kurse so legen, dass ich nur von Montag bis Mittwoch Uni hatte und somit viel Zeit für Reisen und Freizeit blieb.
Studieninhalte
Ich habe insgesamt vier Kurse an der SDSU belegt:
Retail Marketing Methods (4 Credits)
Das war mein Lieblingskurs. Der Professor Ralph Morales, der unter anderem in Stanford studiert hat, hat die Inhalte sehr praxisnah und spannend vermittelt. Es gab Quizzes, eine Gruppenarbeit über das Semester hinweg und mehrere Einzelabgaben. Als internationaler Studierender war der Kurs gut machbar.
Marketing Research (4 Credits)
Das war definitiv der anspruchsvollste Kurs. Vor allem die vielen statistischen Begriffe machen ihn für internationale Studierende etwas schwieriger. Der Professor war aber supernett und hat darauf geachtet, dass alle gut mitkommen. Auch hier gab es Quizzes und eine Gruppenarbeit.
Stress Management and Life Planning (3 Credits)
Ein sehr entspannter Kurs mit einem lockeren und freundlichen Professor. Die Inhalte waren gut verständlich und für internationale Studierende kein Problem. Es gab eine Präsentation, Quizzes und eine Abgabe.
Professional Development in Marketing (1 Credit)
In diesem Kurs ging es viel um die eigenen Karrierevorstellungen im Marketing. Man lernt viel über sich selbst und beschäftigt sich mit der eigenen Zukunft – mal etwas ganz anderes als klassische Unikurse. Es gab wöchentliche Abgaben und ein Quiz. Auch dieser Kurs war sehr gut machbar.
Zusätzlich habe ich für 180 Dollar einen Surfkurs belegt. Dieser hat wöchentlich stattgefunden und lief auch über die SDSU.
Campusleben
Auf dem Campus der SDSU ist eigentlich immer etwas los. Es gibt regelmäßig Stände von Clubs, Essens- und Kleidungsstände oder Live-Musik. Auch am Wochenende lohnt es sich, zu Basketball- oder Footballspielen zu gehen. Besonders cool sind die Aztec Nights, bei denen es kostenloses Essen und Unterhaltung gibt. Dafür braucht man die App Involve, in der auch viele andere Events angekündigt werden.
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Freizeit & Reisen
Durch meinen günstig gelegenen Stundenplan hatte ich viel Freizeit und konnte viele Wochenendtrips machen. Neben San Diego selbst habe ich unter anderem folgende Orte besucht:
- Hawaii
- Las Vegas
- Los Angeles
- Tennessee (Smoky Mountains und Nashville)
- Roadtrip zu verschiedenen Nationalparks (z. B. Arches, Zion, Grand Canyon, Rocky Mountains, Bryce Canyon)
- Santa Barbara
- Imperial Sand Dunes
Auch San Diego selbst hat extrem viel zu bieten, zum Beispiel:
- Mission Beach & Pacific Beach
- La Jolla
- Balboa Park
- San Diego Zoo
- Downtown
- Sunset Cliffs
- Little Italy
- Coronado Island
- Cafés wie das Kaninchencafé
- Zur Weihnachtszeit kann ich besonders das Hotel del Coronado und La Fayette empfehlen
Fazit
Alles in allem kann ich nur sagen, dass es eine absolut unglaubliche Zeit war, die mich sowohl persönlich als auch fachlich enorm bereichert hat. Ich bin überglücklich, diesen Schritt gegangen zu sein und diese Erfahrungen gemacht zu haben. Ein Auslandsaufenthalt ist etwas, das ich wirklich jedem ans Herz legen kann und insbesondere die San Diego State University kann ich uneingeschränkt empfehlen!
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