15 Jul
Erfahrungsbericht von Veit D.

University of California San Diego

Stadt: San Diego
Land: USA
Kontinent: Nordamerika
Studienrichtung: Geowissenschaften
Studientyp: Auslandssemester
Zeitraum: 03/2010 bis 06/2010

Hochschule:
Studieninhalte:
Studienbedingungen:
Freizeit:
Spaß:
Kosten:
Gesamtbewertung:

Vorweg kann ich schon mal sagen, dass meine Zeit in San Diego mich ein ganzes Stueck auf meinem Lebensweg voran gebracht hat. Ich habe dort viele wertvolle Erfahrungen fuer mein Studium und fuer das Leben im Allgemeinen gesammelt und zahlreiche Freunde aus der ganzen Welt gemacht. Ich kann mich erinnern als waere es gestern gewesen, dass ich selbst die Erfahrungsberichte anderer gelesen habe die fast die gleichen Worte benutzten wie ich nun... Ich hoffe den Optimismus den ich damals empfand auch an euch weiter geben zu koennen!

Bewerbungsphase:

Die unangenehmste und nervenaufreibenste Phase... fast ein jeder hatte irgendwelche Huerden. Da muss man einfach durch! Gott sei Dank gibt es aber das College-Contact Team, welches einem stets zur Seite steht, Fragen unfassbar schnell beantwortet und all das in freundlichem und doch professionellen Ton... ein großes Lob dafuer! Wer es mit deren Hilfe nicht schafft ist hoechstwahrscheinlich selbst schuld oder will es ar nicht wirklich!
Grundsaetzlich empfiehlt sich natuerlich rechtzeitig mit dem Bewerbungsprozess zu beginnen, d.h. so ein halbes Jahr im voraus... Wenn das, wie bei mir, eben nicht klappt und alles auf den letzten Druecker passieren muss wird’s stressiger aber ist offensichtlich ebenso machbar. Und auch hier hat College-Contact tatkraeftig geholfen. Knackpunkte sind das Visum und die ganzen Unterlagen die man dafuer braucht und natuerlich die Bewerbung selbst (wobei ich mir ueber die Faecherwahl erst in San Diego den Kopf zerbrechen wuerde). Allgemein wuerde ich mir aber nicht zu viele Gedanken wegen der Bewerbung machen... Nur ganz wenige werden nicht fuer das Extensions Programm angenommen und die Betreuer vor Ort sind ebenfalls super hilfreich und zuverlaessig, also auch die kann man getrost per email o.ä. nach Rat fragen. Auch ehemalige Studenten dieses Programmes eigenen sich hervorragend als bezugsquelle fuer Informationen.

Schon Fernweh bekommen?

Ansonsten haben wir noch viele weitere Erfahrungsberichte zu unseren Partnerhochschulen. Alternativ beraten wir dich auch gern und helfen dir, eine passende Hochschule für dich zu finden!

Weitere Erfahrungsberichte Kostenlose Beratung


Die ersten Tage in den USA sind ein Fest der Sinne, so viele neue Eindruecke von Menschen und Umgebung, das Flair auf den Strassen und Strandpromenaden, einfach unbeschreiblich... vieles kommt einem komischerweise sehr bekannt vor, aus Filmen, Liedern, Computerspielen etc. vielleicht? Und spaetestens wenn man dann am Strand ankommt weiß man: das ist California! Hier ist s einfach verrueckt und genial, muss man gesehen haben! Es empfiehlt sich daher auf jeden fall sich erstmal ein Paar Tage Zeit zu nehmen um San Diego zu erkunden und einfach um die ganzen Eindruecke zu verarbeiten... aber auch um die vorherstehende Zeit vorzubereiten: Du lebst jetzt in San Diego!
Ich persoenlich bin ca. 3 Wochen vor Beginn des Programms in SD angekommen um mich einzugewoehnen, eine Bleibe zu suchen, ein Auto zu kaufen und alles vorzubereiten... Als erster Anlaufpunkt empfiehlt sich fuer Leute wie mich, die keine Angst vor neuen fluechtigen Bekanntschaften haben und auch der Feierei nicht abgeneigt sind ein Hostel zu nehmen. Dabei sind das Ocean Beach International Hostel (da war ich) und das Banana Bungalow Hostel zu nennen. Das OBI ist die guenstigere variante mit etwas gechillterem Flair in dem alternativen und sehr nettem Stadtteil Ocean Beach (OB). Dort gibt es eine (verhaeltnismaessig) gute Verkehrsanbindung in fast alle anderen Stadtteile sowie nach Downtown. Das Banana Bungalow liegt in Pacific Beach (PB, hier habe ich gewohnt) dem Partybezirk in Nord-SD, hier trifft sich die feierwuetige Studenten Menge (UCSD und SDSU) fast jeden Abend und ordentlich die Seele baumeln zu lassen, dementsprechend gibt es hier zahlreiche Bars und Clubs... etwas ungezwungener als in dem Downtown equivalent (Gaslamp Quarter). Hier anzukommen ist auf jeden fall eine gute idee, denn auch wenn man nicht feiern moechte gibt es hier genug dinge zu tun (Beach, Shopping, Wassersport...).


Wohnen und Leben:

Mir wurde schon im vorhinein PB ans herz gelegt da es relativ nah an der Uni liegt (50 min Bus, 20 min Auto) und ein junger und belebter Stadtteil ist. Die meicten Studenten der UCSD wohnen hier oder in La Jolla. La Jolla ist sehr schoen mit schoenen Appartments und nahe an der Uni, dafuer aber stinken-langweilig... da ist gaaar nix los und meine Freunde die da gewohnt haben mussten immer irgendwie einen Fahrer haben oder eine teure Taxi-Fahrt in kauf nehmen und dann auf irgendeiner Couch in PB schlafen. Also ganz klar PB bevorzugen!
Wohnungssuche ist nicht gerade einfach und man sollte auf jeden fall mobil sein (Miet-Auto von ALAMO oder Dirtcheap oder ein Fahrrad). Die Internetseite Craigslist.org hat sich hier als Boerse fuer jegliche belange etabliert und kann bedenkenlos fuer Wohnungs- und Gebrauchtwagensuche genutzt werden.
Die Miete in PB befindet sich so zwischen 500 und 800 USD je nach Entfernung zum strand und zustand der Wohnung, nicht billig, aber auch nicht viel teuerer als in La Jolla.


Auto:

Ich persoenlich habe mir ein Auto bei einem Haendler geholt, zurueckblickend ist das die anfaenglich zeitsparendere Variante. Fuer einen Aufenthalt von nur einem Quarter sollte auch ein Auto mieten eine gute Idee sein, billig fuer longterm ist da z.B. Express Car rentals.


Zum Programm:

Ich habe Classes an dem Weltbekannten Scripps Institution of Oceanography belegt was sich als sehr stressfrei heraus stellte, da diese Kurse meist unterbelegt und sehr klein sind. Andere Inernationals hatten da mehr Probleme (v.a. Economics...). Die UCSD ist eine hervorragende Schule und verlangt viel von ihren Studenten, dementsprechend sind die Bibliotheken tag und nacht bevoelkert. Der Stoff an sich entspricht dem was in Deutschland gelehrt wird. Allgemein wird aber weniger Detailwissen gefordet da einfach die Terms zu kurz sind. Dafuer wird sehr viel mitarbeit erwartet... Zahlreiche Hausaufgaben und Midterms, Vortraege und Finals... wird auf die Dauer etwas anstrengend v.a. weil man nebenbei noch so viele aufregende Dinge erlebt. Trotzdem sollte das dem deutschen Bachelorstudenten auf keinen fall abschrecken... Die meisten behaupten in D sei es um Klassen schlimmer...
Das Extension Programm is meiner Meinung nach etwas duerftig... wir sind keine „echten“ Studenten auf dem papier, es laesst sich aber alles irgendwie einrichten!

Mein Tipp fuer ein gelungenes Auslandsstudium in San Diego: californische Einstellung mitbringen... Das klappt schon alles irgendwie! Take it easy!