Das Auslandssemester in Barcelona an der Universitat Autònoma de Barcelona hat insgesamt sehr entspannt begonnen. Es war relativ einfach, passende Äquivalenzfächer für die Module der DHBW zu finden. Um den gesamten Bewerbungs– und Anmeldeprozess kümmert sich größtenteils College Contact. Dort werden alle benötigten Unterlagen eingereicht, wobei man sehr genau darüber informiert wird, welche Dokumente erforderlich sind. In meinem Fall erhielt ich die Zusage etwa drei Monate vor Semesterbeginn.
Der stressigste Teil war im Anschluss definitiv die Wohnungssuche. Grundsätzlich würde ich empfehlen, eine Unterkunft über eine Agentur zu buchen. Ich selbst habe meine Wohnung über SHBarcelona gefunden und war im Nachhinein sehr zufrieden damit. Über eine Agentur hat man einfach immer einen Ansprechpartner und bekommt schneller Unterstützung.
Unterkunft und Lebenshaltungskosten
Da ich zusammen mit einer weiteren Person gewohnt habe, konnten wir uns die Mietkosten teilen. Die Wohnungskosten beliefen sich dadurch auf etwa 700 € pro Person im Monat. Für Einzelpersonen können die Mietpreise in Barcelona jedoch deutlich höher ausfallen. Ich persönlich habe zusätzlich noch etwa 500–700 € pro Monat für Lebensmittel, Freizeit und Reisen ausgegeben. Die tatsächlichen Kosten hängen allerdings stark davon ab, wie viele Ausflüge man macht und wie oft man essen geht oder feiern geht. Grundsätzlich kann man in Barcelona also definitiv auch günstiger leben.
Studium und Universität
Die Universität selbst hat mir sehr gut gefallen. Die Kurse bestanden überwiegend aus internationalen Studierenden (zu 90% Amerikaner), wodurch schnell eine offene und internationale Atmosphäre entstand. Auf dem Campus waren praktisch ausschließlich internationale Studierende vertreten. Die Kursgrößen lagen meist bei etwa 20 bis 25 Personen.Alle Vorlesungen wurden auf Englisch angeboten. Zusätzlich hätte man auch Kurse auf Spanisch oder Katalanisch belegen können. Die Dozenten waren insgesamt sehr offen, freundlich und hilfsbereit.
Ich belegte die Kurse International Finance, International Marketing Strategies, Intercultural Management, Managerial Skills und Career Management. Die Endnote setzte sich in den meisten Kursen aus mehreren Bestandteilen zusammen: einem Midterm Exam, einem Final Exam, Assignments, Gruppenprojekten, Anwesenheit sowie mündlicher Mitarbeit. Dadurch verteilte sich die Bewertung auf das gesamte Semester und nicht nur auf eine einzelne Abschlussprüfung.
Im Vergleich zur DHBW empfand ich das akademische Niveau insgesamt als etwas einfacher. Es ist relativ gut möglich, sehr gute Noten zu erzielen, wenn man regelmäßig anwesend ist und kontinuierlich mitarbeitet. Trotzdem sollte man den Aufwand nicht unterschätzen, da insbesondere die Anwesenheit und Mitarbeit einen wichtigen Einfluss auf die Endnote haben. Besonders in den Kursen International Finance und Managerial Skills war es meiner Meinung nach vergleichsweise gut möglich, sehr gute Ergebnisse zu erzielen.
Ein großer Vorteil war außerdem, dass wir freitags keine Vorlesungen hatten. Dadurch konnte man die Zeit gut nutzen, um andere Städte oder Regionen zu besuchen. Von Barcelona aus kann man nicht nur Städte wie Madrid, Valencia oder Girona gut erreichen, sondern auch sehr günstig in andere Orte fliegen, beispielsweise nach Palma de Mallorca. Des Weiteren sind Ausflugsziele wie Montserrat und Girona sehr zu empfehlen.
Schon Fernweh bekommen?
Entdecke unsere vielen Erfahrungsberichte zu unseren Partnerhochschulen. Alternativ beraten wir dich auch gern und helfen dir, eine passende Hochschule für dich zu finden!
Barcelona als Stadt
Auch das Leben in Barcelona selbst hat mir sehr gefallen. Die Stadt bietet eine Kombination aus Strand, Bergen und Großstadtleben. Das öffentliche Verkehrsnetz mit Metro und Bus ist sehr gut ausgebaut, sodass man problemlos ohne Auto auskommt. Besonders das gastronomische Angebot und das Nachtleben sind sehr vielfältig.
Bezüglich der Wohngegenden kann ich grundsätzlich die meisten Stadtteile empfehlen. Ich habe im gotischen Viertel gelebt, was ich an sich empfehlen kann, aufgrund der Lage. Man muss aber beachten, dass dieser Stadtteil sehr touristisch ist. Vom Stadtteil Raval würde ich persönlich allerdings eher abraten. Ansonsten habe ich mich in Barcelona insgesamt sehr sicher gefühlt. Auch das Wetter war während des Aufenthalts sehr angenehm. Mein Semester ging von Januar bis April. Ab Februar lagen die Temperaturen meistens bereits bei mindestens 15 Grad, während es im März und April häufig zwischen 20 und 27 Grad hatte. Dadurch konnte man die Stadt und die Strände bereits früh im Jahr sehr gut genießen.
Fazit
Insgesamt war das Auslandssemester eine sehr wertvolle Erfahrung – sowohl akademisch als auch persönlich. Besonders die internationale Atmosphäre, die vielen neuen Kontakte und das Leben in Barcelona haben das Semester zu einer unvergesslichen Zeit gemacht. Ich würde ein Auslandssemester an der Universitat Autònoma de Barcelona definitiv weiterempfehlen.
Empfehlungen:
- Bars: L’ovella Negra, CocoVail Beer Hall, Paradiso, Cheers, The Old Irish Pub – La Rambla, Down Jones Bar
- Clubs: Razzmatazz, Shoko, Downtown, Pacha, Opium
- Restaurants: Mas que Sushi, NAP, Bar del Pi, Colom, Los Caracoles, La Central, Bormuth Tapas & Vermut in Born, 99 Cheesecake, Gusti Toscani, Ciutat Comtal, The Fish and Chips Shop, Squiddy
Die neuesten 3 Berichte