17 Feb
Erfahrungsbericht von Lisa H.

University of California San Diego

Stadt: San Diego
Land: USA
Kontinent: Nordamerika
Studienrichtung: Politikwissenschaft, Literaturwissenschaften
Studientyp: Auslandssemester
Zeitraum: 09/2011 bis 12/2011

Hochschule:
Studieninhalte:
Studienbedingungen:
Freizeit:
Spaß:
Kosten:
Gesamtbewertung:

Hallo,
Im fall quarter 2011 habe ich an der UCSD English Literature und Political Science studiert. Hier werde ich euch also ein bisschen von meinen Erfahrungen berichten.

Bewerbungsprozess

Meinen Bewerbungsprozess habe ich etwas später gestartet, da ich mir damals noch nicht zu hundert Prozent sicher war, wohin es gehen sollte. Seit dem ersten Kontakt mit College Contact habe ich mich dann aber stets gut informiert und freundlich behandelt gefühlt. Auch wenn die UCSD sich wirklich Zeit gelassen hat, habe ich alle Formulare noch ausfüllen können. Wir sind mittlerweile überzeugt, dass die Uni auch niemanden ablehnt, denn die extra Einnahmen nehmen sie gerne. Überhaupt kostet alles im Bewerbungsprozess nochmal ein paar Dollar hier und ein paar dort, aber das ist bei amerikanischen Unis wohl normal. Das Bewerben war also sehr schmerzlos und sobald ihr den TOEFL Test in der Tasche habt, kanns losgehen. College Contact wird euch immer daraufhin weisen, was noch fehlt und die Unterlagen überprüfen, sodass von deiner Seite nichts schief laufen kann.

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Mein Apartment hatte ich zuvor über Anatolia Housing gebucht. Die Preise fand ich zwar etwas hoch, liegen aber durchaus auf dem Niveau, das andere für Craigslist Angebote auch zahlen mussten. Bleibt man nur ein quarter, hat man so ein möbliertes Zimmer, das man teilt oder alleine bezieht. Folglich entstehen keine Probleme mit Möbelweiterverkaufen etc und meiner Meinung daher die beste Lösung. Wir hatten in Costa Verde einen Pool und Jacuzzi und auf meine Bitte, nur mit "Nicht-Deutschen" zusammenzuwohnen, wurde auch reagiert, sodass ich mit zwei Brasilianerinnen und einer Französin die Wohnung geteilt habe. Während des kurzen quarters haben wir einiges zusammen gemacht und stehen daher immer noch in Kontakt. Ich würde mich daher immer wieder für diese Variante entscheiden. In Costa Verde wohnen sehr viele international aber auch amerikanische Studenten, die man so auf einer der zahlreichen Wohnungsparties oder bei einem bbq schnell kennenlernt, da jeder sehr aufgeschlossen ist. Grundsätzlich habe ich aber auch nichts negatives über selbst gefundene Wohnungen gehört und es ist durchaus möglich, auch etwas ohne Vermittlung in diesem Apartmentkomplex zB zu finden, wenn man Glück hat.


Uni

Grundsätzlich wird man während des ganzen Studienaufenthaltes von einem Academic Advisor betreut. Während der Einführungstage vermittelt dieser einem schon einen kurzen Eindruck und auch später verpflichtet man sich, zu advising sessions zu erscheinen, wo man vom aktuellen Stand der Dinge berichten muss. An den advisor gibt man außerdem die Enrollment Forms, die wir (von Fakultät zur Fakultät unterschiedlich) stempeln oder von Dozenten unterschreiben lassen mussten. Meine drei gewählten Kurse waren zum Glück nicht überfüllt, sodass meine Erstwahlen bestehen bleiben konnte. In dieser Phase läuft allerdings alles ein bisschen hektisch durch das Besuchen zahlreicher potentieller Kurse und den Entscheidungsschwierigkeiten, denen man gegenübersteht, wenn man sich nicht sicher sein kann ob auch morgen noch ein Platz im Kurs verfügbar ist, wenn man ihn nicht sofort unterschreiben lässt.

Meine drei Kurse waren 18th Century Literature, American Political Development und Foreign Policy. Grundsätzlich war ich auch auf jeden Fall glücklich mit meiner Wahl. Man sollte sich jedoch genau überlegen, wie viel Arbeitsaufwand man während des Semesters erwarten kann, denn das kann schnell überhand nehmen. Obwohl drei Kurse viel weniger zu sein scheint, ist es mindestens genauso viel Aufwand wie in Deutschland auch. Dadurch, dass sie mehrmals wöchentlich stattfinden und essays, midterms etc eher die Regel sind, ist man gut beschäftigt. Durch die große Kompetenz der Dozenten ist es aber auch wirklich sehr interessant, dem Material zu folgen.


Freizeit

Hat man den Unialltag gut strukturiert, bleibt noch genügend Zeit um vieles zu erleben in und um San Diego! Pflichtprogramm war auf jeden Fall LA (zB Universal Studios Halloween Horror Nights) und Las Vegas (an Halloween auch mit Verkleidung). Hierhin kann man gut während des Quarters starten, da es zahlreiche organisierte Ausflüge denen man sich anschließen oder auch Freunde mit Autos gibt ;). Generell ist ein Auto in Amerika unglaublich praktisch, da das Highway-System ein schnelles Erreichen des Ziels ermöglicht und somit mindestens um die Hälfte schneller als Busse zB ist. Allerdings sind Busse vorhanden und da sich viele Leute ein Auto mieten, findet man auch leicht jemanden, der einen mitnimmt.

Überhaupt habe ich durchweg positive Eindrücke von Einwohnern und "temporären Einwohnern" gewinnen können- vielleicht liegt es an dem guten Wetter. Viele von uns sind zu der Überzeugung gekommen, dass Südkalifornier die freundlicheren und hilfsbereiteren Menschen sind im Vergleich zu Nordkalifornien oder anderen großen Städten. Außerdem kann man auch super gut shoppen gehen (eine Mall direkt in Uninähe-UTC), man findet outlets (zB Las Americas, sehr bekannt& beliebt), viele viele unterschiedliche Restaurants oder kann surfen gehen (oder anderen Sport betreiben). Verschiedene Sightseeing-Ziele erwarten einen und sie enttäuschen nicht, während ich LA zu touristisch und eher uninteressant (bis aufs Wetter ;) fand). Dank zahlreicher Parties downtown (wo sich sehr beliebte Clubs befinden, die auch gerne mal etwas "upper scale" sind) kann auf jeden Fall niemals Langeweile aufkommen!

Wie ihr euch nun schon denken könntet, würde ich San Diego also wärmstens und uneingeschränkt empfehlen!:) Ich vermisse die Mentalität sehr und, obwohl der Aufenthalt ja recht kurz ist, konnte ich durch den Abstand zurück kehren und einiges aus einer neuen Perspektive betrachten. Das ist meiner Meinung nach sehr viel wert und ich bin sehr froh, mich für diesen Schritt entschieden zu haben! Ich werde auf jeden Fall mit einigen Menschen in Kontakt bleiben und auch bei Gelegenheit nach Kalifornien zurückkehren. Vielen Dank an dieser Stelle an college contact für die gute Vermittlung!