23 Apr
Erfahrungsbericht von Christoph H.

University of California San Diego

Stadt: San Diego
Land: USA
Kontinent: Nordamerika
Studienrichtung: VWL
Studientyp: Auslandssemester
Zeitraum: 09/2008 bis 03/2009

Hochschule:
Studieninhalte:
Studienbedingungen:
Freizeit:
Spaß:
Kosten:
Gesamtbewertung:

Uni (Bewerbung und Kurse)

Die Bewerbung ist relativ Problemlos:

  • Toefl
  • Motivationsschreiben
  • Kontaktformulare ausfüllen
  • Notenspiegel (+ evtl. Referenz mit hinschicken)
  • mit der Annahmebestätigung zur US-Botschaft gehen und Visum beantragen

In wie weit die UCSD selektiv ist, vermag ich nicht zu sagen. Grundsätzlich sollte man die Bewerbung jedoch schon ernst nehmen, wenn man auch ernsthaft vorhat dort studieren zu wollen. Die UCSD ist in San Diego eine sehr hoch angesehene Uni. Die Leute dort halten sehr viel von der UCSD und schauen sofort ehrfürchtig zu Euch auf, wenn ihr den Namen erwähnt.

In Deutschland studiere ich BWL. An der UCSD habe ich jedoch lediglich Kurse am Economics Department belegt. Das Economics Department hat international einen exzellenten Ruf. Bei der Anrechnung der Kurse hatte ich keine Probleme. Einige, der in den USA unter „economics“ fallenden Kurse, wie bspw. Financial Risk Mgmt. gehören nämlich in Deutschland traditionell zu den BWL Fächern. Daher sollte man sich nicht entmutigen lassen, als BWLer dort „economics“ zu studieren. Außerdem gibt es noch die Rady School of Management, die BWL Kurse anbietet – allerdings nicht so viele pro Quarter wie das ECON Department.

Was man vorher wissen sollte, ist das man über CoCo an der UCSD Extension aufgenommen wird. Die Extension bietet Kurse zu unterschiedlichsten Themen an, sowohl reine Sprachkurse, als auch „Business Zertifikate“. Die Anrechnung dieser Zertifikate/Programme ist jedoch nicht so leicht gegeben und das Niveau entspricht nicht dem, der UCSD-Kurse. Über die Extension ist es möglich, über das sogenannte USP Programm reguläre Kurse an der UCSD zu belegen. Falls Ihr nicht durch ein Abkommen als Partneruni oder auf Einladung eines Professors an die UCSD kommt, ist die Extension die einzige Möglichkeit, die Euch (durch die Hintertür) Zugang zu regulären UCSD-Kursen gewährt. Man sollte sich im Klaren darüber sein, dass man nur in die Kurse kommt (was Economics, die Rady School of Mgmt und noch wenige andere angeht), in denen noch Plätze von den „normalen“ Studenten über geblieben sind. Dann beginnt der große Run auf das Economics Department, wo an einem bestimmten Tag nach den ersten 2 Wochen die Zulassung für alle nicht-vollen Kurse erfolgt. Die normalen Studenten haben nämlich 2 Wochen Zeit, um sich für einen Kurs zu entscheiden.

Wenn man dies weiss und im Studium noch etwas flexibel ist, was die Kurswahl angeht, ist es i.d.R. überhaupt kein Problem einen brauchbaren Kurs zu erwischen. Hat man dann von dem Department das „okay“ bekommen (einfach standardisierte Karte abgeben), nimmt man ganz normal als vollwertiger Student am Kurs teil. Daher gilt es, an diesem Tag, wo man zugelassen wird, pünktlich an der Department Tür zu stehen, da nach dem first-come-first-serve-Prinzip verfahren wird. Da kann es schon mal vorkommen, dass so manch einer 10 Stunden vorher an der Tür wartet.

Die Kurse sind vom Niveau her sehr gut machbar und lassen genug Zeit für Freizeitaktivitäten. Eine Anwesenheitspflicht hatte ich in keinem meiner sechs Kurse, jedoch geht teilweise mündliche Mitarbeit in die Endnote ein. Letzten Endes ist es Euch maßgeblich freigestellt wie ihr lernt. Aber Vorsicht: Graduate-Ebene (=Master) ist ein völlig anderes Niveau und ist teilweise nur mit mühe machbar. Der Campus ist zu ca. 70% von asiatisch stämmigen Studenten geprägt.

Schon Fernweh bekommen?

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Das Wetter ist traumhaft schön. Mit einigen Wochen Ausnahme im Winter (Dez./Jan.). Ansonsten waren es ca. 25-28 Grad während meiner Zeit dort, also nicht zuuu heiss und immer traumhafter Sonnenschein. Genau die richtige Temperatur, um Mission Beach und Pacific Beach unsicher zu machen.

Ich habe off-campus gewohnt und kann das nur jedem empfehlen. Mein Zimmer war zur Untermiete bei einer alten Dame und ich habe direkt am Strand (<3m) gewohnt. Miete betrug $ 900. Auch billige „Zimmer“ in WGs sind nicht unter $ 700 zu haben.
Auf diese Mietpreise muss man sich einstellen. Mit Auto (Versicherung ca. $ 60 pro Monat) und Essen sowie Feiern ist man da ganz schnell bei $ 2,000 pro Monat, ohne großartig toll zu leben.

Da man wenig in der Uni zu tun hat, kann man die Freizeit nutzen, um eine der etlichen Attraktionen in San Diego kennen zu lernen, wie bspw. den Balboa Park, SD Zoo, Coronado Island, Little Italy, Seaworld und La Jolla Cove. Auch die nähere Umgebung ist mit dem Auto bequem zu erreichen: Los Angeles (2 Std.), San Francisco (8 Std.) und Las Vegas (5 Std.).

Ich hatte eine wahnsinnig tolle Zeit in San Diego, was sicherlich maßgeblich am guten Wetter lag. Die Stadt ist sicherlich eine (für mich DIE) der attraktivsten Städte an der Westküste. Dort studieren, wo andere Urlaub machen, ist eine super Sache, an die man sich sein Leben lang gerne zurück erinnert. Außerdem sind die Amis sehr kontaktfreudig, so dass man auch mit der einen oder anderen Freundschaft zurückkehren kann. Da man ja nicht nur in SD bleiben will, sondern auch etwas von der Umgebung sehen will, geht das dann auf Dauer schon aufs Portemonnaie. Eintritte in Parks/Zoos beginnen meist um $30 und enden bei $70-80 (Universal Studios, Disneyland). Insgesamt kann ich JEDEM diesen Aufenthalt an der UCSD nur empfehlen, mit dem kleinen Einschub die Kosten nicht zu unterschätzen.