3 Feb
Erfahrungsbericht von Andrea F.

University of California San Diego


Stadt: San Diego
Land: USA
Kontinent: Nordamerika
Studienrichtung: BWL
Studientyp: Auslandssemester
Zeitraum: 09/2014 bis 12/2014

Hochschule:
Studieninhalte:
Studienbedingungen:
Freizeit:
Spaß:
Kosten:
Gesamtbewertung:

Ich habe mich damals für die UCSD entschieden, da diese Uni in den Rankings gut abschneidet und ich selbst in Erfahrungsberichten gelesen hatte, dass hier wenige deutsche Studenten sind. Allerdings habe ich, wie ich finde, relativ viele deutschsprachige Leute kennengelernt, vor allem in den Business Kursen an der Rady School of Management an der ich meine 3 Kurse belegt habe. Der Campus ist wunderschön und riesig, es fahren sogar Unieigene (gratis) Shuttlebusse auf dem Campus die Studenten von einer Fakultät an die andere bringen. Der Komfort der den Studenten geboten wird ist sehr hoch, es gibt überall Studentenlounges und auch Restaurants, Coffee Shops und kleine Supermärkte sind auf dem Campus vorhanden.

Vor Beginn des Terms konnte man sich an der Rady School of Management und am Economics Department für einige Kurse per eMail auf die Warteliste setzen lassen und somit hatte ich für 3 Kurse auch schon einen Platz sicher, was das sog. Class Crashing deutlich vereinfacht hat und somit die ersten 3 Wochen in denen die meisten noch nicht wussten in welche Kurse sie kommen für mich stressfreier gestaltet hatten, da ich nur 4 Kurse besucht habe anstatt 8 wie manch andere.

Ich habe MGT 172 Business Project Management belegt, ein Kurs der mittwochs oder donnerstags abends von 5pm-7:50pm stattfand. Ich fande diesen Kurs, indem man sich einmal pro Woche zur Vorlesung getroffen hat, deutlich angenehmer und weniger Arbeitsaufwand als ein Kurs der 2 Mal pro Woche stattfand. Man lernt hier vor Allem seine(n) Sitznachbarn schnell kennen, da durch kleine Gruppen-/Partnerarbeiten in jeder Stunde die Anwesenheit überprüft wird.

Die finale Kursnote setzte sich zusammen aus Anwesenheit, Teilnahme am Rady Lab 2 Mal (man konnte pro Woche 1 Lab machen in dem man einfach Fragebögen am PC ausgefüllt hat,), 3 aus 4 Quizzes die während dem Semester geschrieben wurden, Midterm, Final und der Kursevaluierung. Quizzes, Midterm und Final waren Multiple Choice Fragen, sowie Lücken zum Ausfüllen.

MGT 166 Business Ethics and Corporate Social Responsibility habe ich ebenfalls im Fall 2014 belegt. Dieser Kurs fand 2 Mal pro Woche statt (dienstags und donnerstags je von 3:30-4:50pm) und war sehr arbeitsaufwändig. Fast in jeder Vorlesung wurde ein Quiz geschrieben oder man musste ein sog Reading Reflection Journal abgeben oder ein Assignment, zusätzlich musste jeder Student einmalig im Term an einer Debatte vor der Klasse teilnehmen.

Die finale Kursnote setzte sich zusammen aus Anwesenheit, Teilnahme am Rady Lab 2 Mal, 3 Quizzes die während dem Semester geschrieben wurden, 6 Reading Reflection Journals, 4 Assignments, Midterm, Final und der Kursevaluierung. Midterm und Final waren MC-Fragen sowie offene Fragen.

MGT 164 Organizational Leadership hat wie MGT 166 zwei Mal in der Woche stattgefunden (ebenfalls dienstags und donnerstags von 9.00-10.50am) und war aufgrund der wöchentlich einzureichenden ‚Partner Journals‘ für die man immer einige, teils sehr interessante Texte lesen musste auch sehr arbeitsaufwändig. Die Professorin in diesem Kurs war allerdings sehr fair und hat sich für ihre Studenten auch sehr viel Zeit genommen. Die finale Kursnote setzte sich zusammen aus Anwesenheit, Teilnahme am Rady Lab 2 Mal, 1 Kursquiz,  8 Reading Reflection Journals, Midterm, Final Essay, Final und der Kursevaluierung. Kursquiz, Midterm und Final waren MC-Fragen.

Generell zu den Kursen an der Rady School kann man sagen, dass man sich fühlt wie in einem Kurs in der Oberstufe des Gymnasiums in Deutschland. Die Professoren kennen so ziemlich jeden Studenten nach ein paar Wochen beim Namen (anfangs werden Namensschilder aufgestellt), in den Klassen waren wir immer ca. 35 Leute und demnach wird Mitarbeit auch vorausgesetzt. Die Qualität der Kurse fande ich gut. Anwesenheitspflicht gibt’s quasi keine, allerdings verliert man Kurspunkte wenn man fehlt. Wir mussten immer Anwesenheitslisten in jeder Stunde unterschreiben. Dies sind leicht verdiente Punkte die ich auf keinen Fall verschenken würde, da man in den Kursen auch am besten andere Leute kennenlernt, außerhalb der Kurse ist es auch möglich, aber ich denke nicht ganz so einfach obwohl die Leute in San Diego generell ziemlich offen und freundlich sind.

Die Betreuer des UPS/Extension Programms waren super! Man konnte wegen allen möglichen Dingen kommen und sie haben versucht zu helfen. 3 Mal im Term mussten wir Bescheid sagen wie es uns geht und wie wir mit den Kursen zurechtkommen um evtl. schlechte Noten am Ende des Terms vorzubeugen. Außerdem haben sie uns min. 1 Mal in Monat eine Mail mit ‚upcoming events‘ und wichtigen Infos zugesandt. Auch für Leute die sich stark an der Uni engagieren wollen gibt es genug Möglichkeiten und auch bei der Jobsuche auf dem Campus (off Campus ist illegal) wird geholfen.

Was mich ein bisschen gestört hat war dass wir als International Students leider im gesamten Angebot der UCSD eingeschränkt waren, so konnten wir z.B. die Gym nicht gratis nutzen, hatten eingeschränkten Zugriff auf manche Internetplattformen, konnten an manchen Unievents nicht teilnehmen da es ohne ‚fulltime-student-ID‘ keine Eintrittskarten gab…aber nichts desto trotz bereue ich keine Sekunde an der UCSD.

Freizeitangebot

Von der Uni selbst gibt es einige organisierte Touren z.B. in die Universal Studios nach Los Angeles oder ins Sea World aber auch einfachere Sachen wie ein Tag am Strand. Auch der Outback Adventures Shop an der Uni bietet Ausflüge z.b. in den Grand Kanyon oder in den Joshua Tree NP an, auch Surftrips oder Horsebackriding nach Mexico steht auf dem Programm (man muss sich vorher anmelden!)

Auch ohne Uni-events bieten San Diego sehr gute Möglichkeiten zum Surfen (ich denke auch aller Leistungsklassen) oder einfach nur zum Faulenzen an einem der schönen Sandstrände in San Diego. Auch Kayaking, Bootstouren etc is möglich. Restaurants, Bars, Clubs gibt es auch mehr als genug, vor Allem in Pacific Beach wo auch die meisten v.A. internationalen Studenten wohnen.

Außerdem ist jeden Dienstag Taco Tuesday, hier gibt es v.A. in Pacific Beach alle möglichen Essens- und Getränke Specials, z.B. Margaritas für 3$ oder Tacos ab 1$, Chicken wings half off, etc. Donnerstags fährt auch oft ein gratis Partybus nach San Diego Downtown und gegen 2am wenn die Clubs schließen auch wieder zurück. Eintritt ist ab $10, manchmal auch gratis. Allerdings werden House Parties generell in PB groß geschrieben, also auch für die unter 21 jährigen findet sich etwas 

Rund um San Diego gibt’s natürlich auch so viel zu sehen, es lohnt sich z.B. ein Ausflug nach Los Angeles, in den Joshua Tree NP oder auch nach Mexico (Hier aber mehrere Stunde für den Grenzübertritt zurück in die USA einplanen).

Auch zum Shoppen gibt es mehr als genug Malls, Outlet Shops und kleine Boutiquen in denen man eigentlich immer etwas passendes zum Anziehen findet 

Schon Fernweh bekommen?

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Wie die meisten Leute habe auch ich in Pacific Beach gewohnt was ich unter keinen Umständen bereue da sich hier so gut wie alles abspielt. Ich persönlich habe vor meiner Abreise ein Einzelzimmer bei ‚KAMO Housing‘ reserviert und war damit sehr zufrieden. Bin auch während meinem Aufenthalt in ein anderes Apartment umgezogen was überhaupt kein Problem war. Ich kann es nur weiterempfehlen, v.A. auch weil alles vorhanden ist was man so braucht.


Öffentliche Verkehrsmittel

Wie vielleicht schon bekannt ist, sind die USA Nation der Autos ;) Also es gibt in San Diego zwar ein relativ gutes Busnetz welches man nutzen kann, allerdings ist man halt auch ewig unterwegs. Ich selbst habe ein Auto bei Dirt Cheap Car Rental gemietet und kann auch diese Autovermietung nur weiterempfehlen, die diese sehr studentenfreundlich ist. Es gibt auch von PB (Pacific Beach) einen Bus an die Uni, man ist aber gut 1 Std unterwegs.


Generell…

…kann ich einen Auslandsaufenthalt in San Diego nur empfehlen. Ich konnte leider nur ein Term dort verbringen, wäre liebend gerne länger geblieben! Es ist einfach ein ganz anderer Lebensstil als in Deutschland und sehr laid-back  Also keine Angst vor dem Auslandssemester in San Diego, man lernt super schnell super viele nette Leute kennen, es gibt genug Hausaufgaben zu tun, so dass man auch in einer Woche in der man nur 2 Mal Uni hat sicher sein kann, dass man 5 Tage was für die Uni macht, und es so sicher nicht langweilig wird...;-)

…und es geht ohnehin viiiiiel zu schnell vorbei!