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Universitat Autònoma de Barcelona
Erfahrungsbericht

von Till W.

16
Juli
2026

Informationen

Hochschule: Universitat Autònoma de Barcelona
Stadt: Barcelona
Land: Spanien
Studienrichtung: BWL
Studientyp: Auslandssemester
Zeitraum: 01/2026 bis 04/2026
Heimathochschule: DHBW Stuttgart

Bewertungen

Hochschule:
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Studieninhalte:
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Studienbedingungen:
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Freizeit:
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Spaß:
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Gesamtbewertung:
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Fotos (5)

Warum Barcelona?

Schon früh in meinem dualen Studium stand für mich fest, dass ich ein Auslandssemester machen möchte. Barcelona war für mich die naheliegende Wahl: eine pulsierende, internationale Metropole direkt am Mittelmeer, ein spannendes Hochschulumfeld und ein Lebensstil, der perfekt zu meinem Interesse an Sport, Reisen und neuen Kulturen passt. College Contact hat mir den gesamten Bewerbungsprozess deutlich erleichtert.

 

Der Ablauf verlief von Anfang an reibungslos und unkompliziert: Man erhält zunächst eine klare Übersicht der Dokumente, um die man sich selbst kümmern muss. Sobald diese zusammen waren, hat College Contact den Rest – also die Kommunikation mit der Universitat Autònoma de Barcelona (UAB) und die organisatorischen Formalitäten – für mich übernommen. Die persönliche Betreuung war jederzeit erreichbar und hat offene Fragen unkompliziert geklärt – das hat mir die Entscheidung, ins Ausland zu gehen, deutlich leichter gemacht.

Anreise und Unterkunftssuche

Bei der Wohnungssuche habe ich mich für El Raval entschieden. Die Lage dort war wirklich bombastisch und ich persönlich war sehr zufrieden – allerdings kann ich das Viertel nicht uneingeschränkt weiterempfehlen, denn das direkte Umfeld ist nicht für jedermann geeignet und etwas raueres Stadtleben gehört dort einfach dazu. Wer darauf Wert legt, sollte sich eher in ruhigeren, aber trotzdem zentralen Viertel wie Eixample, Gràcia oder El Born umsehen.

 

Unabhängig vom konkreten Viertel hat sich eine zentrale Lage für mich aber in jedem Fall ausgezahlt: Innerhalb weniger Minuten zu Fuß oder mit der Metro war ich überall in der Stadt – ob am Strand, an der Universität oder auf dem Weg zu einem der unzähligen Plätze und Cafés, die Barcelona so lebenswert machen. Wer es sich leisten kann, sollte bei der Unterkunft definitiv auf eine zentrale Lage statt auf den günstigsten Preis achten – das zahlt sich im Alltag um ein Vielfaches aus.

Studium an der UAB

Belegt habe ich die Kurse Architecture and City Planning in Barcelona, International Business und Managing Services.

 

Architecture and City Planning hat sich intensiv mit Stadtentwicklung und Nachhaltigkeit auseinandergesetzt – ein Thema, das Barcelona durch Projekte wie die Superblocks oder die digitale Bürgerbeteiligungsplattform Decidim selbst sehr greifbar macht. International Business zielte stärker auf Business im interkulturellen Kontext ab und war deutlich weniger BWL-fokussiert, als der Titel vermuten lässt.

 

Managing Services ging in Richtung Dienstleistungsverständnis, also was Marken ausmacht und wie internationales Marketing funktioniert, mit einem klaren Bezug zum Tourismussektor. Alle Kurse waren vom Umfang her absolut fair angesetzt und haben unheimlich Spaß gemacht, da die Dozierenden wirklich proaktiv in den Austausch mit den Studierenden gegangen sind. Durch viele Gruppenarbeiten und Präsentationen war der Unialltag sehr lebendig, und da man ständig gezwungen ist zu sprechen, verbessert sich das eigene Englisch quasi automatisch von Tag zu Tag.

 

Die Atmosphäre an der UAB war international und offen, man kam schnell mit Kommilitonen aus ganz Europa und der Welt ins Gespräch. Die Betreuung durch das International Office der Uni war hilfsbereit und unkompliziert, sowohl bei organisatorischen Fragen als auch bei der Kurswahl.

Alltag, Sport und Ernährung

Einer der schönsten Aspekte meines Aufenthalts war, wie selbstverständlich sich ein aktiver, gesunder Lebensstil in den Alltag integrieren ließ. Ich habe in dieser Zeit sehr viel Padel-Tennis gespielt – ein Sport, der in Barcelona omnipräsent ist und bei dem man unglaublich leicht Anschluss findet, egal ob mit anderen Austauschstudierenden oder Locals. Dazu kam die mediterrane Küche: frisches Gemüse, Fisch, Olivenöl und der entspannte Rhythmus der spanischen Mahlzeiten haben meinen Alltag spürbar bereichert.

Freizeit, Ausflüge und Netzwerk

Barcelona selbst bietet schon genug Programm für ein ganzes Semester, von Gaudís Architektur über den Strand bis zu den unzähligen Vierteln mit eigenem Charakter. Für etwas weiter entfernte Ausflüge ging es bei mir nach Gran Canaria, an die Algarve und nach Sardinien – von Barcelona aus mit günstigen Flügen gut erreichbar.

 

Aber auch näher gelegene Ziele wie die Costa Brava oder Montserrat lassen sich bestens für einen Tagesausflug nutzen. Über gemeinsame Sportaktivitäten, Universitätsveranstaltungen und die offene, gesellige Mentalität der Stadt habe ich außerdem ein Netzwerk an internationalen Kontakten aufgebaut, die teilweise bis heute bestehen.

Insider-Tipp: Tech Barcelona

Mein persönlicher Tipp für alle, die sich – wie ich – für Innovation, Startups und unternehmerische Themen interessieren: Unbedingt die Veranstaltungen von Tech Barcelona besuchen! Tech Barcelona (früher Barcelona Tech City) ist eine unabhängige, gemeinnützige Vereinigung, die das digitale und technologische Ökosystem der Stadt fördert und vernetzt. Ihr Hauptsitz, Pier01, befindet sich im Palau de Mar, einem ehemaligen Lagerhaus aus dem 19. Jahrhundert direkt am Hafen zwischen Barceloneta und dem Gotischen Viertel. Auf rund 11.000 Quadratmetern arbeiten dort über 100 Unternehmen und mehr als 1.000 Menschen, vom Startup im Frühstadium bis hin zu Konzernen mit eigenen Innovation Labs.

 

Forbes hat Pier01 bereits vor einigen Jahren zu einem der wichtigsten Innovationshubs weltweit gezählt, und tatsächlich sind aus dem Umfeld der Vereinigung einige der bekanntesten spanischen Startup-Erfolgsgeschichten entstanden, etwa Wallapop und Glovo. Tech Barcelona organisiert regelmäßig Workshops, Tech Breakfasts, Pitch-Events und Networking-Abende, viele davon offen für Studierende und kostenlos oder sehr günstig zugänglich. Wer ein Gefühl für die Startup-Szene Südeuropas bekommen möchte, ist hier genau richtig – ich habe dort einige der spannendsten Gespräche meines gesamten Auslandssemesters geführt und Kontakte geknüpft, von denen ich auch beruflich noch profitiere.

Do’s & Don’ts

  • Do: Wohnung zentral wählen, auch wenn es etwas mehr kostet – dabei aber bewusst entscheiden, ob ein Viertel wie El Raval mit seinem speziellen Flair zu einem passt, oder ob ruhigere zentrale Alternativen wie Eixample oder Gràcia die bessere Wahl sind.
  • Do: Aktiv auf Locals und andere Austauschstudierende zugehen, z. B. über Sport wie Padel.
  • Do: Veranstaltungen wie die von Tech Barcelona besuchen, auch wenn man sich noch nicht als „Startup-Typ“ sieht.
  • Do: Wenn ihr abwägt ob ihrs macht oder nicht? Macht es, die Zeit kann man nie nachholen im Leben.
  • Don’t: Sich nur in der Erasmus-/Austausch-Bubble bewegen – Barcelona hat als Stadt so viel mehr zu bieten.
  • Don’t: Mietwagen an abgelegen Straßen parken, sonst kann höchstwahrscheinlich die Scheibe eingeschlagen werden.

Fazit

Mein Auslandssemester in Barcelona war eine der prägendsten Erfahrungen meines gesamten Studiums. Die Kombination aus akademischer Weiterentwicklung, neuen kulturellen Eindrücken, sportlicher Aktivität und einem wertvollen Netzwerk macht diese Zeit für mich unvergesslich. Ich kann jedem, der die Möglichkeit zu einem Auslandssemester hat, nur ans Herz legen: Geht nach Barcelona! Die Organisation über College Contact war dabei unkompliziert und professionell und hat mir den Einstieg in dieses Abenteuer erheblich erleichtert.

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