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University of Sydney
Erfahrungsbericht

von Indira B.

17
Juni
2026

Informationen

Hochschule: University of Sydney
Stadt: Sydney
Land: Australien
Studienrichtung: Marketing / Communications
Studientyp: Auslandssemester
Zeitraum: 02/2026 bis 06/2026
Heimathochschule: HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich

Bewertungen

Hochschule:
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Studieninhalte:
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Studienbedingungen:
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Freizeit:
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Spaß:
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Gesamtbewertung:
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Fotos (6)

Wenn mich heute jemand fragt, ob ich ein Auslandssemester empfehlen würde, lautet meine Antwort ganz klar: Ja. Für mich war die Zeit in Sydney eine der schönsten Erfahrungen meines Lebens und ich würde mich jederzeit wieder dafür entscheiden.

 

Schon lange hatte ich den Wunsch, für eine gewisse Zeit ans andere Ende der Welt zu reisen. Ich wollte meinen Alltag hinter mir lassen, mein Englisch verbessern und eine neue Kultur kennenlernen. Australien war deshalb schnell mein Favorit. Besonders gereizt hat mich die entspannte Lebensweise der Australier und die Kombination aus Großstadt und Meer. Sydney bietet genau das: eine lebendige Stadt, in der immer etwas los ist, und gleichzeitig wunderschöne Strände direkt vor der Haustür.

 

Hochschule & Studium

Die University of Sydney war meine erste Wahl, weil sie einen ausgezeichneten Ruf hat und zu den bekanntesten Universitäten Australiens gehört. Auch auf Social Media hatte ich schon viele Eindrücke gesammelt und war gespannt, ob die Realität mit den Bildern mithalten kann. Sie konnte – und sogar noch mehr.

Ich studiere an der HWZ Business Communications und belegte in Sydney die Fächer Marketing Principles, Consumer Behaviour und International Entrepreneurship. Das Studium sollte man nicht unterschätzen. Vor allem das Englisch war anspruchsvoller, als ich erwartet hatte, und man muss während des Semesters kontinuierlich am Ball bleiben. Anders als in der Schweiz reicht es nicht, erst kurz vor den Prüfungen zu lernen. Neben den Prüfungen gehören Gruppenarbeiten, Präsentationen und schriftliche Assignments zum Studienalltag, weshalb man sich laufend mit dem Stoff beschäftigt.

 

Besonders gefallen hat mir das Unterrichtssystem. Zu jedem Fach gab es große Lectures sowie kleinere Tutorials, die verpflichtend waren und in denen man den Stoff vertiefen konnte. Die Dozierenden waren sehr kompetent, engagiert und jederzeit offen für Fragen.

 

Auch der Campus selbst hat mich beeindruckt. Er ist riesig und bietet alles, was man sich wünschen kann – von modernen Bibliotheken über Cafés und Restaurants bis hin zu schönen Lernplätzen und Grünflächen. Man verbringt dort automatisch viel Zeit und fühlt sich schnell wohl.

 

Bewerbung & Unterkunft

Die Bewerbung über College Contact verlief problemlos und ich fühlte mich während des gesamten Prozesses hervorragend betreut. Egal welche Frage ich hatte, ich erhielt immer schnell eine Antwort. Etwas aufwendiger waren das Studentenvisum und der TOEFL-Test, den ich absolvieren musste, da mein bisheriger Englischnachweis nicht ausreichte. Mit etwas Geduld war aber auch das gut machbar.

 

Ein Punkt, den ich heute anders machen würde, ist die Unterkunft. Ich wohnte im Scape Darling House und würde rückblickend keine Studentenunterkunft mehr wählen. Die Miete war mit rund 1’900 Schweizer Franken pro Monat extrem hoch und das Preis-Leistungs-Verhältnis hat mich nicht überzeugt. Anfangs lebte ich in einer WG mit internationalen Mitbewohnenden und merkte schnell, dass unterschiedliche Kulturen und Lebensgewohnheiten den Alltag manchmal komplizierter machen können, als man denkt. Deshalb wechselte ich später in ein Einzelzimmer mit eigenem Bad. Fast alle Freunde, die ich in Sydney kennengelernt habe, würden sich heute ebenfalls lieber über Facebook ein WG-Zimmer oder ein Apartment suchen. Das wird in Australien sehr häufig genutzt und bietet oft deutlich bessere Möglichkeiten.

 

Alltag & Freizeit

Trotzdem war das Studentenleben insgesamt unglaublich. Gerade zu Beginn sind alle neu und offen dafür, Leute kennenzulernen. Der International Welcome Day war für mich der Moment, an dem ich die Menschen traf, mit denen ich den größten Teil meines Semesters verbrachte. Mein Tipp ist deshalb, am Anfang einfach überall hinzugehen und offen auf andere zuzugehen. Die Universität bietet unzählige Clubs und Events an, sodass wirklich jeder etwas Passendes findet.

 

Sydney selbst hat mich komplett begeistert. Besonders die Kaffeekultur, die entspannte Atmosphäre am Bondi Beach und die Freundlichkeit der Menschen haben mir gefallen. Meine Lieblingsorte waren Surry Hills, Paddington und die gesamte Bondi Area, aber auch Manly hat einen ganz besonderen Charme. Ich habe es geliebt, einfach durch die Quartiere zu laufen, einen Kaffee zu trinken und den australischen Lifestyle zu genießen.

 

Neben dem Studium habe ich jede freie Minute genutzt, um das Land zu entdecken. Ich reiste unter anderem nach Noosa, Byron Bay, Brisbane, Cairns, Port Douglas, Perth, Melbourne und an die Gold Coast. Das Great Barrier Reef live zu erleben war definitiv eines meiner persönlichen Highlights. Sogar eine Reise nach Vietnam war während des Semesters noch möglich. Nur Whitehaven Beach habe ich leider nicht mehr geschafft – darüber bin ich bis heute ein wenig traurig.

 

Kosten & anfängliche Schwierigkeiten

Was man allerdings nicht unterschätzen sollte, sind die Kosten. Australien ist deutlich teurer, als ich erwartet hatte, und ich würde jedem empfehlen, genügend Budget einzuplanen. Natürlich gibt es Möglichkeiten zu sparen, beispielsweise durch Restaurantangebote oder Studentenrabatte, die oft über Instagram beworben werden. Trotzdem sollte man sich bewusst sein, dass ein Auslandssemester in Sydney kostspielig ist. Insgesamt habe ich etwa 25’000 bis 30’000 Schweizer Franken ausgegeben, wobei ich viel gereist bin und sicher über dem Durchschnitt liege.

 

Die ersten Tage waren emotional. Man ist plötzlich allein auf der anderen Seite der Welt und muss sich zuerst zurechtfinden. Gleichzeitig erlebt man einen kleinen Kulturschock, denn die Australier gehen vieles deutlich entspannter an als wir in der Schweiz. Wenn das Sandwich zwanzig Minuten länger dauert, bleibt dort trotzdem jeder gelassen. Anfangs musste ich mich daran gewöhnen, am Ende habe ich genau diese lockere Mentalität sehr geschätzt.

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Fazit

Rückblickend würde ich vor allem eine andere Unterkunft wählen und weniger Gepäck mitnehmen – ich musste tatsächlich zwei Pakete zurück in die Schweiz schicken. Ansonsten würde ich nichts ändern. Ich habe unglaublich viel gelernt, wunderbare Freundschaften geschlossen und Erinnerungen gesammelt, die mich mein Leben lang begleiten werden.

 

Mein wichtigster Rat an zukünftige Austauschstudierende lautet deshalb: Traut euch. Seid offen für Neues, sagt auch einmal Ja zu spontanen Plänen und genießt die Zeit. Nicht alles muss perfekt laufen, denn oft entstehen gerade aus den ungeplanten Momenten die schönsten Erinnerungen. Für mich war das Auslandssemester in Sydney die beste Entscheidung, die ich treffen konnte.