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Capilano University
Erfahrungsbericht

von Kira O.

12
März
2026

Informationen

Hochschule: Capilano University
Stadt: Vancouver
Land: Kanada
Studienrichtung: Business Administration
Studientyp: Auslandssemester
Zeitraum: 09/2025 bis 12/2025
Heimathochschule: accadis Hochschule Bad Homburg

Bewertungen

Hochschule:
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Studieninhalte:
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Studienbedingungen:
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Spaß:
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Gesamtbewertung:
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Fotos (9)

Als mich die große Frage beschäftigte – „Wo will ich eigentlich mein Auslandssemester verbringen?“ – stand Kanada ehrlich gesagt nicht auf meiner Favoritenliste. Das änderte sich jedoch schnell nach einer Präsentation möglicher Destinationen von College Contact an meiner Hochschule. Danach rückte Kanada in meiner Top-3-Liste ganz nach oben. Diese Entscheidung habe ich rückblickend keine Sekunde bereut.

 

Bewerbungsprozess

Nachdem meine Hochschule meine Kontaktdaten an College Contact weitergegeben hatte, bekam ich sehr schnell alle nötigen Bewerbungsunterlagen zugesendet. Einfache Angaben zur Person sowie ein Lebenslauf reichten hier vollkommen aus – der Aufwand war also überschaubar. Bei offenen Fragen hat mir College Contact beratend zur Seite gestanden (vielen Dank an Stefanie!).

 

Nachdem ich meinen Letter of Acceptance erhalten hatte, standen noch einige To-dos an: Wohnungssuche, Zahlungsfristen beachten, Kurswahl usw. Sehr hilfreich war dabei die Übersicht der Capilano University mit allen notwendigen Schritten, wichtigen Tipps und Hinweisen zu Info-Events. Zudem gab es von Beginn an feste Ansprechpersonen für Fragen und Anliegen.

 

Während des Bewerbungsprozesses und auch während des Semesters erhält man zahlreiche E-Mails von der Universität. Aus meiner Erfahrung ist es besonders für den Bewerbungsprozess und den Studienstart wichtig, diese aufmerksam zu lesen, da dort sehr genau erklärt wird, was zu tun und zu erwarten ist.

 

Kurswahl und belegte Kurse

Im Juli erhielt ich alle Informationen zur Kurswahl. Mir war sehr wichtig, welche Kurse ich für mein Auslandssemester wähle, deswegen habe ich mich sehr ausführlich über die Möglichkeiten auf der Website der Capilano informiert. Besonders hilfreich war, dass zu jedem Kurs der jeweilige Syllabus online verfügbar ist. So kann man genau nachvollziehen, welche Inhalte behandelt werden und welche Prüfungsleistungen erwartet werden.

 

Vor der Kurswahl erhält man seinen persönlichen Zugang zum Studentenportal. Dort kann man sich vor dem eigenen Timeslot zur Kurswahl verschiedene Stundenpläne zusammenstellen und diese priorisieren. Wenn diese vorbereitet sind, sind im Timeslot selbst nur wenige Klicks nötig. Das klingt vielleicht erst einmal kompliziert, ist aber tatsächlich recht simpel und schnell erledigt. Zusätzlich gibt es die Plattform „eLearn“. Dort werden Kursunterlagen sowie teilweise Online-Quizze bereitgestellt und Abgaben eingereicht.

Ich habe drei Kurse aus dem Bereich Business Administration belegt und einen aus dem Marketingbereich. Obwohl mein Studienschwerpunkt eigentlich Marketing und Eventmanagement ist, war die Kurswahl flexibel. Das heißt, dass ich, obwohl ich im Schwerpunkt Business Administration eingeschrieben war, auch Kurse aus anderen Schwerpunkten wählen konnte.

 

Im Endeffekt waren das meine Kurse für das Fall Semester 2025:

 

  • People Management
  • Performance Management
  • Project Management
  • Consumer Behaviour

 

Ich hatte nur montags und mittwochs Vorlesungen, was ich vorab auch so geplant hatte. Inhaltlich überschnitten sich People Management und Performance Management teilweise, deswegen würde ich nicht empfehlen, beide Kurse zeitgleich zu belegen. Mir persönlich gefiel People Management etwas besser, da der Fokus stärker auf Führung und Mitarbeitermotivation lag.

 

Project Management war sehr praxisnah und hilfreich für mein späteres Berufsleben. Der Arbeitsaufwand war im Vergleich zu den anderen Kursen etwas höher, dennoch würde ich den Kurs empfehlen, da er eine gute Grundlage für eine spätere Weiterbildung im Projektmanagement bietet.

 

Consumer Behaviour hatte einen starken Praxisbezug und war insgesamt sehr spannend.

 

Montags fanden meine Veranstaltungen online statt. Das würde ich allerdings nicht unbedingt empfehlen. Eine Online-Vorlesung ist eventuell ganz angenehm, die Präsenzvorlesungen am Campus haben mir im Endeffekt aber deutlich besser gefallen, und es war einfacher, sich mit Kommilitonen auszutauschen. Um die Online-Vorlesungen auszugleichen und mehr Leute zu treffen, bin ich darum auch an vorlesungsfreien Tagen häufig zum Lernen auf den Campus gefahren. Die Atmosphäre dort ist sehr angenehm und es gab vielfältige Lernmöglichkeiten (Bib, Ruheräume, Gruppenräume, Café).

 

Grundsätzlich waren sowohl meine Professoren als auch die Mitarbeitenden der Capilano immer sehr freundlich und hilfsbereit. Man fühlte sich gut integriert und unterstützt.

 

Den gesamten Arbeitsaufwand für die vier Vorlesungen würde ich als durchaus machbar einstufen. Natürlich hängt das von diversen Faktoren ab (Gruppenzusammensetzung, Abgabefristen, Aufgabenumfang usw.). Mit nur zwei Vorlesungstagen ließ sich das Semester zeitlich jedoch sehr flexibel gestalten. Es gab Phasen, zum Beispiel während der Midterms und zum Ende des Semesters, in denen natürlich mehr Lernstoff zu bearbeiten war.

 

Unterkunft

Ursprünglich war mein Plan, mir eine WG in Vancouver zu suchen. Deswegen habe ich anfangs viel über Craigslist und Facebook-Gruppen recherchiert. Die Online-Suche war allerdings sehr aufwendig, und man wusste nie genau, ob es sich um eine seriöse Anzeige handelte. Deshalb habe ich mich schließlich für die Residence der Capilano University entschieden.

 

Rückblickend würde ich die Residence besonders für Exchange Students empfehlen. Sie ist eine super Möglichkeit, um schnell viele neue Leute aus aller Welt kennenzulernen, unter anderem durch regelmäßige Events.

 

Am Anfang muss man sich natürlich etwas eingewöhnen, da man sich Zimmer sowie Wasch- und Duschräume mit anderen teilen muss. Für mich war das nach kurzer Zeit aber unproblematisch, was jedoch auch von dem Mitbewohner und den Flurnachbarn abhängt. Vor dem Einzug wurde ein Roommate-Matching-Portal freigeschaltet, über das man sich vorab austauschen konnte. Dadurch konnte man etwas besser einschätzen, mit wem man es sich vorstellen kann, ein Zimmer zu teilen.

 

Zur neuen Residence kann ich leider wenig sagen, da sie während meines Aufenthalts neu gebaut wurde. Ich weiß nur, dass es künftig statt mehrerer Häuser ein zentrales Gebäude geben wird.

 

Die Security, die Housing Administration sowie die Residence Advisors (Studierende, die auch in der Residence wohnen und eine Betreuungsfunktion haben) waren jederzeit ansprechbar und hilfsbereit.

 

Das Essen in der Dining Hall löste des Öfteren Diskussionen unter den Studierenden der Residence aus. Wenn man kein Picky Eater ist, wird man hier aber fündig und auch satt. Es gibt immer eine vegetarische Option, eine Fleischoption und das Grill-Menü (Burger, Pommes, Chicken Wings usw.). Gelegentlich wurde auch die Salatbar geöffnet.

 

Freizeit- und Ausflugsziele

Sowohl die Residence als auch die Universität bieten zahlreiche Events und Ausflüge an (Filmabende, Wanderungen, Diskussionsrunden usw.).

 

Auch Vancouver selbst bietet unzählige Möglichkeiten, seine Zeit zu verbringen: Shoppen in der Stadt (z. B. Granville Island), Sonnenuntergänge am Strand (Kitsilano Beach oder English Bay) oder Wandern in den Bergen rund um die Stadt, etwa auf Grouse Mountain, Mount Seymour oder Cypress Mountain.

 

Von Downtown aus erreicht man außerdem problemlos Whistler oder Squamish. Auch Seattle ist mit dem Bus gut erreichbar – hier sollte man lediglich die Grenzüberfahrt und die nötigen Dokumente beachten. Einige andere Exchange Students reisten zudem nach Los Angeles. Für uns ging es neben Seattle und Whistler auch nach Vancouver Island und nach Hawaii.

 

Vor Semesterbeginn habe ich mir außerdem die Ostküste Kanadas mit Stopps in Toronto, Montreal, Ottawa, Quebec City und Banff angeschaut. Vor allem Banff kann ich nur empfehlen. Der Nationalpark und die Stadt sind ein unglaublich schönes Reiseziel und jeden Cent wert.

 

Allgemein sind die Reisemöglichkeiten gefühlt unbegrenzt und hängen letztlich vom persönlichen Budget und den eigenen Interessen ab.

 

Die Menschen

Besonders positiv fand ich die Freundlichkeit der Menschen in Kanada. Hilfsbereitschaft und Respekt im Umgang miteinander sind selbstverständlich. Wenn ich über Do’s & Don’ts nachdenke, würde ich vor allem sagen: Erwidere die Freundlichkeit, die dir entgegengebracht wird. So entstehen oft die witzigsten und spannendsten Gespräche mit Fremden, die einem den Tag versüßen können.

 

Grundsätzlich würde ich empfehlen, sich mindestens ein Eishockeyspiel anzuschauen. In Deutschland ist die Stimmung zwar teilweise ausgelassener, aber der Sport hat in Kanada einfach noch einmal eine ganz andere Bedeutung. Probiert auch einmal eine Poutine und einen Beaver Tail. Die Kombination aus Pommes, Bratensoße und Käse klingt zunächst vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig, ist aber definitiv einen Versuch wert. Und last but not least: Lasst einen Besuch bei Tim Hortons nicht aus – wahrscheinlich kommt ihr ohnehin nicht daran vorbei.

 

Was ich nicht empfehlen würde, ist, sich alleine und länger auf der East Hastings Street in Downtown aufzuhalten. Auch öffentlich Alkohol zu konsumieren kann Ärger geben.

 

Wenn ihr wandern gehen wollt, empfiehlt es sich, in Gruppen unterwegs zu sein und/oder sich Bärenspray zu besorgen, insbesondere in Gebieten mit Bären oder Pumas.

 

Sich mit der Geschichte der indigenen Völker auseinanderzusetzen, ist ebenfalls sehr wichtig. Wahrscheinlich wird euch das Thema ohnehin in der einen oder anderen Vorlesung begegnen. In Kanada hat es einen hohen gesellschaftlichen Stellenwert, und es ist wirklich spannend, sich damit zu beschäftigen.

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Fazit

Mein Auslandssemester an der Capilano University im Herbst war das Highlight meiner bisherigen akademischen Laufbahn.

 

Natürlich gibt es vor der Abreise einiges zu organisieren und auch während des Semesters müssen Reisen, Abgabetermine und andere Verpflichtungen koordiniert werden. Der organisatorische Aufwand steht jedoch in keinem Verhältnis zu den Erinnerungen und Erfahrungen, die man aus dieser Zeit mitnimmt.

 

Für mich hat das Gesamtpaket aus Universität, Vorlesungsinhalten, Freizeitmöglichkeiten, der Stadt Vancouver und den neuen Freundschaften einfach perfekt gepasst. Ich kann Kanada und die Capilano University daher jedem empfehlen, der ein vielseitiges und unvergessliches Abenteuer sucht.

 

Wenn euch Informationen fehlen oder ihr noch weitere Einblicke braucht, könnt ihr mir gerne schreiben. Ich versuche dann, eure Fragen bestmöglich zu beantworten und mögliche Unsicherheiten zu klären.

 

Liebe Grüße,
Kira 😊