Von August bis Dezember 2025 war ich für ein Semester an der San Diego State University in Kalifornien. Die Anmeldung und alles Weitere wurde komplett von College Contact organisiert und die Betreuung war richtig gut. Die Anmeldung war super unkompliziert und beim Visum gab es auch keine Probleme. Und wenn mal Fragen aufkamen, wurde auf E-Mails immer sofort geantwortet, was echt praktisch war. Einziger Punkt, den ich aus Erfahrung mitbekommen habe, ist, dass manche andere Organisationen ihre Studierenden auf der Wohnungssuche noch etwas mehr unterstützt haben und ihnen geholfen wurde, Plätze in den Wohnhäusern direkt neben der Uni zu bekommen.
Studium
Ich habe insgesamt vier Kurse belegt, zwei Journalismus-Kurse, einen Eventmanagement-Kurs und einen Psychologie-Anfängerkurs.
Die Kurse waren insgesamt relativ leicht, besonders die Marketing- und Eventmanagement-Inhalte kannte ich schon aus meinem Studium. Trotzdem war es interessant, die Themen aus einer anderen Perspektive kennenzulernen und zu sehen, wie sie dort aufgebaut sind. Die Prüfungen bestanden ausschließlich aus Gruppenpräsentationen und Multiple-Choice-Tests, was alles noch leichter gemacht hat.
Bei der Kurswahl sollte man ein bisschen flexibel sein, weil die lokalen Studierenden zuerst ihre Kurse wählen dürfen. Deshalb würde ich empfehlen, sich nicht auf vier feste Kurse zu versteifen, sondern mehrere Alternativen vorab abklären zu lassen.
Außerdem würde ich empfehlen, bei der Kurswahl auf die Zeiten und auf die Wochentage zu achten, damit man längere freie Tage hat und größere Trips besser planen kann. Ich hatte nur an zwei Tagen in der Woche Vorlesungen, was ideal war, um Ausflüge wie nach Las Vegas, zum Grand Canyon oder nach Hawaii zu machen. Hawaii lohnt sich wirklich sehr. Die Flüge von San Diego sind deutlich günstiger als von Deutschland und es ist einfach wunderschön dort.
Campusleben
Der Campus der SDSU ist sehr groß, modern und richtig schön gestaltet. Man hat dort fast ein bisschen Urlaubsfeeling, obwohl man studiert. Es gibt viele Grünflächen, moderne Gebäude und sehr viele Angebote direkt auf dem Campus. Alles, was man im Alltag braucht, ist fußläufig erreichbar, zum Beispiel Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants oder Sportangebote.
Besonders hervorzuheben ist das große Gym der Universität, das fast immer geöffnet ist und sehr gut ausgestattet ist. Neben klassischen Trainingsmöglichkeiten gibt es auch Kurse und andere Freizeitangebote. Außerdem befindet sich auf dem Campus eine Bowlinghalle, sodass man viel Zeit direkt dort verbringen kann.
Man sollte allerdings bedenken, dass der Campus etwas weiter von den Stränden entfernt liegt, weshalb man ohne Auto nur schwer flexibel ist.
Wohnen
Ich habe etwa 15 Minuten mit dem Auto von der Uni entfernt gewohnt. Das war grundsätzlich machbar, aber auf Dauer nicht ideal. Ich würde klar empfehlen, direkt auf dem Campus oder in unmittelbarer Nähe zu wohnen, zum Beispiel in Wohnhäusern wie Montezuma, Stateside oder dem Six19. Dort ist alles deutlich näher und man spart sich das tägliche Pendeln. Ein Auto ist trotzdem sehr sinnvoll, da man damit deutlich flexibler ist. Es gibt zwar öffentliche Verkehrsmittel in San Diego, diese sind aber eher schlecht angebunden, und man ist oft sehr lange unterwegs, vor allem Richtung Strand oder bei Ausflügen.
San Diego
San Diego selbst bietet sehr viele Freizeit- und Ausflugsmöglichkeiten. Besonders empfehlen kann ich La Jolla und Coronado, das waren meine Lieblingsorte. Beide eignen sich super zum Shoppen, Essen gehen oder einfach zum Spazieren. Auch die Imperial Sand Dunes sind ein sehr cooles Ausflugsziel und etwa eine Stunde von San Diego entfernt. Direkt an der mexikanischen Grenze liegt außerdem das Las Americas Outlet, das sich gut für Shopping eignet. Los Angeles ist ebenfalls nur etwa eine Stunde entfernt und wir sind mehrmals dorthin gefahren.
Schon Fernweh bekommen?
Entdecke unsere vielen Erfahrungsberichte zu unseren Partnerhochschulen. Alternativ beraten wir dich auch gern und helfen dir, eine passende Hochschule für dich zu finden!
Was Essen angeht, gibt es ebenfalls viele gute Möglichkeiten. Neben In-N-Out kann ich Menchie’s empfehlen, wenn man Frozen Yogurt mag. Für ein etwas schickeres Essen ist das italienische Restaurant Seneca sehr zu empfehlen, das eine Dachterrasse und einen tollen Blick bietet.
Es ist außerdem sehr leicht, neue Leute kennenzulernen. Auf dem Campus, in den Kursen oder bei Veranstaltungen kommt man schnell mit anderen Austauschstudierenden und lokalen Studierenden ins Gespräch.
Fazit
Alles in allem war mein Auslandssemester an der SDSU echt eine richtig gute Erfahrung. Die Kurse waren interessant, die Betreuung von College Contact lief super, die Freizeitmöglichkeiten und die Umgebung sind klasse, und man kann richtig viel unternehmen. Ich würde das Auslandssemester auf jeden Fall weiterempfehlen, weil man nicht nur fachlich, sondern auch persönlich sehr viel mitnimmt und einfach mal eine andere Perspektive auf das Leben und Studieren in den USA bekommt.
Die neuesten 3 Berichte