Mein Auslandssemester an der University of Essex war eine der prägendsten und schönsten Erfahrungen meines bisherigen Studiums. Der Aufenthalt wurde über College Contact organisiert und dauerte insgesamt zwölf Wochen. Mein persönlicher Fokus lag klar darauf, meine Englischkenntnisse zu verbessern, internationale Erfahrungen zu sammeln und gleichzeitig ein spannendes akademisches Umfeld kennenzulernen. Rückblickend kann ich sagen, dass diese Erwartungen in jeder Hinsicht erfüllt und sogar übertroffen wurden.
Bewerbungsprozess und Organisation über College Contact
Die Organisation über College Contact verlief ausgesprochen unkompliziert und angenehm. Etwa ein halbes Jahr vor dem geplanten Auslandsaufenthalt habe ich Kontakt aufgenommen, meinen gewünschten Zeitraum genannt und meine Prioritäten definiert, insbesondere mit dem Fokus auf das Verbessern meiner Englischkenntnisse. College Contact hat sich um den gesamten Bewerbungsprozess gekümmert, stand jederzeit für Rückfragen zur Verfügung und hat mir Schritt für Schritt erklärt, welche Unterlagen benötigt werden. Am Ende musste ich lediglich noch die offiziellen Formulare der University of Essex ausfüllen, der Rest lief nahezu automatisch. Für mich war diese Unterstützung überragend, da ich mich um nahezu nichts selbst kümmern musste.
Vorbereitung und Unterkunft
Auch die Vorbereitung seitens der University of Essex war hervorragend organisiert. Das International Office hat frühzeitig alle relevanten Informationen bereitgestellt, insbesondere zum Thema Unterkunft. Wir erhielten eine übersichtliche Aufstellung der verschiedenen Wohnmöglichkeiten auf dem Campus, die sich nach Kriterien wie Budget, Komfort und Lage unterschieden. Nach ein paar Mausklicks konnte man super easy seine Wunschunterkunft auswählen. Großer Vorteil war, dass die meisten International Students ebenfalls auf dem Campus gewohnt haben.
Anreise und Lage
Die Anreise erfolgte bei mir mit dem Flugzeug, was sich durch die Nähe zum Flughafen London Stansted absolut angeboten hat. Von dort aus ist man schnell und unkompliziert in Colchester (bzw. Bahnhof Hythe). Ein entscheidender Grund für meine Wahl der University of Essex war tatsächlich die Lage. London ist mit dem Zug in etwa einer Stunde erreichbar. Diese Nähe hat den Aufenthalt enorm bereichert, sei es für Tagesausflüge, Wochenendtrips oder Fußballspiele.
Studium, Kurse und Prüfungen
Dank eines vorher gelesenen Erfahrungsberichts war ich darauf vorbereitet, dass es bei der Kurswahl zu kurzfristigen Änderungen kommen kann. Tatsächlich gab es bei mir aufgrund einer Überschneidung einen Wechsel innerhalb der ersten Woche. Dank der sehr hilfsbereiten Betreuung vor Ort war dies jedoch überhaupt kein Problem. Am Ende belegte ich zwei Masterkurse im Bereich Marketing sowie einen Bachelor Kurs zu Sustainability and Innovation.
Die Prüfungsleistungen der Kurse bestanden jeweils aus einem Essay (2000-2500 Wörter) und/oder einer Klausur/Präsentation. Ich fand diese Konstellation recht angenehm, da man gerade unter dem Semester bereits die Essays „wegarbeiten“ konnte und so hinten raus mehr Luft für Wochenend-Trips etc. hatte.
Leben auf dem Campus und Betreuung vor Ort
Das Leben auf dem Campus war eines der absoluten Highlights meines Aufenthalts. Die University of Essex ist eine Campus-Universität, was bedeutet, dass sich wirklich alles an einem Ort befindet. Zwei Bars, ein Club, ein Supermarkt, zahlreiche Cafés und Restaurants, Sportplätze, eine Tennishalle, ein Kino sowie eine große Bibliothek sorgten dafür, dass es einem an nichts fehlte. Besonders hervorzuheben sind die zahlreichen Societies, die ein riesiges Angebot an Sport, Kultur und Freizeitaktivitäten bieten.
Da viele International Students in denselben Wohnanlagen untergebracht sind, fiel es extrem leicht, Anschluss zu finden. Die Ersti-Woche, gemeinsame Bar-Abende auf dem Campus und Kneipentouren (überragende Kneipenkultur in England) in Colchester haben zusätzlich dazu beigetragen, schnell Freundschaften zu schließen.
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Freizeit, Reisen und Fußball
„England – das Land des Fußballs“. Genau das war eine meiner Prämissen für dieses Auslandssemester. In den zwölf Wochen vor Ort war ich insgesamt zehnmal im Stadion und habe Spiele von der Premier League bis zur vierten Liga besucht. Besonders West Ham United eignet sich gut für Premier League Besuche, da man vergleichsweise leicht an Tickets kommt (auch wenn die Stimmung im Vergleich zu deutschen Stadien eher mau ist).
Neben dem Fußball standen zahlreiche Wochenendausflüge auf dem Programm, unter anderem nach Cambridge, Oxford und in die Cotswolds. Viele andere International Students nutzten zudem die Nähe zum Flughafen, um Europa zu bereisen, auch das ist ein großer Vorteil des Standorts.
Do‘s and Don‘ts
Zu klassischen Don‘ts fällt mir ehrlich gesagt kaum etwas ein. Bei den Do‘s würde ich vor allem eines betonen: Seid offen und nehmt gerade zu Beginn jede Kneipentour, jeden Bar-Abend und jedes Sport Tryout mit, das euch interessiert. Dank des großartigen Engagements der Student Union ist eigentlich immer was los am Campus, und genau dort entstehen die Kontakte und Freundschaften, die den Aufenthalt so besonders machen. Außerdem sollte man das Budget etwas großzügiger planen als gedacht, da die Lebenshaltungskosten und vor allem die Erstausstattung der Zimmer wie Küchenutensilien oder Bettzeug häufig unterschätzt werden.
Fazit
Abschließend kann ich nur sagen, dass meine Zeit an der University of Essex unvergesslich war. Vor allem von der Internationalität, Offenheit und Vielfalt der Menschen konnte ich extrem profitieren. Wer ein Auslandssemester in einem internationalen Umfeld sucht, seine Englischkenntnisse verbessern möchte und gleichzeitig die Nähe zu London schätzt, dem kann ich die University of Essex uneingeschränkt empfehlen.
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