10 Dez
Erfahrungsbericht von Xaver B.

University of California Santa Barbara

Stadt: Santa Barbara
Land: USA
Kontinent: Nordamerika
Studienrichtung: VWL
Studientyp: Summer Sessions
Zeitraum: 08/2008 bis 09/2008

Hochschule:
Studieninhalte:
Studienbedingungen:
Freizeit:
Spaß:
Kosten:
Gesamtbewertung:

Ich war vom 03.08.2008 bis 15.09.2008 mit einem Kameraden an der UCSB und habe dort in der session B den Kurs Accounting Information Systems (ECON 185) belegt.

Man fragt sich jetzt eventuell warum ich nur einen Kurs belegt habe. Das liegt einfach daran, dass ich durch mein Studium an der Universität der Bundeswehr München andere Aufnahmebedingungen hatte.

Man kann die „normalen“ Kurse auch nur empfehlen, da wir von einigen anderen ausländischen Studenten erfahren haben, dass das Niveau in den Extension Kursen wohl eher niedrig sein soll und man somit nicht wirklich viel mitnimmt. Unser Kurs dagegen war angemessen anspruchsvoll hat aber, nicht zuletzt durch den guten Dozenten, auch Spaß gemacht. Der große Unterschied zum Studium in Deutschland bestand für mich zum einen darin, dass sehr viel mit elektronischen Medien gearbeitet wurde und dass man Hausaufgeben aufbekam, die in die Endnote einflossen. Diese wurden auch digital erstellt und per e-mail versandt. Arbeitsaufwand hatten wir für den Kurs bei zwei jeweils zweistündigen Vorlesungen pro Woche ungefähr dreimal pro Woche zwei Stunden Lernen/Lesen und zwei mal pro Woche eine Stunde Hausaufgaben erledigen. Das kommt daher, dass wir in den zehn Wochen zwei Bücher mit jeweils ca 200 Seiten durchgearbeitet haben. Diese Bücher musste man sich auch selbst beschaffen, genauso wie den I-Clicker. Der Bookstore kauft aber die meisten Sachen gebraucht wieder an, es ist also nicht so schlimm, wie es zunächst aussieht wenn man für ein Buch 200 Dollar bezahlt.

Untergebracht waren wir auf eigenen Wunsch hin nicht in den international-houses, welche off campus sind, sondern in einer der residence-halls, was sich auch als sehr günstig herausstellte, da wir die einzigen Ausländer im gesamten Gebäude waren. Das hieß man hatte gar keine andere Möglichkeit als sich mit den Amerikanern zu arrangieren. Nachdem das auch eines unser Ziele war kam es uns nur gelegen. Zusätzlich hatte man so die Möglichkeit auf die durchaus interessanten Privat-Parties zu kommen. Das ist auch das was die anderen internationalen Studenten, die nicht am Campus oder in Isla Vista gewohnt haben, bestätigten. Sie hatten so gut wie gar keinen Kontakt zu Amerikanern. Im Allgemeinen wurden wir dort auch sehr herzlich aufgenommen und haben echte Freunde gewonnen.

Gegessen haben wir in der Mensa am Campus. Dort haben wir uns für zehn Mahlzeiten pro Woche eingebucht, was auch ausreichend ist, da man nach anfänglicher Euphorie feststellen muss, dass All-you-can-eat Fastfood nicht jeden Tag Spaß macht. Bezahlt haben wir pro Mahlzeit sieben Dollar, was echt in Ordnung ist. Um die angefressen Pfunde wieder los zu werden kann ich nur die Sportmöglichkeiten auf dem campus empfehlen, dort findet man alles was das Herz begehrt, von Outdoor-/indoor-pool über zwei gut ausgestattete gyms zu Kletterwand, Basketball-Hallen und Fußballplatz.

Bei der Uni im Gesamten merkt man, das man viel Geld bezahlt und das dieses auch für die Uni verwandt wird. Es ist sehr sauber und modern dort und man wird nicht in Massenkursen mit altem Material, sondern mit neuen Medien und mit max 60 Leuten unterrichtet. Dazu wird man auch ausgezeichnet betreut, da man mit allen Fragen die Leute im Extension-Office belästigen kann und auch an allen anderen Einrichtungen immer freundlich beraten wird.

Ich muss dazu sagen, dass wir vornehmlich zum Leben und Land und Leute kennenlernen dort hingefahren sind. Dafür bietet sich eine Uni mit eigenem Strandabschnitt einfach an. Außerdem kann man von dort viele Ausflugsziele anfahren oder auch nationale Ziele anfliegen. Ansonsten kann man sich auch die Nächte downtown SB oder auf Parties in Isle Vista um die Ohren schlagen, geboten ist immer etwas. Ach ja, Isla Vista ist übrigens eine riesige Studentenstadt, dort wohnen etwa 5000 Studenten in Appartments oder Häusern, also wer länger als sechs Wochen an die UCSB will sollte es in Erwägung ziehen sich da einzumieten. Denn die Infrastruktur ist absolut auf Studenten ausgelegt.
Ein sehr großer Unterschied besteht übrigens in der Party-Kultur da es dort äußerst üblich ist Privat-Parties zu veranstalten, da das einfach billiger ist und wenn man Bier mitbringt ist man herzlich eingeladen. Um Alkohol zu kaufen muss man aber über 21 sein.
Dafür erlebt man in Californien Service wie er im Buche steht, sei es wenn man essen oder einkaufen geht oder einfach nur nach dem Weg fragen will, die Leute sind fast immer freundlich.

Teuer war der gesamte Aufenthalt auf jeden Fall, da wir bei dem günstigen Dollarkurs auch nicht gespart haben uns Klamotten zu kaufen, aber ich bereue keinen Cent und wenn ich es mir leisten könnte säße ich jetzt schon wieder im Flieger.