17 Okt
Erfahrungsbericht von Theresa A.

University of California Los Angeles


Stadt: Los Angeles
Land: USA
Kontinent: Nordamerika
Studienrichtung: Politikwissenschaft, Sprach- und Kulturwissenschaften
Studientyp: Summer Sessions
Zeitraum: 08/2008 bis 09/2008

Hochschule:
Studieninhalte:
Studienbedingungen:
Freizeit:
Spaß:
Kosten:
Gesamtbewertung:

Ich habe diesen Sommer an einer durch College Contact organisierten Summer Session an der University of California, Los Angeles teilgenommen und kann gleich vorneweg sagen: Die sechs Wochen waren einfach super! Die Uni, das Land, die Leute, die Strände, die Shopping-Möglichkeiten, die Parties…- spitze!

Angekommen bin ich Anfang August, der Aufenthalt ging sechs Wochen, also bis Mitte September. Ich habe die Session C, wie viele andere deutsche und österreichische Studenten, gewählt, da sich diese Zeit am besten mit meinem Studium vereinbaren ließ. Klausuren und Hausarbeiten waren erledigt, so dass ich mit freiem Kopf in die USA reisen konnte. Auch wegen des Wetters war die Wahl dieser Zeitspanne ideal, da es die ganzen sechs Wochen angenehm warm war (zwischen 25 und 35°C) und nur selten Wolken am Himmel waren. Nachts wird es allerdings sehr frisch, so dass eine Jacke stets dabei sein sollte - und Achtung: die Amis lieben Klimaanlagen! Eine Busfahrt, eine Supermarkttour oder Uni-Kurse können schon sehr unangenehm werden, wenn man nichts Warmes zum Überziehen eingepackt hat. Die meisten von uns haben sich auch promt erkältet…

Gewohnt habe ich off-campus, in den Glenrock-Appartments. Diese lagen zwar am weitesten von der Uni entfernt, allerdings hieß das auch nur einen kleinen Fussmarsch von 5-10Minuten zur Uni. Alle Off-Campus-Unterkünfte lagen in sehr guter Distanz zum Campus und hatten einfach den Vorteil, dass man nicht in den Wohnheimen Sproul/Rieber Hall wohnen musste, in denen es doch gelegentlich Schwierigkeiten mit den room mates (2-3 Personen auf sehr kleinem Raum) oder den sanitären Einrichtungen gab. Außerdem ist Alkohol On-Campus verboten, Off-Campus nicht…Meistens wurden unsere Parties Off-Campus allerdings von der Campus-Polizei gestört, aber dann ging‘s einfach ein anderes Appartment weiter…

Ich habe in einem Einzel-Appartment (Studio) in Glenrock gewohnt, was ich sehr empfehlen kann. Das Appartment bestand aus einer geräumigen Küchenzeile mit Herd, Mikrowelle, Kühlschrank, Spülmaschine etc., ist aber überhaupt nicht mit Töpfen, Geschirr, Besteck o.ä. ausgestattet. Des Weiteren gab es ein Schlaf-/Wohn-/Esszimmer, das gut Platz geboten hat. Außerdem gab es noch ein nettes Badezimmer und ein Ankleidezimmer. Den Balkon konnte ich leider nicht oft nutzen, da er sehr dreckig war. Allgemein war das Studio bei der Ankunft nicht sehr sauber, was bei dem hohen Preis echt unverschämt war. Generell zahlt man für die Unterkunft verhältnismäßig viel, da das Essen ja auch nicht inbegriffen ist.

Es war jedoch absolut kein Problem mit aufgeladener BruinCard in den Mensen On-Campus zu essen. Die ersten Wochen haben sich fast alle Deutschen immer in der Rieber Hall zum Essen getroffen, doch die meisten Off-Campusler haben danach woanders gegessen, da das Essen nach drei Wochen wirklich immer das gleiche ist. Die Salat-Bar und die Obstauswahl waren sehr gut, aber ansonsten dominierten Burger und Pizzen den Speiseplan. Sehr gut ist das “All you can eat“-Motto: Man zahlt einmal und kann soviel essen und trinken wie man möchte.

Die Uni-Kurse waren top! Ich habe einen Kurs in English Literature belegt (“American Literature since 1945“) und einen Kurs in Politics (“Electoral Politics: Mass Media and Elections“). In beiden Kursen waren die Professoren sehr nett und sehr engagiert. Die Ergebnisse von Tests, Mid-Terms oder Finals erhielt man sehr schnell, außerdem wurde fair benotet. Der Literaturkurs war sehr anspruchsvoll und so durfte ich in knapp sechs Wochen sieben nicht gerade dünne Bücher lesen, die dann im Unterricht diskutiert wurden. Den Politikkurs habe ich wegen des aktuellen Präsidentschaftswahlkampfes in den USA gewählt und meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht: Viele aktuelle Themen wurden debattiert und visuell sehr ansprechend präsentiert. Mehr als zwei Kurse würde ich nicht empfehlen, weil man ja neben dem Studium auch ordentlich was von Kalifornien sehen möchte.

Da neben Europäern vor allem Asiaten an den Summer Sessions teilnehmen, lernt man in den Kursen schnell Japaner oder Chinesen kennen. Amerikaner nehmen zwar auch an den Sessions teil, doch überwiegt eindeutig die Zahl der europäischen und asiatischen Studenten. Wenn man jedoch einen Amerikaner kennengelernt hat, geht es schnell, dass man zu einer (Frat-)Party eingeladen wird und mit den Amis ordentlich Spaß haben kann. Allgemein waren die Amerikaner super-freundlich und stets darauf bedacht, einem zu helfen. Das war auf dem Campus ebenso wie am Strand oder in der City.

Die UCLA für die Summer Session zu wählen ist das beste, was man machen kann! Denn nicht nur die Uni samt Studenten, riesigem Sportprogramm etc. bietet wahnsinnig viel, auch Los Angeles als Ort ist fantastisch! Die UCLA liegt in Westwood, einem sehr netten und sicherem Viertel. Beverly Hills, Bel-Air, Hollywood, Santa Monica etc. sind sehr schnell zu erreichen. Da das Bus-Netz in LA recht unzuverlässig ist (aber preiswert!), ist ein Mietwagen für den Aufenthalt zu empfehlen. Leute zum Mitfahren finden sich immer und ein eigenes Auto spart viel Zeit und Geld. Denn nur, wenn man mobil ist, kann man LA und Umgebung richtig kennenlernen!

Wir habe jede freie Minute genutzt, um möglichst viele von den Sehenswürdigkeiten zu sehen. Neben den ganzen schönen Vierteln, haben wir mehrere Shopping-/Outletmalls aufgesucht und tolle Schnäppchen gemacht! Das Angebot ist einfach unglaublich! Die Wochenenden haben wir dann für längere Trips nach San Francisco, Las Vegas, San Diego, Santa Barbara etc. genutzt. Vor allem Las Vegas ist für uns alle eine unvergessliche Zeit geworden, diese künstliche Stadt bietet die besten Voraussetzungen zum Spielen und Feiern! Wenn man nach San Francisco reist, sollte man auf dem Rückweg unbedingt den legendären Highway No.1 fahren, obwohl da schon mit mindestens 12 Stunden Fahrzeit zu rechnen ist…

Die Strände von Los Angeles sind ebenfall super: Ob Venice Beach, Santa Monica, Zuma Beach, Newport Beach oder Manhattan Beach - alles Strände sind echt empfehlenwert und traumhaft schön! Das Meer mit den tollen Wellen lädt zum Baden ein und seit LA bin ich ein riesiger Fan vom Boogie-Boarden!

Das Amüsement kommt in LA keinesfalls zu kurz! Denn auch nachts hat die Stadt ungemein viel zu bieten: Ob Studentenparty, legerer Bar-Abend oder trendiger Club auf dem Sunset Boulevard - es ist für jeden etwas dabei und man sollte alles mal getestet haben! Es gab kaum einem Abend, an dem nicht gefeiert und getanzt wurde, trotz anstrengender Ausflüge und Uni hatte der Spaß immer Priorität!

Ich kann eine Summer Session an der UCLA nur empfehlen, da ich eine unglaublich tolle und beeindruckende Zeit in den Staaten erlebt habe! Man lernt sehr schnell nette Leute kennen und rauscht von einem tollen Erlebnis ins nächste!

College-Contact hat alle formalen Dinge vereinfacht und erledigt, so dass ich den Aufenthalt problem- und reibungslos genießen konnte!

Ich kann nur sagen: Go to LA and have the time of your life…!