25 Aug
Erfahrungsbericht von Noell B.

University of California Berkeley

Stadt: Berkeley
Land: USA
Kontinent: Nordamerika
Studienrichtung: BWL
Studientyp: Summer Sessions
Zeitraum: 05/2014 bis 07/2014

Hochschule:
Studieninhalte:
Studienbedingungen:
Freizeit:
Spaß:
Kosten:
Gesamtbewertung:

Inzwischen sind jetzt einige Wochen vergangen seit meinem Auslandsaufenthalt in Berkeley und ich möchte diese Erlebnisse nicht mehr missen. Rückblickend war es eine sehr tolle Zeit dort und ich habe viele neue Erfahrungen und Eindrücke sammeln können. Ganz besonders beindruckt war ich von der Universität und dem Campus in Berkeley. Obwohl es Semesterferien waren, konnte man viele Eindrücke von dem Studentenleben in Amerika sammeln. Die Größe des Campus´ und der jeweiligen Gebäude ist wirklich beeindruckend. Vor allem fasziniert war ich von der riesigen Bibliothek. Diese von innen zu sehen war schon ein Erlebnis für sich. 
Da ich nur einen Kurs belegt habe, kann ich keine generellen Informationen zu den Vorlesungen geben, aber die Eindrücke die ich sammeln konnte waren sehr prägend. Die Vorlesung basierte auf der Mitarbeit und Beteiligung der Studenten, denn es wurden viele Erfahrungen geteilt und Diskussionsrunden angeregt. Durch die vielen Beispiele der Studenten wurden viele Themen anschaulicher und einfach zu verstehen. Themen wie zum Beispiel „Equal Employment Opportunity Law“, „Managing Diversity“, „Appraising and Managing Performance“ und „Training the Workforce“ wurden mit aktuellen Beispielen von großen und bekannten Unternehmen eingeleitet. Basierend auf den Unterlagen, die man sich zuvor selbstständig organisieren, und vor jeder Stunde vorbereiten, musste, wurden die Themen tiefer gehend behandelt. Jegliche Kosten, wie Textbook und Course Pack, müssen die Studenten selbst tragen.
Die Professorin legte wahnsinnig viel Wert darauf, dass sich jeder Student beteiligt und mitarbeitet. Deshalb war es auch wichtig, dass man sich nach dem Unterricht auf die nächste Stunde gut vorbereitet, da sie auch Studenten drannahm, die sich nicht meldeten. Da die Mitarbeit und Beteiligung an den Diskussionen einen Teil der Note ausmachte, musste man sich zwangsläufig vorbereiten, wenn man den Kurs bestehen möchte. Für die Professorin war es sehr wichtig, dass alle Kursteilnehmer Regeln befolgten, die die Zusammenarbeit erleichtern sollten, wie zum Beispiel pünktlich zum Unterricht erscheinen und keine Mobiltelefone/ Laptops/ Tablets während des Unterrichts zu benutzen. Die Endnote setzt sich zusammen aus der Anwesenheit und Beteiligung in dem Unterricht, einer Gruppenpräsentation und einer Einzelausarbeitung zu der Gruppenpräsentation, einer weiteren schriftlichen Ausarbeitung und einer Klausur am Ende der Summer Session. 
Was mir besonders gut gefallen hat war der kulturelle Mix in diesem Kurs. Viele Themen, die wir ausgearbeitet hatten waren in einigen Ländern unterschiedlich. Diese kulturellen Unterschiede waren sehr interessant. Von anderen Studenten, die mehrere Kurse pro Session belegt haben, habe ich erfahren, dass in diesen Kursen der/die Professor/in lediglich sein/ihr Skript vorträgt und zwei Klausuren geschrieben werden mussten. Demnach gibt es Unterschiede von Kurs zu Kurs und von Professor zu Professor bezüglich der Aufwendungen und Anstrengungen die man investieren muss. Ehrlich gesagt bin ich froh, nur einen Kurs belegt zu haben, da dieser so Zeit- und Arbeitsintensiv war und alles andere als einfach. Ein weiterer Kurs hätte meiner Intension dieser Reise nicht entsprochen, denn für mich stand die Universität nicht im Vordergrund. Ich wollte das Land sehen, Menschen kennen lernen und neue Auslandserfahrungen sammeln. Auf der anderen Seite war diese Entscheidung, nur einen Kurs zu belegen, auch mit einigen Nachteilen verbunden. Es beinhaltet einige Hindernisse bei der Einreise. Der Hauptgrund ist in diesem Fall nicht mehr das Studieren, sondern das Reisen. Bei zwei Kursen muss man ein Visum beantragen und zählt als Vollzeitstudent, bei lediglich einem Kurs benötigt man kein Visum und gilt als Tourist. Beides hat sicherlich seine Vor- und Nachteile, die man für sich selbst abwägen muss.
Die Unterkunft, in der ich gewohnt habe, kann ich nur weiterempfehlen. Es ist zwar bestimmt nicht die günstigste Variante aber das International House bietet viele Vorteile. Zum einen gibt es dort einen Dining Room, sodass man zum Essen nicht das i-House verlassen muss. Das Büfett bietet immer eine große Auswahl, sogar Vegetarier und Veganer können zwischen verschiedenen Gerichten wählen. Die Qualität des Essens ist meistens gut gewesen, wobei es teilweise sehr an Kantinenessen erinnerte. Es gab immer frisches Obst und eine Salattheke, sodass für jeden etwas dabei war. Das i-House Café ist auch zu empfehlen, vor allem weil die Bewohner dort ein Guthaben von US$ 50 auf ihrer Studentenkarte haben. Die Zimmer waren zwar nicht besonders groß aber völlig ausreichend. Zum anderen spricht die Lage für das i-House. Die Gegend ist sicher und nicht weit von der Business School entfernt. Der Empfang ist immer besetzt und nachts gibt es einen Security Wachmann der für die Sicherheit der Gäste sorgt. Das i-House bietet die perfekte Gelegenheit um viele Menschen aus anderen Ländern kennen zu lernen. 
Alles in Allem war es eine unvergessliche Zeit in Berkeley und ich würde immer wieder dorthin zurückkehren.