12 Jul
Erfahrungsbericht von N. N.

University of California Santa Barbara

Stadt: Santa Barbara
Land: USA
Kontinent: Nordamerika
Studienrichtung: Soziologie, Anglistik / Amerikanistik
Studientyp: Auslandssemester
Zeitraum: 03/2012 bis 06/2012

Hochschule:
Studieninhalte:
Studienbedingungen:
Freizeit:
Spaß:
Kosten:
Gesamtbewertung:

Liebe Leser,

vielleicht habt ihr schon andere Erfahrungsberichte gelesen, und euch so einen kleinen Überblick verschafft. Daher ist es aus meiner Sicht auch nicht notwendig, noch mal zu beschreiben, wo die Universität genau liegt, und wie schön Santa Barbara ist etc. etc.
Ich möchte mich auf die wesentlichen Dinge, kurz und prägnant formuliert, konzentrieren.

Bevor es losgeht

Formulare komplett ausfüllen und abschicken. Ich hatte mir erst im Oktober überlegt, dass ich ja mal nach Amerika gehen könnte, und dann husch husch die Unterlagen (Bestätigungsschreiben der Bank, Reisepass, TOEFL …) noch schnell besorgt. Hier noch mal ein großes Dank an das college-contact Team, die stets dafür gesorgt haben, den zukünftigen Studenten mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

  • Reisepass: Wer, wie ich, noch nie einen Reisepass besessen hat, aber dennoch schnell einen braucht, kann sich einen vorläufigen (1 Jahr gültig) besorgen. Dieser kostet sogar nur unter 30 Euro und, das Wichtigste, mittels des Visums, was ihr sowieso braucht, ist dieser auch in den USA gültig.

 

  • VISUM: Ich war damals in Frankfurt gewesen, aber München und Berlin gehen auch. Ihr macht euch einen Termin online, bezahlt die Gebühren und fahrt an eurem Termin zu euren jeweiligen Ort. Dort gibt es erst ein kurzes Interview auf deutsch und dann auf englisch. Wie bei den guten Ärzten: 2 Stunden Wartezeit und 5 Minuten Gespräch. Alles in allem keine große Geschichte und auf jedenfall machbar.
  • TOEFL: Meiner war schon abgelaufen, aber ich wurde dennoch zugelassen. Sollte dies bei euch auch der Fall sein, probiert es einfach aus. Das Schlimmste, was passieren kann: Ihr müsst ihn noch mal machen.

Schon Fernweh bekommen?

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Von allen großen deutschen Flughäfen gibt es relativ günstig (Preise vergleichen) Flüge über London oder New York nach Los Angeles. Ich kann euch Air Berlin ans Herz legen.
Wer gleich mit dem Abenteuer starten möchte, nimmt sich ab Los Angeles einen Mietwagen (sehr günstig, besonders ab 25 Jahren) und fährt nach Santa Barbara. Wer die Qualität des Abenteuers noch steigern möchte: Fahrt um 4 Uhr Nachmittags los (PS: Der Großraum Los Angeles hat 16 Millionen Einwohner und wahrscheinlich doppelt so viele Autos).


Unterkommen

Bucht euch vor eurem Antritt einen Platz in einem der beiden Hostels in Santa Barbara. So habt ihr die Möglichkeit, euch schon mal an das schöne Wetter zu gewöhnen und den einen oder anderen Kontakt zu knüpfen. Ich habe z.B. schon andere Austauschstudenten in den Hostels kennen gelernt und mit ihnen Santa Barbara erkundet.

Von dort aus sucht ihr euch dann eine Unterkunft in Isla Vista, der Studentenstadt neben der Uni. Hier gibt es sehr viele Möglichkeiten, wo, wie und zu welchem Preis man wohnen möchte.

Für die Party liebenden: Sucht euch ein Zimmer auf Del Playa (DP). Dort ist nahezu jeden Tag Action. Ach ja, ihr solltet außerdem nicht pingelig bezüglich Sauberkeit sein.

Für die, die alles im Voraus geklärt haben sollen: Organisiert euch ein Zimmer in den Apartments der Universität. Dies müsst ihr über die housing Homepage der UCSB machen. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten zu wohnen.

Für alle, die gerne pokern: Fahrt nach Santa Barbara, geht auf craigslist.de und sucht euch eine Unterkunft. Der Vorteil ist, ihr könnt euch eure „Heimat“ anschauen, bevor ihr euch entscheidet. Außerdem bekommt man die „Schnäppchen“, speziell für Einzelzimmer, meist erst kurz vor Semesterbeginn.

Generell ist aber craigslist.de eine gute Anlaufstelle. Auch für Fahrräder, Geschirr, Möbel, etc.


Auskommen

Die Studiengebühren und die Unterkunft gehen besonders ins Geld. Ich würde sagen, für diese beiden Sachen solltet ihr schon mal im Schnitt circa 3500 – 4500 $ einplanen. Hinzu kommt noch die Verpflegung, Road Trips und natürlich auch die Parties. Summa summarum solltet ihr schon 8000 – 9000 Euro haben, um relativ gut leben zu können. Gar keine Frage, dass diese Summe um das Doppelte erhöht werden muss, falls ihr längeres Rumreisen plant, Festivals besuchen wollt oder euch hochwertige, technische Geräte kaufen möchtet.


Generelle Tipps

Wenn ihr noch nicht 21 Jahre alt seid, fahrt nicht nach Amerika!
Vermeidet, wenn möglich, den Isla Vista Shop und Albertsons in Goleta. Geht lieber zu Trader Joes oder Costco.
Holt euch eine Mietgliedschaft im Rec Center und im Excursion Club.
Kauft euch ein Fahrrad. Und ein gutes Schloss.
Fahrt Donnerstags mit Bills Bus nach Downtown. Getränke nicht vergessen.
Geht auf die House Parties auf DP.
Hängt nicht nur mit Deutschen rum, sondern geht auch auf Amerikaner zu. Die sind meist sehr offen, aber auch manchmal etwas weniger zuverlässig, als ihr es vielleicht in Deutschland gewohnt seid.

Falls ihr noch Fragen habt, bin ich gerne bereit, diese zu beantworten.

Ansonsten kann ich euch nur ans Herz legen, ein Quarter dort zu studieren! Achtet nicht so sehr aufs Geld, sondern bedenkt, dass ihr die Erfahrungen, die ihr machen werdet, nicht kaufen könnt. Das muss man einfach mal erlebt haben!

Viel Spaß.