4 Sep
Erfahrungsbericht von Matthias G.

University of California Berkeley

Stadt: Berkeley
Land: USA
Kontinent: Nordamerika
Studienrichtung: Internationale BWL
Studientyp: Summer Sessions
Zeitraum: 11/-1 bis 11/-1

Hochschule:
Studieninhalte:
Studienbedingungen:
Freizeit:
Spaß:
Kosten:
Gesamtbewertung:

Nachdem ich ein Plakat von College Contact an meiner Universität gesehen hatte und mich über die Möglichkeit einer Summer Session informieren konnte, war für mich klar, dass ich in die USA will. Nach dem Durchlesen von weiteren Erfahrungsberichten fiel meine Wahl auf die UC Berkeley. Die Uni hat einen sehr guten Ruf und liegt in der Nähe von San Francisco, einer der schönsten Städte in Kalifornien.

Der Bewerbungsprozess lief sehr unkompliziert ab, hier noch einmal ein großes Lob an College Contact, die einem immer weiterhelfen und zur Seite stehen. Nach der Online Registrierung auf der Seite der UC Berkeley Summer Sessions war das meiste schon erledigt. Vorteilhaft ist auch, dass man seine Englisch-Kenntnisse als Deutscher nicht mit teuren Nachweisen belegen muss. Ich habe nur einen Kurs gewählt, so dass ich als Teilzeit-Student ohne zusätzliches Visum einreisen konnte. Bei 2 oder mehr Kursen muss man ein Studentenvisum organisieren. Euren Flug solltet ihr rechtzeitig bzw. frühzeitig buchen, da im Sommer die Flüge oft sehr teuer sind.

Ich habe den Kurs International Business gewählt. Der Kurs war nicht besonders schwierig und auch nicht zeitaufwendig, so dass man während der Session extrem viel Freizeit hat. Für mich war das ideal, da ich somit immer viele Sachen unternehmen konnte. Ein kleiner Tipp zu den Büchern: Man benötigt das Buch „International Business“ von McGraw/Hlll. Man braucht es zwar nicht unbedingt, aber wenn man es kauft sollte man es über Amazon oder so kaufen, da die Bücher in den USA extrem teuer sind. Es mussten während der Session zwei sogenannte Midterms eingereicht werden. Dabei müssen Aufsätze zu Wirtschaftsthemen geschrieben werden. Alles in allem wirklich machbar. Der dritte Midterm war eine Gruppenarbeit, was ich ehrlich gesagt etwas nervig fand, weil alle die gleichen Noten bekommen und manche sich einfach zu wenig einbringen. Der Professor und seine Assistenten sind sehr nett und helfen bei Problemen auch gerne weiter. Die Kurse sind klein gehalten, so dass auch Diskussionen entstehen, die auch vom Professor gewünscht sind. Ich fand das sehr interessant, so dass ich auch gerne zu den Vorlesungen gegangen bin. Die Inhalte sind eher oberflächlich, da es sich um einen Undergraduate – Kurs handelt.

Gewohnt habe ich während der Session in einem Haus der Coops. Um mehr über die Coops zu erfahren, schaut einfach auf der Homepage vorbei (www.bsc.coop). Die Coops sind im Vergleich zum International House und zu den Residence Halls sehr günstig. Dennoch würde ich euch als Ausländer das International House empfehlen, da dort am meisten los und man am besten neue Leute kennen lernen kann. Das Essen ist auch in Ordnung. Ich habe die Coops gewählt, da dort mehr einheimische Studenten wohnen und ich mehr von der amerikanischen Kultur und den Menschen kennen lernen wollte. Das muss aber meiner Meinung nach jeder selbst entscheiden.

Der Campus ist natürlich unglaublich groß und schön und bietet so einiges. Neben den Grünflachen, die man zum Sonnen und rumhängen nutzen kann, gibt es ein Fitness-Center, Pools und wunderschöne Bibliotheken. Um den Campus herum gibt es genügend Möglichkeiten um gutes Essen und auch Snacks zu bekommen. Die Stadt Berkeley hat durch die Vorgeschichte noch diesen „Hippie“ Flair. Leider sind auch viele Obdachlose zu sehen, die jedoch völlig harmlos sind und niemanden wirklich bedrängen. Sehr gut ist natürlich die Lage, da man schnell in San Francisco sein kann. Mit dem Zug ist man in ungefähr in 20 Minuten dort, so dass man bei Langweile einfach rüber fährt und sich die Stadt anschaut oder einkaufen geht.

In Berkeley selbst gibt es leider nicht so viele Möglichkeiten um feiern zu gehen. Die beiden besten Läden sind das das „Pappys“ und „Kips“. Hier treffen sich die meisten Studenten. Im „Pappys“ wird auch abends die Tanzfläche geöffnet, so dass auch mal eine richtige Party entstehen kann. An den Wochenenden werden in den Frat-Häusern (Verbindungshäuser) oft Partys veranstaltet. Diese Partys sind ein bisschen verrückt, machen aber eigentlich immer Spaß. Um in einem richtigen Club zu feiern, muss man schon nach San Francisco fahren. Ein bisschen nervig ist hierbei, dass nach 2 Uhr nachts kein Alkohol mehr ausgeschenkt werden darf in Kalifornien und dann die Partys beendet werden und alle nach Hause gehen.

An den Wocheneden habe ich mir Kalifornien angeschaut und viele Roadtrips gemacht. Das sollte man unbedingt machen. Empfehlenswert sind dabei auf jeden Fall Santa Barbara (über den Highway One) und Los Angeles sowie die umliegenden Strände. Einer der schönsten Plätze ist zu dem der Lake Tahoe, sehr empfehlenswert!!

Insgesamt kann ich euch einen Aufenthalt in Berkeley trotz der hohen Kosten nur empfehlen, da man eine Menge neuer Leute kennenlernt und an einer der besten Universitäten studieren kann!!