17 Nov
Erfahrungsbericht von Mary E.

University of California Irvine

Stadt: Irvine
Land: USA
Kontinent: Nordamerika
Studienrichtung: Biowissenschaften
Studientyp: Summer Sessions
Zeitraum: 08/2009 bis 09/2009

Hochschule:
Studieninhalte:
Studienbedingungen:
Freizeit:
Spaß:
Kosten:
Gesamtbewertung:

Durch eine Informationsveranstaltung von college-contact bin ich auf diese Internetseite gestoßen und habe auch gleich ein paar für mich interessante Angebote gefunden.
Das Team von college-contact ist sehr kompetent und hilft in jeder Notsituation. So hatte ich zum Beispiel bis zu meinem Visumstermin in Frankfurt nur wenig Zeit und brauchte so schnell wie möglich eine Zusage der gewählten Universität. Doch ein paar Telefonate seitens college-contact und der UCI und schon hatte ich alles im Briefkasten, obwohl meine Kurse, die ich belegen wollte noch gar nicht feststanden.
Setzt euch in jedem Fall mit dem Team auseinander und es wird eine zufriedenstellende Lösung für euch gefunden!

Angekommen in Los Angeles wurde ich von einem zuvor gebuchten Shuttleservice direkt und bequem zu meiner Unterkunft gebracht. Ich hatte mich für einen Aufenthalt in den Dormitories auf dem UCI Campusgelände entschieden. Ich lebte in einem großen Haus mit bis zu 30 Leuten. Es war immer was los, wurde nie langweilig und ich knüpfte schnell Kontakte.

Die Universität bietet spezielle „Activities“ an, zu denen man sich anmelden kann, wie zum Beispiel eine Bustour zu den Universal Studios oder auch das sogenannte Potlock, bei dem jeder ein Gericht seiner Nation entsprechend kocht und mitbringt. An diesem Tag lernte ich viele neue Leute kennen, mit denen ich auch den Rest meines Aufenthaltes verbrachte.

Leider war der Orientierungstag der Summer Session Studenten an einem Dienstag, am Montag davor hatte ich jedoch schon meine ersten Kurse. Ihr könnt euch vorstellen, dass es extrem stressig war sich am Montag noch vor 9am, denn der erste Kurs sollte dann beginnen, zu informieren, wo meine Kurse riesigen Campusgelände stattfinden sollten. An dieser Stelle muss ich kritisieren, dass es den Summer Session Studenten bei weitem nicht so leicht gemacht wird, wie den Studenten, die ein Englisch Pragramm besuchen. Wir waren insgesamt 9 Summer Session Studenten von insgesamt 12.000 Full-Time Studenten an der Uni. Deswegen hatten wir alle Schwierigkeiten mit dem Zugang zu unserem Account auf der Internetseite oder dem Auffinden diverser Ansprechpartner, weil viele nicht über unser Programm Bescheid wussten.
Wenn man sich jedoch genug anstrengt, bekommt man jedes Problem in den Griff und wenn ihr wirklich nicht weiter wisst, wendet ihr euch an das college-contact Team.

Wenn man kein Fahrrad hat muss man sich auf dem UCI Gelände, welches wirklich atemberaubend schön gestaltet und gepflegt ist, mit langen, langen Fußmärschen abfinden. Daher musste ich jeden morgen ca. 30 Minuten zu Fuß bis zu meinem Vorlesungsgebäude laufen. Die ersten Tage war das noch ziemlich anstrengend, ich habe es jedoch zum Schluss genossen, neben dem vielen Fastfood auch mal Bewegung zu haben, wobei man sich ebenfalls im campuseigenen Fitnessstudio auspowern kann.
Das Gelände gleicht einer Kleinstadt mit allem was das Herz begehrt, wie Supermärkten, Kino, Fastfood- Restaurants (nicht unbedingt wenig ;-) ), Tankstellen usw.

Die Studiengänge, die ich belegt habe waren wirklich interessant. Ich habe mich für Virology und Mind, Memory & Brain entschieden. Während Virology sehr trocken ablief und man sehr viel Arbeit Zuhause hatte, hatten wir in Mind, Memory & Brain die Möglichkeit viele interessante Filme zur Veranschaulichung zu sehen und sogar ein menschliches Gehirn anfassen und betrachten dürfen.

Der Ablauf und die Strukturierung der Kurse ist somit sehr unterschiedlich und hängt- wie auch an deutschen Universitäten- von den Dozenten ab. Wenn ihr merkt, dass euch die Kurse nicht liegen, habt ihr vor Ort die Möglichkeit einen unentgeltlichen Wechsel zu beantragen.
Bei Problemen sprecht eure Dozenten an! Sie sind in der Regel sehr kooperativ und versuchen zu helfen. Ich hatte zum Beispiel nach Rücksprache mit meinen Dozenten die Möglichkeit einen kleinen Translater mit in die Klausur zu nehmen, weil ich die Befürchtung hatte, dass ich das ein oder andere Wort in der Klausur nicht verstehen werde. Es wurde mir viel Verständnis entgegen gebracht und das rettete mir dann letzten Endes den ein oder anderen Punkt.

In den Dormitories lernte ich viele Leute aus dem ESL Programm kennen und somit waren wir nahezu jeden Tag unterwegs, haben etwas unternommen und neue Leute kennengelernt. Es sollte also kein Problem sein, Kontakte zu knüpfen und sich abendliche Beschäftigung zu suchen.
Jedoch gestaltet es sich auf dem UCI Gelände relativ schwierig ohne Auto großartige Aktionen zu starten. Die Strecken sind viel zu groß als das man sie zu Fuß bewältigen könnte. Ich hatte einige einheimische Studenten kennengelernt, welche ein Auto besaßen und konnte somit San Diego und Los Angeles sehen. Eine Alternative ist, sich mit 5 Leuten ein Auto zu mieten, das klappt auch mit eurer deutschen Fahrerlaubnis.
Es fahren natürlich auch Busse, jedoch ist das Streckennetz für entfernte Ziele extrem unübersichtlich und schlecht ausgebaut, sodass man sich auf langes Warten und lange Fahrten einstellen muss.

Das Wetter in Kalifornien ist atemberaubend, also lasst eure Jacken und langen Hosen zuhause ;-) Der Himmel ist wolkenlos und die Sonne scheint jeden Tag. Daher sind tägliche Strandbesuche ein Muss! Der Vorteil auf dem UCI Gelände zu wohnen ist, dass man relativ leicht mit dem Bus viele verschiedene Strände erreichen kann. Laguna Beach ist besonders empfehlenswert und auf Grund seiner abgelegenen Buchten besonders schön. Aber auch Newport Beach lässt sich sehen. Wer Lust auf Surfen und atemberaubende Sonnenuntergänge hat, muss unbedingt zum Huntington Beach fahren.

Insgesamt gesehen war die Summer Session in Irvine nach anfänglichen Schwierigkeiten ein absolut empfehlenswertes Erlebnis und eine tolle Lebenserfahrung.