12 Okt
Erfahrungsbericht von Leif N.

University of California Los Angeles

Stadt: Los Angeles
Land: USA
Kontinent: Nordamerika
Studienrichtung: BWL
Studientyp: Summer Sessions
Zeitraum: 08/2008 bis 09/2008

Hochschule:
Studieninhalte:
Studienbedingungen:
Freizeit:
Spaß:
Kosten:
Gesamtbewertung:

Ich habe die UCLA im Rahmen der Summer Session C von Anfang August bis Mitte September 2008 besucht. Meine Erfahrungen an dieser Hochschule waren gemischt, wobei die positiven grds. überwiegten.

Anreise:

Um nicht gleich in den Uni-Stress der ersten Tage zu geraten, bin ich bereits einige Tage zuvor in Los Angeles angekommen. Der Flug von Frankfurt über Philadelphia nach Los Angeles dauerte ungefähr 14 Stunden. Gerade deshalb sollte man einige Tage für die Akklimatisation einplanen und auch ein besseres Hotel buchen. In Los Angeles gibt es unendlich viel zu erleben. Die Tage vor dem Uni-Beginn habe ich für zwei Besuche am Venice Beach und verschiedene Sehenswürdigkeiten genutzt.

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Nach vier Tagen Los Angeles und Hotel-Leben ging es endlich an die Universität. Ich war in der Sproul Hall untergebracht, einem Wohnheim genau gegenüber der Mensa. Das Einchecken war mehr als unkompliziert. Mein Dreierzimmer habe ich mit einem Deutschen und einem Chinesen geteilt. Ein Zimmer zu teilen, mag deutschen Studenten evtl. etwas merkwürdig vorkommen, gehört an nordamerikanischen Hochschulen allerdings zur Normalität. Außerdem bietet es auch die Vorteile, den Anschluss an die Kommilitonen nicht zu verlieren, und auch immer mit genügend Informationen versorgt zu werden. Mir hat es stets gut gefallen nicht ganz allein auf einem Zimmer zu sein, und für 6 Wochen geht das schon mal.


UCLA:

Die UCLA ist eine der größten Universitäten in Kalifornien, und die mit Abstand angesehenste Hochschule in Los Angeles. Die Universität befindet sich zwischen Bel Air und Beverly Hills. Der Campus ist sehr gepflegt, sauber und parkartig angelegt. Neben den Vorlesungen besteht für Studenten ein vielfältiges Angebot an Sportaktivitäten. Vom Busbahnhof der Universität kann man fast alle wichtigen Buslinien nutzen, um die gängigen Ziele in Los Angeles zu erreichen. Auch sehr spät abends wird der Campus noch angefahren. Nach Mitternacht sollte man sich allerdings für ein Taxi entscheiden.


Kurse:

Die UCLA bietet das umfangreichste Programm an Kursen aller amerikanischen Hochschulen an, die von College-Contact betreut werden. Mit dem Schwerpunkt Steuern und Controlling habe ich mich für die Kurse „Management Accounting (MGMT 122)“ sowie „Corporate & Partnership Taxation (MGMT 127B) entschieden. Grds. lässt sich sagen, das Studium an der UCLA ist deutlich leichter als an deutschen Universitäten. Allein die Existenz eines Midterms halbiert den Lernstoff der Abschlussklausur und macht das Bestehen der Kurse schon wirklich sehr leicht. Hinzu kommt eine durchweg freundliche Unterstützung der Professoren. Wenn man dann noch Interesse zeigt, reicht ein Bruchteil der gewohnten Klausurvorbereitung für eine richtig gute Note. Allerdings sollte man auch den Faktor Spaß und das schon erwähnte, umfangreiche Freizeitprogramm in Los Angeles nicht vergessen. Die Summersession dauert eben nur 6 Wochen, so dass man nicht viel mehr als 2 Kurse belegen sollte.


Mensa:

Die UCLA bietet verschiedene Meal Plans an. Möchte man bei der Freizeitgestaltung flexibel bleiben, sollte man sich für 15 Mahlzeiten/ Woche entscheiden. Die Mahlzeiten beinhalten ein „All you can eat Buffet“, und können Wahlweise für Frühstück, Mittagessen oder Abendessen verwandt werden. Zunächst kommt einem das Essensangebot recht vielfältig vor, aber nach einigen Wochen merkt man dann schon eine gewisse Konsistenz im Angebot. Außerdem verfallen nicht genutzte (aber bezahlte) Mahlzeit, und können nicht in der Folgewoche genutzt werden.

Obwohl meine Erfahrungen an der UCLA grds. positiver Natur waren, gibt es auch dort Missstände, die in einem Erfahrungsbericht nicht fehlen sollten. Zunächst ist da die Ausstattung der Anderson Bibliothek zu nennen. Trotz relativ hoher Studiengebühren, ist die Bibliothek mit max. 2 Lehrbüchern pro Kurs ausgestattet. Diese Lehrbücher können nur im zwei Stundentakt ausgeliehen werden. Ein Buch muss dabei als Präsenzbestand immer in der Bibliothek verbleiben, während das zweite Buch ab 17:00 Uhr auch über Nacht ausgeliehen werden darf. Bei verspäteter Rückgabe wird eine Gebühr von 5.00 USD/ Stunde erhoben. Wer keine Lust auf dieses Hin und Her hat, muss sich für den Kauf eines Lehrbuches entscheiden. Hier muss allerdings mit einem Preis von weit über 100.00 USD gerechnet werden. Im Vergleich zur Bibliotheksausstattung deutscher Universitäten ist die Ausstattung an der UCLA wirklich traurig. Für meinen Steuerkurs (MGMT 127B) habe ich mir ein eigenes Buch gekauft. Wer Interesse an dem Buch hat, kann sich bei mir per e-Mail melden. Des Weiteren ist die Organisation des Auszugs aus dem Studentenwohnheim zu nennen. Die Summer Session C ging bis zum Freitag dem 12 September. Üblicher Weise werden die letzten Abschlussklausuren am Donnerstag der letzten Woche geschrieben. Allerdings gab es auch Kommilitonen, die noch am Freitag die Letzte Klausur hatten, und anschließend bis 17:00 Uhr ausgezogen sein mussten. Welche gründe für diese Maßnahme bestehen ist eigentlich egal. Das Studentenwohnheim wurde für 6 Wochen bezahlt, und sollte dann auch bis Sonntag der letzten Wochen genutzt werden können. Ein Bisschen Zeit für die letzte Party sollte eben schon gegeben sein.

Grds. kann ich jedem das Studium an der UCLA empfehlen. Ich habe dort bis auf die Diplomarbeit mein Studium beenden können, und bin Froh, zum Schluss des Studiums ein weiteres Mal ins Ausland gegangen zu sein