26 Nov
Erfahrungsbericht von Katharina K.

Saint Marys University


Stadt: Halifax
Land: Kanada
Kontinent: Nordamerika
Studienrichtung: Anglistik / Amerikanistik
Studientyp: Summer Sessions
Zeitraum: 05/2012 bis 08/2012

Hochschule:
Studieninhalte:
Studienbedingungen:
Freizeit:
Spaß:
Kosten:
Gesamtbewertung:

Im Rahmen meines Englischstudiums in Aachen wurde mir im Laufe der Zeit bewusst, dass ich ohne einen Aufenthalt in einem englischsprachigen Land das Studium nicht erfolgreich absolvieren kann, da mir die Sprachpraxis fehlte. Da es am anglistischen Institut an meiner Uni kaum Kooperationen mit Unis im Ausland gibt, habe ich mich dazu entschlossen, den Aufenthalt auf eigene Faust zu organisieren und bin dabei auf college contact gestoßen, was das Beste war, was mir passieren konnte.
Nach einiger Recherche und auch Beratung der Mitarbeiter habe ich die St. Mary’s University (SMU) in Halifax gewählt. Die Gründe dafür waren, dass ich im Sommer ins Ausland gehen wollte und die SMU viele Sommerkurse anbietet und natürlich weil ich Kanada als Aufenthaltsland sehr ansprechend fand.

Organisation

Die Organisation mit Hilfe von college contact war komplikationslos. Auf jede meiner Fragen wurde schnell geantwortet und mir wurde immer weitergeholfen. Die sehr einfache Bewerbung ohne viel Aufwand ist auch insofern begründet, dass die SMU keine Bescheinigung über alle abgelegten Kurse an der deutschen Uni verlangt. Ein Visum bzw. Study Permit brauchte ich auch nicht, weil ich nur 4 Monate da war und so was erst ab 6 Monate Aufenthalt verlangt wird.

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Ich habe in den zwei Summer Sessions à 6 Wochen jeweils einen Kurs zur Englischer Literatur gemacht. In den Summer Sessions finden die Kurse 2mal pro Woche für jeweils 3 Stunden statt. Da in 6 Wochen das gleiche Pensum wie in einem normalen Semester abgelegt wird, hatte man gut zu tun. Mehr als 2 Kurse pro Session würde ich niemandem raten. Ich fand einen Kurs pro Session schon voll ausreichend. Wir haben in beiden Kursen jede Woche einen Test geschrieben. Außerdem standen noch Essays, Präsentationen und bei einem Kurs auch eine Abschlussklausur an. Bei Teilnahme an einem Kurs pro Session hat man aber noch genug Zeit für andere Freizeitaktivitäten.
Die Kurse an sich haben mir sehr viel Spaß gemacht. Ich habe unheimlich viel gelernt. Die Dozenten sind locker drauf und die Atmosphäre im Kurs ist sehr angenehm. Wenn man sich Mühe gibt und das macht, was verlangt wird, ist es überhaupt kein Problem den Kurs mit einer guten Note abzuschließen.


Unterkunft

Ich habe in einem der Studentenwohnheime der SMU gewohnt. Ich hatte mich für die Rice Residence beworben, in der man in einer Art Wohngemeinschaft wohnt. Mir war es wichtig, eine Küche zu haben, da das Essen in der Mensa sehr teuer ist und auch nicht den besten Ruf hat. Ich habe im Endeffekt in einem Senior Apartment im Loyola Building gewohnt. Ich habe mir das Apartment mit einer Kanadierin geteilt. Jeder hatte sein eigenes Zimmer , es gab eine große Küche und ein Badezimmer. Die Küche in den Senior Apartments ist mit Abstand die Beste, die man in den Wohnheimen kriegen kann. Sie ist schöner und geräumiger als in der Rice Residence. Über die Vanier Residence kann ich nicht viel sagen. Ein Bekannter von mir sagte nur einmal, dass es der wärmste Platz auf Erden sei, also anscheinend nicht wirklich weiterzuempfehlen!
Mein Zimmer war nicht gerade groß, die Möbel nicht besonders ansprechend und das Bett nicht wirklich bequem, aber alles in allem war es auf jeden Fall ausreichend, vor allem wenn man nur für einen relativ kurzen Zeitraum dort lebt. Die Zimmer in Rice sind größer.
Ich würde auf jeden Fall Rice Residence weiterempfehlen, oder die Senior Apartments in Loyola, da in beiden eine Küche vorhanden ist.
Das Wohnen Off-campus und die damit verbundene Wohnungssuche kann ich nicht bewerten, weil ich auf diesem Gebiet keine Erfahrungen gemacht habe. Es kam für mich insofern nicht infrage, da mir der Aufwand für die 4 Monate zu groß war. Im Wohnheim waren Möbel, Waschmaschine, Bettwäsche etc. vorhanden. Zu beachten ist allerdings, dass in den Küchen kein Geschirr oder Kochutensilien vorhanden sind. Ich hatte Glück, weil meine kanadische Mitbewohnerin alles von zu Hause mitgebracht hatte und mir erlaubt hat, ihre Sachen mitzubenutzen. Es gibt aber in Halifax diverse 1Dollar Stores, wo man sich zur Not Küchenutensilien besorgen kann.


Leben

Das Leben in Halifax hat mir sehr gut gefallen. Die Stadt ist mit ihrem Hafen und vielen Pubs sehr schön. Im Sommer gab es viele Festivals am Hafen (z.B. das Tall-Ship-Festival). Auch der Canada Day war ein tolles Erlebnis, bei dem es viele kleine Aufführungen am Hafen gab und ein tolles Feuerwerk am Abend.
Die Partyszene in Halifax ist auch sehr gut. Es gibt eine Reihe von Clubs, in denen man an bestimmten Tagen gut und günstig feiern kann. Die „Pubkultur“ hat mir besonders gut gefallen, da in den vielen Irish oder Scottish Pubs viel und gute Life-Musik geboten wurde.

Im Sommer ist an der SMU viel weniger los als in den Wintersemestern. Ich habe beim Planen meines Aufenthalts auch etwas gezögert, ob der Sommer die beste Zeit ist, um in Kanada ein Auslandssemester zu machen, aber ich bereue meine Entscheidung auf keinen Fall. Der riesengroße Vorteil für mich war, dass kein anderer deutscher Austauschstudent zu der Zeit an der SMU war. Somit war ich gezwungen auf Englisch zu kommunizieren, was mein Englisch stark aufgebessert hat, was ja meine erste Intention für die Reise war. Im September wird die SMU von deutschen Studenten überrannt. Es gab in diesem September 40 neue deutsche Stundenten, die natürlich erst mal untereinander Kontakt aufnehmen und somit viel deutsch sprechen.
Ich fand gerade die Bekanntschaften und das Freundschaften Schließen mit Studenten von der ganzen Welt besonders interessant.
Im September gibt es dafür allerdings eine Orientation Week für alle neuen internationalen Studenten mit sehr vielen, tollen Veranstaltungen und Parties. Die Stimmung soll toll sein. Das ist im Sommer alles etwas kleiner ausgefallen und die Orientation Week war im Endeffekt ein Vormittag, wo sich jeder vorgestellt hat, man in das Unileben eingeführt wurde und Fragen beantwortet wurden.

Der Sommer hatte aber auch zum Vorteil, dass wir traumhaftes Wetter hatten, was aber wohl auch ein Ausnahmezustand dieses Jahr war.
Die Menschen in Kanada sind sehr, sehr freundlich und hilfsbereit. Dadurch ist die Atmosphäre in der ganzen Stadt sehr angenehm und man lernt schnell viele neue Leute kennen.


Reisen

Ich habe mit einer Freundin eine Reise nach Toronto und Montreal gemacht. Wir waren insgesamt eine gute Woche unterwegs. Ich kann die beiden Städte auf jeden Fall weiterempfehlen. Der Trip war super, allerdings auch nicht gerade günstig. Flüge sind in Kanada relativ teuer. Weitere Städte, die sehr schön sein sollen, sind Quebec und Ottawa.


Finanzen

Der Auslandsaufenthalt war insgesamt nicht gerade günstig. Die Studiengebühren kann man aber bei seiner Kurswahl schon regulieren, weil man pro Kurs bezahlt.
Das Problem beim Einkaufen in Kanada ist, dass man die 15% Steuern immer erst an der Kasse draufbezahlt und diese nicht an den Preisschildern erwähnt werden. Das jagt einem gerade am Anfang hin und wieder einen Schrecken an der Kasse ein.
Gerade Essen und Trinken und somit der Einkauf im Supermarkt sind in Kanada sehr teuer.


Fazit

Der Sommer in Halifax hat mir sehr gut gefallen und gehört zu den besten Erfahrungen, die ich in meinem Leben gemacht habe. Ich habe viel gelernt, tolle Menschen getroffen und viel Schönes gesehen. Kanada ist ein sehr schönes Land mit netten Leuten. So ein Auslandsaufenthalt erweitert den Horizont ungemein und ich kann jedem nur empfehlen, diesen Schritt zu machen und sich bald zu bewerben.