21 Okt
Erfahrungsbericht von Hendrik S.

University of California Los Angeles

Stadt: Los Angeles
Land: USA
Kontinent: Nordamerika
Studienrichtung: VWL
Studientyp: Summer Sessions
Zeitraum: 08/2011 bis 09/2011

Hochschule:
Studieninhalte:
Studienbedingungen:
Freizeit:
Spaß:
Kosten:
Gesamtbewertung:

Bewerbung und Anreise

Der Bewerbungsprozess läuft dank College Contact sehr unkompliziert ab. Beachten sollte man aber, dass für das Visum zusätzliche Kosten entstehen. Außerdem muss man persönlich nach Berlin, Frankfurt oder München, um das Visum zu beantragen. Der Termin im Konsulat ist aber völlig harmlos. Solange man die geforderten Dokumente mitbringt, sollte man keine Probleme bekommen. Auch hier hilft College Contact bei Fragen immer sehr schnell und kompetent weiter. Es lohnt sich aber, frühzeitig mit der Planung zu beginnen, da sonst die Flüge immer teurer werden. Auf jeden Fall lohnt es sich auch, über die Kontaktliste, die von college contact verschickt wird schon vor der Session die anderen Teilnehmer zu kontaktieren. So kann man schon vorab erste Kontakte knüpfen.

Vom Flughafen in LA zur UCLA kommt man am günstigsten mit dem „FlyAway“-Shuttle für $10 (Richtung „Westwood“). An der Uni sollte man sich möglichst schnell seine BruinCard abholen. Diese dient als Studenten- und Bibliotheksausweis. Außerdem kann man per Kreditkarte oder am Automaten Geld auf die Karte laden und damit auf dem Campus bezahlen.

Am Sonntag vor Beginn der Session findet eine Informationsveranstaltung auf dem Campus statt. Ich empfehle dringend, dort auch hinzugehen. Dies ist die beste Gelegenheit, direkt am Anfang Leute kennenzulernen. Generell sollte man auch keine Scheu davor haben, Leute einfach anzusprechen, auch wenn man die Sprache vielleicht nicht perfekt beherrscht. Die meisten Anderen sind schließlich in der gleichen Situation.

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Ich habe in den „University Apartments“ (Westwood Chateau) gewohnt. Das Apartment hat eine Küche mit Kühlschrank, Herd, Mikrowelle und Geschirrspüler. Geschirr, Töpfe usw. fehlen aber komplett. Die University Apartments bieten sich an, wenn man Wert auf Unabhängigkeit und Privatsphäre legt oder vorhat, auch selber zu kochen. Alternativen sind die Saxon Suites sowie Rieber Hall, die beide direkt auf dem Campusgelände gelegen sind. Der Essensplan, den man bei den University Apartments dazubuchen kann, lohnt sich nicht. Sinnvoller ist es, Geld auf die BruinCard zu laden und dann damit das Essen zu bezahlen. Damit ist man viel flexibler, da beim Mealplan nicht genutzte Mahlzeiten am Ende der Woche verfallen. Das Buffet in den dining halls ist auf jeden Fall sehr zu empfehlen. Man findet dort US-typisches wie Hot Dogs, Burger etc., aber auch Gemüse, Reis, Nudeln und Salat. Die Auswahl ist sehr groß und es gilt „all you can eat“.


Kurse

Ich habe, wie die meisten anderen Studenten auch, zwei Kurse an der UCLA belegt. Üblicherweise hat man damit vier Veranstaltungen in der Woche, also 8 Wochenstunden. Allerdings können je nach Kurs Hausaufgaben, Präsentation oder Essays anfallen, die einiges an Zeit kosten. Dies ist aber von Kurs zu Kurs unterschiedlich. Mein erster Kurs, „Economics of developing countries“ war recht einfach und erforderte wenig Aufwand. Der Kurs richtet sich auch erkennbar nicht an Ökonomen. In meinem zweiten Kurs (Finance) fielen dagegen jede Woche Hausaufgaben an, die auch benotet wurden. Insgesamt ist es aber mit etwas Aufwand relativ einfach, gute Noten zu erreichen. Innerhalb der ersten Woche kann man seine Kurse beliebig wechseln (wenn noch Kapazitäten frei sind). Wenn man sich also nicht sicher ist, kann man in der ersten Woche einfach zu verschiedenen Kursen gehen und sich dann am Ende der ersten Woche für zwei entscheiden.


Aktivitäten

Da man in der Woche durch die Uni recht eingeschränkt ist, bieten sich für längere Touren vor allem die Wochenenden an, besonders da freitags (fast) keine Vorlesungen stattfinden. Grundsätzlich kann man auch problemlos ohne Mietwagen zurechtkommen. Das öffentliche Verkehrsnetz in LA ist überraschend gut. Per Bus kommt man für $1,50 nach Santa Monica (30 min), Hollywood (45 min) oder zum Getty Center (15 min).

Auch für längere Touren braucht man nicht unbedingt ein Auto. Nach Vegas kommt man auch gut mit dem Greyhound-Bus (ca. 6 Stunden Fahrt). In Vegas selbst spielt sich fast alles am Strip ab, den man gut zu Fuß begehen kann. San Francisco ist auch ein sehr lohnendes Ziel, ist allerdings recht weit entfernt (8-9 Stunden). Wer mag, kann noch zu den Universal Studios oder zum Baseball bei den LA Dodgers gehen. Interessant ist auch das öffentliche Training der UCLA Football-Mannschaft im August, „Fall Scrimmage“ genannt. So kann man das US-typische Phänomen College-Sport direkt aus nächster Nähe erleben. Es finden auch auf dem Campus öfter Spiele der anderen Teams statt, z.B. Fußball oder Volleyball. Langweilig kann es in LA eigentlich nicht werden.


Zusammenfasend kann ich nur sagen: Die 6 Wochen waren eine unglaublich gute Zeit, die leider viel zu schnell vorbeiging. Der ganze Trip ist zwar recht teuer, aber es lohnt sich auf jeden Fall.