29 Sep
Erfahrungsbericht von Hauke R.

University of California, Berkeley

Stadt: Berkeley
Land: USA
Kontinent: Nordamerika
Studienrichtung: Philosophie
Studientyp: Summer Sessions
Zeitraum: 05/2008 bis 08/2008

Hochschule:
Studieninhalte:
Studienbedingungen:
Freizeit:
Spaß:
Kosten:
Gesamtbewertung:

Um das Wichtigste vorweg zu nehmen: Mein Sommer an der UC Berkeley war eine unvergesslich tolle Zeit mit vielen Erlebnissen und neuen Erfahrungen! Und wenn ihr diese Zeit auch erleben wollt, dann kann ich euch nur raten die Organisation eurer Summer Session über College Contact abzuwickeln – sehr nett und alles läuft stressfrei!

Ich habe insgesamt drei Monate in Berkeley verbracht mit...

....Wohnen

Ich habe während meiner Summer Session in den „Unit 2 Residence Halls“ in einem Doppelzimmer im „Cunningham Building“ gewohnt. Die Gebäude in denen die Studenten der Summer Session untergebracht sind wirken von außen nicht gerade schön, aber dafür ist alles recht sauber und die Atmosphäre unter den Bewohnern ist gut. Die Leute aus seinem Wohnheim lernt man schnell bei den vielen „socials“ kennen, die vom Team der Residence Halls organisiert werden. Auf meiner Etage (es gibt insgesamt 8) haben in den drei Monaten Franzosen, Finnen, Mexikaner, Inder, Koreaner, Italiener, Chinesen und auch Amerikaner gewohnt, so dass es ziemlich international zuging. Jede Etage hat ein eigenes Badezimmer mit ausreichend Einzelduschen und Waschbecken. Die Etagen sind im Gegensatz zu den Zimmern nicht immer nach Geschlechtern getrennt, womit aber eigentlich niemand ein Problem hatte. In der Regel werden die Badezimmer jeden Tag von sehr fröhlich und freundlichen Putzkräften gereinigt. Sein Zimmer muss man allerdings selber sauber halten, wofür Staubsauger bereitstehen.
In meinen ersten 4 Wochen hatte ich das Glück ein Doppelzimmer für mich alleine zu haben, weil mein Zimmernachbar nicht angereist ist. Danach habe ich mit einem Koreaner zusammen gewohnt, der leider sehr unsicher in der englischen Sprache war und – wie leider viele Asiaten – praktisch die ganze Zeit unter seinesgleichen geblieben ist. Da andere Kulturen offenbar sehr verschiedene Vorstellungen davon haben, wann geschlafen wird, sollte man sich mit seinem „room-mate“ gleich auf Ruhezeiten einigen. Ausweichmöglichkeiten zum lernen oder um Leute zu treffen gibt es in den Residence Halls genug. Jede zweite Etage verfügt über eine „Study Lounge“ und im Innenhof gibt es drinnen und draußen ebenfalls genug Platz um entweder seine Ruhe zu haben oder keinen zu stören wenn es mal lauter wird.
Die Unit 2 Residence Halls liegen auf der Südseite des Campus und wenn man nicht gerade ganz auf die andere Seite muss ist eigentlich jedes Gebäude in 15 Minuten zu Fuß zu erreichen.

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Ja, das Essen war ein allgemein beliebtes Thema. Als Bewohner der Residence Hall erhält man im Preis inbegriffen „Mealpoints“ für die Unimensa “Crossroads“. Dort gibt es ein mehr oder weniger reichhaltiges Buffet für Frühstück, Mittag- und Abendessen. Wenn man die eigenen Ansprüche nicht zu hoch stellt und über den ein oder anderen schlechteren Tag hinwegsieht, dann sollte eigentlich für jeden Geschmack etwas Genießbares dabei sein. Es gibt auf jeden Fall immer eine große Auswahl an Müsli und eine Salatbar. Außerdem wurde fast immer auch wirklich frisches Obst (Erdbeeren, Bananen, Melonen...) angeboten. Seine „Mealpoints“ kann man aber auch im „Golden Bears“ (einer Art kleinem Supermarkt mit Bistro) oder bei „Peets“ einem Cafe ausgeben. Außerdem gibt es in Berkeley eine sehr große Auswahl an Restaurants. Hier sind besonders empfehlenswert und recht preiswert: „Gypsies“, „Smart Alex“ und „Noahs Bagels“. Mein kulinarisches Highlight war allerdings „Jamba Juice“, eine Art Starbucks für Smoothies (diese puren Fruchtgetränke).


...Studieren

Ich habe an der UC Berkeley die Kurse „Phil 3: The Nature of Mind“ und „PACS 10: Introduction to Peace and Conflict Studies“ belegt. Besonders der „Peace and Conflict Studies“-Kurs hat mich wirklich begeistert und falls die Professorin (Francesca Giovaninni) im nächsten Sommer wieder einen Kurs unterrichtet, dann kann ich diesen nur empfehlen! Allerdings habe ich meinen Stundenplan auch zweimal umstellen müssen, weil ich mich zu Beginn für zu viele Kurse eingeschrieben habe. Man sollte auf keinen Fall mehr als die Mindestbedingung an „Units“ belegen! Zumindest in den Kursen die ich gewählt habe ist man damit schon gut ausgelastet, besonders wenn man am Wochenende auch mal was unternehmen möchte. In beiden Kursen wurden zwei längere Essays und eine Abschlussklausur geschrieben. Wer sich mit dem Schreiben in englischer Sprache schwer tut, dem wird im „Student Learning Center“ kostenlos von Tutoren geholfen. Aber auch so ist es ein guter Tipp seine Essays dort vor der Abgabe mal durchlesen zu lassen. Ein amerikanisches „Paper“ unterscheidet sich in Stil und Aufbau sehr von dem, was bei uns verlangt wird! Das Niveau war in beiden Kursen recht hoch, aber wenn man sich seine Zeit (vor allem fürs Lesen) gut einteilt, durchaus zu schaffen. Ganz allgemein kann ich jedem nur empfehlen bei Fragen und Problemen keine Scheu zu haben den Professor oder den GSI (Graduate Student Instructor) direkt anzusprechen. Die sind wirklich sehr hilfsbereit und freundlich!


...Feiern

In Berkeley selber gibt es an Ausgehkultur nicht all zu viel. Höchstens das „Blakes on Telegraph“ ist als Musik-Bar ein guter Treffpunkt abends. San Francisco hat da natürlich deutlich mehr zu bieten. Mit der BART (die Bahn der Bayarea) ist man sehr schnell dort (unter 30 min). Mit dem Bus dauert es etwas länger - der ist dafür kostenlos. Ansonsten sollte man sich möglichst schnell mit einem Berkeley-Studenten anfreunden, der weiß wo die Parties der Studentenverbindungen („Frats“) stattfinden. Wer mal einen amerikanischen Teenie-Film gesehen hat, weiß tatsächlich ziemlich genau wie es da zugeht. Sicherlich Geschmackssache, aber gesehen haben sollte man das mal!


...Reisen

Zum Reisen sei vorweg gesagt, dass man in Amerika wirklich in anderen Dimensionen denken muss. Auch wenn es auf einer Karte so aussieht als wäre Los Angeles direkt nebenan braucht man mit dem Auto rund 6-8 Stunden (kommt auf den Verkehr an). Deshalb bin ich nach Los Angeles geflogen. Für den Flug habe ich 200$ bezahlt, aber man bekommt sicherlich auch etwas Günstigeres wenn man frühzeitiger bucht. Ansonsten bietet sich noch ein Trip nach Las Vegas oder in den Yosemite Nationalpark an. Nach meiner Erfahrung ist dafür aber allgemein keine große Planung im voraus nötig. Meist ergibt sich vor Ort eine nette Reisegemeinschaft!

So...Ich hoffe, dass ich einen guten ersten Eindruck in die Summer Session der UC Berkeley geben konnte und allen die sich nun dafür entscheiden auch einen Sommer in Berkeley zu verbringen wünsche ich viel Spaß und eine tolle Zeit in der Bayarea!