„Edinburgh, die einzige Hauptstadt der Welt ohne Skyscraper“ – das war der erste Satz, den ich jemals über diese Stadt gehört habe. Damals hätte ich nie gedacht, wie viel Wahrheit und Bedeutung dieser Satz für mich bekommen würde. Heute kann ich mit voller Überzeugung sagen: Meine Zeit in Edinburgh, Schottland, war eine der besten meines Lebens.
Vorbereitung & erste Eindrücke
Ich habe mein Auslandssemester an der Edinburgh Napier University verbracht und hätte mir kaum einen besseren Ort dafür vorstellen können. Schon der gesamte Bewerbungsprozess verlief für mich sehr reibungslos und unkompliziert. Besonders positiv in Erinnerung geblieben ist mir dabei meine Ansprechpartnerin Stefanie, die mich während der gesamten Vorbereitungsphase unterstützt hat und auch während meines Aufenthalts stets ansprechbar war. Gerade in einer so aufregenden Zeit war es sehr beruhigend, jederzeit eine verlässliche Unterstützung zu haben.
Ich hätte niemals erwartet, dass diese Stadt mein Herz so sehr erobern würde. Edinburgh ist nicht nur wunderschön, sondern auch unglaublich vielfältig. Historisch, kulturell und sozial hat die Stadt unendlich viel zu bieten. Egal ob man durch die Altstadt mit ihren engen Gassen läuft, die Aussicht von Arthur’s Seat genießt oder einfach durch die Straßen schlendert – Edinburgh hat eine ganz besondere Atmosphäre, die man schwer in Worte fassen kann.
Reisen
Besonders für alle, die nicht nur in einer Stadt bleiben, sondern auch die Umgebung erkunden möchten, ist Edinburgh der perfekte Ausgangspunkt. Mein absoluter Lieblingsort waren die schottischen Highlands. Ich habe in meinen vier Monaten dort mehrere Roadtrips unternommen und war bestimmt vier- bis fünfmal in den Highlands. Die Landschaft ist atemberaubend und jedes Mal aufs Neue überwältigend. Ein persönliches Highlight war, dass ich dort mehrmals Highland Cows gesehen habe – etwas, das man sonst nur von Bildern kennt und das jede Reise noch besonderer gemacht hat.
Von Edinburgh aus habe ich außerdem zahlreiche Tages- und Wochenendtrips in andere Städte im Vereinigten Königreich unternommen sowie einen Trip nach Irland, genauer gesagt nach Dublin. Die Lage der Stadt und die sehr gute Anbindung machen es extrem leicht, auch über die Landesgrenzen hinaus zu reisen und Neues zu entdecken. Obwohl ich im Herbst und Winter in Schottland war, hat mich das Wetter nie davon abgehalten, unterwegs zu sein oder Ausflüge zu machen.
Wohnen & Freizeit
Untergebracht war ich im Studentenwohnheim Orwell Terrace, wo ich mir eine Wohnung mit Flatmates aus Italien, Deutschland, Frankreich und den USA geteilt habe. Das Zusammenleben war nicht nur menschlich sehr bereichernd, sondern auch sprachlich ein großer Vorteil, da Englisch im Alltag selbstverständlich die Hauptsprache war. Gerade für die Verbesserung der eigenen Sprachkenntnisse ist ein solches internationales Wohnumfeld extrem wertvoll. Das Zusammenleben im Studentenwohnheim war insgesamt eine unglaublich wichtige Erfahrung, vor allem für jemanden, der zum ersten Mal wirklich „alleine“ lebt. Die einzelnen Flats fühlten sich wie kleine Nachbarschaften an und das gesamte Gebäude hatte etwas Familiäres. Man kannte sich, hat sich gegenseitig geholfen und gemeinsam Erinnerungen geschaffen.
Das Nachtleben in Edinburgh ist ebenfalls sehr lebendig und abwechslungsreich. Auch wenn ich persönlich nicht feiern gehe, haben meine Flatmates das Nachtleben sehr genossen und waren regelmäßig unterwegs. Edinburgh bietet hier wirklich für jede*n etwas – ob Bars, Pubs, Clubs oder entspannte Abende mit Live-Musik.
Campus & Studium
Auch an der Universität selbst wird es definitiv nicht langweilig. Die Edinburgh Napier University hat mehrere Campusse in der Stadt. Ich war hauptsächlich am Merchiston Campus sowie am Craiglockhart Campus, die beide eine sehr angenehme Lernatmosphäre bieten und gut erreichbar sind. Das Sportangebot der Universität ist sehr vielfältig. Ich habe dort selbst Tennis gespielt, wobei die Tennisstunden im Craiglockhart Sports Centre stattgefunden haben. Viele meiner Flatmates waren ebenfalls sportlich aktiv – von Volleyball und Basketball über Tanzen bis hin zu Surfen. Hier wird es definitiv nicht langweilig.
Auch die Food-Culture in Edinburgh ist sehr vielfältig. Von internationaler Küche bis hin zu klassischen schottischen Gerichten ist alles vertreten. Ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl, etwas aus Deutschland zu vermissen – im Gegenteil, man entdeckt ständig neue Restaurants, Cafés und Food-Spots, die den Alltag bereichern.
Ein ganz besonderes Highlight war für mich der Weihnachtsmarkt. Jedes Jahr zieht er tausende von Tourist*innen aus aller Welt an, und es war surreal, diese Stadt während der Weihnachtszeit mein Zuhause nennen zu dürfen, während Menschen vom anderen Ende der Welt extra dafür anreisten. Diese Momente werde ich nie vergessen.
Ein weiterer Punkt, an den ich mich erst gewöhnen musste, war der Linksverkehr. Anfangs war das ungewohnt, doch da Edinburgh eine sehr busfreundliche Stadt ist, kam man schnell und unkompliziert überall hin. Das öffentliche Verkehrsnetz ist gut ausgebaut und zuverlässig.
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Fazit
Rückblickend kann ich sagen, dass ich mich jederzeit wieder für Edinburgh und die Edinburgh Napier University entscheiden würde. Diese Stadt hat mich geprägt, mir unvergessliche Erlebnisse geschenkt und mir gezeigt, wie sehr ein Ort das eigene Herz erobern kann. Edinburgh ist für mich nicht nur eine Stadt – es ist ein Stück zuhause geworden.
Not my home, but I know my way around <3
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